Flohnmobil – im Alltag unterwegs

Reiseberichte und Anekdoten. Alltagskram im Lande Balkonien.

Schlagwort-Archiv: Schnee

Eile mit Weile

Es war das Wetter, bei dem sich früher absolut selbstverständlich mein Mann ans Steuer gesetzt hätte. Jegliche Diskussion hätte sich erübrigt. Es musste seit den frühen Morgenstunden schneien, auf der Strasse lagen schon fast zehn Zentimeter Schnee. Meine Hoffnung, dass sich die Wetterfront noch etwas verspäten würde, hatte sich nicht erfüllt, und so musste ich mich heute Morgen mit Todesverachtung selber ans Steuer setzen und von Brigels heim fahren. Was für ein Kontrast zu gestern!

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Vorsichtig fuhr ich die steile Strasse von Brigels runter. Was heisst hier fahren? ich liess es mehr oder weniger rollen, das war mir bei den Verhältnissen noch schnell genug. Der Schneepflug mit dem Salz kam mir entgegen, aber auf meiner Seite war die Strasse ziemlich glatt und nicht geräumt. Mein Fahrkurs, den ich vor wenigen Wochen absolviert hatte, kam mir entgegen. So machte ich mir nicht gleich in die Hose, als die Assistenz-Systeme meines Autos ihren Dienst taten und das Fahrwerk unter meinem Hintern rumpelte und surrte.

Im Schneegestöber erreichte ich in Tavanasa die Talsohle, fuhr auf der schneebedeckten Strasse weiter Richtung Ilanz. Ein Einheimischer war der Ansicht, meine 50 km/h seien zu langsam. Sollte er doch überholen! Es schneite unverdrossen weiter, die Temperaturen bewegten sich knapp unter Null. Die Strasse stieg wieder an, ich fuhr einer Kolonne auf. An deren Spitze ein Holztransporter mit Anhänger. Na wenn der mit diesen Strassenverhältnissen zurecht kommt, werde ich es wohl auch schaffen, ermunterte ich mich selber.

Am Kulminiationspunkt in Flims scherte der Lastwagen aus und liess die Kolonne passieren. Um ein Haar wäre ich nun die Vorderste der Kolonne gewesen…! Die nächsten Höhenmeter liessen sich elegant und sorglos im Tunnel vernichten. Doch noch war nicht alles ausgestanden. Unterhalb von Flims lag noch immer Schnee auf der Strasse, jedoch zusehends weniger. Kurz vor Reichenau ging der Schnee in Regen über, ich konnte mich langsam entspannen.

Auf der Autobahn herrschte mässiger Verkehr, aber es regnete ziemlich stark. Schon wieder nicht meine bevorzugten Strassenverhältnisse! In Landquart leistete ich mir einen Shopping-Stop im Outlet. Nun wäre ich froh gewesen, es wären Schneeflöckli gefallen. Diese wären mir wesentlich sympathischer gewesen als der strömende Regen.

Mit unwesentlich erleichtertem Portemonnaie und ohne weitere Probleme erreichte ich schliesslich den Heimathafen. Was mein Mann über meine Fahrweise gedacht hätte, darüber kann ich nur mutmassen. Sicher aber wäre er genauso froh gewesen wie ich, dass Auto und Frau wieder unversehrt daheim sind.

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Des Silvesterrätsels Lösung

Herzlich willkommen im Jahr 2018!

An diese Zahl werden wir uns gewöhnen müssen.

Zu meinem gestrigen Silvester-Rätsel sind diverse, durchaus plausible Lösungen eingegangen. Danke fürs mitraten.

Die naheliegendste Lösung jedoch, die ist niemandem eingefallen.

Unter dem Schnee verbirgt sich…

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… das Schweizer Bankgeheimnis.

 

Sorry, diesen Witz musste ich endlich mal los werden.

Silvesterrätsel

 

Was verbirgt sich unter dem Schnee???

 

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Wer weiss es…?

Die Auflösung gibt es erst nächstes Jahr.

Bis dahin wünsche ich fröhliches Raten und
e i n e n   g u t e n   R u t s c h   i n s   2 0 1 8 .

Bea

Unterwegs wegen den Füssen

Ich hatte heute ein Date mit einem netten jungen Mann. Er kümmerte sich geradezu rührend um mich, begutachtete mich ausführlich von allen Seiten, legte Hand an. Leider am falschen Ende, denn er war in erster Linie an meinen Füssen interessiert.

Ich war unterwegs in der Mission “neue Skischuhe”. Bei meinem Saisonauftakt vor ein paar Tagen hatte ich gemerkt, dass mich ein Überbein an der Ferse plagt. Skifahren macht so definitiv keinen Spass! Nun ging es darum, meine Füsse neu zu vermessen, damit eine Mass-Einlagesohle angefertigt werden kann, bevor ein neuer Innenschuh geschäumt wird.

Das Ganze dauerte rund eine Stunde. Dann war es High Noon und ich zu einem ausgedehnten Winterspaziergang aufgelegt. Wer würde denn nicht wollen bei so einem Wetter! Es war zwar kalt (-10°), aber sonnig und windstill.

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Nach einem kurzen Nachfragen bei zwei Spaziergängerinnen entschloss ich mich kurzerhand, den oberen Sihlsee zu umrunden.

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Dieser ist teilweise am Zufrieren. Bis aber das Natureisfeld freigegeben werden kann, braucht es noch einige kalte Tage, und die stehen ja gerade nicht ins Haus.

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Obschon hier bestenfalls 30 cm gesetzter Schnee liegt, konnte der Hang anreissen.

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Um diese Jahreszeit erreicht kein Sonnenstrahl diese Seite des Sihlsees.

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Nun bin ich schon fast an der Brücke. Wohl scheint hier wieder die Sonne…

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… aber…!

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Im Skigebiet Hochybrig muss heute ganz schön etwas los gewesen sein. Ich habe gehört, dass Leute angesichts der prekären Parkplatz-Situation gar nicht erst aus dem Auto gestiegen und unverrichteter Dinge wieder heim gefahren sind. Auch die Ambulanz hatte alle Hände voll zu tun. In der kurzen Zeit, wo ich in Hör- und Sichtweite der Strasse war, konnte ich drei Ambulanz-Fahrzeuge ausmachen.

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Nach Euthal führt der Wanderweg wieder weg von der Strasse durchs Naturschutzgebiet.

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Am Horizont kündigt sich schon der Wetterumschwung an. Den blauen Himmel habe ich für heute gesehen.

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Ich wäre bestimmt nicht extra für diese knapp 1 1/2 Stunden Spaziergang nach Unteriberg gefahren. Aber im Zusammenhang mit dem Füessli-Date war es ganz okay.

Auch da muss ich durch

Mein über alles geliebter Mann

Ich ging heute Skifahren. Ganz alleine. 

Es war ein traumhafter Skitag. Blauer Himmel, Pulverschnee, sonnig, mild, windstill. Und vor allem: kein Mensch auf der Piste. Du wärst begeistert gewesen!

Ein gelungener Einstieg in die neue Skisaison. Aber auch ein trauriger. Denn es war das erste Mal, dass ich ohne dich auf der Piste war. In einem Skigebiet, wo wir in den letzten 23 Wintern so viel rumgekurvt sind. Wo wir jeden Hubbel kannten, mit jedem Pistenpfahl per du waren. Wo wir so viele glückliche Momente hatten. 

Du hättest meine Skis sehen sollen! Weisst du, der Fischer Slalom, den wir vor drei Jahren gekauft haben. Seine Kanten sind rostig geworden, weil du dich nach unseren letzten Skiferien nicht mehr um unsere Skis kümmern konntest. Immerhin, heiss gewachst habe ich den Ski vor wenigen Tagen noch. Und ich darf sagen, dass mir das ganz leidlich gelungen ist, obschon bekanntlich hundert Mal  zuschauen nicht gleich viel wert ist, wie einmal selber machen. Ich habe mich in der Werkstatt einigermassen zurecht gefunden in deinem System der ganzen Skiwachserei. Aber ans Kanten abziehen wage ich mich momentan noch nicht. Drum bleiben sie halt rostig, auch wenn dich das grausam stört, aber im Pulverschnee ist das nicht so wichtig.

Vermutlich werde ich den Ski ohnehin verscherbeln. Das Brett hat ja schon keine Spannung mehr! Ich muss mich nun auf meine eigene Beurteilung verlassen, kann mich nicht mehr hinter deiner immensen Erfahrung verschanzen.

Ich habe mit dem heutigen Skitag einen weiteren wichtigen Schritt in meinem neuen Leben gemacht. Dem Leben ohne dich. Alleine Skifahren ist zwar nicht das, was ich mir immer gewünscht habe, aber alleine unter dem Nebel Trübsal blasen, wäre die schlechtere Option gewesen. So habe ich den heutigen Tag auf eine spezielle Art geniessen können. Ich fühlte mich dir ganz nah, auch wenn ich bei jedem Schwung (und glaub mir, es waren viele und viele perfekte) schmerzhaft daran erinnert wurde, dass ich alles, was mich als Skifahrerin ausmacht, dir zu verdanken habe.

Deine Bea

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Menschenleere Pisten, perfekte Verhältnisse: Skigebiet Brigels am 22. Dezember 2017

Weder hier noch dort

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Du hättest Freude gehabt. Freude am Schnee. Deinem Element.

Du hättest auch Freude an diesem Spaziergang gehabt. Diesem Spaziergang, den wir so oft zusammen unternommen hatten. Mit dem Blick auf den See, wo du so viele Stunden verbracht hast, und in die Berge.

Aber du wärst gar nicht hier gewesen. Wie alle Jahre im Dezember hättest du deinem Hobby gefrönt. Und hättest verpasst, dass es über Nacht auch vor der Haustüre weiss geworden ist.

Jetzt bist du weder hier noch dort. Und ich vermisse dich so schmerzlich.

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Auf der Suche nach der Sonne und den Wanderkollegen

Der Start in den Wandertag – so entspannt er aufgrund der Tageszeit hätte sein können – gestaltete sich etwas harzig. Wieso müssen in Zürich auch gleich zwei Züge um 9.09 Uhr Richtung Zug fahren? Der eine als S-Bahn, der andere mit Endziel Monza. Ich hockte im falschen Zug. Und erreichte den Ausgangsort Aegeri mit einer halben Stunde Verspätung, wo ein fünfköpfiges Empfangs-Komitee auf mich wartete. Upps!

Unter einer zähen Nebeldecke ging es Richtung Aegerisee. Unterwegs diese flotte Lorze-Flotte.

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Vom See sahen wir nicht viel. Das hatte weniger mit dem Nebel zu tun, als mit dem Weg.

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Dieser führte uns eingezäunt im Zickzack durchs Gelände. Der Zaun galt eindeutig den Wanderern und nicht etwaigen weidenden Tieren.

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Für einen ersten Lichtblick sorgte der Laternenweg, dem wir einige hundert Meter folgten.

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Mal nachdenklich stimmend, mal fromm, mal lustig waren die Laternen am Wegesrand.

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Noch immer stocherten wir durch den Nebel. Allerdings hatten wir auch noch kaum Höhe gemacht. Dennoch konnte man sich einbilden, es werde langsam heller.

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Aber ja doch!

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Zumindest sahen wir die Sonnenstrahlen bereits.

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Und endlich – boah!

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Beim Buschenchappeli machten wir Mittagshalt.

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Knapp über dem Nebelmeer

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Pulver gut – zehn Zentimeter. Die Wege im Wald waren gut zu begehen. Etwas schliferig war es auf den Strassen, wo die Autos den Schnee poliert hatten.

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Kein Rauch auszumachen, der Samichlaus hatte an seinem Tag wohl besseres zu tun, als seine Hütte zu beheizen.

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Immer noch über dem Nebel, aber wahrscheinlich nicht mehr lange.

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Nochmals ein paar Meter aufwärts, das reichte bereits, um erneut eine zauberhafte Stimmung einzufangen.

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Beinahe gespenstisch, all diese Stimmungen am heutigen Tag.

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Die Wanderung endete, wie sie begonnen hatte: im Nebel. Aber dazwischen winterwanderte es auf höchst erfreuliche Art.

Einen herzlichen Dank an Beat für die Organisation und Durchführung dieser Tour. Und ein ebensolches Dankeschön allen Teilnehmern, dass ihr so lieb wart, auf die schusselige Bea zu warten. Ich werde in Zukunft den Fahrplan wieder etwas aufmerksamer studieren.

Weitere Informationen und Bilder zu dieser Wanderung gibt es HIER.

Karte

Ich habe jetzt auch ein Haustier!

Nein, ich habe nicht ein Haustier. Ich habe sogar zwei.

Zwei niedliche kleine, weisse Pudeli. Sie sind noch etwas scheu, deshalb hier nur ein Bild ihres werten Hinterteils.

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Dennoch sind sie wahnsinnig anhänglich. Begleiten mich auf Schritt und Tritt.

Zugegeben, es war kein von langer Hand geplanter Entschluss, mir so ein Pärchen anzuschaffen. Aber ich konnte nicht lange zögern, sonst hätte ihnen vielleicht ein anderer Tierfreund ein neues zu Hause geboten.

Und ehrlich, weiss hätten die Pudeli nicht unbedingt sein müssen. Ein etwas dezenteres, pflegeleichteres Fell wäre mir eigentlich lieber gewesen.

Aber nur so kann ich mir sicher sein, dass ich auf meinen Spaziergängen mit den Pudeli die gebührende Aufmerksamkeit auf mich lenke, dass sich jeder nach uns umdreht.

Nun kann ich es kaum erwarten, bis vor der Haustüre endlich tiefer Schnee liegt. Nicht nur, dass meine Pudeli mir dann zu Füssen liegen und wunderbar warm geben werden, sie werden sich perfekt tarnen können und sämtliche doofen Sprüche über ihr Aussehen werden an ihnen abperlen wie Wassertropfen auf frisch imprägniertem Leder.

Na, wie findet ihr die Zwei? Es werden übrigens noch passende Namen gesucht.

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Fast zu schön

Es schrammte haarscharf am Kitsch vorbei, was sich die Natur heute wieder hatte für uns einfallen lassen. Föhnig, mild, die verschneiten Berge zum Greifen nah und gestochen scharf. Zwar hatte ich auf dem Nachmittags-Spaziergang den idealen Zeitpunkt fürs Fotografieren verpasst, dennoch:

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Wie dankbar bin ich doch, hier zu leben.

Meine Schweiz. Mein sicherer Hafen. Meine Heimat.

Zu heiss?

Zu heiss?

Schmort ihr im eigenen Saft?

Euch kann geholfen werden.

Bitteschön:

 

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Champagner auf Eis…

… ähm Schnee.

Schon der Gedanke ist erfrischend, nicht?