Flohnmobil – im Alltag unterwegs

Reiseberichte und Anekdoten. Alltagskram im Lande Balkonien.

Der Berufswunsch

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Das Hasen-Massaker

An Schokolade fehlt es im Hause Flohnmobil nie. Schon gar nicht um und nach der Osterzeit.

Früher oder später muss man aber jedem Hasen an die Wäsche. Da führt kein Weg dran vorbei, denn die Viecher vergammeln zu lassen wäre ja auch nicht im Sinne des Erfinders.

Üblicherweise beisst man ihnen zuerst die Ohren ab und frisst sich dann systematisch nach unten durch. Wir hatten Mitleid mit dem armen Hasi und in einem akuten Anflug von Anteilnahme verschwand mein innig geliebter Mitbewohner kurzerhand im Keller und kam mit einem feinen Sägeblättchen zurück. Damit halbierte er sorgsam den einen Schoggi-Hasen und setzte den Rest wieder zurück ins Hasen-Rudel.

Einmal mehr bin ich platt ab dem handwerklichen Geschick meines Mitbewohners. Und so eine Hasenbüste finde ich irgendwie – humaner.

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Aus dem Osterhasen-Unterleib wurde übrigens Schoggi-Creme. Und wie geht’s euren Osterhasen so?

Teures Eis

Wer in Alaska unterwegs ist, oder gar wie wir seinerzeit durch ganz Kanada nach Alaska und wieder zurück fährt, kommt ohne sie nicht aus. Sie war und ist die Bibel jedes Reisenden, dick wie ein Telefonbuch, ebenso schwer und grundsätzlich etwas unhandlich. Milepost heisst das jährlich aktualisierte Werk, das es im Jahr 2000 noch nicht online gab.

In der Milepost sind sämtliche Strassen nach und in Alaska aufgelistet. Meile für Meile. Jede Attraktivität am Strassenrand, jeder Abfallbehälter ist aufgeführt. Und glaubt mir, wenn man über hunderte von Kilometern, pardon Meilen, rechts und links der Strasse einfach nur Bäumchen sieht, die auf dem Weg nach Alaska immer kleiner werden und im Retourweg wieder allmählich grösser wachsen, stattet man jeder verwahrlosten Sehenswürdigkeit einen Besuch ab.

Ein flüchtiger Blick in die Milepost kündigte uns seinerzeit an, dass da bald wieder eine dieser oftmals etwas fraglichen Sehenswürdigkeiten am Wegesrand sein würde. Ein Gletscher. Na wieso denn nicht? Für eine Abwechslung allemal gut, zumal auch touristische Infrastruktur vorhanden zu sein schien und einer Tasse Kaffee und Kuchen waren mein innig geliebter Mitreisender und ich noch nie abgeneigt (nach mehr als 16 Monaten Reise in den USA hatten wir uns längst an amerikanischen Kaffee gewöhnt bzw. uns damit abgefunden…).

Ich war kurz davor, den Mitreisenden auf die Zufahrtstrasse zu manövrieren, da las ich ganz am Ende des Milepost Eintrags etwas von “Entrance Fee”. Nein, entschied ich kurzerhand, so weit runter geschneit hatte es noch nicht. Wo kämen wir denn da hin, für den Anblick eines Gletschers zu bezahlen? Das können meinetwegen die Amis machen, aber nicht wir. Bewohner eines Alpenlands. Stolze Eidgenossen mit ihren Bergen und dem ewigen Eis. Nein, Gletscher gibt’s bei uns gratis.

Wir fuhren weiter und begnügten uns mit dem Anblick aus der Ferne und der Gewissheit, dass es auch in Alaska gratis Gletscher zu sehen gab. Schönere und mächtigere als denjenigen, welchen wir gerade verschmäht hatten.

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Der Aletschgletscher, mit 23 Kilometern der längste Gletscher der Alpen.

Gustave, le Veston

Mir geistert da so ein Begriff im Kopf rum, den ich nicht mehr loswerde. Erstaunlicherweise kann ausser mir und meiner Mutter niemand etwas damit anfangen. Noch nicht mal mein innig geliebter Mitbewohner, der normalerweise mit alten bzw. veralteten Dialekt-Ausdrücken gut sortiert ist.

Tschoopehof Gusti

So nannten wir früher einen Menschen, vorwiegend männlichen Geschlechts, der nicht ganz dem gängigen Modell “Mann” entsprach. Häufig in Sachen Intelligenz, Schlauheit, aber auch in Bezug auf seine Ansichten, sein Äusseres oder seine Gewohnheiten. Er kommt daher wie ein Tschoopehof Gusti, würde ich vielleicht über jemanden sagen, der ausgelatschte Schuhe trägt, ein schräg geknöpftes Hemd oder eine Hose, deren Farbe man nicht mal mehr erraten kann.

Wie setzt sich der Begriff zusammen? Ein “Tschoope” ist eine Jacke, ein Veston, ein Jacket. Der Gusti ist die schweizerdeutsche Version von Gustav.

Es ist mir bewusst, dass ich mit diesem saloppen Ausdruck viele Vorurteile verbinde. Dennoch unternehme ich hier einen zaghaften Versuch, seinem Ursprung auf die Spur zu kommen.

Kann mir jemand dabei helfen? Verwendet ihr vielleicht einen ähnlichen Begriff?

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Jedem Vehikel seinen standesgemässen Parkplatz.

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Seid ihr auch auf Schilder gestossen, die lustig, schräg, originell, absurd, oberkorrekt oder bünzlig sind?

Schickt sie mir! Ich werde sie hier im Flohnmobil veröffentlichen.

Des Rätsels Lösung

Kürzlich habe ich hier im Blog die Frage gestellt, das für ein Ding ist.

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Meine Leser haben mir diverse Lösungsvorschläge unterbreitet. Sie reichten von Folterinstrument über  Eierquetsche, Füsschen bis hin zu Schraubzwinge. Ganz unrecht hatte wohl niemand, denn ich kann mir durchaus vorstellen, dass das rätselhafte Konstrukt all diese Erwartungen erfüllen könnte. Etwas richtiger lagen all jene, die dem 450 Gramm schweren Teil Qualitäten als Nussknacker zumuteten.

Tatsächlich handelt es sich hier um einen Nussknacker. Aber nicht irgendein Nussknacker, sondern um ein B.O.N.K. – Bart’s Original Nut Kracker. Mit ihm knackt man Macadamias, die härtesten Nüsse der Welt.

Mit einem normalen Nussknacker, das merkten wir schnell, ist diesen wohlschmeckenden, in Australien beheimateten Nüssen nämlich nicht beizukommen. Bevor wir uns dort einen B.O.N.K. anschafften, improvisierten wir mit Rohrzange und Hammer. Was vor allem der Untergrund nicht immer zu schätzen wusste.

Mein Entzücken war gross, als wir in Norden von New South Wales auf Macadamia-Bäume stiessen.

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Und die Nüsse waren reif. Wir lasen einige zusammen und konnten unseren B.O.N.K. einsetzen.

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Macadamias werden bei uns fast nur geschält angeboten. Deshalb ist unser Nussknacker, den wir als Souvenir mit heim genommen haben, seit Jahren arbeitslos, auch wenn gerade in diesen Wochen in Australien die Nüsse reif wären. Schliesslich gibt sich ein B.O.N.K. nicht mit hundskommunen Haselnüssen ab.

Bauernregel (3)

Ist Ostern vorbei.

nimmt sich Frau Holle frei.

Und Petrus beschäftigt die Frage:

Wie komme ich zu meiner Schlechtwetter-Zulage?

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Rätselhaftes

Heute für einmal ein Rätsel.

Ein ganz einfaches.

Ich will bloss von euch wissen:

Was ist das?

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Der Dichtestress…

… macht auch vor dem Osterhasen nicht Halt.

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Trotzdem wage ich momentan lieber einen Blick in die Guezlibüchs als aus dem Fenster.

Euch allen schöne Ostern!

Ferienparadies Pfefferland

Okay Petrus, du hast heute bewiesen, dass du über Fantasie verfügst. Wir müssen deinen 1.-April-Scherz ja nicht unbedingt lustig finden.

Aber jetzt reicht’s! Schick diese renitente Frau Holle gefälligst in die Ferien.

Am liebsten dorthin wo der Pfeffer wächst.

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