Flohnmobil – im Alltag unterwegs

Reiseberichte und Anekdoten. Alltagskram im Lande Balkonien.

Schlagwort-Archiv: Spaziergang

Wie sag ich’s meinem Hunde?

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… dass er Konkurrenz erhalten hat?

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Gesehen auf dem gestrigen Spaziergang.

Köstlich amüsiert.

Bild geschossen.

Blog veröffentlicht.


Auf meine Frage hin, wieso sie Ziegen spazieren führten, erklärten die beiden Mädchen keck: „Weil wir auf die Reaktion der Leute gespannt sind.“

Steinzeitliches Pokémon go

In einem Wald in der Nähe unseres Wohnhauses kann man nicht mehr spazieren gehen, ohne sich beobachtet zu fühlen. Überall lauern einem Gestalten auf. Und da wir dort regelmässig spazieren gehen, und ich diesen Zustand langsam aber sicher unhaltbar fand, habe ich kürzlich die Flucht nach vorne ergriffen, und diese Gestalten mit meiner Kamera gejagt.

Sie sind allerdings recht gut getarnt, lauern meist etwas abseits des Weges. Nichts desto trotz, ich habe sie aufgestöbert!

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Die ersten zwei dieser Kerle kann man auf dem oberen Bild nur erahnen. Aber ich hab nicht locker gelassen und den Rechten gnadenlos herangezoomt.

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Der Blick dieser seltsamen Wesen hat etwas durchbohrendes.

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Die einen haben ihren Posten in der Sonne bezogen.

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Es gelingt ihnen nicht immer rechtzeitig, sich vor mir in Sicherheit zu bringen.

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Manche stehen aber auch ziemlich cool im kahlen Wald…

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… oder gar etwas grimmig.

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Gelegentlich wurden sie besonders weich gebettet.

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Wer immer diese Steine bemalt und im Wald platziert haben mag, ich habe Freude an diesem analogen Pokémon go. A propos, man hört so nichts mehr von diesem Hype. Ist die Euphorie denn schon vorbei? Die Steinchen jedenfalls sind schon einige Monate dort im Wald. Ihre Halbwertzeit ist garantiert länger.

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Kein Gassi mehr

Es sind weit mehr als 700 Kilometer, die uns von der Provence trennen. Es sind Welten. In vielerlei Hinsicht. Wir haben sie genossen, diese Wochen der Beschaulichkeit in dem grossen Landhaus am Waldrand. Wir haben den Pool genossen, die Stille, die quirligen Märkte, den Sternenhimmel, die Velotouren ohne Winterwäsche, das gute Essen, die Wärme. Und natürlich das Goldschätzchen, das uns – trotz seiner mannigfaltigen Marotten – sehr ans Herz gewachsen ist.

Wir  hätten es durchaus noch länger ausgehalten. Aber zu Hause ist es ja irgendwie auch schön. Einfach anders. Mit ganz anderem Aufgaben und Möglichkeiten, anderem Tagesablauf und Prioritäten. Der Hund zum ausführen fehlt. Und damit die Motivation, sich nach dem Abendessen nochmals aus dem Haus zu begeben. Dabei haben diese Gassi-Runden nicht nur dem Goldschätzchen gefallen.

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Viel Luft unter dem Hintern

Es gibt Leute, die würden um keinen Preis in einem Büro arbeiten. Sie würden sich eingeengt fühlen, brauchen frische Luft.

Als frühere Bergsteigerin bin ich zwar schwindelfrei, dieser Arbeitsplatz hier wäre mir aber eindeutig zu luftig.

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Baumkosmetik in Hurden/SZ

 

Winterliches, ganz ohne Bretter

Wenn hier von Winter die Rede ist, wird oft im gleichen Atemzug Skifahren genannt. Heute ist das mal anders. Ich habe euch ein paar Bilder von unserem Winterspaziergang in der Region Studen/Euthal mitgebracht. Für einmal waren wir ganz ohne Skischuhe und anderweitig unhandlichem Gerät unterwegs.

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Und jetzt soll noch jemand behaupten, der Winter hätte nicht auch seine schönen Seiten!

Ich könnte mir übrigens gut vorstellen, dass der Sihlsee, vorausgesetzt es bleibt wirklich so kalt wie angekündigt, aufs Wochenende zum Eislaufen freigegeben wird. Damit wäre das grösste natürliche Eisfeld des Landes (nachzuschauen in dieser Website) zugänglich.

Meine Finger haben jedenfalls durch das viele Fotografieren nicht zur Klimaerwärmung beigetragen.

Finde den Fuchs!

Ich weiss nicht, wer mehr erschrak, die kleine Rasselbande oder ich. Sicher nicht mein innig geliebter Mitbewohner, der mich auf dem Frühlingsspaziergang begleitete. Er steht über solchen Sachen. Trotzdem liess er sich dazu verleiten, still zu stehen, um zu schauen, ob sich die kleinen Füchse, die sich alle mit ein paar Sätzen vor uns in Sicherheit gebracht hatten, nochmals blicken liessen.

Es müssen etwa fünf Jungtiere an der Zahl gewesen sein, die wir beim Geniessen der Frühlingssonne gestört hatten. Leider liessen sich nur eineinhalb dieser kleinen Flaumhaufen wieder blicken.

Zugeben, von blossem Auge kaum auszumachen, deshalb hier etwas herangezoomt.

Ich schlich mich vorsichtig etwas näher heran.

Aber mehr als dieses Bild brachte ich mit meinem bescheidenen Fotoapparätchen nicht fertig. Als ich noch einen Schritt näher ging, sah mich das Füchslein, und schlau wie es ist, versteckte es sich wieder.

Dennoch: Meine allererste Begegnung mit Jungfüchsen und ein totales Highlight.

Zurück zur Natur

Nach so viel Winter zieht es meinen innig geliebten Mitbewohner und mich förmlich ins Freie. Wanderische Aktivitäten wollen allerdings gut überlegt sein. Wer sich nicht vorstellen kann weshalb, der führe sich das nachstehende Bild zu Gemüte.

Zwar zieht unweigerlich der Frühling ins Lande – bis vor einer Woche hatten wir vor der Haustüre noch eine geschlossene Schneedecke und der obige Weg wäre von reinstem Weiss gewesen – aber das Vermächtnis von Frau Holle ist dieses Jahr wirklich zäher Natur.

Wenn man Vogelgezwitscher hören will, wenn einem der Sinn nach einem lauen Frühlingslüftchen um die Nase steht und man nicht unbedingt an einer Hauptverkehrsstrasse seine überschüssigen Energien loswerden will, so braucht man für längere Spaziergänge dieser Tage in erster Linie eine gute Schuhbürste.

Bei den Buchen sollst du suchen

Bei einem Spaziergang durchs knöchelhohe, raschelnde Laub

reifte unlängst die Erkenntnis, dass die Pilzsaison entgegen allen Unkenrufen doch noch nicht zu Ende ist.

Wie dumm nur, dass sich die begehrten Austernseitlinge für einen gar luftigen Standort entschieden haben.

Sieht also ganz so aus, als ob der Gang in den Supermarkt einfacher wäre, zumal der Austernseitling einer der wenigen Pilze ist, der sich problemlos züchten lässt.

Variante: Man greife auf seine Vorräte zurück. In unserem Fall bergen Tiefkühler und Keller noch den einen oder anderen Schatz Pilz.

Umwerfend weitsichtig

Hier ein paar Bilder vom heutigen Spaziergang bei einem Wetter, das einen mehr zum Ostereier Färben animiert als zum Herunterholen der Weihnachtsdekoration.

Gigantisch die Fernsicht heute, auch wenn ich den idealen Zeitpunkt zum Fotografieren verpasst habe. Vom Säntis über die Glarner, Zentralschweizer und Berner Alpen bis hin zum Jura.

Nächstenliebe in der Sauna

Die herrliche Stimmung, die die letzten Sonnenstrahlen bei unserem Spaziergang in den Wald gezaubert hat, hat mich wieder versöhnt mit einem meiner Mitmenschen.

Dabei hatte ich den Typen bis vor kurzem noch gar nie getroffen. Er gesellte sich zu uns in der Sauna. Die Sauna, ein Ort der Entspannung. Pah! Kaum abgesessen, löcherte er uns mit Fragen.

„Wohnt ihr hier?“
“Ihr wohnt dort? Wo denn?“
“Aha, ich wohne bei der Kirche.“
“Wie heisst ihr?“

Soweit zum üblichen Smalltalk, der für meinen Geschmack im schummrigen Licht der gemischten Sauna bereits zu weit ging. Dann folgte die Frage, die ihm offenbar auf der Zunge gebrannt hatte: „Seid ihr in einer Partei?“ Was soll diese unverblümte Frage, kaum kennen wir uns fünf Minuten? Für mich war bereits klar, dass ich mich nicht an dem Gespräch beteiligen würde.

Der Typ löcherte uns weiter (gnädigerweise hat ihn mein innig geliebter Mitschwitzer abgehört) und ersparte uns nicht, dass er Parteipräsident einer lokalen EVP sei. Ausserdem mussten wir uns anhören, dass er offensichtlich nach Kräften mithilft, die Überbevölkerung dieser Erde anzukurbeln. Vierfacher Vater, achtfacher Grossvater.

Dann geschah es: er richtete sich auf und setzte sich zwischen uns. Als ob wir die dicksten Freunde wären, schlug er mir, um eine seiner Aussagen zu bekräftigen, auf den Oberschenkel.

Bei aller christlichen Nächstenliebe, das kann er meinetwegen bei seinen Parteifreundinnen praktizieren, aber nicht bei mir. Und schon gar nicht, wenn ich bis auf einige Schweisstropfen splitterfasernackt bin. Ich verspürte plötzlich ein heftiges Bedürfnis, unter die kalte Dusche zu stehen.