Flohnmobil – im Alltag unterwegs

Reiseberichte und Anekdoten. Alltagskram im Lande Balkonien.

Schlagwort-Archiv: Hühner

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Er ist viel unterwegs, dieser Werner. Immer mit dabei sein Hund Timi. Und er fotografiert fleissig Schilder für mich, dieser Werner.

Dieses Schild muss ihm besonders gefallen haben, diesem Werner.

Freilaufend

Und wer es nicht glaubt, der gucke hier.

Denn er ist nicht nur viel unterwegs, dieser Werner, sondern weiss daheim auch mit seinem Compi umzugehen.

Dieser Werner…

Mit fremden Federn geschmückt

Heute ein ganz “billiger” Blogbeitrag, nämlich nur ein Verweis auf einen anderen Blog. Schaut euch mal das Bild an und ihr werdet begeistert sein.

Ich bin überzeugt, kein Tiertrainer der Welt hätte es fertiggebracht, die Viecher so adrett hinzustellen, damit der Fotograf genügend Zeit gehabt hätte um abzudrücken.

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Nein, ich habe nicht diese Schweinerei gemeint, HIER geht es zum besagten Blog.

Ländlich sittlich in Frankreich

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Ein Schnappschuss vom Markt in Lavaur.

Es wurden in jener Ecke nicht nur Eier, sondern auch diverse lebende Vögel (Enten, Gänse, Perlhühner, Hühner, Zebrafinken) verkauft. Auch Hunde, Hamster und Meerschweinchen.

Was ich nicht weiss: Wurden die zwei Hühner zum Eier legen gekauft oder landeten sie in der Pfanne?

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Beim Anblick dieses hübschen Schilds bei der Guhwilmühli meinte mein Wanderbegleiter Werner trocken:

„Ich sehe das anders. Nehmt bitte eure Hühner rein. Sonst wird mein Hund unglücklich.“

Alles eine Frage der Optik.

Grosses Kino

Mein Lieblingsplatz ist unter der grossen Eiche. Von hier aus kann ich – gemütlich im Schatten der ausladenden Äste sitzend – durch einen noch nicht ganz perfekten Bogen in der Buchenhecke über den Rasen hinweg und durchs Gestrüpp den See sehen. Es gäbe noch viele schöne Plätze auf dem Areal, und von jedem aus hätte ich einen schöneren Ausblick als daheim. Doch nur von diesem Logenplatz aus komme ich in den Genuss eines einzigartigen Kinospektakels.

Zugegeben, so ein einzelnes Huhn ist noch nicht wirklich spektakulär. Auch nicht von hinten. Aber wer spricht denn hier von einem einzelnen Huhn? Wir haben ja gleich Dutzende!

Da kommt vielleicht mal die Hühner-Mutter mit ihrer frechen Jungschar daher. Vor gut drei Wochen waren die sieben Kleinen noch nie weiter als 30 Zentimeter von der Henne entfernt. Mittlerweile erkunden sie schon ziemlich ungeniert die Landschaft, wenngleich immer noch in Sichtweite der Mutter. Diese scharrt unermüdlich mit ihren starken Füssen den Boden auf, damit Insekten und allerlei Sämchen zum Vorschein kommen, die ihre Kleinen gross und stark machen sollen.

Dann erscheint der hässlichere der beiden Gockel im Bild. Obschon von der Hundeattacke noch immer gezeichnet, ist er sich seines Status bewusst und schreitet würdevoll mit seinem knappem Schwanzfedernbesatz über die frisch verschissene Wiese. Ohne zu jodeln. Doch das sieht das Drehbuch ohnehin nicht vor.

Im nächsten Akt des Schauspiels rast eine Henne quer über die Wiese. Sie verschwindet stillschweigend im Gebüsch. Ob sie selber weiss, weshalb sie es so eilig hatte?

Von unserem Logenplatz aus haben wir gelernt: Wenn ein Huhn Luftsprünge macht, so geschieht das nicht aus Freude über das schöne Wetter, sondern weil es einem Insekt hinterher jagt. Manchmal mit Erfolg.

Für die akustische Untermalung der Szenen sorgt das Gegacker in vielen Tonlagen. Mal laut klagend. Mal kurz und übermütig. Dann wieder sirenenmässig oder wie kurz vor dem Tod durch Ertrinken.

Die Viecher sind auch immer wieder gut für eine pornografische Einlage. Die zwei Güggel wollen schiesslich beschäftigt sein. Leider dauert so ein Begattungsakt nur wenige Sekunden, sodass mein Fotoapparat nicht mal das Objektiv ausgefahren hat, wenn der Hahn schon wieder auf dem Runterweg ist.

Herrlich zu beobachten die Einlage, wo ein Huhn dem Hahn (liebevoll turtelnd?) etwas in den Schnabel steckt. Mehrmals hintereinander. Wo bleibt die Emanzipation im Hühnerhof???

Der Lieblingsplatz aller Hühner befindet sich am Rande der Bildfläche. Unter der Buchenhecke verstecken sie sich gerne und scharren die dürren Zweige und Blätter hervor, die wir – mit genauso viel Beharrlichkeit wie sie, nur im umgekehrten Sinn – immer wieder unter die Hecke kehren.

Hahnenkämpfe hatten wir auch schon. Und wie im richtigen Leben ging es auch hier um…? Frauen!

Etwas gemächlicher geht es bei den älteren Damen zu und her, die in der Mauser sind. Ob so ein Huhn auf der nackten Haut auch einen Sonnenbrand bekommen kann? Nichts desto trotz kann auch eine alte Hühner-Tante eine ganz schöne Geschwindigkeit entwickeln. Und in Sachen Gegacker lässt sie sich von der aufmüpfigen Jugend nichts vormachen.

Die fünfköpfige Jungschar streift fast immer als Quintett durch die Szene. Die vier Monate alten Junghennen sind am resistentesten gegen sämtliche Versuche, sie von den Himbeeren fern zu halten. Doch diesen Nebenschauplatz kann ich von meinem Lieblingsplatz aus nicht überblicken.

Über alles gesehen sind so Hühner ein durchaus entspannender und vielseitiger Anblick. Jedenfalls wenn sie so viel Auslauf haben wie hier. Die Kinovorstellung findet jeden Tag von neuem statt. Aber nicht jeden Tag mit den gleichen Einlagen.

Von wegen „dumme Hühner“ – sie lassen sich jeden Tag etwas Neues einfallen. Und als Gage nehmen sie gerne altes Brot. Genügsam sind sie also auch noch.

Auch das noch…!

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Ich kann mich nicht sattsehen.

Mein Gott, sind die süüüüss!

Drei Bibeli, zwei Tage alt.

Gut beschützt von der Mami-Henne, die den Kleinen fortwährend den Boden aufscharrt, damit sie etwas zu picken finden.

Deshalb gar nicht so einfach zu fotografieren.

Der Kontrollblick

Mutti, ich geh dann mal schnell den Reifendruck überprüfen!

Hüänärhüätä

Habt ihr euch schwer getan mit dem Titel dieses Blogs? Dann ist es euch nicht besser ergangen als mir, als mir eine Freundin, die konsequent im Dialekt schreibt, uns viel Spass beim Hüänärhüäte wünschte.

Ja, diese Hühner, sie sind ja eigentlich ganz pflegeleicht. Wasser, Futter, Auslauf. Nach dem Debakel vom letzten Jahr wollten wir auf jeden Fall ein Remake verhindern. Das wäre beinahe missraten, kam doch schon am zweiten Tag der frei laufende Hund einer Nachbarin daher und jagte hinter den armen Federviechern her. Zum Glück waren wir zu Hause und konnten so Schlimmeres verhindern. Der eine Hahn hat nun etwas struppige und massiv weniger Schwanzfedern. Mehr ist dank unserer Intervention nicht passiert. Die Hundebesitzerin war natürlich – wie alle Hundebesitzer – aufgelöst und hat – wie alle Hundebesitzer – beteuert, ihr Hund hätte so etwas noch nie gemacht.

Seither lassen wir die Viecher nur noch raus, wenn wir anwesend sind. Und darauf bestehen sie sehr wohl. Wir haben aber Anweisung, die Hühner erst am Nachmittag raus zu lassen, damit sie ihre Eier ordentlich ins Nest legen und nicht irgendwo in der Wildnis ein Gelege beginnen. Dieses aufzustöbern wäre nämlich schwieriger, als die berühmte Stecknadel im Heuhaufen zu finden.

Wie viele Hühner sind es überhaupt? Wir müssen die Zahl sehr genau kennen, machen wir doch jeden Abend ein Hühner-Inventur, bevor wir das Gehege schliessen. Wir haben zwei Hähne, elf Hennen, fünf dreimonatige Junghennen, eine Henne mit sieben fünfwöchigen Bibeli und eine Henne, die legal vier Eier ausbrütet.

Was mich immer wieder erstaunt: die innere Uhr der Hühner. So sehr sie am Morgen an der Türe ihres Geheges stehen und Ausgang begehren, sie gehen (von ein paar unrühmlichen Ausnahmen abgesehen) jeden Abend freiwillig zurück in den Stall. Um 18.00 Uhr sind sie meist schon auf dem Stängeli. Und dann kann man sie gemütlich einzeln durchzählen.

Vielleicht wundert ihr euch, weshalb es hier gleich zwei Hähne gibt. Das hat damit zu tun, dass der letztjährige Hahn unter unserer Obhut das Leben lassen musste. Der danach als Super-Güggel eingekaufte Hahn gefiel der Besitzerin letztlich doch nicht und so kaufte sie sich kurzerhand einen zweiten dazu. Dieser ist übrigens auf dem Bild zu erkennen. Der erste Hahn ist – aus menschlicher Sicht, die Hennen sehen das vielleicht anders – ziemlich hässlich. Noch schlimmer: Er kann nicht mal richtig krähen. Wir hätten ihm ja gerne Nachhilfestunden erteilt. Aber was nützt es in Schweden, wenn ein Güggel jodeln kann?

Der Doppelwecker

Mein innig geliebter Mitbewohner und ich sind Langschläfer. Das wären wir auch gerne in Schweden, wohnen wir her doch in einer solchen Idylle, dass von Autos weit und breit nichts zu hören ist. Kein Fluglärm, kein Nachbar, der am Morgen hustend das Haus verlässt, niemand, der über unseren Köpfen duscht.

Doch hier sind wir immer viel früher wach, als uns lieb ist. Das liegt nicht allein an der Tatsache, dass es hier fast eine Stunde früher hell wird als daheim. Nein, das liegt an den Hühnern, die auch zu unserem gehüteten Haus gehören. Ganz genau genommen am Hahn. Und noch genauer genommen an zwei Hähnen.

Die beiden blöden Viecher übertreffen sich, kaum ist die Sonne aufgegangen (aktuell kurz vor 5.00 Uhr), mit ihrem Gekrächze. Mag gut sein, dass sie damit bei ihren Hennen Eindruck schinden, wir dagegen würden ihnen am liebsten den Hals umdrehen, befindet sich doch unser Schlafzimmerfenster nur wenige Meter vom Hühnergehege entfernt. Irgendeinen Haken muss die ländliche Idylle offenbar haben.

Übrigens: In unserem Dialekt ist ein Hahn ein Güggel. Wie heisst das bei euch?

 

Von wegen „gerupftes Huhn“!

Wenn der Begriff „eitler Gockel“ für irgendjemanden zutreffen soll, dann für dieses Federvieh:

Im online Magazin ohwow.de, wo ich das Bild entdeckt habe, steht dazu zu lesen:

Im Hühnerstall trägt man neuerdings offenbar Dauerwelle. Im kleinen Dörfchen Xijie in der chinesischen Henan Provinz hat sich dieser Gockel zu einer kleinen Berühmtheit gemausert. Statt normaler Federn hat er Locken. Besitzer Zhang Yang kann sich das auch nicht erklären: „Als er im April schlüpfte, sah er anfangs eigentlich aus, wie die anderen Küken auch. Er bekommt auch dasselbe Futter wie alle unsere Hühner. Es gibt keinen augenscheinlichen Grund für die Locken.“ Der Gockel legt bereits echte Diva-Allüren an den Tag: „Er erlaubt niemandem im Stall aus demselben Napf zu picken. Da kann er ganz schön aggressiv werden und hackt auf die anderen ein. Erst, wenn er keinen Hunger mehr hat, dürfen die Hühner etwas essen.“

Na, Frau Spottdrossel, da bekommen deine Hühnerdamen doch ganz bestimmt Herzklopfen, oder?

Und was würden wohl die Hennen auf dem Hof von Brigitte tun? Ist man sich in Frankreich der Anblick derartiger Gockel gar gewohnt?