Flohnmobil – im Alltag unterwegs

Reiseberichte und Anekdoten. Alltagskram im Lande Balkonien.

Beschildert geschildert (104)

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Auch wenn ich im Moment grössere Sorgen habe als die Beschaffung von Bargeld, so verfüge ich doch immer noch über genügend (Galgen-)Humor, dass mir derart groteske Beschilderungen einen Ansatz von einem Lächeln aufs Gesicht zaubern.

Pflanzen Sie jetzt noch keinen Basilikum!

Dieser Titel gehörte zu einer Garten-Kolumne, die es gestern in meiner Tageszeitung zu lesen gab. Die Autorin widmete sich zwar vorwiegend anderen gärtnerischen Themen, sprach jedoch am Schluss des Textes eine besserwisserische Warnung aus, es sei noch zu früh für Basilikum.

Dem muss ich jetzt mal ganz klar widersprechen. Gut gehegt und gepflegt wird so ein Basilikum die nächsten Wochen, die möglicherweise nicht mehr so derart sonnig und warm sein werden, wie die vergangene, überstehen.

Ich jedenfalls habe mir einen Basilikum gekauft. Und dieser wird nun in altbekannter Manier am Morgen durch die Wohnung getragen und vors sonnige Schlafzimmer-Fenster gestellt und am Nachmittag wieder zurück vors Wohnzimmer. Die Nächte wird er selbstverständlich unter meiner Bettdecke in der warmen Stube verbringen.

Sollte dieses Procedere wider erwarten keinen Erfolg bringen, so habe ich doch immerhin die Gewissheit, dass ich 1. bereits Basilikum ernten konnte und es mir 2. garantiert gelungen ist, meine Nachbarin zu ärgern.

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Der Serviervorschlag

Man konnte hier schon mal lesen, dass Frau Flohnmobil zwar vieles in der Küche gern selber macht und nur im Notfall auf Fertigprodukte zurückgreift. Es stand aber auch zu lesen, dass Teigwaren aller Art in die Kategorie “bin zu faul, um selber herzustellen” fallen. Ich finde, die Industrie kann das ganz gut, da muss ich nicht zwingend eingreifen. Und deshalb kaufte ich mir kürzlich bei Lidl auch ein Pack Nudeln, pardon Tagliatelle.

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Ich habe hier bewusst auf die Abbildung er Tagliatelle verzichtet, denn die sind ohne Fehl und Tadel. Was mir aber nicht so ganz in die Birne rein will ist dies:

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Also irgend etwas fehlt mir bei diesem lidlschen Serviervorschlag.

Möglicherweise die Nudeln.

Abschnitt für Abschnitt für Abschnitt für

Als wir damals in unsere Wohnung einzogen war klar: Ich wollte nicht in jedem Raum Vorhänge. Aber ich wolle auch nicht ausgestellt sein. Deshalb entschieden wir uns, bei zwei Fenstern Lamellen-Storen zu montieren. Das System hat sich auch 19 Jahre später noch bewährt. Schnell die Storen runter lassen, Lamellen senkrecht stellen und schon werden allfällige Glotzer ausgesperrt.

Einen kleinen Haken hat die Sache allerdings schon. Im Gegensatz zu textilen Vorhängen, die man einfach mal so schnell runterholen kann und in die Waschmaschine steckt, wenn sie verdreckt sind, müssen diese Lamellen-Storen mühselig vom Staub befreit werden. Lamelle für Lamelle. Jede einzeln mit einem Lappen umfassen und durchwischen. Ich hab’s mal ausgerechnet. Beim einen Fenster kommt so eine Länge von sage und schreibe nahezu 100 (hundert!!!) Meter zusammen. Und das aufgeteilt auf über 300 Teilabschnitte. Müssig zu sagen, dass mir diese Arbeit nicht sonderlich Spass macht. Und ich sie deshalb auch ständig vor mir her schiebe.

Letzthin aber, da musste es einfach mal wieder sein. Ich habe in den sauren Apfel gebissen und mich systematisch durch die Lamellen gearbeitet. Damit ich nach dem Absetzen und Lappen auswaschen jeweils noch weiss, wo ich aufgehört habe, markiere ich die betreffende Stelle jeweils mit einer Wäscheklammer. Den Gedanken, an einem Ort zu putzen, wo es gar nicht nötig ist, könnte ich nicht ertragen.

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Mutter Natur auf Abwegen (14)

Tulpen. Sie sind die Frühlingsboten schlechthin – auch wenn sie bereits im tiefsten Winter in den Läden als Schnittblumen angeboten werden. 

Mittlerweile blühen sie in den Gärten. Und in den Läden werden dafür bereits Geranien verkauft.

Ich habe mir dieses Jahr keine Tulpen gekauft. Aber letzte Woche einen Strauss voll erhalten. Und darunter war diese Zwillings-Tulpe.

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In der Endversion sah der gefiederte Doppeldecker dann so aus:

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Ab solchen Sachen kann ich mich freuen. Und deshalb wird dies hoffentlich noch lange nicht der letzte Beitrag dieser Serie gewesen sein.

Wie sag ich’s meinem Hunde?

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… dass er Konkurrenz erhalten hat?

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Gesehen auf dem gestrigen Spaziergang.

Köstlich amüsiert.

Bild geschossen.

Blog veröffentlicht.


Auf meine Frage hin, wieso sie Ziegen spazieren führten, erklärten die beiden Mädchen keck: „Weil wir auf die Reaktion der Leute gespannt sind.“

Uferloses Gespräch

Während mein innig geliebter Mitbewohner und ich im Begriff waren, das Ruderboot für die kommende Fischer-Saison flott zu machen, quakte es plötzlich vom Ufer her. “Gönzi scho go fische?”

Der Mitbewohner und ich drehten uns um und sahen eine magere Gestalt mit fragendem Blick am Ufer stehen. Die Körperhaltung der alten Frau liess keinen Zweifel offen, ob es sich hier vielleicht um eine rhetorische Frage gehandelt haben könnte. Eine Antwort unsererseits schien unumgänglich. “Efängs parat mache”, entgegnete der Mitbewohner. Wir waren beide schwer beschäftigt und wollten unser Werk vollenden. Small Talk war momentan wirklich nicht nach unserem Gusto.

Die Frau liess nicht locker. Nach einigen Floskeln verkündete sie schliesslich: “Wüssezi, ich bin mit ere Wandergruppe underwägs. Aber ich laufe immer echli voruus. Die Andere schnurremer z’viel.”

Das mit dem Zuviel und überhaupt wird wohl für alle Ewigkeit Ansichtssache bleiben.

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Schreib doch mal wieder!

Nach einigen Tagen war es selbst meinem innig geliebten Mitbewohner aufgefallen. “Du hast schon lange nicht mehr gebloggt.” Diese Einsicht ist umso erstaunlicher, als der Mitbewohner relativ wenig von meinen bloggenden Aktivitäten hält.

Aus diversen Gründen ist mir etwas die Lust am Blog schreiben abhanden gekommen. Der Mitbewohner – seit jeher praktisch veranlagt – hielt auch hierzu eine Lösung parat. “Schreib halt nicht immer über mich. Schreib halt mal über den Frühling.”

Das finde ich grundsätzlich eine gute Idee. Deshalb:

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Christbaum-Recycling im Tierpark

 

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Was denkt wohl das Przewalski-Pferd im Wildnispark Zürich Langenberg?

Fischwürstli in der Neufassung

Dieser Beitrag ist eigentlich nichts anderes als die Neuauflage eines alten Beitrags.

Auch hier geht es um Würstli. Solche ohne Fleisch. Dafür mit Fisch. Und aussehen tun sie zum Beispiel so:

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Wer würde dahinter schon Fisch vermuten? Die Würstli bestehen aus püriertem Fisch, Eiweiss, einem Schuss Noilly Prat und – meine Erfindung!!! – Frischkäse mit Kräutern. Das Ganze wird im Dampfgarer ultra-kurz gegart. So erhält es eine weiche, sämige Konsistenz ohne plüddrig zu sein. Dazu ein leckeres Rahmsööseli und nach Belieben Nudeln, Reis, Kartoffeln. Oder auch eine Scheibe Toastbrot, dann vielleicht zusammen mit etwas Salat als Vorspeise serviert. Der Mitbewohner und ich waren jedenfalls ganz begeistert.

Und hier noch etwas detaillierter, was ich alles verwurstet habe. Rezept für zwei Personen:

200 Gramm Fischfilets (in meinem Fall selbstverständlich Felchen, bestimmt geht auch Pangasius, Goldbutt, alles was eher feinfleischig ist. Von Kabeljau beispielsweise würde ich eher absehen). Den Fisch (am besten gefroren) in Stücke schneiden und zusammen mit einem Eiweiss, einem Schuss Noilly Prat, etwa 80 Gramm Kräuter-Frischkäse und etwas Salz und Pfeffer pürieren. Die Masse in einen Plastikbeutel geben, eine Spitze abschneiden und beliebige Würstli auf einen ungelochten Steamer-Einsatz drücken. Eine Minute bei 95 Grad garen. Das optische Resultat wird je nach Grösse der abgeschnittenen Ecke, Geschick, Geduld und Konsistenz der Masse immer wieder etwas anders ausfallen.

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Zugegeben, die Formen erinnern entfernt an etwas wenig Appetitliches. Aber wenn man diese Vorstellung mal weggesteckt hat, steht dem uneingeschränkten Genuss nichts mehr im Wege.

Hier übrigens noch der eingangs erwähnte Fisch-Würstli-Beitrag mit einem etwas anderen Rezept.