Flohnmobil – im Alltag unterwegs

Reiseberichte und Anekdoten. Alltagskram im Lande Balkonien.

Schlagwort-Archiv: Samnaun

Alle meine Entchen

Hier der ultimative Beweis, dass in Samnaun nicht nur Strohrum, Parfüm und Zigaretten verkauft werden:

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Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten…

Sollte sich nun jemand von so einem Entchen inspiriert fühlen, muss er nicht extra nach Samnaun fahren. Die Viecher lassen sich auch bequem per Internet bestellen.

http://www.duckshop.ch/shop-quietscheentchen.html

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Nur gegen Waffenschein!

Und da war noch unser lieber Freund Herbert, der uns fragte, ob wir ihm von Samnaun eine Flasche Stroh Rum heimbringen könnten. “Selbstverständlich nur, wenn ihr selber nichts braucht.”

Diesem Wunsche konnte entsprochen werden, waren wir doch in den letzten Jahren so oft im Zollfrei-Paradies Samnaun, dass unser Lager an Hochprozentigem gut gefüllt ist.

Die Frage, die uns Herbert beantworten musste, bezog sich auf den Gehalt des Rums. “Vierzig, sechzig oder achtzig Prozent?” Er entschied sich für die stärkste Version.

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Und für die, so stellten wir nach dem Kauf fest, hätte es eigentlich einen Waffenschein benötigt. Ins Flugzeug nehmen darf man das hochprozentige, brennbare Gesöff jedenfalls nicht. Ganz schön viel Alkohol für gerade mal zehn Franken!

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Immerhin, Herbert versicherte uns glaubwürdig, er würden den Stroh Rum nicht pur konsumieren, sondern einen Gutsch in den Tee geben. Wir gehen mal davon aus, dass er ihn pur höchstens zum Einfeuern des Cheminées benutzen wird.

Lazarett auf dem Rückzug

Sie hat sich mal wieder als gut ausstaffiert und unentbehrlich erwiesen, unsere Reiseapotheke. Kein Tag, ohne dass wir ihr etwas entnommen hätten. Und was sie nicht hergab, liess sich hier beschaffen:

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Hustentropfen. Halsweh-Tabletten. Schmerzstillende Tabletten. Schmerzstillende Pflaster. Schmerzstillende Tropfen. Schmerzstillende Spritzen, Schmerzstillende Salben. Resistenz-Tabletten.

Wir haben geschluckt, gesalbt, geklebt, gegurgelt und zwei Mal der örtlichen Arztpraxis unsere Referenz erwiesen. Eigentlich lief das Projekt unter dem Sammelbegriff “Zwei Wochen Skifahren in Samnaun”. Wir standen jedoch nur gerade vier Tage auf den Skiern. Und auch das mehr schlecht als recht. Trotz herrlichstem Winterwetter und tollen Pistenverhältnissen. Selbst die Geschirrspül-Maschine in der Ferienwohnung hatte sich solidarisch erklärt und auf halber Distanz den Dienst für ein paar Tage quittiert.

Für einmal erwies sich mein flapsiger Spruch “Wir haben nie Ferien, wir verbringen nur unseren Alltag an einem anderen Ort” als Bumerang. Wenn dieser Beitrag veröffentlicht wird, sind wir auf dem Heimweg. Um unsere Wunden in den eigenen vier Wänden weiter zu lecken.

Ein Platz an der Sonne

So einladend diese Sitzgelegenheit auch sein mag…

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… etwas makaber finde ich sie dennoch.

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Fehlt bloss noch die Tafel mit der Sieben darüber.

Fehlalarm

Für einmal war ich froh, dass es Fake News waren. Wovon – Fake News waren es nicht. Und somit keine mutwillige Streuung von Unwahrheiten.

Heute morgen um sechs Uhr wurde in Samnaun ein Erdbeben registriert. Zwar nur Stärke 3,3, was mich bestenfalls wieder in den Schlaf gewiegelt hätte. Aber ein Erdbeben ist ein Erdbeben und damit eine latente Bedrohung. Stunden später wurde bekannt: Es war ein Fehlalarm.

Die Meldung wurde auf den Newskanälen in Windeseile verbreitet, sogar aus Österreich erhielt ich ein SMS, ob wir das Erdbeben gespürt hätten.

Ich find’s irgendwie peinlich. Aber natürlich bin ich froh, dass es ein Fehlalarm war.

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Eine stark beschädigte Kirche in der Region L’Aquila. Aufgenommen im Juli 2009, drei Monate nach dem starken Erdbeben.

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An der Grenze im Skigebiet Ischgl/Samnaun

An der Grenze im Skigebiet Ischgl/Samnaun

 

Jetzt weiss ich doch endlich, wie Schweiz in Russland aussieht.

Weiss zufällig jemand, wie man das ausspricht?

In guter Gesellschaft

Es war absehbar, dass wir nicht ganz alleine unterwegs sein würden.

Allerdings, wenn ich die Wahl habe zwischen einer gut bevölkerten Sonnenterrasse in einem Skigebiet und einem vollgestopften Einkaufs-Center an einem Sonntags-Verkauf in der Vorweihnachts-Zeit, muss ich keine Sekunde überlegen.

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Raupe in Vollbetrieb

Am Ende eines Skitages sieht die Talabfahrt nach Samnaun-Laret derzeit so aus:

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Nur noch ein Schneeband mit unentwegt blühenden Krokussen unmittelbar daneben. Die Skifahrer schieben im Verlauf des Tages den Schnee auf die Seite der Piste. Die ohnehin schon dünne Schneedecke wird so in der Mitte noch dünner. Es ist die Aufgabe des allabendlich dahertütelnden Ratrac-Fahrers, die Piste wieder etwas auszuebnen.

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Es braucht einiges an Geschick und Erfahrung, um mit dem wenigen Schnee eine eingermassen gleichmässige Skipiste herzurichten. Das Werk sieht am Ende dann etwa so aus:

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Die meisten Skigebiete haben bereits Saisonschluss. In Samnaun/Ischgl dauert die Saison noch bis zum 1. Mai. Bevor dicht gemacht wird, findet auf der Idalp die alljährliche Abschlussparty mit einem Konzert statt. Zu den Stars, die hier schon auftraten, gehören Tina Turner, Kylie Minogue, Elton John und Robbie Williams, um nur einige herauszupicken.

Es dürfte ziemlich laut und mit gegen 14’000 Zuschauern ziemlich eng werden. Mir reichen schon die Bilder von früheren Konzerten. Selbst wenn ich es in Samnaun noch länger aushalten würde, dieses Abschlussfest gäbe mir endgültig den Rest.

Träume einer alpinen Fliege


Wovon träumt wohl diese Fliege im 1’800 m hoch gelegenen Samnaun?

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Keine Ahnung?

… wirklich nicht…?

 

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Die Qual der Wahl

Der Frühling – oder das was sich der moderne Mensch gemeinhin darunter vorstellt – bietet mannigfaltige Möglichkeiten, sich im Freien zu betätigen, ohne Frostbeulen einzufangen. Man kann wandern, zwar eher nur im Flachland, aber das hat unbedingt auch seinen Reiz. Man kann sich aufs Rad schwingen. Man kann im Garten buddeln. Für alles braucht es schönes Wetter und alles macht unheimlich Spass.

Im Hause Flohnmobil sieht man sich jedes Jahr im Frühling mit Interessenskonflikten konfrontiert, kommt doch zu den oben erwähnten, durchaus reizvollen Tätigkeiten, noch mehr dazu, das nach schönem Wetter ruft und Spass bereitet. Im Falle von Herrn Flohnmobil ist es das Angeln. Im Falles des Ehepaars Flohnmobil ist es etwas, dem nicht alle Leser und schon gar nicht zu dieser Jahreszeit, etwas abgewinnen können.

Aber nun mal ehrlich, wenn ihr dieses Bild seht, geht euch da nicht auch das Herz auf? Kaffee und Kuchen auf einem sonnigen Balkon mit Blick auf die Skipiste, die man noch vor wenigen Minuten befahren hat. Für uns das Nonplusultra!

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Damit angesichts der leeren Skipiste niemand denkt, das Skigebiet werde extra für uns offen gehalten, noch Folgendes: In der Samnaun fand über dieses Wochenende der Silvretta Schüler-Cup statt. Über 800 Kids mitsamt Gefolge haben sich an drei Renntagen in verschiedenen Disziplinen gemessen. Gut die Hälfte kam aus der Schweiz, doch es hatte auch Teilnehmer aus halb Europa, u.a. Österreich, Deutschland, Tschechien, Littauen, Holland (!!!), Norwegen, Italien und Liechtenstein dabei.  Der jüngste Teilnehmer hatte übrigens Jahrgang 2012. Dass es an Material nicht fehlte, konnten wir uns bei der Überfahrt des Zielgeländes vom Sessellift aus vergewissern. Die Teilnehmer konnten Skis  aller gängigen Marken testen. Als Vorfahrer amtierten u.a. die Weltcup-Siegerinnen Tina Maze und Fränzi Aufdenblatten.

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Mein innig geliebter Mitbewohner und ich hielten uns von dem ganzen Rummel so fern wie möglich. Denn sind die Kids erst mal im Rennmodus, machen sie keinen grossen Unterschied zwischen der abgesperrten Rennstrecke und den übrigen Pisten. Und von einem übermotivierten Dreikäsehoch über den Haufen fahren lassen wollten wir uns am Ende der Saison ganz bestimmt nicht.