Flohnmobil – im Alltag unterwegs

Reiseberichte und Anekdoten. Alltagskram im Lande Balkonien.

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Eine weitere Bloggerin greift nach den Sternen

Die Brunsli in meinem letzten Beitrag müssen dermassen gluschtig ausgesehen haben, dass mich Frau Körb auf den Knien bittend ums Rezept angefragt hat. Vielleicht möchte sonst noch jemand nachbacken? Wie auch immer, hier das Rezept:

Brunsli

200 g Puderzucker
3 Eiweiss, steif geschlagen
80 g Kakao
500 g Mandeln, gemahlen
3 Esslöffel Kirschwasser

Alle Zutaten gut miteinander vermischen. Den Teig auf Zucker 1 cm dick ausrollen. Das Ausstechförmchen vor jedem Ausstechen in Zucker tauchen (ergibt das schöne Rändchen). Auf einem mit Backpapier belegten Blech 5 bis 6 Stunden trocknen lassen.

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Im gut vorgeheizten Ofen (220 Grad) 5 Minuten backen. Dabei die Backofentüre einen Spalt breit offen lassen.

Richtig gut gelungene Brunsli sind innen noch leicht feucht.

Wer auch immer sich an dieses einfache, altbewährte Rezept wagt, um ein Feedback wird gebeten!

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Kulinarische Entdeckung mit Interpretations-Spielraum

Es war kulinarische Entdeckung, die ich ohne Nachhilfe wohl nie gemacht hätte. Ich kriegte diese knusprigen Dinger von Gästen geschenkt. Wohl sind sie im Supermarkt meines Vertrauens im Regal, aber Migros-Sélection-Produkte sind mir in der Regel zu teuer.

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Schon beim ersten Bissen in das knusprige Stängeli war ich hellauf begeistert. Wow!

Und beim zweiten Bissen wusste ich: So etwas wollte ich selber mal backen. Und zwar ohne Palmöl, denn solches verwendet die Nonna in Apulien bestimmt auch nicht. Also machte ich mich auf die Suche nach einem Rezept. Mit einiger Spitzfindigkeit wurde ich schliesslich in einem Blog fündig. Dummerweise auf italienisch. Doch das ist heutzutage kein Problem mehr, weil uns ja das Internet zuverlässige Übersetzungen liefert. Ich werde mich wohl demnächst mal an das Rezept machen, das da lautet:

Stücke von Gewürzen mit Rosmarin

Zutaten:

500 g Mehl „00“
125 ml Olivenöl
3 g Hefe
100 g weißer Wein
8 g feines Salz
warmes Wasser zum Kneten
1 Teelöffel Puderzucker Rosmarin

Zubereitung:

In einer Schüssel das Mehl mit den anderen Zutaten, wie viel lauwarmem Wasser hinzufügen, wie erforderlich, um einen glatten Teig zu bekommen. Bevorzugen Sie statt Rosmarin, fügen andere Gerüche, tun Sie es während so Mischung, die sie in die Mischung gut gemischt.

Übertragen auf eine Konditorei Board und mischen kräftig für etwa 15 Minuten, von Zeit zu Zeit ein wenig Wasser hinzufügen, bis sie weich und geschmeidig ist Letzteres (nicht matschig!). Wenn Sie es, dass Sie mit dem Planeten kneten können vorziehen.

Den Teig in 4-5 Stücke und jeder extrahiert, dehnen es mit den Händen einen langen Zylinder mit einer Dicke von 1 cm.

Mit einem scharfen Messer schneiden Sie den Zylinder des Brocken von 1-2 cm (natürlich, Sie können diesen Snack geben, die Form, und dann die Größe, die Sie wünschen), die Reisen auf ein Backblech mit Backpapier legen. Sie müssen nicht sie Raum zwischen ihnen, weil sie keine große Entwicklung in den Ofen.

Backen bei 200 ° c Backofen bis zum nehmen auf eine goldgelbe Farbe.

Sie können die Stücke von Gewürzen mit Rosmarin in Gläsern oder ersatzweise in der Lebensmittel-Beutel speichern. Nicht erhalten viel von einem Problem wird nicht letzte lange!

Auch wenn es etwas Fantasie bei der Interpretierung dieser Übersetzung bedarf, allzu schwierig scheint die Herstellung der Stücke von Gewürzen nicht zu sein.

Wer es einfacher mag, kauft die Tocchetti in der Migros. Mehr Infos dazu hier.

Das Original-Rezept liest sich hier.

Der Anis-Notstand

Ich liebe diese kleinen Krümel über alles. Leider gibt es viel zu wenig Rezepte mit Anis. Oder ich hab sie einfach noch nicht gefunden. Jedenfalls war ich der Meinung, dass sich die Gewürzsamen auch in Cantucci gut machen müssten. Deshalb habe ich kurzerhand mein Zitronen-Walnuss-Cantucci-Rezept abgeändert. Und das sieht nun folgendermassen aus:

250 g Mehl
180 g Zucker
1 TL Backpulver
1 Päckchen Vanillezucker
2 Eier
Salz
30 g Butter
180 g Walnüsse
1 bis 1 1/2 EL Anis (ev. grob gemörsert)
1 EL Kirsch

Diese Zutaten zu einem Teig verarbeiten. Ist er allzu fest, noch etwas Kirsch beigeben.

Den Teig ca. 30 Minuten kühl stellen, anschliessend in vier gleiche Stücke teilen und zu Rollen von ca. 25 cm formen. Bei 180 Grad etwa 15 Minuten backen. Der Teig läuft auseinander und es ergibt sich die typische Form. Etwas abkühlen lassen und schräg in fingerdicke Scheiben schneiden. Cantucci nun weitere 10 Minuten backen.

Ich war sehr gespannt auf meine Neukreation. Hatte ich genügend Anis beigegeben? Konnte er sich so entfalten, wie ich mir das vorstellte? Nach dem ersten Probiererli war ich etwas enttäuscht, denn es hätte ruhig etwas intensiver nach Anis schmecken dürfen. Das nächste Mal werde ich 1 1/2 Esslöffel nehmen und die Krümel grob im Mörser zerstossen. Und sollte ich keine Walnüsse im Haus haben, flögen Haselnüsse oder Mandeln in den Teig.

Allerdings, wenn ich meine bald leere Guezlibüchs anschaue, kann das Rezept so grottenschlecht denn auch wieder nicht gewesen sein.

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Total in Vergessenheit geraten

Klar gibt es immer wieder Neukreationen. Und ich gehöre absolut zu denen, die solche oft und gerne ausprobieren. Aber ab und an muss Frau einfach zu einem Klassiker greifen. Sofern sie sich denn von der Rezeptflut an Muffins, Cupcakes und Tartelettes nicht gänzlich vereinnahmen lässt und sich überhaupt noch daran erinnert.

Plumcake. Früher gab es diese Cakes in jeder Migros-Filiale zu kaufen. Zugegeben, deren Inhalt mit den Rosinen und den farbigen “Gummifrüchten” wie die kandierten Früchte im Hause Flohnmobil despektierlich genannt werden, mögen nicht jedermanns Sache sein. Mein innig geliebter Mitbewohner und ich aber mögen sie. Es ist ja schliesslich die Abwechslung, die es ausmacht.

Und so schritt ich letzthin zur Tat und buk diesen altbackenen Kuchen nach einem Rezept aus meinem ältesten Kochbuch. Das gehört rein:

100 g schaumiggerührte Butter
150 g Zucker
3 Eigelb
2 Prisen Salz
1/2 abgeriebene Zitronenschale

80 g Rosinen
80 g Sultaninen (bei mir Cranberries)
80 g Zitronat und Orangeat
50 g gehackte kandierte Früchte
80 g Mandelstifte (hatte ich nicht, also Haselnüsse rein)
Saft von 1/2 Zitrone (oder 1 Esslöffel Rum)

200 g Mehl
1 Teelöffel Backpulver
3 Eischnee

Aus diesen Zutaten den Teig mischen, in einer Cakeform von ca. 25 cm bei 170 Grad 60 bis 70 Minuten backen.

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Nicht mehr viel übrig. Offenbar hat’s geschmeckt.

Kuchen aus Zeitungspapier

Wenn das die Österreicher können, kann ich es auch, war ich überzeugt, und griff im Laden bei Innsbruck beherzt zu. Stunden Später erblickte ich im heimischen Kühlschrank vier schon etwas schrumpelige Birnen und schon nahm das Rezept Formen an.

Ich konnte mir nicht recht vorstellen, wie viel Teig sich in dem kleinen Päckchen befinden sollte. Nachdem ich alles sorgfältig ausgepackt hatte, kamen vier Blatt à ca. 40 x 40 cm zum Vorschein. Bestenfalls halb so dick wie Zeitungspapier!

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Ich schälte und würfelte meine vier betagten Birnen, vermischte sie mit Zitronensaft und –Schale, röstete etwas Brotbröösmeli in der Bratpfanne zusammen mit Zucker und gemahlenen Nüssen und verteilte alles auf dem vierlagigen Zeitungspapier, das ich vorab einzeln mit flüssiger Butter bestrichen hatte. Dann rollte ich alles satt ein.

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Nach 30 Minuten im 180 Grad heissen Backofen war mein Birnen-Nuss-Strudel fertig.

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Zusammen mit warmer Vanille-Sauce war das Zeitungspapier-Konstrukt sehr lecker. Und meine Fantasie für weitere Strudel geht seither beinahe mit mir durch.

Im Blütenrausch

Es gibt dieser Tage drei dominierende Themen in meiner Küche: Holunderblüten, Holunderblüten und Holunderblüten.

Ich bin grad so begeistert von deren Aroma, dass ich sie auf verschiedene Arten eingemacht habe. Als Essig, Sirup und Apfel-Gelée.

Jedes neue Rezept mit den derzeit überall so verschwenderisch vor sich hin duftenden Blütendolden kann ich zwar nicht ausprobieren, aber ich bin auf eine Creme mit Holunderblüten gestossen, die sowohl meinen innig geliebten Mitesser als auch mich in helles Entzücken versetzt hat. Das Rezept und weitere Ideen zur Verwendung von Holunderblüten, gibt es HIER.

Zur Creme passen übrigens ausgezeichnet frische Erdbeeren, die jetzt und ERST JETZT so richtig schmecken, weil sie praktisch vor der Haustüre wachsen. Alles, was seit Februar in den Läden als Erdbeeren angeboten worden ist, schmeckt dagegen wie rotes Styropor.

Und gleich noch ein Gratis-Tipp von Frau Flohnmobil: Die Creme lässt sich auch ausserhalb der Blütenzeit des Holundestrauches herstellen. Dazu einfach etwa einen Deziliter Sirup beigeben und einen Teil des Zuckers weglassen. Himmlisch!

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Unglücks-Chlötzli

Es gibt nur etwas, das mich mehr nervt, als Computer, die mir mitten in der Nacht ein SMS verschicken: schlampig abgefasste Rezepte, die nicht funktionieren.

Das jüngste Nervensägen-Beispiel kam verkleidet als Cantucci-Rezept daher. Krieg ich gebacken, dachte ich optimistisch, und machte mich ans Werk. Cantucci, ich liebe sie. Und wenn ich eine neues Rezept entdecke, so wird es früher oder später verbacken. Das Zitronen-Walnuss-Cantucci-Rezept zeigte allerdings wenig Euphorie, sich standesgemäss aufzuführen. Im Gegenteil, der Teig klebte trotzig an sämtlichen zehn Fingern (und im Rezept stand ausdrücklich, man solle ihn von Hand kneten). Mehl musste her. Wie blöd, dass ich eine so ordentliche Hausfrau bin, und den Mehlsack nach dem Abwiegen wieder zurück in den Schrank gestellt hatte. Erste Akrobatik-Übungen, um den Schrank mit einem Fuss zu öffnen, missrieten kläglich. Das lag weniger daran, dass ich zu wenig beweglich wäre, sondern an der Konstruktion der Türe. Also musste ich den Küchenschrank mit meiner teigverschmierten Hand öffnen und den Mehlsack mit der gleichen immer noch teigverschmierten Hand herausfischen. Wieso sind eigentlich Männer immer dann weg, wenn man sie mal wirklich brauchen könnte? Es benötigte mindestens das Doppelte der angegebenen Menge an Mehl, bis der Teig eine anständige Konsistenz aufwies. Und meinen Handmixer, den ich zu guter Letzt doch noch hervor holte.

Mein innig geliebter Mitbewohner beäugte das fertige Backwerk mit skeptischem Blick. “Es erinnert stark an Magenbrot”, holte er aus, “ist aber insgesamt etwas zu bleich geworden.” Ich kenne ihn mittlerweile gut genug, um zu wissen, dass der eigentliche Hammer erst folgen würde. Und so war es auch. “Wir hätten schon Abnehmer”, fügte er an. “An der Seepromenade?” “Nein, eher im Rossstall.” Als der Mitbewohner die “Chnusperli” schliesslich probierte, war meine Reputation als Bäckerin zumindest einigermassen rehabilitiert.

Leider war die Sache mit dem halbfertigen Rezept noch das kleinste Übel, mit dem die Chnusperli aufwarten konnten. Denn die Person, für die sie bestimmt gewesen wären, ist, noch bevor sie in den Genuss derselben hätte kommen können, auf dem Glatteis ausgerutscht und hat sich den Ellbogen gebrochen. Deshalb an dieser Stelle:

Gute Besserung, liebe Frau S.

Ich drück dir ganz fest die Daumen, dass alles gut kommt.

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Kürbis bis zum bitteren Ende

Eines gleich vorneweg: Meine Gäste waren sehr angetan vom gestrigen Menu. Genau genommen waren zwar nicht die Gäste die Gäste, sondern der mein innig geliebter Mitbewohner und ich. Aber das ist ein Detail des mütterlichen Haushalts.

Auf ausdrücklichen Wunsch von Anita folgt nun das genaue Rezept. Wer, wie beispielsweise Elli, den Anblick eines Kürbisses nicht erträgt, wende sich bitte einem anderen Blog-Beitrag zu. Dieser hier hat garantiert nichts mit Gemüse zu tun.

Von einem ca. 3 kg schweren Kürbis (ich habe Muscade de Provence genommen und mein Kürbis war über 4 Kilo schwer) einen Deckel ausschneiden und beiseite stellen. Kerne, schwammiges Inneres samt etwas Fruchtfleisch auslösen.

250 g Weissbrot in Würfel schneiden, rösten.
Ausgehölten Kürbis mit dem Brot, 300 geriebenem Käse und 400 g Crème fraîche füllen. Wer’s schlank mag, ersetzt einen Teil der Crème fraîche durch Milch.


Deckel wieder aufsetzten, Kürbis in Alufolie wickeln und für ca. 2 Stunden im 175 Grad heissen Backofen garen.

Zum Servieren Folie und Deckeln entfernen. Kürbisfleisch mit einer Schöpfkelle ablösen und zusammen mit der Brot-Käse-Masse auf Teller verteilen und mit reichlich frisch gemahlenem Pfeffer bestreuen.


En Guete!

In der Regel bleibt einiges an Kürbismasse übrig. Dieses sieht aus wie Rüeblisalat und kann nochmals erwärmt werden als Gemüse-Beilage.

Wie im letzten Blog-Beitrag erwähnt, ist dieses Menü im Zweipersonenhaushalt nicht zu bewältigen!!!

Wer nicht zwei Stunden vor dem Backofen ausharren will, kann die Zeit beispielsweise damit verbringen, dieses wirklich leckere Dessert zuzubereiten. Uns hat’s geschmeckt. Bis zum Ende.

Pilzlasagne für Faule

Für 4 Personen habe ich ca. 1 Kilo frische Pilze fein geschnitten. Daraus habe ich, zusammen mit Speckwürfelchen, Zwiebeln, Knoblauch und einem zünftigen Schuss Weisswein, ein Pilzragout zubereitet, dieses mit Salz, Pfeffer und Kräutern abgeschmeckt und ca. 300 Gramm Frischkäse beigegeben, damit es schön sämig wird. Dieses Ragout habe ich abwechslungsweise mit Lasange-Blättern in eine Auflaufform geschichtet. Das hat dann so ausgesehen:

Dann geriebenen Käse und Butterflöckli obendrauf und das Ganze mit so viel Gemüsebouillon aufgiessen, dass die Lasagneblätter fast bedeckt sind.

Ab in den Backofen bei 200 Grad ca. 25 bis 30 Minuten backen. Uns hat’s geschmeckt.

Das Faule an dieser Lasagne ist, dass ich mir die Zubereitung einer separaten Bechamel-Sauce erspart habe. Etwas weniger faul wiegt die Tatsache, dass wir die Pilze im Wald selber gesucht haben. Unsere Pilzlasagne bestand aus neun Pilzsorten.

Die improvisierte Forelle

Dass wir in der nahen Fischzucht Forellen kaufen wollten, war klar. Nicht, dass wir daheim zu wenig Gelegenheit hätten, Fisch zu essen. Aber bestimmt würden sie hier günstiger sein, als wenn ich sie in der Migros kaufen müsste. Frischer ohnehin. Das Problem, das sich mir stellte, war bloss, dass ich in der Ferienwohnung in der Mecklenburgischen Seenplatte kein umfassendes Sortiment an Zutaten dabei hatte. Und ich wollte es meinem innig geliebten Mitbewohner nicht schon wieder zumuten, mit mir einkaufen zu gehen. Das hiess, ich musste mit dem auskommen, was wir bereits eingekauft hatten bzw. was an Kühlschrank-Restposten von daheim mitgekommen war. Kreativität war gefragt, um die Fischli gekonnt und schmackhaft auf den Ferienwohnungs-Teller zu zaubern.

Ein weiteres Problem stellte die schiere Grösse der Fische dar. Keine Chance, sie in die Bratpfanne zu hauen. Es kam also nur der Backofen in Frage. Diese Erkenntnis bescherte mir die Erleuchtung, die uns letztlich sehr mundete.

Hier das Rezept in Kurzform:

Gratinform fetten

2 Forellen, ausgenommen
Bauch füllen mit gewürfeltem Ingwer und fein geschnittenem Zitronengras
salzen

Gratinform ca. 1 cm hoch auffüllen mit Orangensaft und Sekt
etwas Salz dazu

Im Backofen auf 180 Grad ca. 25 Minuten lang garen.

Wir waren begeistert und haben dazu den Rest des Sekts getrunken und Couscous gegessen.

Dieses Rezept schmeckt bestimmt auch mit anderen Fischen wie Felchen, Zander, Kabeljau, Pottwal. Hauptsache die Backofentüre geht noch zu.