Flohnmobil – im Alltag unterwegs

Reiseberichte und Anekdoten. Alltagskram im Lande Balkonien.

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Auf der grössten Pyramide der Welt

Ist der 2’362 m hohe Niesen tatsächlich die grösste Pyramide der Welt, wie uns der Slogan an der Bergbahn glauben machen will? Könnte durchaus sein, schliesslich liegt der Thunersee zu Füssen der Felspyramide gerade mal auf 558 m. Rechne! Die alten Ägypter haben da jedenfalls keine Chance.

Eitel Sonnenschein bereits an der Talstation der Niesenbahn. Unser sechsköpfiges Grüppchen musste eine Bahn lang warten, bevor wir uns mit der nostalgisch anmutenden Standseilbahn bis zur Mittelstation befördern lassen konnten.

Die über hundertjährige Niesenbahn kann mit einigen Superlativen aufwarten.

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Ihr grösster Trumpf ist jedoch die bombastische Aussicht, die wir schon im steilen Aufstieg geniessen konnten.

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Es brauchte einiges an menschlichem Wirken, um hier einen sicheren Wanderweg entstehen zu lassen.

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Die obere Sektion der Niesenbahn.

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Ein Gruss an die Ostsee.

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Ist das nicht der Wahnsinn, diese Aussicht?!? Dabei sind wir noch nicht mal ganz oben.

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Ein letzter Blumengruss kurz unter der Bergstation.

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Das Panorama von der Gipfelplattform aus ist überwältigend. Hier Richtung Thun und Mittelland.

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Einmal nach links gedreht erscheint das Simmental.

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Auf der anderen Seite das Kandertal mit den markanten Flanken des Balmhorns und Altels, links davon Doldenhorn und Blüemlisalp-Gruppe.

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Und zu guter Letzt unser berühmtes Dreigestirn mit Eiger, Mönch und Jungfrau.

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Dieses verstreute Dorf in der Bildmitte, das muss Aeschi sein. Mein angeheirateter Heimatort. Mit meinem Mann zusammen habe ich es nie geschafft, dorthin zu gehen.

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Die Terrasse beim Berghaus ist rege besucht, aber nicht proppenvoll. Trotz leichtem Wind hält man es draussen gut aus. Schliesslich ist es jetzt Herbst und der versierte Wanderer bringt geeignete Kleidung mit auf den Berg.

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Im Abstieg hat es plötzlich mehr Leute. Aber die meisten drehen wohl bald wieder um.

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Wir waren schon bald wieder praktisch alleine unterwegs auf dem guten Pfad. Immer wieder diese sensationelle Aussicht und den ganzen Tag Sonne. Diese Wanderung war Balsam für die Seele.

Vielen Dank fürs Organisieren, Beat.

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Weitere Infos und Bilder zu diesem gelungenen Wandertag gibt es hier.

 

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Der Traum einer Wanderung

Es war mehr zufällig, dass ich auf diese Wanderung aufmerksam wurde. Selbst in Zeiten von diversen Planungstools, mein Favorit übrigens Schweiz Mobil, entdeckt man ja gerade auf einer Wanderung eine neue Wanderung. Das war im Fall des Val Curciusa nicht anders.

Während andere Leute ihre Wander-Projekte sorgsam aufschreiben, habe ich meine “Liste” im Kopf. Und früher oder später kommen diese Projekte wieder ans Tageslicht. Über die Wanderung durchs Val Curciusa fand ich zu wenig verlässliche Angaben und beschloss daher, dass diese Tour eher ungeeignet sei, um sie alleine anzugehen.

Natürlich habe ich mich gefreut, dass der Leiter meiner neuen Wandertruppe meine arglos gestellte Frage so schnell in die Tat umsetzte, aber hinter meiner Erkundigung vor einer Woche lag also höchstens ein bisschen Absicht, gäll Beat.

Wie auch immer, am letzten Sommertag dieses Jahres, also gestern, startete unsere Wanderung in San Bernardino.

Der Anstieg zur Bocchetta de Curciusa war mitunter ziemlich direkt,

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nicht selten auch etwas abschüssig

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und von nicht mehr wirklich sommerlichem Wetter begleitet.

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Auf der 2’388 m hohen Bocchetta de Curciusa verzogen sich die Nebelbänke allmählich.

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Viel Gras wächst auf dieser Höhe wahrlich nicht. Nimmt mich bloss wunder, wovon diese eher scheuen Rinder leben.

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Allmählich wird der Blick ins obere Val Curciusa frei,

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und wir sehen den langen, aber nicht allzu steilen Abstieg vor uns.

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An Wegzeichen fehlt es wahrlich nicht. Den Weg muss man sich zwischen den Felsblöcken oftmals selber suchen.

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Ist das nicht ein Traum? Das Val Curciusa wird wohl nicht allzu häufig begangen. Im zeitigen Sommer oder nach Regenfällen dürfte die Überquerung der zahlreichen Wasserläufe mitunter etwas schwierig sein.

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Das abgelegene Tal wird im Sommer von zahlreichen Tieren bewohnt. In der Fläche weiden Rinder und Pferde, an den steilen Hängen blökende Schafe.

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Die Alp de Rog befindet sich relativ weit vorne im Tal. Hätten sich in den Neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts Umweltschutz-Verbände nicht vehement dagegen gewehrt, wäre das Tal unter Wasser gesetzt worden und wohl auch diese Alp unter den Fluten verschwunden.

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Auch unterhalb der Alp de Rog gibt es nur einen Fusspfad. Es ist somit eine der wenigen bewirtschafteten Alpen, die nicht mit einem Fahrzeug zu erreichen sind.

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Es war eine wunderschöne Wanderung in landschaftlich einmaliger, ursprünglicher Umgebung. Leider war die Zusammensetzung der Gruppe diesmal nicht so harmonisch. Die Giftpfeile, die laufend abgeschossen wurden, taten dem Anlass Unrecht. Wäre dies meine erste Wanderung mit den FF gewesen, wäre meine Beurteilung dieser Wandertruppe wahrscheinlich nicht so euphorisch ausgefallen.

Für trittsichere, geübte Wanderer ist das Val Curciusa eine überaus lohnende Tour, die in sechs Stunden zu machen ist.

Vielen Dank fürs Organisieren, Beat!

Weitere Infos zur Tour gibt es hier.

Die tierisch schöne Wanderung – Tag 4

Als ich am Morgen aufstand, glaubte ich, meinen Augen nicht zu trauen. Keine Wolke am Himmel! Ein strahlend schöner Tag. Das war umso wichtiger, als wir a) keinen aktuellen Wetterbericht runterladen konnten (wie hat man das eigentlich früher gemacht???) und b) heute die längste Etappe anstand.

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Vorbei an mehreren Seen – einer malerischer als der andere – führte der gut markierte Weg zur Cadlimo-Hütte. Immer weniger Grün am Wegrand erfreute das Auge. Aber auch Granit hat seinen Reiz, wie ich ehemalige Klettergumsel einmal mehr feststellen durfte. Die Hütte liessen wir rechts liegen und stiegen wieder etwas ab, um in den steilen, schmalen Weg zum Passo Bornengo einzufädeln. Dieser Abstieg war die anspruchsvollste Strecke der gesamten Wanderung. Trittsicherheit war unbedingt vonnöten, während die Stöcke für einmal eher hinderlich waren.

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Oben auf dem Passo Bornengo öffnete sich der Blick gegen Norden ins Val Maighels (rechts) und die Zentralschweizer Alpen. Umwerfend!

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Beim problemlosen Abstieg durchs Val Maighels müssen sich diverse Leute gelangweilt haben. Oder etwa nicht? Die Steinmännchen sind jedenfalls nicht in einem Tag entstanden. Es sind wahre Kunstwerke drunter, teils über zwei Meter gross, mal mit Fenster, mal mit bedrohlich balancierenden Steinen drauf, die scheinbar kurz vor dem Zusammenbrechen stehen.

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Das obige Bild entstand um 13.30 Uhr. Eine Stunde später war der Himmel längst nicht mehr so blau. Bedrohlich schwarze Wolken erschienen am Himmel, erstes Donnergrollen ertönte. Wir legten einen Zacken zu. Und noch einen. Und dennoch reichte es nicht ganz ans Trockene. Etwa 500 m vor der Oberalp-Passhöhe begann es zu regnen und wir kramten unsere Regenjacken hervor. Weitere 10 Minuten später standen wir im Wartesaal der Matterhorn-Gotthard-Bahn, während es draussen kurz darauf wie aus Eimern goss. Schwein gehabt.

Der Rest ist schnell erzählt. 55 Minuten warten, bis der Zug kam, vier Mal umsteigen und vier Stunden später drehte ich den Schlüssel an der Wohnungstüre. Eine absolut gelungene 4-tägige Wandertour durch unsere herrliche Bergwelt, im Beisein von zwei lieben Freunden, ist Geschichte. Mein temporäres Andenken: zwei total verbrännti Wädli, die ich nicht flächendeckend mit Sonnencreme eingeschmiert hatte. Die Sonne brannte die meiste Zeit von hinten.

Eine Zahl bin ich euch noch schuldig: Auf unserer Königsetappe waren wir knapp 7 Stunden am wandern. Ach ja, Tiere haben wir selbstverständlich auch gesehen. Welche, überlasse es eurer Fantasie.

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Und weil es so schön war, hier noch die anderen Etappen zum nachlesen:

Tag 1, Tag 2 und Tag 3

Die tierisch schöne Wanderung – Tag 3

Ich sag’s euch gleich: vom heutigen Wandertag gibt es nicht viel Bilder. Genau gesagt nur die zwei hier. Das Wetter – obschon trocken – war abschnittsweise etwas bescheiden.

Beim Abmarsch von der Capanna Bovarina war es noch ziemlich sonnig. Und wären wir zu der unrechtschaffenen Zeit aufgebrochen, als ich mitten in der Nacht aufs WC musste, wäre der Himmel zwar pechschwarz gewesen, aber von einer Sternenvielfalt erfüllt, die man im Flachland vergebens sucht.

Einmal mehr an wunderschöner Alpenflora vorbei stiegen wir auf zum Passo di Gana Negra. Dort wehte uns ein rauhes Lüftchen um die Nase, das nicht zum Verweilen einlud. Unser Zwischenziel, der Lukmanier-Pass, war auch schon bald zu sehen und es sollte nicht viel länger dauern, bis uns der Zivilisationslärm um die Ohren schlug. Wir waren uns einig, dass Motorräder das unnützeste Verkehrsmittel überhaupt sind.

Zügig schritten wir voran, um die Zivilisation wieder hinter uns zu lassen. Der Aufstieg zum Passo dell’Uomo führte ruppig über Steinschroppen. Unsereins war ja mit gutem Schuhwerk ausgerüstet, aber was uns da teilweise entgegen kam… tztz…!

Auf der anderen Seite des Passes weitete sich das Tal zu einer feuchten Hochebene.

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Wir hatten einmal mehr genügend Zeit, um zu bummeln und uns an der herrlichen Bergwelt zu erfreuen. Ganze Hänge waren voll von verblühten Küchenschellen. Muss das ein Anblick gewesen sein, als sie noch farbig waren!

Tiere? Aber selbstverständlich. Murmeltiere. Immer wieder Murmeltiere. Und teilweise von so nah, dass man sie mit einem 70-er Objektiv bildfüllend fotografieren konnte, was Werner auch – auf dem Bauch robbend – machte.

Sommervögel, Falter, Raupen, Vögel. Ich bin überzeugt, hätten wir öfters in den Himmel geschaut, wäre früher oder später ein Adler zu erblicken gewesen. Aber mit dem Gehen in unwegsamen Gelände ist das ja so eine Sache, da verträgt es keinen Hans guck in die Luft.

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Nach gut fünf Stunden erreichten wir unser Tagesziel, die Capanna Cadagno. So etwas habe ich noch nie gesehen! Ich war schon in vielen Alpenhütten, allerdings in den letzten Jahren nicht mehr so oft. Umso mehr hat es mich erstaunt, zu sehen, wie komfortabel man heutzutage Hütten bauen kann. Okay, die Hütte ist (für die Hüttenwarte) per Auto zu erreichen und ans Stromnetz angeschlossen. Dennoch…

So modern, so hell, so grosszügig. Schaut euch mal unter “Galerie” hier die Bilder an. Die alte Hütte wurde einfach mit einer neuen Hütte “überdacht”. Total geniales Konzept! Hier noch der ultimative Hinweis für offline Freaks: In der Hütte schweigt das Handy, es gibt kein Netz.

Um 19.30 Uhr begann es zu regnen und es folgte ein heftiges Gewitter. Keiner von uns Drei wagte daran zu glauben, dass am Folgetag die Königsetappe möglich sein könnte.

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Hier gibt es Tag 1 und Tag 2 nachzulesen. Die Fortsetzung liest sich hier.

Die 3-PS-Wanderung

“Wie lange dauert die Wanderung”, wollte meine Freundin T. wissen. “Viereinhalb Stunden? Gut, dann muss ich drei Paar Socken mitnehmen.” T. ist mit fürchterlichen Füssen ausgestattet. Ich krieg Schmerzen, wenn ich ihre Füsse nur schon ansehe. Und sie muss mit ihren weit abstehenden Hallux, Hammerzehnen und was dort unten sonst noch krumm ist, durchs Leben gehen. Da T. gerne wandert und dies – so nebenbei bemerkt – die einzige Sportart ist, die sie betreibt, musste sie sich allerhand einfallen lassen, damit Wanderungen für sie und ihre Füsse überhaupt erträglich sind. Eine der Massnahmen sind trockene Socken. Und so verläuft eine Wanderung mit T. immer so, dass nach allerspätestens zwei Stunden ein Sockenwechsel angesagt ist.

Soweit zu den Begleitumständen der gestrigen Wanderung. Ausgangspunkt für unser Unterfangen war Weisstannen, ein enges Tal, von steilen Flanken umgeben. Im Winter wird das Weisstannental gerne von Eisfall-Kletterern heimgesucht, im Sommer von fitten Wanderern. Bergbahnen sucht man hier vergebens. Egal für welche Route man sich entscheidet, sofern man nicht nur der Seez entlang läuft, geht es immer steil bergauf. Der Aufstieg unserer Wanderung ist weder für Angsthasen noch Herzkranke geeignet.

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Erster Zwischenhalt bei einer Alphütte. Die Wegweiser sprechen eine deutliche Sprache: An Arbeit fehlt es auch im Weisstannen-Tal nicht.

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Nicht überall geht es so geruhsam bergauf. Wir fanden immer wieder Zeit, die herrliche Alpenflora zu bewundern und uns reife Erdbeerli in den Mund zu stopfen.

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Beim Rappenloch, einem Aussichtspunkt, fanden wir diese sympathische Tafel an der Alphütte vor:

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Aus der Schafsperspektive sieht das Rappenloch so aus:

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Bei den beiden Bänkli und dem Gipfelkreuz beim Horn gab es nicht nur eine ausgedehnte Mittagsrast, sondern auch Sockenwechsel.

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Danach wird das Gelände etwas flacher. Bei den in der Bildmitte sichtbaren Alphütten von Vordersäss beginnt der Abstieg. Schon bei den ersten Bäumen sahen wir ein regelrechtes Dorf von Fliegenpilzen. Wenige Meter weiter war alles gelb übersät von Eierschwämmen. Im Nu hätten wir unsere Rucksäcke füllen können – wäre da nicht die Schonzeit, die es zu beachten galt.

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Der Abstieg ist zwar nicht viel weniger steil als der Aufstieg, jedoch wesentlich besser unterhalten, da der Weg auch von den Sennen auf der Alp benutzt wird und das Vieh dort hochgetrieben wird.

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Steil, mitunter sogar in den Fels gehauen, verläuft der Weg. Bei Vorsiez lohnt sich ein Abstecher in die Alp Siez, wo Speis und Trank erhältlich sind – und man vorzüglich Socken wechseln und seine malträtierten Füsse unter dem Tisch versurren lassen kann.

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Meine Befürchtungen, der Rest des Weges würde nur noch ein monotones Gelatsche sein, bewahrheiteten sich nicht. Im Gegenteil, der Weg ist schön angelegt und meist ist der rauschende Bergbach in Sichtweite.

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Uns hat’s gefallen. Wir waren 5 Stunden unterwegs, haben 900 Höhenmeter gemacht und knapp 12 Kilometer – und zweimal Socken gewechselt.

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Gesunde Bergluft

Kürzlich stand in der Zeitung zu lesen, dass ein findiger Brite Landluft aus Wales, Somerset und Dorset in Flaschen abgefüllt und an reiche Chinesen in Peking und Shanghai verkauft habe. Die von Smog geplagten Chinesen hätten innert kürzester Zeit 180 Flaschen gekauft. Zum stolzen Preis von rund 120 Franken. Pro Flasche! Und zum Chinesischen Neujahr offerierte der clevere Geschäftsmann sogar eine Geschenkpackung mit 15 Flaschen zum Schnäppchenpreis von rund 1’300 Franken.

Diese Geschäftsidee muss ich mir unbedingt merken, sollte ich demnächst mal wieder Skiurlaub planen. Wenn ich nämlich meine sämtlichen verfügbaren, leeren Konfitürengläser mit ins Gepäck nehme und sie mit hehrer Luft fülle, kann ich mir selbst einen mehrwöchigen Aufenthalt in einem so prominenten Skiort wie St. Moritz oder Zermatt leisten. Auf Bergluft aus den Schweizer Alpen stehen die Chinesen doch sicher mehr als auf britische Luft.

Ideen braucht der Mensch…!

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Panor-AAAAH-ma!

Der Anblick morgens aus dem Hotelfenster hätte mich beinahe umgeworfen. An dem Spruch “Morgenstund hat Gold im Mund” ist definitiv etwas dran.

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Während wir gemütlich losmarschieren, hatte ich ausgiebig Gelegenheit, die Engstlenalp zu bewundern. Gestern war mir im strömenden Regen der Sinn nicht so danach gestanden.

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Auch war schon fast der ganze Aufstieg unseres Wegs in die Planplatten sichtbar. Ortskundigen Lesern wird nun auffallen, dass wir ein etwas halbstündiges Wegstück den gleichen Weg zurück gehen mussten, wie wir gestern gekommen waren. Bei diesem Wetter wahrlich kein Müssen.

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Und nochmals hatten wir ausgiebig Gelegenheit, die Obwaldner Kühe zu bewundern. So viele Kühe und Rinder wie in den letzten drei Tagen haben wir schon lange nicht mehr gesehen. Es müssen weit über Tausend gewesen sein. Gerüchten zufolge sollen die Rindviecher hier schöner sein als die Einheimischen. Und noch mehr Subventionen erhalten.

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Durch diese Flanke führt der gut angelegte Weg.

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Die Nähe zum Tourismusgebiet Meiringen-Hasliberg mit seinen geöffneten Seilbahnanlagen war unverkennbar. Die Wanderer wurden zahlreicher. Ab Planplatten fädelten wir auf den Panoramaweg zur Käserstatt ein.

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Die Blumen am Weg waren nicht mehr sehr zahlreich und bestenfalls noch dort als üppig zu bezeichnen, wo nie Kühe geweidet hatten.

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Ab Käserstatt erlaubten wir uns den Luxus, mit der Gondelbahn runter zu fahren. Weiter ging es ein kurzes Stück mit dem vollen Postauto zum Brünigpass.

Wir waren drei Tage lang je etwa fünf Stunden gewandert. Hatten uns einmal mehr an unserem schönen Land erfreut, die frische Bergluft eingeatmet, die Aussicht bewundert, die kühleren Temperaturen genossen. Dieser Erinnerung würde eine Weile hinhalten müssen, denn seit unserer Rückkehr vor drei Tagen hocken wir nur noch im aussichtslosen Backofen.

Teil eins der Wanderung ist HIER nachzulesen. Und HIER Teil zwei.

Die pass-ende Wanderung

Herr und Frau Flohnmobil haben wieder mal Wanderfreuden gefrönt. Das ist an sich nichts Neues. Neu ist nur, zumindest in diesem Jahr, dass mehrere Tage aneinander gewandert wurden. Von Pass zu Pass. Doch schön der Reihe nach.

Ausgangspunkt war Splügen. Dort ging’s gleich zur Sache, ruppig und steil. Mein innig geliebter Mitbewohner pflügte sich regelrecht durchs Gras, das teilweise ohrenhoch stand.

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Dies war umso erstaunlicher, als weiter oben der hinterste und letzte Bauer am Gras mähen zu sein schien.

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Erst bei der Stutzalp liessen wir die Zivilisation hinter uns, es wurde schroffer, rauer. Zu unser Rechten hatte sich der Bach tief eingegraben. Auf der Flanke weideten übrigens Schafe.

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In angenehmer Steigung ging es weiter taleinwärts. Die Vegetation wurde immer karger, erinnerte mich mit ihrem niederen Wuchs teilweise sogar an Alaska.

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Blüemli hatte es natürlich auch noch am Weg.

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Auf 2’486 m hatten wir die Passhöhe erreicht: den Safierberg. Ab hier ging es – wie der Name beinahe vermuten liesse – runter ins Safiental.

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Der Weg recht angenehm, die Aussicht grandios, wir tippelten gemütlich runter, versuchten die Murmeltiere auszumachen, deren Warnpfiffe wir ständig hörten. Da wir genügend Zeit hatten, machten wir kurz vor Erreichen der Talsohle nochmals Rast, bestaunten den mehrstöckigen Wasserfall, der vom Alperschällihorn her in die Tiefe stürzt und erfreuten uns am Dasein.

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Der schönste Anblick verliert indes an Reiz, wenn man Durst hat. Noch eine knappe Stunde trennte uns von unserem Tagesziel, dem Turrahus. Dieses liegt auf 1’694 m am Ende des Safientals.

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Im 300-jährigen Walserhaus hatten wir uns ein Zweierzimmer reserviert. Das Berghaus war recht gut besucht von Wanderern und Mountainbikern. Man scheint dort auf grossen Ansturm eingerichtet zu sein. Vermutlich war das Haus nicht ganz besetzt, ich schätze, dass etwa 40 Übernachtungsgäste dort waren. Die Verpflegung war der Hammer, selten habe ich eine bessere Lasagne gegessen. Etwas dürftig sind die sanitären Anlagen, hat es doch nur gerade zwei Duschen und drei Toiletten. Diesbezüglich bin ich allerdings nicht verwöhnt und erinnere mich in solchen Fällen an frühere Jahre, wo ich fast jedes Wochenende in SAC-Hütten übernachtete, die damals allesamt sehr primitiv eingerichtet waren. Unter diesem Aspekt war es eine regelrechte Wohltat, einige Minuten auf das Freiwerden einer Toilette warten zu dürfen, statt draussen hundert Meter über Fels und Geröll zu einem Plumpsklo über dem Gletscher turnen zu müssen.

Die Fortsetzung gibt es hier.

Blumen waren gestern – heute ist wandern

Es zeichnete sich schon bei der Anfahrt ab, dass es stotzig-chrachig werden würde. Die Serpentinen von Amsteg hoch nach Bristen reihten sich beinahe überhängend in der Wand ein. Möglich war die kühne Streckenführung nur, weil die Spitzkehren in Tunnels in den Fels gehauen worden waren.

Der Weg war das Ziel, und dieses Ziel hiess Maderanertaler Höhenweg. Eine tolle Wanderung in ursprünglicher Umgebung. Sehr rau, ziemlich abgelegen, reichlich Wasser, viel frische Luft, prächtige Aussicht hüben wie drüben.

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Golzernsee

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Die kläglichen Überreste des Hüfifirns

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Der Höhenweg im hintersten Teil des Tals, ab hier geht’s bergab.

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Zahlreiche Bäche und Wasserfälle am Weg…

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… die mehr oder weniger umständlich überquert werden müssen.

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Auch Blumen erfreuten das Wanderer-Herz. Hier Türkenbund-Lilie. Da wir zu viert unterwegs waren, hielt ich mich etwas mit fotografieren zurück. Aber nur etwas. Sonst könnte ich euch die stiebenden Bergbäche, die sich zum Chärstelenbach vereinen, nicht zeigen.

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Fazit: Eine sehr lohnende, gut markierte Wanderung auf bestens unterhaltenen Bergwegen.

Danke für den Tipp, Jürg. Es hat fast ein Jahr gedauert, doch gestern haben wir das lange gehegte Vorhaben in Tat umgesetzt.

Freudiges am Wegrand

Man muss nicht sämtliche 1’214 Beiträge dieses Blogs gelesen haben, um zu wissen: Hier geht es immer mal wieder blumig zu und her. Das hat mit meiner Freude und Liebe an der Natur zu tun. Mit allem, was blüht und wächst. Wenn es in den Bergen blüht und wächst, wo ich so gerne zu Fuss unterwegs bin, ist mein Glück nahezu perfekt.

So auch auf der gestrigen Wanderung auf dem Stoos. Auf der aussichtsreichen Gratwanderung bewegten wir uns stets zwischen 1’700 und 2’000 Metern. Und dort blüht es derzeit in geradezu verschwenderischer Fülle.

Wie gut, dass ich mich gleich zu Beginn als Letzte unseres Vierertrüppchens einreihte, so mussten die andern nicht ständig auf mich warten, während ich Bild um Bild machte. Ich konnte mich an den Alpenblumen nicht satt sehen. Hier eine kleine Auswahl meiner Fotos:

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Berg-Aster

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Narzissenblütiges Windröschen

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Feuerlilie

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Berg-Flockenblume

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Strauss-Glockenblume

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Schlangen-Knöterich, dahinter das Wahrzeichen des Kantons Schwyz: Kleiner und Grosser Mythen

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Ohne Zweifel, ich hätte am Wegesrand noch so manche Blume fotografieren können. Aber meine drei BegleiterInnen – so viel Verständnis sie für mich aufbrachten – hatten keine Ambitionen, auf dem Fronalpstock zu biwakieren.