Flohnmobil – im Alltag unterwegs

Reiseberichte und Anekdoten. Alltagskram im Lande Balkonien.

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Öfters mal Panne (38)

… oder: teurer Diesel

Nicht nur nach Rom führen viele Wege, sondern auch nach Skandinavien. Und wieder zurück. Als wir im Sommer vor einigen Jahren etwas abrupt infolge Schlechtwetters und leichter Reiseüberdrüssigkeit unseren Aufenthalt in Schweden abbrachen, drängte sich als Weg die Fahrt über die acht Kilometer lange Öresund Brücke an, welche die beiden Städte Malmö und Kopenhagen verbindet. Kein billiger Spass zwar, aber im Gegensatz zur Fähre jederzeit und ohne Reservation befahrbar.

Das Wetter war leider etwas diesig (deshalb habe ich ein Bild aus dem Internet gefischt) und es gab auch keine Parkplätze an der Strecke, von wo aus man die imposante Brücke hätte bewundern können. Ohne Probleme fuhren wir über das im Jahr 2000 fertiggestellte Bauwerk, das mitunter bei Sturm auch mal gesperrt sein kann. Im nachfolgenden sechs Kilometer langen Tunnel blinkten plötzlich die Warnlampen. Eine Spur war gesperrt. Sogleich gingen mir Angsthase Szenarien von Stau im Tunnel, Brand, Notfall und weitere brandschwarze Geschichten durch den Kopf.

Auf der noch verbleibenden linken Spur fuhren wir in der signalisierten Geschwindigkeit weiter und waren gespannt, was da kommen würde. Nach einer gefühlten Ewigkeit sahen wir vor uns auf dem rechten Fahrstreifen ein Wohnmobil. Noch bevor wir uns fragen konnten, weshalb das Fahrzeug schlapp gemacht hatte, sahen wir, wie der rettende Engel vom Pannendienst mit einem Kanister Diesel einfüllte. Da hatte der Fahrer wohl die Kapazität seines Tanks falsch eingeschätzt. Kleine Bemerkung am Rande: In Dänemark wäre der Treibstoff erheblich billiger gewesen als in Schweden.

Nicht ohne eine gewisse Schadenfreude stellten wir fest, dass dies wohl der teuerste Sprit sein dürfte, den der Norweger je getankt hatte. Und so ganz nebenbei waren wir natürlich froh, dass es sich um einen Zwischenfall der harmlosen Sorte gehandelt hatte.

Öfters mal Panne (37)

… oder: (r)ausgeschlossen

Um uns im folgenden Zwischenfall eine gewisse Würde zu erhalten, muss folgendes erwähnt werden: Unser Womi war keine drei Monate alt und wir befanden uns auf einer zweimonatigen Reise. Zuvor hatten wir erst eine Woche darin verbracht. Das Fahrzeug verfügte über eine Zentralverriegelung mit funkgesteuertem Drücker. Es gab zwei verschiedene Schlüssel: den Zündungsschlüssel, mit dem sich auch die Fahrertüre öffnen liess und einen Schlüssel für sämtliche Türen des Aufbaus. Schon in den ersten Tagen der Reise begann das Schloss der Aufbautüre zu spuken. Es liess sich, wenn überhaupt, nur noch mit dem funkgesteuerten Drücker öffnen, der Schlüssel selbst drehte im Schliesszylinder leere Runden.

Es geschah im Sommer 2009. In dem Jahr, wo in den Abruzzen die Erde gebebt hatte. Wir hatten uns lange überlegt, ob wir unsere Pläne trotz dem verheerenden Erdbeben umsetzen, oder ob wir uns besser ein anderes Reiseziel aussuchen sollten. Wir entschieden uns für die Abruzzen, sahen erschütternde Bilder von mit Gurten zusammengehaltenen Kirchtürmen, Zeltlagern, gesperrten Strassen und viel grandiose Natur. Die Abruzzen sind auf jeden Fall eine Reise wert, das waren mein innig geliebter Mitreisender und ich uns schnell einig, auch wenn es im Landesinneren für Wohnmobile praktisch keine Infrastruktur gibt.

In diesem gebirgigen, hauchdünn besiedelten Landesinneren hatten wir auf dem Parkplatz am Ortseingang von Pietracamela übernachtet. Nach dem Erdbeben gehörten Bilder wie dieses zur Tagesordnung.

Ein weiterer wunderschöner Tag, wir öffneten beim Frühstück die Türe, liessen die reine, frische Luft hereinströmen. Als wir nach Abwasch, Zähne putzen etc. reisefertig waren, liess der Mitreisende, entgegen sonstiger Gepflogenheiten, den Motor an, damit er etwas warm laufen konnte. Der Mitreisende war stets um das Wohl des 2,3-Liter-Diesel-Motors besorgt und so wollte er weder die kurze, steile Rampe aus dem Parkplatz noch die steile Fahrt talwärts mit kaltem Motor fahren.

Ein letztes kurzes Beinevertreten, bevor es losgehen sollte. Da knallte ein Windstoss die Aufbautüre zu, die mit einem dumpfen Geräusch ins Schloss fiel. Na und? werdet ihr nun vielleicht sagen, macht halt die Türe wieder auf.

Das etwas Ungeschickte an der Situation war bloss, dass dieser Windstoss uns soeben rausgeschlossen hatte, während am Womi der Motor lief. Wir hatten nämlich noch keine der beiden Fahrerhaustüren geöffnet, was eine Entriegelung beider Türen zur Folge gehabt hätte. Wir standen da wie die Deppen. Jetzt ist es vielleicht an der Zeit, nochmals den roten Text zu lesen, damit ihr uns nicht für Webstübler haltet.

Der Schlüssel, der uns hätte retten können, steckte im Zündschloss. Der andere (Reserve-)Schlüssel, der die Aufbautüre wieder aufgekriegt hätte, war mit einem Magnet an einem sicheren Ort an der Karosserie angebracht. Indes, der nützte nichts, da sich die Türe nicht mehr mit dem Schlüssel öffnen liess.

Es müssen wohl dem Mitreisenden wie mir diverse Szenarien durch den Kopf geschossen sein, von Scheibe einschlagen über einen Autoknacker organisieren, der in dieser abgelegenen Gegend legal agieren durfte, bevor der Mitbewohner die Initiative ergriff. An der Türfalle der Aufbautüre ziehen, das wussten wir aus mehrwöchiger Erfahrung, endete meist im luftleeren Raum. So auch dieses Mal. Nach viel gutem Zureden, Handauflegen und des Mitbewohners feinfühliger Fingerchen hatte der defekte Mechanismus irgendwann Nachsicht mit uns und gab nach.

Ich musste unweigerlich an Alibaba und die vierzig Räuber denken.

Da war die Welt noch in Ordnung. Das Womi in entspannter Lage auf dem Ausgleichskeil, die Türe sperrangelweit offen. Der Motor aber vermutlich bereits am laufen, denn beide Sitze sind in Fahrtrichtung gedreht.

Öfters mal Panne (36)

… oder: Nasse Füsse auf dem Fussballplatz

Wenn mein innig geliebter Mitreisender und ich einen Campingplatz anfahren, geschieht dies nicht aus täglicher Gewohnheit, sondern hat ausnahmslos triftige Gründe. Wir greifen nämlich nur auf derartige Infrastruktur zurück, wenn es gar nicht mehr anders geht. Das kann sein, weil der Strom im Womi am ausgehen ist (dank Solarpanelen an unseren europäischen Womis eigentlich die Ausnahme), weil wir dringend Wäsche waschen müssen oder weil es – wie im nachstehenden Geschichtchen – weit uns breit keinen geeigneten Übernachtungsplatz gibt.

England, das fanden wir innert kürzester Zeit heraus, ist nicht wirklich für Wohnmobile geeignet. Ich gehe sogar so weit zu behaupten, dass England regelrecht wohnmobilfeindlich ist. Doch dieses Thema will ich hier nicht weiter plattwalzen. Tatsache ist, dass wir damals auf der Suche nach einem Übernachtungsplatz in Südengland resigniert auf einen Campingplatz einbogen. Zuerst dachten wir, wir hätten uns verfahren und seien auf direktem Weg zu einem Fussballplatz. Der topfebene Platz wies keinerlei Strukturen auf. Keine Hecke, kein einziger Baum auf dem riesigen Areal von der Grösse zweier Fussball-Felder. Für die Engländer schien das, wie das folgende Bild zeigt, normal. Sie richteten sich ein mit ihren Zelten, Pavillons und Sichtschutzwänden. Campingfahrzeuge oder Wohnwagen hatten Seltenheitswert.

Wir suchten uns eine Ecke aus und fuhren auf das Grün. Dieses war, nach den vorangegangenen intensiven Niederschlägen, ziemlich weich. Ein mulmiges Gefühl beschlich uns, Erinnerungen an ähnlich weiches Terrain waren sofort wieder präsent. In solchen Fällen heckt der Mitreisende immer einen Plan B aus. Dieser sah primär vor, dass wir unser Fahrzeug wendeten, so dass wir im Vorwärtsgang wieder auf das schmale Asphaltband zurückfahren konnten. Man weiss ja nie.

Als mitten in der Nacht der Regen einsetzte, war es um unsere Nachtruhe geschehen. Dies nicht nur, weil der Regen in einem Wohnmobil viel lauter aufs Dach trommelt als zu Hause. Der Mitreisende machte nicht lange Federlesens. Er setzte sich ans Steuer, liess den Motor an und fuhr aus dem potentiellen Sumpf heraus. Nach wenigen Metern standen wir auf dem asphaltierten Platz vor einem geschlossenen Sanitärgebäude.

Was die Engländer in ihren Zelten ab uns gedacht haben mögen, war uns in diesem Moment ziemlich egal. Uns konnte der Regen nichts mehr anhaben. Wir standen auf sicherem Boden.

Vorsicht ist die Mutter der Porzellan-Kiste. Und die Schutzpatronin der Wohnmobil-Reisenden.

Öfters mal Panne (35)

… oder: Campieren ohne Campingplatz

Meine Pannenserie hat schon bald das dritte Dutzend vollendet und noch immer habe ich keine Panne beschrieben, die sich in der Schweiz ereignet hätte. Daraus könnte man (fälschlicherweise) ableiten, dass man in diesem Land so sicher ans Werk geht, dass sich Pannen schon gar nicht erst ereignen können. Man könnte aber auch daraus schliessen, und damit läge man mit der Wahrheit schon sehr viel näher, dass mein innig geliebter Mitreisender und ich gar nicht so oft im eigenen Land unterwegs waren.

Stellt sich aber auch die Frage, wann ist ein Ereignis wirklich eine Panne? Reicht es, wenn das Angetroffene nicht den Vorstellungen entspricht? In diesem Falle könnte ich unter anderem mit folgenden eidgenössischen Pannen aufwarten:

Auf der Suche nach einem „schönen Stellplatz auf einer Alp“ an einem heissen Sommerwochenende verliessen wir die Region Obersee im Glarnerland wieder und mussten resigniert feststellen, dass dieses Land nicht auf Individualisten wie unsereins eingestellt ist. „Campingplatz oder gar nicht“ hiess die damalige Devise. Wir verliessen den Ort des Schreckens fluchtartig und endeten auf einem Waldparkplatz am Ricken.

Am Ausgangspunkt unserer Skitour am San Bernardino, wo wir im vorigen Jahr noch übernachtet hatten, stand eine unmissverständliche Verbotstafel.

Als wir den Campingplatz in Ascona anfahren wollten, gab es diesen nicht mehr. Dafür flogen uns Golfbälle um die Ohren. Ein Campingplatz im unteren Maggia-Tal quartierte uns dankbar ein.

Am Umbrail-Pass, an der Grenze zu Italien, wo sich Steinbock und Murmeltier gute Nacht sagen, leuchteten uns mitten in derselben minutenlang die Grenzwächter in den VW-Bus. Dass wir uns dabei etwas unbehaglich fühlten, muss ich wohl nicht sonderlich hervorheben.

Doch nun endlich zum eigentlichen Höhepunkt meiner kleinen Auflistung helvetischer Pannen:

Es war Ende September, wir waren mit dem VW-Bus im Jura unterwegs und auf der Suche nach einem lauschigen Übernachtungsplatz. Das dürfte doch nicht schwierig werden, sagten wir uns, angesichts der für helvetische Verhältnisse grosszügigen Platzverhältnisse dort. Und so fuhren wir abseits der Hauptstrasse einer der für die Gegend typischen Pferdeweiden entlang, bis wir einen flachen Boden erspähten. Dort sollte es sein! Der Mitreisende lenkte den Camper aufs Grün, wollte noch etwas korrigieren und Keile unterlegen, damit wir schön gerade stehen. Soweit die Theorie. Doch unser Fahrzeug war da anderer Ansicht. Als der Mitbewohner nämlich den Rückwärtsgang einlegte und Gas gab, begannen die Räder durchzudrehen. Der Untergrund, obschon es seit Tagen nicht mehr geregnet hatte und oberflächlich trocken schien, war viel weicher als angenommen. Wir sassen fest! Unser VW-Büssli wollte sich nicht mehr vom Fleck bewegen. Anschieben half nichts mehr, da drückte man bestenfalls den Kühlergrill ein, und die Räder hätten sich nur noch tiefer in den Dreck gegraben.

Der Mitreisende war zwar im ersten Moment sprach-, nicht jedoch ratlos. Von den nahen Tannen brachen wir Äste ab und legten sie unter die Räder. Viele Äste. Aber es hatte auch viele Tannen. Er warnte mich, aus dem Weg zu gehen, wenn er erst mal Fahrt aufgenommen hätte, er würde erst wieder anhalten, wenn er Asphalt unter den Rädern hätte. Mit etwas Wiegeln und Anschieben und dank der tatkräftigen Unterstützung einer ganzen Armee von Tannnadeln gelang es schliesslich, das Fahrzeug wieder aus der Wiese zu fahren.

Die Lust auf einen lauschigen Übernachtungsplatz im Grünen war uns ziemlich vergangen und wir stellten uns auf einen Parkplatz am Rande eines Dorfs.

Seither sind wir sehr, sehr vorsichtig, wenn wir mit einem Campingbus oder Wohnmobil die befestigte Strasse verlassen. Schon oft haben wir gestaunt, mit welcher Selbstverständlichkeit beispielsweise auf Sandstrände gefahren wird. Da lassen wir lieber die Finger davon. Wie peinlich wäre das denn gewesen, hätten wir seinerzeit einen Bauern mit seinem Traktor um Hilfe bitten müssen!

Öfters mal Panne (34)

… oder: geschüttelt und gerührt

Nach dem Befahren der Gibb River Road (das denkwürdige Ereignis habe ich in der letzten Folge der Pannenserie beschrieben) waren nicht nur mein innig geliebter Mitreisender und ich heilfroh, wieder festen – sprich asphaltierten – Boden unter den Füssen zu haben. Für unser Fahrzeug muss das gleichermassen gegolten haben. Die offensichtlichste Folge des Offroad-Abenteuers: Die beiden Zusatz-Scheinwerfer hatten sich irgendwann verabschiedet. Diese zu ersetzen war eine kleine Sache, die der Mitreisende selber ausführen konnte. Da praktisch jedes australische Fahrzeug über Zusatz-Scheinwerfer verfügt, werden diese auch in jedem Auto-Zubehör-Shop angeboten. Wer in Australien mit nur einem Paar zusätzlicher Funzeln am Auto herumfährt, riskiert als Rappenspalter angeschaut zu werden. Selbst an PWs ist ein halbes Dutzend Leuchten nichts Aufsehen erregendes.

Bild: xenonoz.com

Als weitaus gravierender als die fehlenden Funzeln erwies sich, dass die Klimaanlagen nach dem Gerumpel über die 600 km lange Piste den Geist aufgegeben hatten. Die nächste Stadt an unserer Route war Broome im Nordwesten Australiens. Die Küstenstadt ist unter anderem bekannt für Perlenzucht und verfügt über einen endlos langen Nacktbadestrand. Beides nahmen wir mit schwachem Interesse zur Kenntnis, als wir uns nach einer Reparaturwerkstätte für Klimaanlagen durchfragten. Die Dach-Klimaanlage hatte – nicht zum ersten Mal – einen Rohrbruch zu beklagen. Ein Kupferröhrchen war gebrochen. Dieses konnte der flinke Mechaniker im Handumdrehen wieder anlöten.

Etwas delikater gestaltete sich die Reparatur der Fahrerhaus-Klimaanlage. Das Leck ortete der Mechaniker relativ rasch bei einer losen Überwurfmutter. Diese hätte er lediglich anziehen müssen, dann Kühlmittel einfüllen und schon wäre die Klimaanlage wieder flott gewesen. Der Zugang zur besagten Stelle im Motor erwies sich aber als sehr schwierig. Und zwar deshalb, weil unser Fahrzeug im Grunde genommen ein Kleinlastwagen mit aufklappbarer Führerkabine war, dem man einen Wohnmobil-Aufbau verpasst hatte. Und wegen diesem mobilen Gartenhäuschen war die Kabine eben nicht mehr klappbar und somit der direkte Zugang zu den Eingeweiden des Fahrzeugs verwehrt.

Die Reparatur wurde deshalb zur Nervenprobe, denn selbst mit den spitzesten Fingern kam der Mechaniker von unten nicht an die Überwurfmutter heran. Erst als der Mitreisende aus seinem eigenen Fundus einen Gabelschlüssel zur Verfügung stellte, der kurzerhand gekürzt wurde, kam Schwung in die Angelegenheit. Ein paar wenige Umdrehungen und der Kompressor war wieder dicht.

Die ganze Reparatur, bei der der Mitreisende nach Kräften mithalf, hatte drei Stunden gedauert und 305 AUD und einen Gabelschlüssel gekostet. Da es bereits dunkel war und wir keine Lust hatten, im Finstern einen Übernachtungsplatz zu suchen, blieben wir kurzerhand auf einem Lagerplatz bei der Reparaturwerkstätte stehen. Sicherlich nicht der lauschigste Platz Australiens, aber in Anbetracht der Umstände leidlich praktisch.

Nach diesen Ereignissen waren wir endgültig von dirt roads, wie die Schotterpisten in Australien verharmlosend heissen, geheilt. Und nur so am Rande: Ein Wohnmobil europäischer Bauweise hätte nach einer solchen Fahrt weitaus schwerwiegendere Schäden beklagen müssen.

Öfters mal Panne (33)

… oder: Der goldene Schlauch

Ob es pffffffft oder nur pftt gemacht hat, liess sich nicht mehr feststellen. Sicher war nur, dass dem Reifen Luft fehlte. Und zwar ziemlich viel. Wie hatte das passieren können?

Die Geschichte zu dieser Reifenpanne begann einen Tag davor. Da hatten mein innig geliebter Mitreisender und ich uns einigermassen spontan dazu entschlossen, die Gibb River Road im Nordwesten Australiens zu befahren. Gemäss unserem Reiseführer und verschiedenen Schilderungen sollte das Befahren der 600 Kilometer langen Outback-Piste durch die Kimberleys etwas vom Lohnenswertesten überhaupt auf dem Roten Kontinent sein. Um Konkreteres zu erfahren, befragten wir ein älteres Ehepaar, das die Route soeben hinter sich gebracht hatte. Nach ihren optimistischen Äusserungen waren unsere letzten Zweifel beseitigt, ob die Strecke mit unserem Womi befahrbar war, und wir gingen das Unternehmen Gibb River Road an.

Wieder einmal klebten wir alle Schlösser ab, reduzierten den Reifendruck und stellten im Camper alles, was sich selbständig machen konnte, auf den Boden.

Bereits nach 50 Kilometern erreichten wir die Schlüsselstelle der ganzen Strecke. Der Pentecoast River musste über eine ca. 150 Meter breite, unbefestigte Furt durchquert werden. Das Wasser war am Ende der Trockenzeit nur etwa 30 Zentimeter tief und liess sich problemlos durchfahren. Und zwar so problemlos, dass der Mitreisende noch einmal umdrehte und die Furt von neuem durchfuhr, damit ich dieses Bild machen konnte.

Weiter ging es über die allgemein noch recht gute Schotterpiste und nach einem Tagespensum von 200 Kilometern erreichten wir eine schön gelegene Campingstelle. Am anderen Tag verflachte sich die anfänglich recht hügelige Landschaft zusehends. Der Strassenzustand verschlechterte sich laufend. Die einzelnen Wellen der waschbrettartigen Strasse waren bis zu 20 Zentimeter tief und 1 Meter weit auseinander. Solche Wellen konnten wir nicht mehr mit hohen Tempi fahren und es bleibt uns nichts anderes übrig, als kilometerweit mit 10 bis 20 km/h zu hottern.

Bei Kilometer 340 erwischten wir einen brutal vorstehenden Stein und hatten kurz darauf vorne rechts platt. Der Radwechsel fand – von diversen nicht jugendfreien Äusserungen untermalt – bei mind. 35° in der prallen Sonne auf der staubigen Piste statt. Für zusätzliche Action sorgte die Reserverad-Aufhängung, die sich verklemmt hatte. Erst nach längerem guten Zureden und etwas Rütteln und Schütteln brachten wir das Reserverad zu Tage. Zum allgemeinen Missfallen des Mitreisenden kam ein Mann auf uns zu, der uns seine Hilfe anbot. Beim Anblick des Kompasses, der dem Mann um den Hals baumelte und seinen perfekt manikürierten Fingernägeln lehnte der Mitreisende dankend ab, worauf der Mensch sich sichtlich erleichtert verzog.

Im 30 Kilometer weiter gelegenen Mount Barnett Roadhouse liessen wir den Platten für stolze 75 $ (mit neuem, mutmasslich vergoldetem Schlauch) flicken. Hätten wir eine Wahl gehabt? Wir mussten schliesslich jederzeit wieder mit einem Platten rechnen und Reparaturstellen gab es in dieser menschenleeren Gegend nicht alle paar Kilometer.

Hatten die ersten 350 Kilometer landschaftlich wenig geboten, so brachen die Highlights in der Folge geradezu auf uns ein. Die Galvans Gorge mit einem schönen Felspool, die Adcock Gorge und die Bell Gorge waren alle über kurze Abstecher und harmlose Furten zu erreichen.

Den herrlich gelegenen Pool der Bell Gorge erreichten wir zu Fuss über einen ein Kilometer langen, felsigen Weg. Das Wasser floss vom höher gelegenen Pool über einige Felsstufen20 Meter hinab in ein tief in den Felsen eingebettetes, ca. 100 Meter breites Becken. Hier mischten wir uns unter die Badegäste und genossen das kristallklare Wasser, in dem es garantiert keine Salzwasserkrokodile gab.

Als weitere Höhepunkte unterwegs punkteten die Windjana Gorge und diverse markante Boab Trees.

Rückblendend sind wir ganz klar der Ansicht, dass das Befahren der Gibb River Road eine reine 4WD Angelegenheit ist. Rund 2/3 der Strecke sind ohne weiteres mit einem konventionellen Fahrzeug zu befahren. Doch gibt es immer wieder längere Abschnitte, die für Fahrzeug und Fahrer eine reine Tortur sind, es sei denn, man befährt sie im Schritt-Tempo. Landschaftlich bietet die erste Hälfte wenig. Die eigentlichen Highlights liegen an Seitenstrassen zwischen Kilometer 350 und 500. Unser Fahrzeug hatte erheblich gelitten. Als Alternative hätten wir ein Allrad-Fahrzeug mieten können. Dadurch hätten wir allerdings 1’200 zusätzliche Kilometer fahren müssen und wären – selbst unter Berücksichtigung der anstehenden Reparaturen – wesentlich teurer gekommen.

Um welche Reparaturen es sich handelte und mit welchen denkwürdigen Mitteln sie ausgeführt wurden, werde ich in der nächste Folge der Serie „öfters mal Panne“ berichten.

Der Anblick dieser Piste lässt nicht im Entferntesten erahnen, wie sehr es uns und unser Fahrzeug durchgeschüttelt hatte.

Öfters mal Panne (32)

… oder: Neuschnee

Man kann Australien durchaus mit einem Auto ohne Klimaanlage bereisen. Aber bei Temperaturen, die ab und zu mal jenseits der 40-Grad-Marke liegen, macht es nicht unbedingt Spass. Es ist deshalb etwas vom Wichtigsten an einem Fahrzeug, dass nebst allen vier Rädern auch die Klimaanlage läuft. Im tropischen Norden Australiens dient sie ausserdem dazu, die Luft im Fahrzeuginneren nicht nur zu kühlen, sondern auch zu trocknen.

Das taten wir eines feuchten Morgens denn auch und schauten uns reichlich betupft an, als aus den Luftdüsen unseres Wohnmobils plötzlich ein Sprühnebel kam. Reflexartig griffen unser beider Hände zum AUS-Schalter. Was war denn das? Was drang da in die Fahrerkabine? Mein innig geliebter Mitreisender zog am Hebelchen, entriegelte die Motorenhaube und klappte sie hoch. Drinnen im Motor („hurra, er ist noch da!“) erblickte er nichts Verdächtiges. Selbstverständlich, wie immer in solchen Situationen, äugte auch ich in den Motor rein, konnte aber noch selbstverständlicher noch weniger als der Mitreisende ausmachen. Es qualmte nichts, er zischte nicht, alles schien in Ordnung. Alles, ausser die Stimmung des Mitreisenden. Der pflegt in solchen Sachen dem Übel auf den Grund zu gehen. Und so steuerten wir die erstbeste Auto-Werkstätte an. In einem anderen Teil Australiens hätte das einen oder mehrere Tage Fahrt bedeuten können, in unserem Fall lag die Werkstätte nur wenige Kilometer vom Übernachtungsplatz entfernt.

Wir schilderten dem Werkstattchef unser Problem. Dieser runzelte die Stirn. Aber nur sehr kurz. Denn es war ihm natürlich nicht entgangen sein, dass wir keine Aussies waren. Dann legte er seinen Kopf etwas schräg, stemmte die Hände in die Hüfte und klärte uns breitbeinig und –willig auf. Wegen der feuchten, mitunter sehr feuchten Luft hierzulande könne es beim Starten der Klimaanlage vorkommen, dass die angesaugte Feuchtigkeit gefriere. Was bei unserem Auto aus den Düsen rauskomme sei völlig harmlos und nichts anderes als gefrorener Wasserdampf.

Eigentlich waren wir erleichtert ab dieser einfach nachzuvollziehenden Erklärung. Dennoch wussten wir im ersten Moment nicht so ganz genau, was wir mitten im australischen Sommer mit einer Schneekanone anfangen sollten.

Öfters mal Panne (31)

… oder: Was rumpelt denn da?

Ich behaupte: Jede Panne kommt aus hellheiterem Himmel. Denn hätte sie sich angekündigt, hätte man ja rechtzeitig etwas gegen das drohende Unheil unternehmen können. Oder nicht?

Mein innig geliebter Mitreisender war schon immer ein Sensibelchen, wenn es um seinen fahrbaren Untersatz ging. Dass er jeglichen Ärger mit einem darniederliegenden Auto vermeiden wollte, liegt auf der Hand. Sobald er nämlich irgendetwas feststellte, das nicht war wie sonst, war es um sein Seelenheil geschehen. Das war umso schlimmer, als dass unser Camper nicht nur Auto, sondern auch Schlafzimmer, Küche, Bad und Esszimmer war.

Um nochmals zum Seelenheil des Mitreisenden zurückzukommen, darum war es auch geschehen, als wir über den Blue Ridge Parkway im Osten der USA tuckerten. Kurz nach unserem Mittagshalt stellte er beim fahren nämlich abnormale Geräusche und leichte Vibrationen fest. Meinen technisch unbelasteten Ohren wäre das Rumoren nicht aufgefallen, der Mitreisende dagegen legte sich bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit unter den Camper. Die Obduktion ergab: Kreuzgelenke an der Kardan-Welle ausgeschlagen.

Ich wusste mit dieser Diagnose nichts anzufangen und stellte einmal mehr die Frage, die dem Mitreisenden im besten Fall ein verständnisloses Lächeln entlockte, im schlimmsten Fall einen längeren Vortrag: „Wie weit kommen wir noch damit?“ In Anbetracht der ihm bevorstehenden schlaflosen Nacht entschied sich der Mitreisende, sofort Massnahmen zu ergreifen. Wir fuhren in den nächstgelegenen grösseren Ort. Trotz Ladenschluss erkannte der freundliche Verkäufer bei NAPA unsere missliche Lage, verkaufte uns die passenden Ersatzteile und empfahl uns eine Werkstätte.

Diese lag gleich um die Ecke. Dort beschied man uns, es würde binnen einer halben Stunde ein Mechaniker seinen Dienst antreten, der sich hier ein Zubrot verdiene. Um Schlag 17.30 Uhr traf dieser ein und begann an unserem Dodge zu hantieren. Was dann geschah, brach dem Mitreisenden beinahe das Herz, musste er doch mit ansehen, wie die Kugellager, die bei uns mit einer Presse an den richtigen Ort gedrückt worden wären, durch ein paar gezielte und einige weniger gezielte Schläge mit dem Hammer traktiert wurden. Nichts desto trotz war eine knappe Stunde später alles wieder montiert und funktionsfähig.

Nun stelle man sich eine ähnliche Situation bei uns vor. Die Misere bestünde schon mal darin, dass man erst in ein paar Tagen einen Termin in der Werkstatt erhielte. Dann könnte man ganz, aber gaaanz sicher kein Ersatzteil mitbringen, das montiert würde. Und schliesslich würde die Rechnung etwas grösser ausfallen. Uns dagegen hatte die Reparatur der Kardan-Welle gerade mal 55 US$ gekostet. Samt Trinkgeld, dafür ohne Bürokratie. Und binnen weniger als einem halben Tag war unser Auto wieder flott.

Hatte ich beim Aufwachen noch nicht mal gewusst, dass unser Fahrzeug eine Kardan-Welle hatte, wusste ich beim Einschlafen nicht nur, wie so etwas aussah, sondern auch noch, wie die diversen Teile drum herum auf Englisch hiessen. So etwas nennt man wohl „technischer Fortschritt“!

Öfters mal Panne (30)

… oder: Vom Winde verweht

Wasser hat auf den Menschen schon seit jeher eine grosse Anziehungskraft ausgeübt. Mein innig geliebter Mitreisender und ich machen da keine Ausnahme. Als wir im alleräussersten Nordosten Kanadas in der Provinz Nova Scotia unterwegs waren, zog es uns drum richtiggehend magisch ans Meer. Die Gegend um Bay St. Lawrence ist rau. Der offene Atlantik geht mit Bewohnern und Natur nicht zimperlich um. An exponierter Lage über dem Meer fanden wir den wild-romantischen Campingplatz „Jumping Mouse„. Wir suchten uns eine nette Ecke aus – ausser uns waren keine Gäste anwesend – erkundeten die Gegend noch etwas zu Fuss und zogen uns dann, weil es etwas gar frisch war an jenem 18. September 1999, in den Camper zurück.

Im Laufe der Nacht begann ein fürchterlicher Wind zu toben, der mit jeder Minute stärker zu werden schien. Wir standen voll im Wind und fürchteten, dass unser Fahrzeug umgeweht würde wie eine leere Kartonschachtel. Aus dem Camper raus trauten wir uns schon gar nicht. Hätten die Türen einem Öffnungsmanöver auf der richtigen Autoseite vielleicht noch Stand gehalten, so da hätte es uns glatt weggepustet. Umparkieren, damit wir nicht gleich mit der Breitseite im Wind standen, kam deshalb nicht mehr in Frage, weil im Stockdunkeln jemand – ICH – hätte einweisen müssen. Wir waren dem tobenden Wind ausgeliefert und mussten ausharren. Geschlafen hatten wir in jener Nacht bestimmt nicht gerade viel.

Am anderen Morgen vernahmen wir, dass Ausläufer des Hurricans Floyd über uns hinweggefegt waren und uns diese unruhige Nacht beschert hatten. Wir kreiden es der Campingplatz-Inhaberin noch heute an, dass sie uns trotz entsprechender Nachfrage nicht auf den kommenden Sturm hingewiesen hat. Unter solchen Umständen hätten wir uns bestimmt nicht an einer derart exponierten Lage hingestellt. Aber das Geschäft war offenbar wichtiger als die Sicherheit der Gäste. An der Verständigung konnte es übrigens nicht gelegen haben, war die Dame doch zu 50% Schweizerin. Der wildromantische Übernachtungsplatz hätte für uns zum Desaster werden können.

Das Beispiel zeigt einmal mehr, dass es beim Reisen auch ein Quäntchen Glück braucht. Der Mitreisende und ich haben dieses Quäntchen übrigens häufig in Anspruch genommen, blieben wir doch auf all unseren Reisen von Zwischenfällen, die unser Leben ernsthaft bedroht hätten, verschont.

Dass es auf Campingplätzen in den letzten paar Tagen wegen den Stürmen etwas ungemütlich wurde, zeigt das Beispiel von Annette Weber eindrücklich. Zum Glück ist auch sie unversehrt geblieben.

Die Ruhe nach dem Sturm. Unser Camper auf dem Campingplatz „Jumping Mouse“ in Bay St. Lawrence.

Öfters mal Panne (29)

… oder: Sperrzone Côte d’Azur

An dieser Stelle möchte ich gerne die Leserinnen und Leser aus dem Wohnmobilforum Schweiz begrüssen.
Schön, dass ihr hierher gefunden habt, auch wenn ich euch den roten Teppich nicht mehr ausrollen darf.

Der Weg war lang, schmal und kurvenreich. Aber an seinem Ende lockte ein Wohnmobil-Stellplatz direkt am Meer. Also spulten wir unverdrossen die 35 Kilometer vom Col de Tende ans Mittelmeer hinunter ab. Über unzählige Kurven galt es, 1’200 Höhenmeter zu vernichten. Mein innig geliebter Mitreisender war am Steuer gefordert, sehr sogar, denn mehr als einmal kam uns auf der schmalen Strasse ein Lastwagen weit jenseits der Mittellinie entgegen.

Als wir endlich in Ventimiglia angekommen waren, zogen wir gleich noch die letzten 8 Kilometer durch bis auf die französische Seite, wo sich der Stellplatz direkt am Wasser befinden sollte. Ich war mir meiner Sache sehr sicher. Schliesslich hatte ich im Vorjahr hoch oben von der Autobahn aus in Menton unten Wohnmobile erblickt und die Stellplatz-Datenbank im Tomtom wartete ebenfalls mit einem entsprechenden Eintrag auf. Wir frohlockten, nur noch wenige Kilometer und wir würden nicht nur endlich eine Pause machen können, sondern unser Tagesziel erreicht haben.

Als Madame Tomtom ankündigte „Sie haben Ihren Zielort erreicht“, waren wir beim Yachthafen des belebten Menton. Wohl direkt am Meer aber vor einem Parkplatz mit einer Höhenbeschränkung. Ratlosigkeit. Meine Hoffnung, dass wir in der Nähe wenigstens einen Parkplatz finden würden, von dem aus wir einen Kaffeehalt schalten, etwas durchatmen und das weitere Vorgehen beraten könnten, zerschlugen sich sehr bald. Selbst Anhalten war unmöglich! Absolut kein freier Parkplatz in Sicht, weder für ein französisches Kleinstauto und schon gar nicht für unser sechs Meter langes Womi. Mir blieb keine Wahl, als den Mitreisenden wieder auf die Autobahn zu lotsen, was einfacher gedacht denn ausgeführt war. Bis wir die rettende Autobahn endlich erreicht hatten, mussten wir mindestens 20 Kilometer durch enge Strassenzüge, vorbei an Gestrüpp und überhängenden Felsen fahren. In der dichtbesiedelten Region an der italienisch/französischen Grenze plumpsen die Alpen buchstäblich direkt ins Meer und die Autobahn liegt auf gut 300 Metern.

Für meine Blauäugigkeit, dass es in einer solchen Region einen Wohnmobil-Stellplatz geben könnte, musste ich mir vom Mitreisenden zu Recht massive Vorwürfe gefallen lassen. Der längst überfällige Halt war erst nach weiteren 60 Kilometern Autobahn-Fahrt bei einer Raststätte möglich. Dort konsultierten wir einmal mehr unser Navi und stellten fest, dass es bei der nächsten Ausfahrt in La Napoule einen Campingplatz geben musste. Wie der aussah war zweitrangig, Hauptsache wir kamen von der Strasse weg. Als wir jedoch beim vermeintlichen Campingplatz ankamen, sahen wir vor uns wieder nur einem Parkplatz mit Höhenbeschränkung. Meine Sorge galt in dem Moment weniger einem geeigneten Übernachtungsplatz als dem Mitreisenden, dessen Nerven auch am durchglühen waren. Er musste einmal mehr einfach weiterfahren, weil wir im hektischen Südfrankreich nirgends anhalten konnten. Details der Stimmung im Womi und die dazugehörigen Gehässigkeiten erspare ich euch lieber.

Einen Kreisel später folgte das erlösende Schild. Es lotste uns auf den Campingplatz L’Argentière. Alles andere als eine gediegene Sache. Der zwar begrünte aber staubige Platz lag in der Nähe eines mückenverseuchten Bachs, in dem wir Ratten schwimmen sahen. Aber nach einer solchen Odyssee kann man wohl nicht mehr gross wählerisch sein.

Aus dieser Episode habe ich nicht nur gelernt, das damals brandneue Navi kritischer zu beurteilen, sondern auch, dass die Côte d’Azur, und zwar die gesamte Côte d’Azur, zum wohnmobilistischen Sperrgebiet gehört. Stellplätze gibt es kaum und wenn, sind sie wenig attraktiv. Die Topografie und die dichte Besiedelung tun ihr Übriges, um einem den Aufenthalt zu vermiesen. Seither haben wir um diesen Teil Südfrankreichs immer entweder einen grossen Bogen gemacht oder schnurstracks einen Campingplatz angefahren.