Flohnmobil – im Alltag unterwegs

Reiseberichte und Anekdoten. Alltagskram im Lande Balkonien.

Die Flohnmobile

Westfalia Joker, Jg. 1988

Spartanisch, wendig, unvergesslich: Unser VW-Joker mit Aufstelldach. Er hat uns von 1994 bis 1998 in die Sommerferien und an zahlreiche Wochenenden begleitet.
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Dodge Horizon, Jg. 1988

Amerikanisch-behäbig hat uns der Dodge Horizon vom März 1999 bis Mai 2001 durch die USA, Kanada, Mexico, Belize und Guatemala geschaukelt. Im Vergleich zum Joker ein Luxusdampfer, war er doch beinahe 6 Meter lang. Im ganzen Fahrzeug konnten wir aufrecht stehen. Zu unserem Komfort auf der langen Reise trugen zwei Klimaanlagen, ein 90-Liter-Kühlschrank, Warmwasseraufbereitung und eine Dusche bei. Der 5,2-Liter Benzinmotor mit seinen 8 Zylindern und dem Automatikgetriebe war etwas durstig und hatte beinahe 20 Liter pro 100 Kilometer geschluckt.
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Toyota Dyna, Jg. 1988

Mehr Traktor denn Wohnmobil war der Toyota Dyna, den wir von Oktober 2003 bis Januar 2005 durch Australien gehetzt hatten. Das allerdings war ziemlich zwecklos, denn aus dem 3-Liter-Diesel-Motor waren nicht mehr als 80 km/h herauszuholen. Das Fahrzeug hatte einen Fiberglas-Aufbau und wurde in einer Stückzahl von lediglich 52 gefertigt. Obschon mit geschickter Einteilung genügend Platz vorhanden gewesen wäre, verfügte das Wohnmobil weder über eine Toilette noch eine Dusche und schon gar keinen Grauwassertank. Dafür haben wir die Warmwasseraufbereitung über das Motor-Kühlerwasser im Verlauf der 15 Monate sehr zu schätzen gelernt. Alles in allem ein solides, verlässliches Fahrzeug.
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Knaus Traveller, Jg. 2001

Unser erstes richtige Wohnmobil mit Schweizer Nummernschild. Nach dem zwar robusten, aber primitiv eingerichteten Australier ein weiterer Quantensprung. Deutlich unter 6 Meter lang, dafür über 3 Meter hoch, furzte er mit uns von 2005 bis 2008 nach Frankreich, Italien, Österreich, Kroatien, Slowenien, Schweden, Norwegen, England und Irland.
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Adria Coral Compact 590 SP, Jg. 2009

Im Mai 2009 haben wir unseren Adria Compact mit Null Kilometern auf dem Tacho übernommen. Wir haben uns bewusst für ein kompaktes Fahrzeug entschieden. Mit seinen 5.99 Metern Länge, 2,15 m Breite und 2,8 m Höhe hält er voll und ganz, was er uns versprochen hat: Er ist ein komplett eingerichtetes Wohnmobil, aber wendig und leicht zu fahren wie ein Camper. Wir haben ihn aufgerüstet mit 2 x 60 W Solarpanele, 160 Ah Bordbatterien, einer Oyster Sat-Schüssel, Markise, einem „echten“ Ersatzrad und zahlreichen kleinen Optimierungen, die uns den Flohner-Alltag auf langen Reisen erleichtern. Mittlerweile segelt der Adria unter fremder Flagge.

 

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