Flohnmobil – im Alltag unterwegs

Reiseberichte und Anekdoten. Alltagskram im Lande Balkonien.

Makaber

Makaber ist,

wenn man die Wäsche seines Mannes bügelt,

während am Radio

Knockin’ on Heaven’s Door

gespielt wird.

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Wie sehr wünschte ich mir,

dieses Ereignis wäre nur meiner Fantasie entsprungen.

Hat mich ganz schön durchgeschüttelt.

Zu heiss?

Zu heiss?

Schmort ihr im eigenen Saft?

Euch kann geholfen werden.

Bitteschön:

 

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Champagner auf Eis…

… ähm Schnee.

Schon der Gedanke ist erfrischend, nicht?

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Nach Zehennägel schneiden in der S-Bahn,

Schminken im Tram und

Haare kämmen an der Postauto-Haltestelle nun auch noch das:

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Hängt seit neustem am Eingang zur Dusche in unserem Fitness-Club.

Bei aller Unverkrampftheit, aber es gibt doch einfach Angelegenheiten, die in die eigenen vier Wände gehören. Zumal es im Fitness-Club offenbar nicht beim Enthaaren nur der Beine blieb.

Oh Mamma mia!

Ist es nicht wahnsinnig, was so ein Kaktus hervorzubringen vermag?

Gestern waren es noch drei Blüten und heute – trotz ausgiebiger Beduschung über Nacht – haben sich fast zwanzig Blüten geöffnet. Der pure Wahnsinn! Und alles an einem einzigen, kaum faustgrossen Kaktus.

Diese Mammillaria longimamma macht mir wirklich Freude.

Vor drei Wochen sah der Kaktus übrigens noch wesentlich unspektakulärer aus (guckt hier). Aber er hat meine grossen Erwartungen nicht enttäuscht.   

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Verordnete Lebensfreude

Sie muss es mir irgendwie angesehen haben, die Dame hinter der Migros-Kasse, als sie mich so grosszügig mit Müsterli eindeckte. “Lebensfreue” stand da drauf. Inhalt: Eine Tüte voll Sonnenschein. Die Migros-Frau deckte mich gleich mit vierfacher Lebensfreude ein, die in der Form eines Duschmittels von Kneipp daherkommen sollte.

Da mir derzeit zwar die Lebensfreude etwas abhanden gekommen ist, ich mich aber dennoch ab und zu veranlasst sehe, unter die Dusche zu stehen, probierte ich das Zeugs aus. Um es kurz zu machen: Von den Versprechungen auf der Broschüre trat erwartungsgemäss weder “Zaubert dir ein Lächeln ins Gesicht” noch “Vorsicht, macht süchtig” ein. Selbst die Prophezeiung “Was Pessimisten zu Optimisten mach: ihr Duschgel” würde ich jetzt für mich nicht zwingend verbuchen. Allenfalls die “Spritzige Stimmung unter der Dusche” ward wahr.

Dennoch schaute ich mir das Broschürchen, in dem das Müsterchen eingeklebt war, etwas genauer an und musste resigniert feststellen, dass ich den Termin für den Wettbewerb verpasst hatte. Als Hauptpreis hätte es ein Verwöhn-Wochenende für 2 Personen im 7132 Hotel in Vals im Wert von 2’000 Franken gegeben.

Leider entzieht es sich meiner Kenntnis und auch meinen Fähigkeiten, wie man an einem einzigen Wochenende derart viel Geld ausgeben kann. Ausserdem hege ich den Verdacht, dass damit wohl kaum restlos alle anfallenden Kosten gedeckt wären. Bestimmt müssten die Getränke extra berappt werden. Und das wird hierzulande bekanntlich recht teuer. Sieht man mal davon ab, dass es in den thermalen Fluten Valser Wasser à discrétion gäbe.

Leider ein sehr ungelungenes Beispiel helvetischer Preisgestaltung: die Eintrittspreise der Therme Vals. Wer geht schon für 80 Franken am Tag baden?

Teurer Schläckstängel

Nichtsahnend löste ich unlängst ein neues Rezept in der Apotheke ein. Der jüngste Geniestreich der Onkologin wurde mir in Form mehrerer Schachteln über die Theke gereicht. Damit war für mich die Sache erledigt, rechnet doch die Apotheke mit der Krankenkasse direkt ab.

Daheim verlas ich die Medikamente. Das neue Schmerzmittel, das uns die Ärztin als eine Art Lolipop beschrieben hatte, kostete…

… da es hätte mich doch beinahe vom Hocker gehauen! Es kostete fast 400 Franken! Bei 30 Lolipops! Die nur gerade je zwei Stunden lang wirken!

Bildergebnis für lolipop

Wahrhaft teure Schläckstängel. Und ausdrücklich nicht die, die hier abgebildet sind.

 

Mutter Natur auf Abwegen (15)

An Tagen wie diesen muss ich auch an kleinen Dingen Freude haben (können).

Ich fand es gar entzückend, dass sich mein Basilikum zu einer derart herzigen Wuchsform entschied.

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Und servierte diesen Ausrutscher der Natur dem Menschen,
dem meine uneingeschränkte Liebe gilt.

Immer zur Unzeit

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In den letzten Wochen und Monaten hat sich mein Mann eine Unsitte angeeignet. Man könnte es ebenso Ärgernis nennen, meinetwegen auch Unpässlichkeit, in Tat und Wahrheit aber einfach nur Zufall.

Wie auch immer, er hat den Dreh raus. All die mehr oder mitunter auch weniger gravierenden medizinischen Notfälle, die sich in jüngster Vergangenheit ereigneten, hielten sich strikt ans gleiche Schema und hatten am Wochenende ihren Auftritt. Frühestens am Freitagabend nach Sonnenuntergang. Das jüngste Beispiel:

Mein Mann ist daran, sich die Zähne zu putzen. Unmutige Laute erreichen meine Ohren. Gibt es einen Grund, nicht mit dem Schlimmsten zu rechnen, wirbelt es durch meine Hirnwindungen, während ich die wenigen Meter bis zum Bad hinter mich bringe. Mit spitzen Fingern hält mir mein Mann ein kleines Stück Zahn entgegen, das ihm aus einer Krone herausgebrochen ist. Sauberer Schnitt – die Schaufel ist horizontal in der Hälfte abgebrochen. Da es dahinter eine Metallplatte hat, sieht mein Mann, so er sich denn unter den gegebenen Umständen zu einem Lächeln durchringen kann, aus, wie der kleine Bruder des Bösewichts aus dem 007-Streifen “Der Spion, der mich liebte”.

Das Ganze wäre vielleicht nicht ganz so schlimm, würden wir nicht morgen den Geburtstag meines Mannes im Rahmen einer kleinen Familienzusammenkunft feiern und wäre es nicht !!! Freitagabend !!!

Der Notfall-Zahnarzt zeigt sich am anderen Morgen wenig erfreut über meinen Anruf, findet gar, das sei kein Notfall. Doch ich lasse mich nicht beeindrucken und wir erhalten innert nützlicher Frist einen Termin. In der extra wegen uns geöffneten Praxis wird das Zahn-Fragment begutachtet, vor- und aufbereitet und schliesslich fachgerecht wieder hingepappt. Kostenpunkt: 329 Franken und 20 Rappen.

Wäre alles nicht nötig gewesen, hätte der Zahn mit unserem Sekundenkleber gehalten.

Kein Grund zum Feiern

Am 3. Juni 1998 haben mein Mann und ich geheiratet.

In Feierstimmung ist heute niemand. Und wohl gerade deswegen habe ich mich über diesen Blumengruss von lieben Freunden so riesig gefreut.

Herzlichen Dank an Herrn und Frau F.

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Familienzuwachs

Im Bemühen, wieder mal einen Hauch von Normalität durch meinen Alltag wehen zu lassen, habe ich mich letzthin etwas intensiver mit meiner bescheidenen Kakteen-Sammlung beschäftigt.

Nachdem mir im vergangenen Winter zwei Kakteen eingegangen waren (darunter bedauernswerterweise der weitgereiste Känguru-Kaktus), wollte ich wieder etwas frisches Blut in die Kakteen-Vereinigung bringen. Und für solche Zwecke gibt es in meiner Gegend nur eine Adresse: Ha-Ka-Flor in Sirnach.

Überwältigend, was dort in den Treibhäusern wächst und zum Verkauf angeboten wird! Ich habe mich wirklich schwer getan mit der Auswahl. Letztendlich habe ich mich für vier Kakteen entschieden, die entweder besonders schöne Blüten, eine eigenwillige Form oder beides aufweisen. Voilà:

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Von links nach rechts: Mamillaria occidentalis, Mamillaria spec toluca, Mamillaria longimamma, Pseudolobivia

Den grössten Kaktus habe ich bereits umgetopft, obschon es unter Experten als Todsünde gilt, Kakteen während der Blüte umzutopfen. Aber das Töpfchen war so winzig, dass der leicht schräg gewachsene Kaktus zu kippen drohte.

Nun werde ich die Neuzuzüger noch etwas hätscheln und bewundern, bevor ich sie aufs Gestell zu den alteingesessenen Bestachelten stelle.

Ein Besuch der Kakteen-Ausstellung in Sirnach kann allen empfohlen werden, die Freude an farbenfrohen Blüten im Allgemeinen und Kakteen im Besonderen haben. Selbst meine gänzlich Kaktus-unerfahrene Nachbarin, die mich begleitet hat, konnte der Versuchung nicht widerstehen und ist mit zwei Töpfen heimgekehrt.

Ha-Ka-Flor Sirnach