Flohnmobil – im Alltag unterwegs

Reiseberichte und Anekdoten. Alltagskram im Lande Balkonien.

Schnarchen für Migros

Wir standen an der Kasse, mein innig geliebter Mitbewohner und ich. Nach hartem Feilschen hatten wir uns einigen können: Diese Bettdecke sollte es sein. Dass sich die Auswahl eines geeigneten Federbetts noch als das kleinste aller Übel herausstellen sollte, hatten wir nicht geahnt.

Die Kassiererin verdrehte schon leicht die Augen, als sie meinen Stapel an Cumulus-Bons sah, die ich in den letzten zwei Jahren gehortet hatte, um sie für einen besonderen Zweck auszugeben. Dieser besondere Zweck war hiermit gekommen.

Die Bons, alle im Wert zwischen 5 und 20 Franken, musste die Kassiererin einzeln einscannen. Sie tat das mit stoischer Gelassenheit, was ich ihr hoch anrechnete. Noch bevor sie das jedoch tat, verlangte sie von mir die Cumulus-Karte, denn ohne die geht bekanntlich in der eidgenössischen Einkaufslandschaft nicht viel. Dann hielt ich ihr den Gutschein über 30 Franken hin, den ich kürzlich in der Post hatte. „Dann müssen Sie aber mit der M-Cumulus Kreditkarte bezahlen“, beschied mir das nette Ding hinter der Kasse. Kein Problem, Frau Flohnmobil ist mit allem ausgerüstet, was den täglichen Einkauf in der Migros erträglich macht. Da derzeit alle Bettwaren bei der Migros 20 % günstiger sind (sofern man die ominöse Karte im Portemonnaie mitführt), hätten der Mitbewohner und ich auf die Decke am Ende beinahe noch Herausgeld gekriegt.

Nach so viel Gutscheinen und Sonderangeboten waren wir zu erschöpft, um direkt zum Auto zu gehen. Wir mussten bei einem Espresso erst neue Kräfte mobilisieren. Ich kaufte die zwei Tässchen brauner Brühe und hielt schon das Zehnernötli in der Hand, da fragte mich die Bedienung: „Händsicumuluscharte?“

Die ersten paar Pünktli für die nächste Bettdecke waren bereits wieder auf dem Konto.

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6 Antworten zu “Schnarchen für Migros

  1. pixelspielerei 11. März 2013 um 21:49

    Kleinvieh macht eben doch viel Mist! 😉 Schön, wenn es so häufig Rabatte gibt!

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  2. Urs 11. März 2013 um 22:36

    Im Coop in Aadorf hat es eine Kassierin, welche seit Jahren stoisch fragt: „Händ si’s Supercard-Chärtli?“. Sie weiss es wohl nicht besser…
    Liebe Grüsse
    Urs

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  3. runningtom 12. März 2013 um 06:29

    Waaaas? So teuer ist der Kaffee schon geworden? 😉

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