Flohnmobil – im Alltag unterwegs

Reiseberichte und Anekdoten. Alltagskram im Lande Balkonien.

Schlagwort-Archiv: Schnee

Zu heiss?

Zu heiss?

Schmort ihr im eigenen Saft?

Euch kann geholfen werden.

Bitteschön:

 

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Champagner auf Eis…

… ähm Schnee.

Schon der Gedanke ist erfrischend, nicht?

Verlockend grün und ungeniessbar

Kaum zu glauben, dass vor weniger als einer Woche hier noch alles Stein und Bein gefroren war. Und nun spriesst schon der Schnittlauch.

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Man wäre fast versucht, von dem zarten, würzigen Grün zu ernten….

… kämen hier nicht etwas gar viele Hunde vorbei.

Essen im und aus Schnee

Jedes Jahr im Januar feilen Künstler in Ischgl ein paar Tage lang an ihren Schneeskulpturen rum. Das diesjährige Motto lautete: Sterne Cup der Köche. So drehte sich denn alles um Essen und Trinken.

Hier ein Teil meiner Ausbeute an Schneeskulpturen, an denen ich vorbeigekommen bin:

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Crème de la Crème

 

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Buffet

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Remuage

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Guten Appetit in Ischgl

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RATATOUILLE – für alle!

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Prost den Sterneköchen

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Delikat Essen

Alle Schneeskulpturen sind mehrere Meter hoch. Leider sind sie zum Teil bereits etwas mitgenommen, da es einige Idioten nicht lassen konnten, drauf zu sitzen, dran zu pinkeln oder die Kunstwerke mit Skischuhen und Stöcken zu traktieren.

Ich habe schon in früheren Jahren von diesem alljährlichen Schneeskulpturen-Wettbewerb in Ischgl berichtet.
Hier geht es zum Bericht von 2015,
hier zu demjenigen von 2016.

Ergänzende Infos gibt’s auf der Homepage von Ischgl.

Menschliche Wunder

Es ist immer wieder erstaunlich zu sehen,

wie Leute,

die sonst immer in den frühen Morgenstunden aus dem Haus flüchten,

damit sie sich möglichst wenig mit dem Ehegatten herumschlagen müssen,

plötzlich sesshaft werden,

wenn sie ihr Auto vom Schnee befreien müssten.

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Andere Länder – andere Sitten (4)

Bei uns wird der Christbaum erst an Weihnachten aufgestellt. Das Bäumchen wird vielleicht schon Tage oder Wochen zuvor gekauft, aber in die gute Stube kommt es erst an Weihnachten.

In den USA haben wir das anders erlebt. Dort waren wir in Florida bei Leuten zu Besuch, die hatten ihren Baum schon seit Ende November im Wohnzimmer. Vom Baum sah man zwar nicht mehr wirklich viel, derart überladen mit Kugeln und Kitsch war er. Selbstredend, dass der Baum aus Kunststoff war. Aber das hat angesichts der opulenten Verunstaltung nicht weiter gestört.

Dass es in Florida nie weisse Weihnachten gibt, ist dort so selbstverständlich, wie der Plastikbaum, der die ganze Adventszeit über schon im Wohnzimmer steht. Das heisst jedoch nicht, dass dort nie Schnee fällt. Die Leute, bei denen wir damals zu Gast waren, hatten uns voller Vorfreude erzählt, dass sie mit ihren Enkelkindern in ein Städtchen fahren würden, wo es zu bestimmten Zeiten in einem bestimmten Gässchen schneie. Das muss ein Bild sein, wenn man im T-Shirt unter dem Flöckchenreigen aus der Kanone steht und sich beschneestöbern lässt! Hätte mich nicht gewundert, wenn die ganze Pracht noch Eintritt gekostet hätte…

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Wie handhabt ihr das an Weihnachten?

Echter Tannenbaum?
Ein Tannenbaum, den man nach den Festtagen wieder in die Kartonschachtel verräumt?
Oder die Variante Flohnmobil (das Baum aufstellen und schmücken den Anderen überlassen und über Weihnachts-Dekorationen schnöden)?

Eine Weihnachtsgeschichte

Das Paar und sein Neugeborenes taten Kantonspolizist Forster irgendwie leid. Aber Dienst war Dienst, auch an Weihnachten. “Das Kind kam in diesem Stall zur Welt?”, fragte er streng. Josef nickte müde und schaute auf die erschöpfte Maria mit dem schlafenden Jesus im Arm. “Es war kein Platz in der Herberge”, sagt er. “Wieso Herberge? Warum sind Sie denn nicht ins Spital?”, fragte Forster vorwurfsvoll. Er hasste komplizierte Feiertagseinsätze. Und immer hatte ausgerechnet er es an Weihnachten mit solchen Sozialfällen zu tun. Ein so herziges Göfli in einem kalten Stall zur Welt zu bringen, wo gab es denn so was, dachte er. Und wieso schaute der Mann ihn so verständnislos an?

“Also nun mal von vorne”, sagte Forster. “Sind Sie der Vater des Kindes?” Josef schüttelte den Kopf. “Es ist der Sohn Gottes.” Sektenmitglieder, auch das noch, dachte Forster. Oder Islamisten. Der Mann sah ohnehin irgendwie orientalisch aus. Und dann fiel ihm ein, dass Kollegen von ihm am Tag zuvor drei so komische Vögel, darunter einen Schwarzen, aufgegriffen hatten. Die waren offenbar illegal eingereist und erzählten auch etwas Wirres von einem Sohn Gottes, den sie angeblich suchten. Ihr Gold hatten die Beamten vorsichtshalber beschlagnahmt, nur Weihrauch und Myrrhe durften die drei behalten, als man sie ins Empfangszentrum Kreuzlingen brachte.

“Ihre Ausweise bitte”, sagte Forster. Wieder dieser verständnislose Blick des Mannes. Natürlich weggeworfen, dachte Forster. Kommen in die Schweiz, um zu gebären, Asyl zu beantragen, Sozialhilfe zu beziehen, und wir Steuerzahler dürfen das alles berappen. “Wie alt ist Ihre Frau?”, fragte Forster. “Verlobte”, sagte Josef, “sechzehn”. Na wunderbar, dachte Forster, auch noch sexueller Missbrauch einer Minderjährigen. Das alles war eindeutig ein Fall für die Kesb. Sollen die sich doch darum kümmern, dachte Forster. Er freute sich direkt darauf, bald wieder alkoholisierte Autofahrer aus dem Verkehr ziehen zu dürfen.

In diesem Moment erwachte ich aus dem Albtraum. Erleichtert, dass die Geburt unseres Erlösers schon vor mehr als 2000 Jahren über die Bühne ging. Frohe Weihnachten!

Quelle: Zeitung Südostschweiz vom 24.12.2016
Autor: Christian Ruch

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Heute Morgen in Brigels: Ein Hauch von weisser Weihnacht…

… wenn man nicht zu lange zögerte beim Abdrücken.

Schaltet endlich!

Pfui Teufel, was für ein widerliches Wetter!

Ich muss es einfach mal wieder loswerden, denn je länger ich darüber nachdenke, desto genialer finde ich meine Idee:

Häuptlinge, Chefstrategen, Präsidenten, Ober-Gurus dieses Planeten, schiebt endlich mal einen Ausgleichs-Monat ein! Die Welt käme wieder ins Lot. Zumindest teilweise. Dann wäre es jetzt erst Ende März und wir würden uns wesentlich weniger ab den Schneeflocken stören. Als Folge des ausgefallenen Monats würden weisse Weihnachten in Griffnähe rücken, die Skigebiete könnten aufatmen.

Aber jetzt – Ende April – nützt der Schnee wirklich niemandem mehr.

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Träume einer alpinen Fliege


Wovon träumt wohl diese Fliege im 1’800 m hoch gelegenen Samnaun?

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Keine Ahnung?

… wirklich nicht…?

 

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Seit heute: 50

Es ist ein Komischer. Dieser Winter. An Weihnachten gar kein Schnee und milde Temperaturen. Erste und ernsthafte Frühlingsgefühle. Hoteliers und Bergbahn-Verantwortliche am verzweifeln. Über Wochen hinweg kein ernsthafter Niederschlag, zum schneien ohnehin viel zu warm. Der ganze Februar – die Hauptsaison hierzulande – geprägt von sehr launischem Wetter. Immer noch so gut wie kein Schnee. Oder zumindest viel zu wenig, um Hoteliers und Bergbahn-Verantwortliche glücklich zu machen.

Und dann das: 60 cm Schnee innert 36 Stunden. Völlig irr. Verkehrschaos. Dick eingeschneite Autos. Frohlockende Hoteliers und Bergbahn-Verantwortliche (aber erst, als das eigene Auto wieder aus den Schneemassen freigeschaufelt war).

Zwei Tage nach dem Schneechaos: Mein innig geliebter Mitbewohner und ich schlagen zu. Endlich Schnee! Was für Traumpisten! Und weil der Winter – zumindest auf dem Kalender – so weit fortgeschritten ist, gilt ab sofort:

Sonnenschutz-Faktor 50.

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Frau Holles Penalty

Es ist reichlich irr, was derzeit im Alpenraum abgeht in Sachen Wetter. Gestern schneite es in Samnaun den ganzen Tag. Dicke, schöne Flocken tanzten vom Himmel. Mal mehr, mal weniger heftig, aber stetig. Am Nachmittag wurden die Flocken immer schwerer und bestanden schliesslich nicht mehr aus Luft und Wasser sondern nur noch aus Wasser. Es regnete bis weit über 2’000 m hinauf! Und das dann gleich die ganze Nacht durch. Von den 25 cm Schnee, die es gegeben hatte, sah man heute Morgen so gut wie nichts mehr.

Dafür krachte es. Lautstark. Immer und immer wieder. Die Samnauner, aus vielen vergangenen Ereignissen schlau geworden, schossen den Schnee mit den fest installierten “Lawinen-Kanonen” runter. So eine Kanone sieht – stark herangezoomt – etwa so aus:

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Solche Installationen zieren das ganze Samnauner-Tal, ebenso das Skigebiet. Zu Dutzenden stehen sie in den steilen Bergflanken. Begleitet von Lawinen-Verbauungen bieten allein sie die Sicherheit, dass so ein steiles Bergtal überhaupt ganzjährig bewohnbar ist.

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