Flohnmobil – im Alltag unterwegs

Reiseberichte und Anekdoten. Alltagskram im Lande Balkonien.

Mutter Natur auf Abwegen (14)

Tulpen. Sie sind die Frühlingsboten schlechthin – auch wenn sie bereits im tiefsten Winter in den Läden als Schnittblumen angeboten werden. 

Mittlerweile blühen sie in den Gärten. Und in den Läden werden dafür bereits Geranien verkauft.

Ich habe mir dieses Jahr keine Tulpen gekauft. Aber letzte Woche einen Strauss voll erhalten. Und darunter war diese Zwillings-Tulpe.

DSC02300

In der Endversion sah der gefiederte Doppeldecker dann so aus:

DSC02310

Ab solchen Sachen kann ich mich freuen. Und deshalb wird dies hoffentlich noch lange nicht der letzte Beitrag dieser Serie gewesen sein.

Wie sag ich’s meinem Hunde?

DSC02305

… dass er Konkurrenz erhalten hat?

DSC02301

Gesehen auf dem gestrigen Spaziergang.

Köstlich amüsiert.

Bild geschossen.

Blog veröffentlicht.


Auf meine Frage hin, wieso sie Ziegen spazieren führten, erklärten die beiden Mädchen keck: „Weil wir auf die Reaktion der Leute gespannt sind.“

Uferloses Gespräch

Während mein innig geliebter Mitbewohner und ich im Begriff waren, das Ruderboot für die kommende Fischer-Saison flott zu machen, quakte es plötzlich vom Ufer her. “Gönzi scho go fische?”

Der Mitbewohner und ich drehten uns um und sahen eine magere Gestalt mit fragendem Blick am Ufer stehen. Die Körperhaltung der alten Frau liess keinen Zweifel offen, ob es sich hier vielleicht um eine rhetorische Frage gehandelt haben könnte. Eine Antwort unsererseits schien unumgänglich. “Efängs parat mache”, entgegnete der Mitbewohner. Wir waren beide schwer beschäftigt und wollten unser Werk vollenden. Small Talk war momentan wirklich nicht nach unserem Gusto.

Die Frau liess nicht locker. Nach einigen Floskeln verkündete sie schliesslich: “Wüssezi, ich bin mit ere Wandergruppe underwägs. Aber ich laufe immer echli voruus. Die Andere schnurremer z’viel.”

Das mit dem Zuviel und überhaupt wird wohl für alle Ewigkeit Ansichtssache bleiben.

DSC02295

Schreib doch mal wieder!

Nach einigen Tagen war es selbst meinem innig geliebten Mitbewohner aufgefallen. “Du hast schon lange nicht mehr gebloggt.” Diese Einsicht ist umso erstaunlicher, als der Mitbewohner relativ wenig von meinen bloggenden Aktivitäten hält.

Aus diversen Gründen ist mir etwas die Lust am Blog schreiben abhanden gekommen. Der Mitbewohner – seit jeher praktisch veranlagt – hielt auch hierzu eine Lösung parat. “Schreib halt nicht immer über mich. Schreib halt mal über den Frühling.”

Das finde ich grundsätzlich eine gute Idee. Deshalb:

Präsentation1

Christbaum-Recycling im Tierpark

 

ross

 

Was denkt wohl das Przewalski-Pferd im Wildnispark Zürich Langenberg?

Fischwürstli in der Neufassung

Dieser Beitrag ist eigentlich nichts anderes als die Neuauflage eines alten Beitrags.

Auch hier geht es um Würstli. Solche ohne Fleisch. Dafür mit Fisch. Und aussehen tun sie zum Beispiel so:

DSC02286

Wer würde dahinter schon Fisch vermuten? Die Würstli bestehen aus püriertem Fisch, Eiweiss, einem Schuss Noilly Prat und – meine Erfindung!!! – Frischkäse mit Kräutern. Das Ganze wird im Dampfgarer ultra-kurz gegart. So erhält es eine weiche, sämige Konsistenz ohne plüddrig zu sein. Dazu ein leckeres Rahmsööseli und nach Belieben Nudeln, Reis, Kartoffeln. Oder auch eine Scheibe Toastbrot, dann vielleicht zusammen mit etwas Salat als Vorspeise serviert. Der Mitbewohner und ich waren jedenfalls ganz begeistert.

Und hier noch etwas detaillierter, was ich alles verwurstet habe. Rezept für zwei Personen:

200 Gramm Fischfilets (in meinem Fall selbstverständlich Felchen, bestimmt geht auch Pangasius, Goldbutt, alles was eher feinfleischig ist. Von Kabeljau beispielsweise würde ich eher absehen). Den Fisch (am besten gefroren) in Stücke schneiden und zusammen mit einem Eiweiss, einem Schuss Noilly Prat, etwa 80 Gramm Kräuter-Frischkäse und etwas Salz und Pfeffer pürieren. Die Masse in einen Plastikbeutel geben, eine Spitze abschneiden und beliebige Würstli auf einen ungelochten Steamer-Einsatz drücken. Eine Minute bei 95 Grad garen. Das optische Resultat wird je nach Grösse der abgeschnittenen Ecke, Geschick, Geduld und Konsistenz der Masse immer wieder etwas anders ausfallen.

DSC02287

Zugegeben, die Formen erinnern entfernt an etwas wenig Appetitliches. Aber wenn man diese Vorstellung mal weggesteckt hat, steht dem uneingeschränkten Genuss nichts mehr im Wege.

Hier übrigens noch der eingangs erwähnte Fisch-Würstli-Beitrag mit einem etwas anderen Rezept.

Beschildert geschildert (103)

2017-02-2

Im Zeitalter von Internet und Digitalisierung entbehrt dieser Spruch vielleicht einer gewissen Aktualität.

Andererseits ist das Handy ja auch nicht allzu gut geeignet, um den Hintern abzuwischen.

 

Vielen Dank für das Bild, Frau F.

Auf zu neuen Galaxien! (2)

Da stand er also nun, der Mensch, der die technischen Probleme an unserer Telefonleitung beheben sollte.

… wer nicht weiss, wieso dieses rettende Wesen vor unserer Haustüre stand, findet hier die Vorgeschichte…

Er stellte sich vor mit einem Namen, den es hierzulande bestimmt hunderttausendfach gibt. Seine prall gefüllte Tasche voller futuristisch anmutender Werkzeuge und Messinstrumente platzierte er auf dem Boden und machte sich sogleich ans Werk. Im Treppenhaus mass er die Telefonleitung am Hauptverteiler aus. In unserer Wohnung begutachtete er die Telefon-Steckdose, den Wohnungsverteiler, stellte ein paar Fragen und sein Verdacht erhärtete sich. Da gab es noch eine zweite, unbenutzte Telefon-Steckdose im Schlafzimmer, die auch mit Signalen aus der Leitung versorgt wurde. Die Störungen rührten mit ziemlicher Sicherheit daher, dass die Daten sich in dieser Verzweigung – ähm – sinnlos verausgabten, statt sich einzig auf den Router zu stürzen. So jedenfalls versuchte ich als Laie mir das geschilderte Problem vorzustellen.

Mit viel Kompetenz und Routine hängte der Techniker die Leitung ab und begann mit weiteren Messungen am Router. Dazwischen hatte er auch Zeit, unsere Fragen zu beantworten. “Telematiker” heisse sein Beruf. Das sei mittlerweile eine Lehre, er habe aber noch als Fernsehtechniker angefangen und sich umgeschult. Und so kamen wir fast zwangsläufig auf die guten alten Zeiten zu sprechen. Und die ganze Entwicklung, die seither ins Land gezogen ist. Mein innig geliebter Mitbewohner steuerte die eine oder andere Episode aus seiner beruflichen Laufbahn bei. So wie diese: Als sie in den Neunziger Jahren, zu dritt in einem Büro arbeiteten, wurden sie gefragt, ob sie zusammen einen PC wollten. “Wozu brauchen wir so etwas?” war die einhellige Antwort.

Von Schreibmaschinen mit einzeiligem Display war die Rede, von Telex mit Lochstreifen, Wandtelefonen, Nadeldruckern und weiteren Gerätschaften, die mittlerweile bestenfalls noch im Museum zu begutachten sind. Der gut dreissigjährige Mann in unserem Wohnzimmer konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass es früher mal Kassenzettel gab, auf denen nur die einzelnen Beträge aufgelistet waren. Dass die Kassiererin noch mühsam nach dem Preisschild suchen musste, um die Zahlen dann in ihrer Registrierkasse einzutippen.

Während der Mitbewohner und ich den geistigen Ausflug in die Vergangenheit unternahmen, werkelte der Techniker weiter an seinen Geräten rum, las Werte ab und nickte zufrieden. Keine dreissig Minuten seit seinem Eintreffen verkündete er feierlich: “So, jetzt müsste es wieder gehen. Schalten Sie doch bitte mal den Fernseher ein.” Ganz nebenbei begutachtete er unser Telefon. “Sie wissen schon, dass Sie das Telefon nicht mehr in den Router einstecken müssen, sondern dass das drahtlos geht. Sie bräuchten nur noch den Stromanschluss und hätten somit grössere Flexibilität, wo Sie die Ladestation aufstellen wollen. Soll ich Ihnen….”

Das war gut gemeint, aber das Telefon hatte in den letzten zweieinhalb Jahren, seit wir die Umstellung auf digital vollzogen hatten, tadellos funktioniert. Nein, er sollte nicht.

Spätestens als ich mit ungelenken Fingern auf dem Tablet eine Unterschrift leisten musste (“es muss Haut sein, Fingernagel geht nicht”), wurde mir klar, dass sich der Menschheit neue Technologien eröffnet haben, die für mich so weit entfernt sind wie fremde Galaxien. Was würde der kompetente, routinierte und im übrigen auch sympathische Mensch in unserem Wohnzimmer sagen, wenn er wüsste, dass ich zwei Tage später diesen Blogbeitrag auf einem sieben Jahre alten PC schriebe?

DSC09844

Nun wollt ihr sicher noch wissen, ob unser Fernseher wieder funktioniert. Nun, am Fernseh-Gerät hat es nie gelegen, sondern am Signal. Nach ersten Erkenntnissen hat die Umkablerei den gewünschten Erfolg gebracht. Den Vogel abgeschossen hat jedoch der technische Dienst von Sunrise, der sich, keine sechzig Minuten nachdem der kompetente, routinierte Techniker das Haus verlassen hatte, nach dem allgemeinen Wohlbefinden unseres TV-Pakets erkundigte. Wahrscheinlich hat Zeit in fernen Galaxien auch einen anderen Stellenwert.

Auf zu neuen Galaxien! (1)

Angefangen hatte alles mit einem verpixelten TV-Bildschirm. Mal waren es nur ein paar Chlötzli, immer häufiger aber war nicht nur das Bild nicht mehr zu erkennen, sondern auch der Ton kam abhanden. Abhilfe schaffen sollte – wie übrigens nicht zum ersten Mal im Zusammenhang mit diesem Produkt – die Helpline von Sunrise.

“Willkommen bei Sunrise. Für Deutsch drücken Sie eins.  …  Für Fragen zu Ihrer Rechnung drücken Sie   … Für alle übrigen Fragen…… Für Qualitätszwecke kann dieses Gespräch aufgezeichnet …” Man kennt das mittlerweile. Es nervt trotzdem.

Der nette Herr am anderen Ende des Telefons (eine wahrhaftige Stimme, ehrlich, und erst noch mit einem Namen, den man mit etwas sprachlichem Flair auf Anhieb versteht) versuchte, mit mir zusammen das Problem am Produkt “Digital-TV” zu lösen. Leider war die Linderung nicht von langer Dauer und ich wählte alsbald wieder die einschlägige Support-Nummer an. Diesmal meldete sich eine weibliche Stimme mit einem unaussprechlichen Namen. Ich verlangte, den netten Herrn mit dem einfachen Namen zu sprechen. “Wer soll das denn sein?” schnarrte es in Hochdeutsch vom anderen Ende der Leitung. Ich holte zu Erklärungen aus. Verständnisvolle Laute tönten aus dem Hörer. Diesen Herrn gab es wahrhaftig. Und er arbeitete in Zürich-Oerlikon. Ich erlaubte mir zwischendurch mal die Frage, wo die Dame, mit der ich gerade sprach, sich denn aufhielte. Bei der Antwort “Istanbul” wäre ich beinahe vom Stuhl gekippt. “Sie könnten aber ebenso gut im Kosovo oder in Berlin gelandet sein”, vervollständigte sie zu meiner immer grösser werdenden Verwirrung.

An dieser Stelle muss ich das Gespräch aus Gründen der Lesbarkeit dieses Blog etwas abkürzen. Nur noch so viel: Sie schickte dem netten Herrn in Oerlikon ein Mail, er möge sich bei mir melden. Das tat er auch noch gleichentags. Soviel zum Kundendienst von Sunrise. Ich bin mir zwar fast sicher, dass auch die Dame aus Istanbul mein Anliegen hätte entgegennehmen können. Schliesslich hatte ich Eins für Deutsch gedrückt. So nett der nette Herr aus Oerlikon auch war, er hatte mittlerweile seine technischen Möglichkeiten ausgeschöpft und sagte mir, er müsse das Problem weiterleiten. Die Firma Cablex werde sich mit mir in 24 bis 48 Stunden in Verbindung setzen.

Das tat sie schliesslich und wir vereinbarten für gestern einen Termin, an dem uns ein Techniker heimsuchen sollte. Zwischen 14.30 und 17.00 lautete die Vereinbarung. Kurz vor 17.00 erlaubte ich mir eine telefonische Rückfrage, ob mit dem Menschen noch zu rechnen sei. Doch, doch, beschied man mir am Telefon. Der Techniker sei noch bei einem anderen Kunden und werde dann als nächstes zu uns kommen. Mein innig geliebter Mitbewohner, seines Zeichens seit eh und je von kritischer Natur, wenn es um solche Aussagen geht, entspannte sich etwas. Kurz nach halb Sechs läutete es an der Türe. Ob unsere Rettung tatsächlich nahte…?

Fortsetzung folgt. HIER

DSC09844

Beschildert geschildert (102)

20170206_152519[1]

Was man da wohl mehr hört als beim ersten Mal, wenn man die defekte Klingel ein zweites Mal betätigt…?

Aber wie lautet der Werbespruch:

“Wie, wo, was weiss OBI”