Flohnmobil – im Alltag unterwegs

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Schlagwort-Archiv: Kürbis

Kanadische Pizza

Pizza, Pesto, Gorgonzola und Kürbis – alles unter einer Haube bzw. auf dem gleichen Blech? Mich hat das Rezept aus dem Trüffelschwein mit seinen unorthodoxen Zutaten ausgesprochen angesprochen.

Ich verzichte hier darauf, die einzelnen Schritte aufzuzeigen; sie sind im Blog des Trüffelschweins perfekt wiedergegeben. Allerdings würde ich das nächste Mal den Boden etwas weniger lang backen. Nach 20 plus 4 Minuten Backzeit war er doch etwas gar knusprig.

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Auch mein innig geliebter Mitbewohner liess sich – mutmasslich, weil er diesen Herbst noch nicht allzu oft Kürbis vorgesetzt erhalten hat – zu einem kleinen Begeisterungssturm über das gestrige Nachtessen hinreissen. Das hat wohl nicht zuletzt damit zu tun, dass ich Trüffelschweins Tipp mit dem Rohschinken beherzigt habe.

Wenn man einen fertig ausgerollten Pizzateig und Pesto aus dem Supermarkt statt vom eigenen Basilikum-Strauch verwendet, ist diese Kürbis-Pizza ein originelles, schnelles Essen. Den Ahorn-Sirup kann man schlimmstenfalls durch Honig ersetzen. Die süsse Komponente ganz wegzulassen wäre eine Sünde!

Hier geht es schnurstracks zum Rezept.

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Kürbis bis zum bitteren Ende

Eines gleich vorneweg: Meine Gäste waren sehr angetan vom gestrigen Menu. Genau genommen waren zwar nicht die Gäste die Gäste, sondern der mein innig geliebter Mitbewohner und ich. Aber das ist ein Detail des mütterlichen Haushalts.

Auf ausdrücklichen Wunsch von Anita folgt nun das genaue Rezept. Wer, wie beispielsweise Elli, den Anblick eines Kürbisses nicht erträgt, wende sich bitte einem anderen Blog-Beitrag zu. Dieser hier hat garantiert nichts mit Gemüse zu tun.

Von einem ca. 3 kg schweren Kürbis (ich habe Muscade de Provence genommen und mein Kürbis war über 4 Kilo schwer) einen Deckel ausschneiden und beiseite stellen. Kerne, schwammiges Inneres samt etwas Fruchtfleisch auslösen.

250 g Weissbrot in Würfel schneiden, rösten.
Ausgehölten Kürbis mit dem Brot, 300 geriebenem Käse und 400 g Crème fraîche füllen. Wer’s schlank mag, ersetzt einen Teil der Crème fraîche durch Milch.


Deckel wieder aufsetzten, Kürbis in Alufolie wickeln und für ca. 2 Stunden im 175 Grad heissen Backofen garen.

Zum Servieren Folie und Deckeln entfernen. Kürbisfleisch mit einer Schöpfkelle ablösen und zusammen mit der Brot-Käse-Masse auf Teller verteilen und mit reichlich frisch gemahlenem Pfeffer bestreuen.


En Guete!

In der Regel bleibt einiges an Kürbismasse übrig. Dieses sieht aus wie Rüeblisalat und kann nochmals erwärmt werden als Gemüse-Beilage.

Wie im letzten Blog-Beitrag erwähnt, ist dieses Menü im Zweipersonenhaushalt nicht zu bewältigen!!!

Wer nicht zwei Stunden vor dem Backofen ausharren will, kann die Zeit beispielsweise damit verbringen, dieses wirklich leckere Dessert zuzubereiten. Uns hat’s geschmeckt. Bis zum Ende.

Die orange-grüne Genussbombe

Er ist gross, rundlich, grün-orange und dort wo steht, was man mit ihm machen soll, sieht es ziemlich benutzt aus. Ich koche zwar längst nicht immer nach Rezept, aber doch immer wieder. Das Rezept, das als nächstes ansteht, ist denkbar einfach.

Man höhle einen Kürbis aus, fülle ihn mit einer Mischung aus geröstetem Brot, Sauerrahm und Käse, packe ihn in Alufolie und stecke die Bombe für etwa zwei Stunden in den Backofen.

Fertig. Man serviert die Füllung, die entfernt an Käse-Fondue erinnert, zusammen mit etwas Kürbis, der in der Zwischenzeit weich geworden ist.

Ich habe Kürbis auf diese Art zubereitet wahnsinnig gern. Leider handelt es sich hier um ein Rezept, das im Zweipersonenhaushalt nicht gewältigen lässt, es sei denn, man habe Ambitionen, noch tagelang Kürbis zu essen.

Also kann ich den Kürbis nur auf diese Art zubereiten, wenn mehr Leute am Tisch sitzen. Und auch wenn ich bis Anhin mit diesem Rezept (nach entsprechender Präparierung der Gäste) immer einigermassen gut angekommen bin, so wage ich es doch nicht, den orange-grünen Bomber den gleichen Leuten ein zweites Mal zu servieren. Auch wenn Jahre dazwischen liegen.

Fazit: Mir drohen langsam die Gäste auszugehen.

Kürbis verleiht Flügel

Mein innig geliebter Mitbewohner und ich wussten nicht, ob und wie weit die alljährliche Kürbis-Ausstellung der gewieften Jucker-Brüder schon gediehen war. Als wir uns auf unserem Spaziergang dem Erlebnis-Bauernhof näherten, wurde schnell klar: Die Kürbisse sind da. Buchstäblich gelandet, heisst doch das diesjährige Motto „Kürbis verleiht Flügel“. Vom Flugzeug über einen Schmetterling zum Adler und den musikalischen Flügel präsentieren sich all die Skulpturen ganz aus Kürbissen.

Diese Gebilde schaffen es, zwei meiner kulinarischen Vorlieben zu vereinen: Kürbis und Pilze. Dass dabei der Mitbewohner auch noch ein klein wenig im Bild steht, macht es eigentlich erst recht perfekt.

Zu den Pilzen – Fliegenpilze, falls ihr es nicht bemerkt hättet – wird folgende Erklärung zum Besten gegeben:

Der Name kommt von seiner Verwendung als Fliegenfalle. In kleine Stücke geschnitten und mit gezuckerter Milch aufgekocht, wurde die „Suppe“ in fliegenreichen Räumen aufgestellt, um die Fliegen zu vergiften oder sie zumindest zu betäuben und dann leichter zu erwischen.

Wenn dem so ist, meinetwegen. Wenn nicht, ist es immerhin gut erfunden.

Bomben-Alarm!


Da schlägt mein Herz höher!

Ein ganzes Feld voller Kürbisse.

Kürbisse soweit das Auge reicht.

Muscade de Provence – was denn sonst?

Dreifacher Bomber

Ich hätte ja zu gerne gewusst, was aus diesem Dreifach-Kürbis wird.

Wenn der bis zum Schluss durchhält – mein lieber Schwan!

Die Kürbis-Kur

Kürbisse kann man wochenlang aufbewahren. Dürfen sie an einem kühlen Plätzchen ruhen, bleiben sie sogar über Monate hinweg frisch. Sobald man sie aber anschneidet, ist es um ihre Haltbarkeit geschehen. Was man nicht verwerten kann, muss in den Kühlschrank und in den nächsten paar Tagen aufgebraucht werden. Nichts einfacher als das, so ein 10-Kilo-Brummer passt schliesslich locker in jeden handelsüblichen Frigo. Zwei, drei Gitter rausnehmen und die Sache ist geritzt.

Ich stand kürzlich selber vor einem akuten Kürbis-Verwertungs-Problem. Nachdem ich gut ein Viertel des Kürbisses süss/sauer eingelegt hatte, klapperte ich die halbe Nachbarschaft ab, erhielt aber einen Korb am anderen. Unfair, schliesslich hätte ich die Kürbisschnitze gratis abgegeben. So musste ich mir halt überlegen, ob ich den restlichen Kürbis

a) direkt kompostieren sollte
b) die nächsten 14 Tage Kürbisgerichte auftischen sollte
c) drei Viertel des Kürbisses in den Zürcher Zoo bringen sollte, damit Maxi wieder mal etwas anderes als Randen zu fressen hat.

Als kostenbewusste Hausfrau entschied ich mich selbstverständlich für Variante b). Seither essen mein innig geliebter Mitbewohner und ich mindestens 3 x täglich Kürbis. Als Kürbiskonfitüre, Kürbisgugelhopf, Kürbis-Kartoffelpüree, Kürbissoufflé, Kürbisbrot, Kürbissuppe, Kürbisalat und Kürbiseintopf.

Und weil der Kürbis soooo gross war, musste ich nach weiteren Verwertungsmöglichkeiten suchen. Wir waschen nun die Haare mit Pumpkinbeauty, putzen die Zähne mit Dent-o-Kürbis, schmieren uns Kürbismasken ins Gesicht und baden unsere Füsse in Kürbislauge.

Irgendwann wird das Unding sicher aufgebraucht sein. Hoffentlich bevor wir ganz entstellt sind.

Hallo-was?

Müssen wir denn immer jeden Scheiss von den Amerikanern übernehmen?

Ich mag Kürbis sehr – am liebsten im Teller. Aber dieses Monster, das in einem Garten im Nachbardorf steht,  finde ich trotz ausgeprägter Halloween-Abneigung sehr gelungen.

Das Beratungsgespräch

Wie aus dem Nichts tauchen sie im Herbst wieder an allen Ecken auf, diese Stände voller Kürbisse. Kleine Grüne, kugelrunde Orangefarbene, lange Gelbe und unförmige Gesprenkelte. Ich esse für mein Leben gern Kürbis in ganz verschiedenen Variationen, deshalb war der Mann, der etwas hilflos vor der farbenprächtigen Auswahl stand, bei mir an der richtigen Adresse.

Der Ärmste war losgeschickt worden, um einen Kürbis zu kaufen. Seine Frau habe plötzlich den Furz gehabt, sie wolle eine Kürbissuppe machen. „Ich habe keinen blassen Dunst, welches dieser Dinger ich heimbringen muss“, gestand er. Das rief nach Hilfe und weiteren Abklärungen meinerseits.

„Wie gross muss der Kürbis denn sein?“
„Wenn ich das wüsste“, seufzte er, „die Suppe muss für acht Personen reichen.“

Wir kamen der Sache allmählich näher. Ich konnte mir die Bemerkung nicht verkneifen, dass es nicht nur auf den passenden Kürbis ankomme, sondern auch auf die Kochkünste seiner Frau. Und dann setzte ich an und überschüttete den jungen Mann gänzlich mit meinem Kürbis-Wissen.

„Wenn Sie diesen nehmen – das ist ein ganz Feiner und mein persönlicher Favorit – der hat ein leicht nussiges Aroma.“ Mein Vis-à-vis nickte, als hätte es gar nichts anderes erwartet.

„Oder den dort hinten. Mit dem haben Sie am wenigsten Abfall, denn der hat nur ganz wenig Kerne und faseriges Inneres.“
„Aha.“

„Oder schauen Sie mal, der dort! Der ist so gross, da könnte Ihre Frau aus der zweiten Hälfte glattweg noch einen Kuchen backen.“

Ich war derart in mein Beratungsgespräch vertieft, dass ich gar nicht merkte, dass der Mann meine Begeisterung für Kürbisse nur marginal teilte. „Machen wir es anders“, seufzte er schliesslich, „wenn Sie einen Kürbis für Suppe bräuchten, welchen würden Sie denn nehmen?“

Nach einem weiteren Blick auf den farbenfrohen Haufen streckte ich mich aus und fischte einen Kürbis aus einer Kiste. „Diesen hier.“ Zufrieden und sichtlich erlöst nahm der Mann die gemüsige Kugel entgegen, bedankte sich für meine Beratung, warf das Geld in die Kasse und bevor ich ihm noch weitere Ausführungen über die Vor- und Nachteile diverser Kürbisse erzählen konnte, fuhr er von dannen.

Ich stand dort und schaute ihm nach. Bis heute habe ich nicht herausgefunden, ob aus dem Kürbis eine anständige Suppe geworden ist.