Flohnmobil – im Alltag unterwegs

Reiseberichte und Anekdoten. Alltagskram im Lande Balkonien.

Renovierungs-Arbeiten

 

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Maria lässt es krachen

Kirchliche Feiertage verfehlen heutzutage meist ihre eigentliche Bestimmung. Vielmehr mutieren die zusätzlichen Feiertage zu allerlei Aktivitäten. Sei es zum Einkaufen in Regionen, wo kein Feiertag ist. Sei es zum Verreisen oder Sport treiben.

Den heutigen Feiertag – Maria Empfängnis – gibt es nur in katholischen Gegenden. Bis vor wenigen Jahren kannte ich ihn nicht mal, sah vielleicht einen Eintrag im Kalender, der mich ohnehin nicht betraf.

Ich konnte mich aber davon überzeugen, dass Maria die Katholiken es heute ganz schön haben krachen lassen. So ein zusätzlicher Freitag mitten in der vorweihnachtlichen Hektik kommt manchem wie gerufen.

Wer von euch hat heute frei? Und was habt ihr mit den 24 Stunden Auszeit angefangen?

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Von einer Sekunde auf die andere

Nicht jede Veränderung im Leben kündigt sich lange im voraus an. Manchmal steht das Leben von einer Sekunde auf die andere Kopf. Ein Anruf genügt. Oder ein Schritt in die falsche Richtung.

Meine Freundin Gabi ist beim Skifahren unglücklich gestürzt. Blöde Formulierung – ist schon jemals jemand “glücklich” gestürzt? Nun muss sie mit einem gebrochenen Becken 3 Wochen im Spital liegen. Die Skisaison ist vorbei, bevor sie recht angefangen hat.

Liebe Gabi, ich wünsche dir gute Besserung.

Und allen Skifahrern einen gesunden, unfallfreien Winter. Und viel, viel Schnee!!!

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Samichlaus im Wandel der Zeit

De Samichlaus staat uf de Piste
Und nüelet verzwieflet in ere Chiste.

Er suecht dringend no en guete Vers.
Öppis über liebi Lüüt – das wär’s.

Aber als ob das nid scho unrealistisch gnueg wär,
Macht ihm au no es Hüeneraug s’Läbe schwär.

Er schüttlet resigniert de Chopf
Und findet, er seig gar en arme Tropf.

Er befürchtet, er seig langsam es Uuslauf-Modäll,
Die Wält dreit sich für ihn eifach z’schnäll.

Und statt vo Tür zu Tür zieh und d’Goofe verschrecke,
Tuet er drum für das Jahr es Alternativprogramm ushecke.

Die Läbchueche und Manderindli frisst er ganz allei,
Und gaht mit zümftigem Ranze-Pfieffe wieder hei.

Ähnliches Foto

Gefällt euch dieser Samichlaus-Vers? Es gibt noch mehr davon. Seit Bestehen des Flohnmobils gab’s alle Jahre einen von mir gedichteten Vers. Die gesamte Litanei ist unter diesem Link zu finden.

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Frei nach dem Motto:

Kann ich meine Grossmutter an Zahlung geben?

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Im Advents-(Über)Fluss

Die Reaktionen auf meinen letzten Blog-Beitrag waren – na wie waren sei eigentlich? – ziemlich ambivalent. Sie reichten von Verstand anzweifelndem Gedankengut über ironisches Zuzwinkern bis zu Schenkelklopfen. Eine Nachbarin stand sogar vor unserer Türe und wollte mit sorgenvollem Blick wissen, ob es uns gut gehe.

Diese Frage sei wie folgt beantwortet: Danke, es geht uns gut, jedenfalls den Umständen entsprechend. Mein innig geliebter Mitbewohner und ich können nämlich der ganzen Adventszeit nicht viel Positives abgewinnen. Dem ganzen Kommerz, der damit einher gehenden Hektik, der– sorry – Fresserei und allem was unter dem Label “Besinnung” geheuchelt wird, können wir nicht viel abgewinnen.

Ich war gestern Abend in Zürich. Die Stadt erstrahlt in vorweihnachtlichem Glanz. Die einzelnen Dekorationselemente mögen schön sein, aber die schiere Masse an Lichtern, Kränzen, leuchtenden Rentieren und Tannenbäumen aller Art ist letztlich des Guten zu viel. Jedes Quartier scheint seinen eigenen Weihnachts-Markt abzuhalten. Wer kauft denn das alles?

Mit diesem Abend in der Stadt ist mein Bedarf an vorweihnachtlicher Stimmung grundsätzlich wieder weit über das Jahresende hinaus gedeckt. Sollte ich trotzdem nochmals in einen Christchindli-Märt hinein geraten, gibt es notfalls statt Glühwein ja noch so etwas:

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PS: Es hat nicht ernsthaft jemand damit gerechnet, dass ich bis am 24. Dezember keinen einzigen Beitrag mehr veröffentlichen werde???

Gewinnbringende Blog-Pause

Sorry, die nächsten 24 Tage gibt es hier keine neuen Blog-Beiträge mehr zu lesen.

Das findet ihr schade? Ich auch! Aber ich kann zumindest mit einer plausiblen Erklärung aufwarten. 

Ich bin nämlich schwer beschäftigt, richtiggehend unabkömmlich. Ich muss an derart vielen digitalen Advents-Kalendern jeden Tag ein Türchen öffnen, dass zum Bloggen beim allerbesten Willen keine Zeit bleibt. 

Schliesslich will ich mir all die in Aussicht gestellten Gewinne nicht entgegen lassen. Das versteht ihr doch sicher, oder?

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Andere Länder – andere Sitten (3)

Ach ist das Dach schön grün!

Der Norweger tickt in mancherlei Hinsicht anders als ein Mitteleuropäer. Was uns verweichlichten Schweizern beim Reisen besonders aufgefallen ist, ist die Einstellung der Wikinger gegenüber dem Wetter und den damit einhergehenden Temperaturen. Wenn unsereins schlotternd nach einem Pulli gegriffen hat, ist es dem Norweger gerade erst so richtig warm ums Herz geworden. An Kälte kann man sich vermutlich wirklich gewöhnen. Und wenn es in Norwegen über 20 Grad warm ist im Sommer, muss sich das für die Einheimischen anfühlen wie für uns 30 Grad.

Was mir auch aufgefallen ist, ist der Hang der Norweger, ihre Dächer zu begrünen. Das können private Wohnhäuser sein, Bedachungen von Bushaltestellen oder wie hier einfach nur ein original norwegischer Picknick-Tisch, den ich auf den Lofoten fotografiert habe.

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Grössere begrünte Dächer können dann etwa so ausschauen, wie dieses Dach eines Besucherzentrums.

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Und nebst dem Grünzeug befanden sich diese beiden (nicht ausgestopften!!!) Ziegen auf dem Dach. Ein Zaun erübrigte sich.

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Raclette Chinoise

Man würde es nicht glauben, aber so ein Raclette ist eine höchst gefährliche, oberkomplexe Angelegenheit. Von wegen nur Käse und Kartoffeln! Wie mir erst kürzlich bewusst wurde, schwebt man bei diesem urgemütlichen Essen ständig in Gefahr!

Stellt euch vor, die Grillplatte wird heiss!!!

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Auch die Pfännchen – ich bin platt – werden heiss. Sehr heiss sogar.

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Und das Erstaunlichste: Selbst die Heizung wird etwas heiss.

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Unsere Neuanschaffung strotzt regelrecht vor Gefahrenherden.

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Unser altes SIGG-Öfeli hat ausgedient. Eigentlich sollte ich es als Rarität behalten, denn es wurde in der Schweiz produziert. Vor mehr als drei Jahrzehnten.

Das neue Raclette-Öfeli stammt aus China. Ob die Chinesli auch nur den leisesten Schimmer einer Ahnung haben, was sie da zusammengebaut haben?

Das Advents-Rätsel

Es waren einmal ein perfekter Mann und eine perfekte Frau. Sie begegneten sich, und da ihre Beziehung perfekt war, heirateten sie. Die Hochzeit war einfach perfekt. Und ihr gemeinsames Leben war selbstverständlich ebenso perfekt.

An einem verschneiten, stürmischen Weihnachtsabend fuhr dieses perfekte Paar eine kurvenreiche Strasse entlang, als es am Strassenrand jemanden bemerkte, der offenbar eine Panne hatte.

Da sie das perfekte Paar waren, hielten sie an, um zu helfen. Es war der Weihnachtsmann mit einem riesigen Sack voller Geschenke. Da sie die vielen Kinder am Weihnachtsabend nicht enttäuschen wollten, lud das perfekte Paar den Weihnachtsmann mitsamt seiner Geschenke in sein Auto. Und bald waren sie daran, die Geschenke zu verteilen. Unglücklicherweise verschlechterten sich die ohnehin schon prekären Strassenbedingungen, und schliesslich hatten sie einen Unfall.

Nur einer der drei überlebte. Wer war es?

Erst überlegen und dann nach unten scrollen!

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Es war die perfekte Frau. Sie war die einzige, die überhaupt existiert hatte. Wie jeder weiss, gibt es keinen Weihnachtsmann. Und erst recht keinen perfekten Mann.

Für Frauen endet die Geschichte hier. Männer dürfen weiter lesen und nach unten scrollen.

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Wenn es also keinen Weihnachtsmann und keinen perfekten Mann gibt, muss die perfekte Frau am Steuer gesessen haben. Das dürfte die Erklärung sein, warum es einen Unfall gegeben hat.

Wenn du übrigens eine Frau bist und dies liest (obwohl du schon oben aufhören solltest weiter zu lesen), wird dadurch noch etwas bewiesen: Frauen tun nie das, was man ihnen sagt.

Trotzdem oder gerade deswegen: Schöne Adventszeit!

PS: Die Adventsgeschichte stammt nicht aus meiner Feder, da war der Osterhase am Werk.