Flohnmobil – im Alltag unterwegs

Reiseberichte und Anekdoten. Alltagskram im Lande Balkonien.

Schlagwort-Archiv: Winter

Zu heiss?

Zu heiss?

Schmort ihr im eigenen Saft?

Euch kann geholfen werden.

Bitteschön:

 

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Champagner auf Eis…

… ähm Schnee.

Schon der Gedanke ist erfrischend, nicht?

Verlockend grün und ungeniessbar

Kaum zu glauben, dass vor weniger als einer Woche hier noch alles Stein und Bein gefroren war. Und nun spriesst schon der Schnittlauch.

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Man wäre fast versucht, von dem zarten, würzigen Grün zu ernten….

… kämen hier nicht etwas gar viele Hunde vorbei.

Beschildert geschildert (100)

Da es absehbar war, dass meine Schilder-Bilder-Serie früher oder später die Hunderter-Marke erreichen würde, hatte ich mir schon einige Gedanken gemacht, wie ich dieses Jubiläum gebührend huldigen konnte.

Die Entscheidung wurde mir heute auf dem Sonntags-Spaziergang abgenommen, denn dieses Schild hat einen derartigen Raritäten-Charakter, dass es sich bestens für die Jubiläums-Ausgabe eignet.

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Der Weiher in der Nähe unseres Wohnortes ist seit Mittwoch offiziell von den Behörden freigegeben worden. Diese Mini-See-Gfrörni hat Jung und Alt aus dem Haus gelockt. Der Uferbereich im Naturschutz-Gebiet wurde abgesperrt und zwei offizielle Zugänge für die Eiswanderer und Pirouetten-Dreher geschaffen.

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Der Weiher liegt in einer Senke, wo um diese Jahreszeit nur wenig Sonne hinkommt. Mal schauen, wie lange das Eis den Plustemperaturen der kommenden Tage standzuhalten vermag.

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Lazarett auf dem Rückzug

Sie hat sich mal wieder als gut ausstaffiert und unentbehrlich erwiesen, unsere Reiseapotheke. Kein Tag, ohne dass wir ihr etwas entnommen hätten. Und was sie nicht hergab, liess sich hier beschaffen:

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Hustentropfen. Halsweh-Tabletten. Schmerzstillende Tabletten. Schmerzstillende Pflaster. Schmerzstillende Tropfen. Schmerzstillende Spritzen, Schmerzstillende Salben. Resistenz-Tabletten.

Wir haben geschluckt, gesalbt, geklebt, gegurgelt und zwei Mal der örtlichen Arztpraxis unsere Referenz erwiesen. Eigentlich lief das Projekt unter dem Sammelbegriff “Zwei Wochen Skifahren in Samnaun”. Wir standen jedoch nur gerade vier Tage auf den Skiern. Und auch das mehr schlecht als recht. Trotz herrlichstem Winterwetter und tollen Pistenverhältnissen. Selbst die Geschirrspül-Maschine in der Ferienwohnung hatte sich solidarisch erklärt und auf halber Distanz den Dienst für ein paar Tage quittiert.

Für einmal erwies sich mein flapsiger Spruch “Wir haben nie Ferien, wir verbringen nur unseren Alltag an einem anderen Ort” als Bumerang. Wenn dieser Beitrag veröffentlicht wird, sind wir auf dem Heimweg. Um unsere Wunden in den eigenen vier Wänden weiter zu lecken.

Menschliche Wunder

Es ist immer wieder erstaunlich zu sehen,

wie Leute,

die sonst immer in den frühen Morgenstunden aus dem Haus flüchten,

damit sie sich möglichst wenig mit dem Ehegatten herumschlagen müssen,

plötzlich sesshaft werden,

wenn sie ihr Auto vom Schnee befreien müssten.

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Luftsprünge der Begeisterung

Einige Impressionen vom gestrigen Katerbummel:

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Ist es nicht faszinierend, was die Natur da über Nacht hervorgezaubert hat?

Eine Weihnachtsgeschichte

Das Paar und sein Neugeborenes taten Kantonspolizist Forster irgendwie leid. Aber Dienst war Dienst, auch an Weihnachten. “Das Kind kam in diesem Stall zur Welt?”, fragte er streng. Josef nickte müde und schaute auf die erschöpfte Maria mit dem schlafenden Jesus im Arm. “Es war kein Platz in der Herberge”, sagt er. “Wieso Herberge? Warum sind Sie denn nicht ins Spital?”, fragte Forster vorwurfsvoll. Er hasste komplizierte Feiertagseinsätze. Und immer hatte ausgerechnet er es an Weihnachten mit solchen Sozialfällen zu tun. Ein so herziges Göfli in einem kalten Stall zur Welt zu bringen, wo gab es denn so was, dachte er. Und wieso schaute der Mann ihn so verständnislos an?

“Also nun mal von vorne”, sagte Forster. “Sind Sie der Vater des Kindes?” Josef schüttelte den Kopf. “Es ist der Sohn Gottes.” Sektenmitglieder, auch das noch, dachte Forster. Oder Islamisten. Der Mann sah ohnehin irgendwie orientalisch aus. Und dann fiel ihm ein, dass Kollegen von ihm am Tag zuvor drei so komische Vögel, darunter einen Schwarzen, aufgegriffen hatten. Die waren offenbar illegal eingereist und erzählten auch etwas Wirres von einem Sohn Gottes, den sie angeblich suchten. Ihr Gold hatten die Beamten vorsichtshalber beschlagnahmt, nur Weihrauch und Myrrhe durften die drei behalten, als man sie ins Empfangszentrum Kreuzlingen brachte.

“Ihre Ausweise bitte”, sagte Forster. Wieder dieser verständnislose Blick des Mannes. Natürlich weggeworfen, dachte Forster. Kommen in die Schweiz, um zu gebären, Asyl zu beantragen, Sozialhilfe zu beziehen, und wir Steuerzahler dürfen das alles berappen. “Wie alt ist Ihre Frau?”, fragte Forster. “Verlobte”, sagte Josef, “sechzehn”. Na wunderbar, dachte Forster, auch noch sexueller Missbrauch einer Minderjährigen. Das alles war eindeutig ein Fall für die Kesb. Sollen die sich doch darum kümmern, dachte Forster. Er freute sich direkt darauf, bald wieder alkoholisierte Autofahrer aus dem Verkehr ziehen zu dürfen.

In diesem Moment erwachte ich aus dem Albtraum. Erleichtert, dass die Geburt unseres Erlösers schon vor mehr als 2000 Jahren über die Bühne ging. Frohe Weihnachten!

Quelle: Zeitung Südostschweiz vom 24.12.2016
Autor: Christian Ruch

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Heute Morgen in Brigels: Ein Hauch von weisser Weihnacht…

… wenn man nicht zu lange zögerte beim Abdrücken.

Wandern statt Skifahren

Die Geschichte wiederholt sich. Nun schon zum vierten Mal in Serie.

Lustig ist das schon lange nicht mehr. Die Tourismus-Verantwortlichen in den Bergen und alle, die am Tropf des kränkelnden Winter-Tourismus hängen, können einem wirklich Leid tun. Die Skifahrer, oder diejenigen, die es gerne wären, auch.

Weit und breit kein Schnee! Skifahren ist nur möglich, wo der Natur mit technischem Grossaufwand unter die Arme gegriffen wurde. Und das sieht dann in etwa so aus:

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Brigels liegt immerhin auf 1’300 Metern über Meer. Doch da es den ganzen Dezember keinen Niederschlag gab, geht Familie Flohnmobil an Weihnachten halt wandern statt Ski fahren.

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Ähnliche Bilder gab es in diesem Blog vom Jahr 2015 zu sehen.

Auch wenn es keine Bilder davon gibt, 2014 war Brigels an Weihnachten ebenfalls grün.

Und auch 2013 sah es nicht viel besser aus.

Dennoch, es gab auch Jahre, da lag im Alpenraum richtig viel Schnee, so zum Beispiel an Weihnacht 2011.

 

Das soll jedoch niemanden davon abhalten, die kommenden Festtage zu geniessen.

Fröhliche Weihnachten euch Allen!

Weisses für die Rübe

Es ist ganz und gar erstaunlich, in wie vielen Variationen Schneesport-Helme in den Verkaufsregalen stehen, liegen oder hängen. Mit Visier. Mit Lautsprechern. Solche, die mehr einem Nachttopf ähneln. Elegante, extravagante. Mit und ohne kuschelige Öhrchen. Blaue, grüne, gelbe, schwarze, rote, pinkfarbene. Mit Leder bezogen. Matt oder glänzend. Die Markenvielfalt und Auswahl ist ebenso gross wie die Preisspanne, die locker von unter 100 Franken bis über 700 Stutz geht.

Mit meinem letzten Blogeintrag, insbesondere mit dem Bild, habe ich euch etwas in die Irre geführt. Ich habe nämlich meinen neuen Helm im Geschäft über die Strasse gekauft. Aber dort war die Auslage nicht so fotogen.

So sehe ich also neuerdings auf der Skipiste (bzw. im vorliegenden Fall in der Gondelbahn) aus:

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Ich konnte übrigens der Bearbeitung durch die Sportartikel-Verkäuferin standhalten und setze mir weiterhin meine alte Skibrille auf. Diese neuen Panorama-Brillen, mit denen man in die Welt guckt wie eine Drohne, überzeugen mich nicht.

Buntes für die Rübe

“Musst du das jetzt jeden Tag zuerst lesen?” Die Stirn meines innig geliebten Mitbewohners hatte sich sorgenvoll in Falten gelegt angesichts des beinahe einen halben Quadratmeter grossen Papierfetzens, den ich im Begriff war zu entfalten. In den Händen hielt ich ein “Benutzerhandbuch für Skihelm”. Handbuch war zwar etwas hoch gegriffen, vielmehr war es ein doppelseitig bedruckter, dünner Wisch. In 19 Sprachen – darunter verdankenswerterweise auch Deutsch – wurde erklärt, was unter einem Skihelm zu verstehen ist, wie man in anzieht, was man damit tun soll und was besser nicht.

Ich verzichtete nicht nur auf der Stelle sondern auch für alle Zukunft auf das Studium des Benutzerhandbuches, immerhin war es bereits mein dritter Skihelm und ich traute mir durchaus zu, dieses birnenschützende Instrumentarium ohne weitere Instruktionen sach- und fachgemäss aufzusetzen.

Der Neuanschaffung war ein zweitägiges Auswahlprozedere, unterbrochen von einer 23-stündigen Pause, vorangegangen. Ich hatte sämtliche in Frage kommende Helme in sämtlichen Sportgeschäften des Ortes anprobiert. Der Mitbewohner hatte ausgiebig Gelegenheit, das übrige Sortiment der Geschäfte zu studieren, bis ich mich ENDLICH zu einem Entschluss durchringen konnte.

Mein neuer Helm ist rundlich, bequem, sicher, warm und schön. Welchen habe ich gewählt?

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