Flohnmobil – im Alltag unterwegs

Reiseberichte und Anekdoten. Alltagskram im Lande Balkonien.

Schlagwort-Archiv: Kälte

Luftsprünge der Begeisterung

Einige Impressionen vom gestrigen Katerbummel:

DSC02164

DSC02183

DSC02189

DSC02193

DSC02200

Ist es nicht faszinierend, was die Natur da über Nacht hervorgezaubert hat?

Träume einer alpinen Fliege


Wovon träumt wohl diese Fliege im 1’800 m hoch gelegenen Samnaun?

DSC01007

 

Keine Ahnung?

… wirklich nicht…?

 

image

Winter unter dem Strich

Schneeflocken wirbeln herum.
Es knirscht vor Kälte unter den Schuhen.
Mütze und Handschuhe.
Weiss bis an den Horizont.
Ein Meer von funkelnden Schneekristallen.
Eiszapfen hängen von den Dachrändern.
Lawinen bedrohen Verkehrswege.
Pistenbullys im Einsatz.
Skifahrer fahren sich gegenseitig über den Haufen.
Ein Meer von funkelnden Schneekristallen.
Bäume schütteln sich ab ihrer schweren Last.
Die jungfräuliche Piste wartet darauf, zur Sau gefahren zu werden.
Glatteis auf den Strassen.
Ein Meer von funkelnden Schneekristallen.
Rassige Skilehrer.
Schwärme von Bergfinken.
Kuscheln vor dem flackernden Kaminfeuer.
Bäche frieren zu.
Wildspuren im Schnee.
Ein Meer von funkelnden Schneekristallen.
Glühwein.
Das grosse Schlottern.
Die längste lange Unterhose ist gerade lang genug.
Ein Meer von funkelnden Schneekristallen. 

Das alles und noch viel mehr ist Winter. Unter dem Strich gar nicht so übel, oder?

DSC00723

Versöhnung

Schon ein einziger, von der Morgensonne erleuchteter Berggipfel versöhnt uns mit allem, was in der Ebene darniederliegt.

Woher dieser Spruch stammt, weiss ich nicht. Aber er gefiel mir damals so gut, dass ich ihn auf die vorderste Seite meines Bergsteiger-Tagebuchs schrieb, in dem ich in meiner Jugend sehr gewissenhaft die ersten Jahre meiner bergsteigerischen Aktivitäten festhielt.

Der Spruch gefällt mir zwar immer noch, auch wenn ein einziger Berggipfel nicht mehr ausreicht, um mich mit dem zu versöhnen, was in den Niederungen des Alltags abgeht. Heute jedoch, heute war ich für einmal wieder milde gestimmt ab dem Anblick der verschneiten Gipfel im Morgenlicht.

Vergessen war die schreckliche Anfahrt auf der schneebedeckten Autobahn, die meine Nerven blank scheuerte.

Auch der Anblick des Thermometers brachte mich nicht aus der Fassung. Bei minus 20 Grad war die Nadel unseres Flachländer Thermometers am Anschlag, vielleicht war es sogar noch kälter heute morgen.

Mein absoluter Lichtblick dieses eisig-kalten Januartages: endlich wieder mal anständig Skifahren! Auf dem, was ich mal als Unwort des Jahrhunderts deklariert habe. Auf Naturschnee!

DSC00720

Abrupter Wechsel

Ein seltsamer Winter drohte sich anzubahnen. Vor wenigen Tagen noch konnte man auf dem Schlittelweg in Brigels mit dem Rad zu Tale donnern. Die Skipisten waren grün, die Mienen der Tourismus-Verantwortlichen finster. Im Skigebiet Laax/Flims wurden die Einheimischen aufgerufen, den Touris den Vorrang zu lassen, weil die Talabfahrten noch nicht beschneit waren und man Probleme kommen sah, alle Schneewütigen am Ende des Tages wieder mit den Bahnen zu Tale befördern zu können.

Frau Holle hat sich in der Zwischenzeit eines Besseren besonnen. Zwar zu spät für weisse Weihnacht, aber immer noch rechtzeitig genug für ein Verkehrschaos. Sie hat auch das Flachland mit Schnee eingedeckt. Und für einmal nicht zu knapp. Am Schlittelhoger im Nachbardorf herrschte heute Nachmittag jedenfalls Hochbetrieb und die 30 Zentimeter Schnee wurden nach Kräften bearbeitet.

DSC08764

Wesentlich gemächlicher ging es wenige hundert Meter weiter am Weiher zu und her. Zu meiner Überraschung ist er bereits von einer hauchdünnen Eisschicht bedeckt. Diese wird in den kommenden Tagen mit Sicherheit anwachsen, denn gestern hat der Wetterfrosch verkündet, Frau Holle habe sich mit Väterchen Frost verbündet. Das Thermometer wird in den nächsten Tagen nicht mehr über Null klettern. Da werde ich wohl am besten gleich mein längsten langen Unterhosen aus der Schublade buddeln.

DSC08771

Macht’s euch warm und gemütlich und erzählt mir bei Gelegenheit mal, ob bei euch auch Schnee liegt.

Aufstand der Bewehrten

… oder: Gedanken einer Horde Schlotternder

 

 Irgendwie habe ich den Eindruck, dass es meinen Kakteen bei mir nicht mehr gefällt…

Petrus? P-eeeee-trus!

 

Was soll das jetzt wieder werden? Januar, 47. Breitengrad, 600 m über Meer, Tagestemperaturen plus 12 Grad, die Vögel zwitschern, als sei es schon März.
Bist du noch zu retten?
Wann willst du es denn dieses Jahr Winter werden lassen? Doch nicht etwa wieder an Ostern wie in den letzten Jahren?
Falls du nach Argumenten ringst, uns hier unten auf der Erde die adäquate Jahreszeit zu präsentieren, kann ich dir durchaus ein paar Gründe liefern:
  • In unserem Keller steht ein halbes Dutzend Paar Skier herum. Damit möchten wir in absehbarer Zeit gerne in die Ski- und nicht in die Wanderferien.
  • Zu meinen alten Weihnachtsguezli passt Glühwein besser als ein Glas gekühlter Rosé.
  • Ich sollte dringendst mal wieder meinen Gefrierschrank abtauen. Mit der gütigen Unterstützung deines Cousins, Väterchen Frost, ginge das flott und ohne Verlust über die Bühne.
  • Unser Auto ist mit vier Winterreifen ausgestattet und hat eine Heizung.
  • Mein nahezu unerschöpflicher Kerzenvorrat verträgt noch viele kalte Winterabende.
  • Die Fasnacht findet ja trotzdem statt.

  • Mein Rennvelo absolviert gerade den Winterschlaf.
  • Ich mag jetzt noch keine eingeflogenen Spargeln und blassen Erdbeeren essen.
  • Es ist Januar, Mann!

Wenn schon Winter, dann  gefälligst JETZT!

Habe ich mich deutlich genug ausgedrückt?

Vor 14 Tagen war dieser Waldweiher noch gefroren. Die rote Tafel wirkt fast etwas zynisch.

Vergängliche Schönheit

Man nehme:

Eine Portion Minustemperaturen.
Eine Prise Feuchtigkeit.
Ein paar Zweige.
Diverse Grasbüschel.
Eine Handvoll Sonne.

Und erfreue sich an den vergänglichen Schönheiten eines Wintermorgens in Brigels.

Wääääh

Ich hab’s satt. Soooo satt!

Und kalte Finger beim Bärlauch sammeln finde ich    gopferteckel  auch daneben!

Besuch von Väterchen Frost

Wenn von „arktischer Kaltluft“ die Rede ist und ich grad so rein zufällig in den Skiferien bin, schlotterts mich schon, wenn ich den Wetterbericht höre.

Und wahrlich, es war eisig kalt heute Morgen. Minus 13 Grad zeigte das Quecksilber vor der Haustüre. Folglich musste es im einige hundert Meter höher gelegenen Skigebiet noch ein paar Grade kälter sein. Brrr!

Was sollte ich bloss anziehen? Ich kann’s euch verraten: Ich habe alles angezogen, was ich im Kleiderschrank gefunden habe. Die längsten der langen Unterhosen. Dicke Socken. Zwei Skihemden über einander. Auch zwei Paar Handschuhe. Und weil es ohnehin unterbeschäftigt herumlag, auch grad noch das Pyjama über alles. Dermassen bekleidet konnte ich mich zwar kaum mehr rühren, aber ich brachte den Skianzug – moderne Stretch-Materialien sei Dank – grad noch zu.

Zu meinem Wohlbefinden auf der herrlichen Pulverschneepiste trugen ausserdem meine brandneue Skischuhheizung in den brandneuen Skischuhen bei, selbstredend der kuschelig warme Helm, ein zünftiger Klecks Kälteschutzcreme auf beide Füdlibaggen und die Gewissheit, dass auch in diesem Landesteil der Schweiz ab und zu ein angeschriebenes Haus steht.

Als ich nach dem heutigen Skitag unter der Dusche stand, geschah das lediglich aus reiner Gewohnheit. Schweisstropfen kenne ich momentan nur vom Hören-Sagen.