Flohnmobil – im Alltag unterwegs

Reiseberichte und Anekdoten. Alltagskram im Lande Balkonien.

Da konnte ich mich nicht zurückhalten

Nein, das konnte ich beim besten Willen nicht.

Ich musste dieses T-Shirt haben.

Und Schuld daran ist SIE.

Und deshalb ist dieser Blog-Beitrag auch IHR gewidmet.

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… allenfalls noch all jenen unter euch, denen

diese Geschichte von IHR

auch ein Schmunzeln zu entlocken vermag.

Auch wenn SIE das angeblich gar nicht lustig finden würde.

Ein Steinpilz macht noch keinen Herbst

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Aber es ist immerhin ein guter Anfang.

Und ausserdem ist er der perfekte Begleiter zu Eierschwämmli im Risotto.

Beziehungsweise er war es.

Seltsames Gefühl

Ich habe heute erstmals seit dem Tag X einen Kuchen gebacken.

Es fühlte sich komisch an, als niemand bereit stand, die Teigschüssel auszuschlecken.

Wieder so etwas in meinem neuen Leben, an das ich mich zuerst gewöhnen muss.

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Steifes Wasser

Das Rezept sprang mir sofort ins Auge. Die findigen Köche hinter dem allseits bekannten Label “Betty Bossi” hatten sich etwas einfallen lassen, das sie mit der Bemerkung “Dieses Rezept ist etwas für experimentierfreudige Köche!” garniert hatten.

Experimentierfreudig? Das war ich in der Küche schon immer. Und da mein Koch-Geist wieder erwacht ist, zumindest wenn ich Besuch habe, wollte ich dieses Rezept ausprobieren. Dass es dazu die passenden Gäste braucht, versteht sich von selbst.

Nun…

… aussehen sollen hätte es dergestalt:

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Und drin ist folgendes:

5 dl Wasser
1 EL Zitronensaft
80 g Zucker
80 g Ingwer in Scheibchen
1/2 TL Agar-Agar (vermutlich besser ein ganzer Beutel)

Aus den obigen Zutaten bereitet man das Süppchen zu, das man zwei Minuten sprudelnd kochen lässt, bevor man es durch ein Sieb in vier Glasschälchen gibt. Man lässt die Masse auskühlen und drei Stunden im Kühlschrank fest werden.

Aaaaaber, mit 1/2 TL Agar-Agar funktioniert das nie und nimmer!!! Mit einem gerüttelt Mass an Skepsis versehen, kippte ich schon von Anfang an ein halbes Beutelchen des Geliermittels rein (1 Beutel = 1/2 Liter Flüssigkeit, gemäss Packungsaufschrift). Vielleicht durfte die Masse nicht allzu steif werden. Irgend etwas hatten sich die Köche doch sicher überlegt dabei.

Hätte ich das Geschlabber tatsächlich auf einen Teller gestürzt, wäre das aromatisierte Wasser nicht mal eine Nanosekunde lang steif gestanden. So haben wir notgedrungen das Dessert aus dem Glasschälchen gelöffelt, die Streusel statt daneben auf der glibbrigen Masse. Immerhin, sie sind nicht eingesunken.

Die Streusel, die unbedingt dazu gehören, bereitet man zu aus

25 g weicher Butter
25 g Zucker
50 g Mehl
4 cm fein geriebenem Ingwer

Man mischt die Zutaten, zerzupft den Teig in Stücke und backt sie auf einem Blech bei 200 Grad 10 bis 12 Minuten. Dann die Streusel in kleinere Stücke zerbröseln, solange die sie noch nicht ganz abgekühlt sind.

Der Ginger-Raindrop schmeckt fruchtig-pfeffrig. Ein erfrischendes, leichtes und eigentlich auch einfach zu machendes Dessert, sofern man die Menge an Agar-Agar drastisch erhöht. Ich werde dieses Dessert bestimmt wieder mal experimentiergewohnten Gästen auftischen.

Wer opfert sich?

Flüssiges Fleisch

Im Revolverblatt, das mir gestern zugetragen wurde, prangte auf der Titelseite die folgende Schlagzeile:

“Jetzt gibts den Fleisch-Smoothie”

Ich wollte den Artikel zuerst gar nicht lesen, denn für mich stand zum vornherein fest, dass ich ganz bestimmt nie flüssiges Fleisch konsumieren würde, es sei denn, ich hätte keinen einzigen Zahn mehr im Mund. Aus lauter Langeweile (ich habe angefangen, wenn ich allein am Tisch sitze, während dem Essen zu lesen) las ich schliesslich den Artikel doch noch.

Da soll also ein deutscher Metzger auf die Idee gekommen sein, einen Fleisch-Smoothie zu basteln. Die grösste Schwierigkeit lag offenbar darin, das Fleisch so flüssig zu machen, dass man keine Fleischfasern mehr auf der Zunge spürt.

So weit haben wir es jetzt also gebracht! Die Menschheit ist fortan nicht mehr nur gehfaul, nun soll sie auch noch kaufaul werden. Was kommt als nächstes, ein Forellen-Smootie?

Etwas hat der deutsche Metzger bei seiner “Erfindung” aber ausser acht gelassen: Flüssiges Fleisch gibt es bereits. Als Babynahrung. Und zwar in vielen „gluschtigen“ Variationen, wie man bei leichtem Hungergefühl hier nachlesen kann. Ich wünsche allseits guten Appetit!

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Alleine oder gar nicht?

Ich stand vor einer Entscheidung, die ich in Zukunft wohl häufig, wenn nicht gar täglich, werde fällen müssen. Lieber alleine oder gar nicht?

Am letzten Freitag wollte ich unbedingt eine Wanderung unternehmen. Und es sollte keine Flachland-Tschalperei werden, dafür war das Wetter zu gut, die Temperaturen vor der Haustüre zu heiss, meine Lust auf Neues zu gross. Also: ab in die Berge! Da sich keine geeignete Begleitung fand, zog ich halt alleine los.

Mit dem Zug fuhr ich bis nach Spinas, die erste Haltestelle im Engadin auf der Albula-Strecke. Dort kommt man von Zürich aus nicht vor 9.35 Uhr an. Der Weg führte durchs Val Bever. Was für ein herrliches Fleckchen Erde mit diesem rauschenden Bergbach!

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Es tat mir beinahe Leid, dass mein Weg mich schon bald von der Talsohle weg am rechten Hang bergauf zur Fuorcla Crap Alv führte.

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Das muss ein besonderer Spassvogel gewesen sein, der hier diese Tafel angebracht hat. Wo wohl die Autos durch müssen…?

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Auf der 2’465 m hohen Fuorcla Crap Alv änderte sich die Vegetation schlagartig. Auf der Nordseite war der Bewuchs viel spärlicher, kaum Blumen blühten. Schon konnte man die Albula-Passstrasse ausmachen. Die Berge dahinter gehören nicht gerade zum Schönsten, was dieses Land zu bieten hat.

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Von den malerischen Lais digl Crap Alv ertönte Alphorn-Gebläse bis zur Fuorcla hinauf.

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Hier rechts auf dem Halbinselchen kann man den Musikanten erkennen.

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Für mich führte der Weg nur noch bergab. Und schliesslich kam ich an einer der grössten Augenweiden des Albula-Tals an: dem türkisfarbenen Lai dal Palpuegna. Dieser war für mich ganz klar zu bevölkert. Ganze Sippschaften lagerten an seinen Ufern. Fotografieren und nichts wie weg!

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Mein ursprünglicher Plan hatte vorgesehen, von Preda aus wieder heim zu fahren. Doch hatte ich meine Marschtabelle massiv unterboten und so beschloss ich, damit das Verhältnis von Anreise und Wanderung etwas ausgeglichener ist, weiter nach Bergün zu wandern. Preda mit seiner Baustelle für den Tunnel-Neubau wirkte ohnehin nicht sehr einladend.

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Gute 1 1/2 Stunden wanderte ich noch neben, über und unter der berühmten Albula-Bahnstrecke (Unesco Weltkulturerbe!) talauswärts.

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In Bergün hatte ich gerade noch genügend Zeit, meine Füsse im Dorfbrunnen zu kühlen, ein Glacé zu schlecken und schon kam das rote Züglein wieder angebraust. Nach 5 Stunden reiner Wanderzeit stand eine 3 1/2-stündige Heimfahrt auf dem Programm. Meine SBB-Tageskarte habe ich sehr gut ausgenützt.

Fazit: Lieber alleine wandern als gar nicht wandern.

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Einen letzten Dienst erwiesen

Als mein Mann und ich unseren gemeinsamen Haushalt gründeten, kam er mit diesem 2,1 Meter langen Ungetüm daher. Nie sah ich das Ding irgendwo anders als im Keller stehen. Zuerst am alten Ort, dann in der jetzigen Wohnung. Benutzt wurde es nie, doch es schien so etwas wie Heiligen-Status zu haben.

Mein Mann hatte mit diesen Skis  Jahre bevor wir uns kennenlernten einmal eine Abfahrt gewonnen. Lange behauptete er, dieser Ski wäre auch in der Neuzeit noch schnell, er würde noch heute jeden der damaligen Weggefährten und Mitstreiter abtrocknen. Immer wieder sprach er davon, er würde mit diesem Ski nochmals einen Tag lang Skifahren gehen.

Dass es nicht mehr dazu kam, hat nicht nur damit zu tun, dass mein Mann vor einem Monat verstorben ist. Das Brett war schon lange nicht mehr zeitgemäss und wer jemals auf einem Carving-Ski gestanden ist, wird es sich nicht antun, solche “Pommes-Frites” zu fahren.

Als ich meinen Mann wenige Tage vor seinem Tod fragte, was ich denn mit dem alten Attenhofer machen solle, erwiderte er ohne lange nachzudenken: “Dä chasch vo mir us irgendnoime an e Wand nagle.” Auf Deutsch: Den kannst du meinetwegen irgendwo an eine Wand nageln.

Um dies zu tun, fehlt mir die seelische Verbundenheit zu dem alten Sportgerät. So schön ist es nun auch wieder nicht, auch nicht, nachdem ich es vom Staub der letzten zwei Jahrzehnte befreit habe.

Aber es hat während der Trauerfeier in der Kirche hervorragende Dienste als Fotoständer verrichtet.

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Ich habe die Abfahrtslatten nach der Trauerfeier nochmals zurück in den Keller gestellt. Doch heute habe ich die Reissleine gezogen, eine Abfallmarke mobilisiert und den Ski mit einem letzten Gruss der Müllabfuhr mitgegeben.

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Die tierisch schöne Wanderung – Tag 4

Als ich am Morgen aufstand, glaubte ich, meinen Augen nicht zu trauen. Keine Wolke am Himmel! Ein strahlend schöner Tag. Das war umso wichtiger, als wir a) keinen aktuellen Wetterbericht runterladen konnten (wie hat man das eigentlich früher gemacht???) und b) heute die längste Etappe anstand.

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Vorbei an mehreren Seen – einer malerischer als der andere – führte der gut markierte Weg zur Cadlimo-Hütte. Immer weniger Grün am Wegrand erfreute das Auge. Aber auch Granit hat seinen Reiz, wie ich ehemalige Klettergumsel einmal mehr feststellen durfte. Die Hütte liessen wir rechts liegen und stiegen wieder etwas ab, um in den steilen, schmalen Weg zum Passo Bornengo einzufädeln. Dieser Abstieg war die anspruchsvollste Strecke der gesamten Wanderung. Trittsicherheit war unbedingt vonnöten, während die Stöcke für einmal eher hinderlich waren.

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Oben auf dem Passo Bornengo öffnete sich der Blick gegen Norden ins Val Maighels (rechts) und die Zentralschweizer Alpen. Umwerfend!

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Beim problemlosen Abstieg durchs Val Maighels müssen sich diverse Leute gelangweilt haben. Oder etwa nicht? Die Steinmännchen sind jedenfalls nicht in einem Tag entstanden. Es sind wahre Kunstwerke drunter, teils über zwei Meter gross, mal mit Fenster, mal mit bedrohlich balancierenden Steinen drauf, die scheinbar kurz vor dem Zusammenbrechen stehen.

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Das obige Bild entstand um 13.30 Uhr. Eine Stunde später war der Himmel längst nicht mehr so blau. Bedrohlich schwarze Wolken erschienen am Himmel, erstes Donnergrollen ertönte. Wir legten einen Zacken zu. Und noch einen. Und dennoch reichte es nicht ganz ans Trockene. Etwa 500 m vor der Oberalp-Passhöhe begann es zu regnen und wir kramten unsere Regenjacken hervor. Weitere 10 Minuten später standen wir im Wartesaal der Matterhorn-Gotthard-Bahn, während es draussen kurz darauf wie aus Eimern goss. Schwein gehabt.

Der Rest ist schnell erzählt. 55 Minuten warten, bis der Zug kam, vier Mal umsteigen und vier Stunden später drehte ich den Schlüssel an der Wohnungstüre. Eine absolut gelungene 4-tägige Wandertour durch unsere herrliche Bergwelt, im Beisein von zwei lieben Freunden, ist Geschichte. Mein temporäres Andenken: zwei total verbrännti Wädli, die ich nicht flächendeckend mit Sonnencreme eingeschmiert hatte. Die Sonne brannte die meiste Zeit von hinten.

Eine Zahl bin ich euch noch schuldig: Auf unserer Königsetappe waren wir knapp 7 Stunden am wandern. Ach ja, Tiere haben wir selbstverständlich auch gesehen. Welche, überlasse es eurer Fantasie.

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Und weil es so schön war, hier noch die anderen Etappen zum nachlesen:

Tag 1, Tag 2 und Tag 3

Die tierisch schöne Wanderung – Tag 3

Ich sag’s euch gleich: vom heutigen Wandertag gibt es nicht viel Bilder. Genau gesagt nur die zwei hier. Das Wetter – obschon trocken – war abschnittsweise etwas bescheiden.

Beim Abmarsch von der Capanna Bovarina war es noch ziemlich sonnig. Und wären wir zu der unrechtschaffenen Zeit aufgebrochen, als ich mitten in der Nacht aufs WC musste, wäre der Himmel zwar pechschwarz gewesen, aber von einer Sternenvielfalt erfüllt, die man im Flachland vergebens sucht.

Einmal mehr an wunderschöner Alpenflora vorbei stiegen wir auf zum Passo di Gana Negra. Dort wehte uns ein rauhes Lüftchen um die Nase, das nicht zum Verweilen einlud. Unser Zwischenziel, der Lukmanier-Pass, war auch schon bald zu sehen und es sollte nicht viel länger dauern, bis uns der Zivilisationslärm um die Ohren schlug. Wir waren uns einig, dass Motorräder das unnützeste Verkehrsmittel überhaupt sind.

Zügig schritten wir voran, um die Zivilisation wieder hinter uns zu lassen. Der Aufstieg zum Passo dell’Uomo führte ruppig über Steinschroppen. Unsereins war ja mit gutem Schuhwerk ausgerüstet, aber was uns da teilweise entgegen kam… tztz…!

Auf der anderen Seite des Passes weitete sich das Tal zu einer feuchten Hochebene.

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Wir hatten einmal mehr genügend Zeit, um zu bummeln und uns an der herrlichen Bergwelt zu erfreuen. Ganze Hänge waren voll von verblühten Küchenschellen. Muss das ein Anblick gewesen sein, als sie noch farbig waren!

Tiere? Aber selbstverständlich. Murmeltiere. Immer wieder Murmeltiere. Und teilweise von so nah, dass man sie mit einem 70-er Objektiv bildfüllend fotografieren konnte, was Werner auch – auf dem Bauch robbend – machte.

Sommervögel, Falter, Raupen, Vögel. Ich bin überzeugt, hätten wir öfters in den Himmel geschaut, wäre früher oder später ein Adler zu erblicken gewesen. Aber mit dem Gehen in unwegsamen Gelände ist das ja so eine Sache, da verträgt es keinen Hans guck in die Luft.

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Nach gut fünf Stunden erreichten wir unser Tagesziel, die Capanna Cadagno. So etwas habe ich noch nie gesehen! Ich war schon in vielen Alpenhütten, allerdings in den letzten Jahren nicht mehr so oft. Umso mehr hat es mich erstaunt, zu sehen, wie komfortabel man heutzutage Hütten bauen kann. Okay, die Hütte ist (für die Hüttenwarte) per Auto zu erreichen und ans Stromnetz angeschlossen. Dennoch…

So modern, so hell, so grosszügig. Schaut euch mal unter “Galerie” hier die Bilder an. Die alte Hütte wurde einfach mit einer neuen Hütte “überdacht”. Total geniales Konzept! Hier noch der ultimative Hinweis für offline Freaks: In der Hütte schweigt das Handy, es gibt kein Netz.

Um 19.30 Uhr begann es zu regnen und es folgte ein heftiges Gewitter. Keiner von uns Drei wagte daran zu glauben, dass am Folgetag die Königsetappe möglich sein könnte.

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Hier gibt es Tag 1 und Tag 2 nachzulesen. Die Fortsetzung liest sich hier.

Die tierisch schöne Wanderung – Tag 2

Nach einer unruhigen Nacht im stickigen, nahezu vollbesetzten 30-er Schlag stand ich gerne auf und liess den jungen Tag auf mich einwirken.

Auf dem Bild unten sieht man gut, wo die Strasse endet. Hierhin fährt das Postauto oder auch der Hüttenwart, der seine Waren nur noch ins Transportbähnli umladen muss. Kein Wunder also, gab es feine frische Joghurts zum Zmorge. Am Kaffee müssen sie noch etwas arbeiten…

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Unser Wandertag begann mit dem Abstieg nach Campo Blenio. Während wir 1’000 Höhenmeter vernichteten, hatten wir ausgiebig Zeit, Flora und Fauna zu studieren. Wunderschöne Blumen standen am Wegesrand. Und ich Idiot hatte die Speicherkarte meiner Kamera daheim im PC stecken lassen! Deshalb gibt es von der gesamten Wanderung nur Handy-Fotos.

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Wiederum sahen wir Murmeltiere im Multipack, unzählige Schmetterlinge flatterten um die unzähligen Blumen, Käfer und Raupen stellten sich uns in den Weg und selbst eine Schlange suchte angesichts der drei herannahenden Trampeltiere eiligst das Weite.

In Campo Blenio genehmigten wir uns einen Kaffee. In diesem Kaff scheint im Winter mehr los zu sein als im Sommer. Drei Restaurants, von denen nur eines offen war. Kein Laden. Wir hatten das im Vorfeld schon abgeklärt und gewusst, dass wir für die ganze Wanderung die Zwischenverpflegung mittragen mussten.

Im Aufstieg zur Capanna Bovarina sahen wir noch ein Exemplar der Spezies Homo Blasus Laubus. Diese Gattung erobert selbst die abgelegensten Täler in sprichwörtlicher Windeseile. Einige Heidelbeeren am Wegesrand versüssten uns den Aufstieg, während es noch lange in unseren Ohren dröhnte.

Der Hammer folgte in der Hütte. Yvonne hiess uns so herzlich willkommen, dass wir uns sogleich wohl fühlten. In dieser Hütte, so erkannten wir rasch, ging es wesentlich weniger militärisch zu und her als in der Capanna Scaletta.

Der Hüttenwart erklärte uns, wie wichtig es für ihn sei, dass am 1. August schönes Wetter sei. Er plane ein 1,5 x 1 m grosses Gordon-Bleu zu kochen. Huch, das hätten wir drei Hobby-Köche gerne gesehen, vor allem, wie er dieses Monster in der Pfanne wendet!

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Von der Hütte aus sieht man – rechts der Mitte im Bild – den markanten, gletscherbedeckten Gipfel des Rheinwaldhorns. Dort oben stand ich mal vor 33 Jahren. Die gleiche Skitourenwoche führte mich auch in die Bovarina-Hütte, allerdings war sie damals noch wesentlich kleiner und bescheidener eingerichtet.

Die heutige Tour waren wir gemütlich unterwegs. Die Strecke wäre in 5 Stunden zu schaffen.

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Tag 1 der Wanderung gibt es hier nachzulesen, die Fortsetzung hier.