Flohnmobil – im Alltag unterwegs

Reiseberichte und Anekdoten. Alltagskram im Lande Balkonien.

Schlagwort-Archiv: Tessin

Beschildert geschildert (112)

Dieses Schild wirft Runzeln auf die Stirn und Fragen auf.

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Wenn man allerdings das Ganze aus etwas grosszügigerer Optik betrachtet, stellt man fest, dass der offizielle Wanderweg mehr oder weniger durch ein Wohnzimmer führt.

In Gandria sind die Platzverhältnisse halt etwas – ähm – bescheiden.

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Durch die Olivenbäume am Lago di Lugano

Es mutet noch immer seltsam an, bei Temperaturen knapp über Null das Haus in die stockfinstere Nacht hinaus zu verlassen und mehr oder weniger wach aufs Postauto zu warten. Doch einmal mehr hat sich der lange Weg ins Tessin gelohnt. Der blaue Himmel jedoch täuscht. Am Bahnhof Lugano empfing uns ein derart giftiger Nordföhn, dass jeder unserer siebenköpfigen Gruppe subito etwas über die Löffel zog.

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Dann ging es über die Treppenstufen runter in die Stadt, die kurz vor 10.00 Uhr noch im Sonntagsschlaf zu stecken schien.

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Dieser Fischer dagegen war schon fleissig.

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Und wir natürlich auch.

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Ich musste zweimal schauen, ob das zwei einzelne oder ein Zwillings-Velo waren.

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Start zum Olivenweg.

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Die zarten Wedel des Pampa-Grases haben mir schon immer gefallen.

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Auch solche Schönheiten am Wegesrand, wie dieses Granat-Öpfeli ziehen meine Blicke magisch an.

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Und dann diese Landschaft erst!

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Höchst interessante Gesteinsschichtungen am Weg nach Gandria.

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Gandria ist ziemlich ausgestorben. Viele der Restaurants machen erst an Ostern wieder auf.

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Wenig Betrieb auch auf dem Kursschiff.

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Wir machten Mittagshalt an einem windgeschützten Ort mitten in den Olivenbäumen. Ich hatte nicht gewusst, dass in unserem Land überhaupt Olivenbäume wachsen. Allerdings bin ich mir von unseren Reisen den Anblick wesentlich grösserer Exemplare gewöhnt.

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Das Kraut der Osterglocken ist schon ziemlich weit. Offenbar findet im Tessin Ostern an Weihnachten statt.

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Ich konnte mich am Panorama kaum satt sehen. Man beachte die Schaumkrönchen auf dem See.

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Den Campanile von Gandria hat nicht der Wind schief geblasen. Das ist mein Augenmass…

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Wir verlassen den Sentiero dell’Olivo. Es geht obsi Richtung Monte Bré.

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Der Monte Bré ist heute nicht unser Ziel, sondern ein genial angelegter Weg, der uns nach Ruvigilana führt.

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Vom Aussichtspunkt San Michele aus ist dieses Lugano keine Augenweide.

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Der markierte Wanderweg führt – wahrscheinlich nicht immer zur Freude der Anwohner – mitten durchs Wohnquartier.

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Unten am See flaniert viel und viel dickes und viel dick eingemümmeltes Volk. Sooo kalt ist es zwar auch wieder nicht, aber wenn man im Tessin schon mal seine Winterwäsche brauchen kann…

Auch die Pedalos sind auf Winterbetrieb eingestellt.

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Baum im Baum in Parco Civico.

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Das war’s. Eine schöne, eher gemütliche Wanderung, etwa vier Stunden. Unter einem Himmel, dem man keine Wolke abgewinnen konnte.

Beim Bahnhof Lugano nervten uns die Kellner im Ristorante Ana Capri, die trotz halbleerem Restaurant keinen Tisch für uns freigeben wollten, an dem wir alle zusammen hätten sitzen können. Soviel zur Schweizer Gastfreundschaft. Im Bahnhofbuffet kamen wir dann immerhin noch zu einem Kaffee, auch wenn man sich Gemütlicheres vorstellen könnte, als direkt neben dem Eingang zu Siebt an zwei runden Bistro-Tischchen zu kleben.

Von solchen Intermezzos lasse ich mir jedenfalls den Spass nicht vertreiben, und ich glaube, es ging dem Rest der Gruppe genauso. Es war nämlich einmal mehr ein toller Wandertag.

Danke Beat!

Mehr Infos und Bilder zur Wanderung gibt es HIER.

Karte

Tschalperei durch die Kastanien

Ich komme gleich ohne Umschweife zur Sache, denn die gestrige Wanderung tat es mit uns auch. Kaum dem Postauto in Brissago entstiegen, ging es obsi. Über x Treppenstufen arbeiteten wir uns das Tessiner Dorf hoch.

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Die Aussicht auf Aussicht steigerte sich mit jeder einzelnen Treppenstufe.

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Nach dem Treppen- und Gassen-Wirrwarr Brissagos folgten die nicht immer schaurig aufdringlich angeschriebenen Wanderwege durch die Kastanienwälder.

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Es raschelte und knisterte unter unseren Füssen.

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Mitunter lag so viel Laub, dass wir uns den Weg zwischen den Wurzeln, Treppenstufen und Steinen regelrecht mit den Füssen ertasten mussten.

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Bei den Rustici von Piano fand sich ein geeignetes Plätzchen für den Mittagshalt. Dies war mit knapp 900 m gleichzeitig der höchste Punkt der Wanderung.

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Hier gibt’s noch Ausbau-Potential.

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Selbst hier oben ist man offenbar nicht vor Dieben sicher. Man beachte die Veloschlösser, mit denen die Solarpaneele gesichert sind.

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Es war so schön, mir fehlen grad die Worte.

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Wir durchtschalpten sie zuhauf, die für diesen Blogbeitrag namensgebenden – ähm – Kastanien.

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Auf dem Felsgupf Balladrum (483 m)

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Unser Ziel Ascona kommt immer näher.

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Gezählt hat sie niemand, aber das sind die letzten von wahrscheinlich über 1’000 Treppenstufen, die wir am heutigen Tag bewältigt haben.

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Dort unten wartet irgendwo ein Tisch an der Sonne für unsere Einkehr.

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Zu meinem Schreck ist in den Gassen Asconas nicht nur die Weihnachtsbeleuchtung schon aufgehängt, in gewissen Läden treibt sie mit blinkenden Sternen auch schon ihr Unwesen. Hilfe!!!

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Die Schatten auf der berühmten Promenade von Ascona werden schon länger. Aber zumindest für die erste Hälfte unserer Einkehr geniessen wir noch einige Sonnenstrahlen.

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War das wieder eine schöne Wanderung! Mit allen Fotohalts und der Mittagspause sind wir fünf Stunden unterwegs gewesen. Vielen Dank an Beat für die Organisation und allen Mitwanderern für die nette Begleitung.

Auf dass Beat die guten Ideen noch lange nicht ausgehen!

Karte

Meine Souvenirs sind meist kulinarischer Art. Diesen kleinen Panettone konnte ich nicht widerstehen. Heute Sonntag wird es dem linken an den Kragen gehen. Dem mit Kastanien. Aus Marroni. Also Marron glacé. Sorry, Barbara…

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Ab durchs Loch

Dauerrrrrrrregen im Norden, Sonne im Süden. Nichts wie ab durchs längste Eisenbahntunnel der Welt (für mich die Premiere notabene). Der Einstieg gestaltete sich allerdings etwas harzig, forderte uns doch der Zugsbegleiter während der Fahrt auf, den Waggon zu wechseln. Grund dafür war, dass die Lautsprecherdurchsagen nicht funktionierten und sich deshalb aus Sicherheitsgründen im 57 km langen Tunnel niemand aufhalten durfte. Murrend und schnödend stiegen wir in Arth Goldau in die vordere Zugskomposition um. Und machten uns gänzlich ungeniert in der 1. Klasse breit. Dass wir während der ganzen nachfolgenden Fahrt bis Lugano nicht einen Pieps aus den Lautsprechern hörten, ist eine andere Geschichte.

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Die Wanderung startete in Arzo, wir überquerten nach wenigen Metern den Zoll, mussten uns mehrere Male vor den flott fahrenden Italos an den Strassenrand retten und folgten dem vorauseilenden Beat, der eine möglichst verkehrsarmte Route durch Saltrio und Viggiù herausgesucht hatte.

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Am Ortsrand kamen wir an prächtigen und prächtig verlotterten Anwesen vorbei.

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Und endlich der erlösende Wegweiser, der uns auf den Wanderweg lotste.

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Die wahre Wanderung konnte beginnen!

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Irgendwo dort hinten muss wohl Milano sein.

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Grundsätzlich ist die Strasse auf den Monte Orsa befahrbar, weil dort oben zwei riesige Sendetürme stehen. Aber unser Weg führte uns glücklicherweise nicht die ganze Zeit über Asphalt.

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Boah, Panorama!!!! 360-Grad-Rundsicht vom 998 m hohen Monte Orsa

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Das Tor zur Vergangenheit. Die Schützengräben und Kavernen aus dem 1. Weltkrieg.

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Wir laufen – mehr oder auch weniger beeindruckt – durch die alten Stellungen, vorbei am Labyrinth aus Gräben, Beobachtungsposten und Schiessscharten.

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Wieder zurück daheim. Altvertraute Wegweiser.

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Allgemeines Schmetterlings-Fotografieren.

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Und selbst ein Blümchen fand sich noch im trockenen Herbstwald. Eine winzige Zyklame.

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“Prähistorische” Felszeichnungen im alten Steinbruch oberhalb Arzo.

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Witzige Wandmalereien in Besazio mit täuschend echter Dreidimensionalität.

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Zurück am Bahnhof von Mendrisio blieb keine Zeit zur Einkehr. Aber so kurz vor dem Wintereinbruch mussten die Glacés am Kiosk offenbar weg. Wir haben tatkräftige Unterstützung geboten, die alten Bestände abzubauen.

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Einmal mehr eine ganz tolle Wanderung. Und noch immer ohne Handschuhe und Mütze. Beat hat für uns das bestmögliche aus diesem Tag herausgeholt. Vielen Dank für die nimmermüde Wanderleitung und die tolle Begleitung. Ich fand es eine sehr sypmathische Wanderung. Nicht zuletzt, weil meine Schuhe total sauber geblieben sind.

Mehr Informationen und Bilder gibt es HIER.

Karte