Flohnmobil – im Alltag unterwegs

Reiseberichte und Anekdoten. Alltagskram im Lande Balkonien.

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Alltag auf Abwegen

Ich pflegte früher stets zu sagen, ich hätte nie Ferien, ich würde nur meinen Alltag an einem anderen Ort verbringen. Im Grunde genommen gilt diese Aussage noch immer, auch wenn der Alltag ein ganz anderer geworden ist.

Die ersten Ferien alleine. Ich hätte es nicht gekonnt. Aber die ersten Ferien zusammen mit einer lieben Freundin, das – so hoffte ich – würde mir den Übergang in mein neues Leben erleichtern.

Es ist ein spezielles Abenteuer, mit jemandem, den man vermeintlich gut, aber nur bei Tageslicht kennt, erstmals in die Ferien zu fahren. Meine Freundin hatte mir zwar schon früh, gewagt früh, gesagt, sie könnte sich sogar vorstellen, mit mir auf eine Weltreise zu gehen. Und das hatte sie verkündet, nachdem wir uns erst wenige Male gesehen, jedoch schon hunderte Male geschrieben hatten.

Nun sind wir also mitten in diesem neuen Abenteuer, zwar nicht auf einer Weltreise, jedoch immerhin so weit weg von daheim, dass ein Rückzug in die heimatlichen Gefilde mit einigem Aufwand verbunden wäre. Das Frauchen des Goldschätzchens, langjährigen Lesern dieses Blogs wird es allmählich bimmeln, hat uns eingeladen, einige Tage bei ihr im Nebenhaus zu wohnen.

Jawohl, richtig, wir sind in der Provence! Wir geniessen hier den tiefblauen Himmel und die warmen Temperaturen, während es daheim schon etwas nach Schnee riecht. Wir bummeln durch malerische Orte, setzen uns in ein Café, beobachten die Leute, essen gut, fläzen uns im Liegestuhl am Pool, geniessen auf allen Ebenen, was das Zeug hält.

Natürlich ist es anders. Nie mehr wird sein, was war. Meine Freundin und ich entdecken uns neu, lernen einander noch besser kennen. Ich weiss jetzt schon: Dieser Urlaub wird uns noch mehr verbinden. Wohl schläft sie am Morgen gerne länger als ich, braucht doppelt so lange im Bad, steigt mit beneidenswert eleganter Wäsche ins Bett und neigt mitunter zu schusseligem Getue. Dennoch weiss ich schon nach wenigen Tagen, dass wir nicht das letzte Mal zusammen in die Ferne gefahren sind.

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Veränderliches

In Zeiten, wo sich so vieles verändert, ist es tröstlich, wenn man auf Altbewährtes zurückgreifen kann.

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Bedenkzeit

Dem Einen oder der Anderen dürfte aufgefallen sein, dass es hier schon seit längerer Zeit nichts mehr zu lesen gab. Genau genommen habe ich mit meiner Blog-Abstinenz gerade einen neuen Rekord aufgestellt. Dass dieser nicht aus reiner Unlust und Faulheit entstanden ist – wen wundert’s.

Mein Leben fährt gerade Achterbahn. Stellt mir ständig neue Aufgaben. Lässt mich an der Gerechtigkeit zweifeln. Was mir bis vor wenigen Wochen wichtig war, ist in den Hintergrund geraten. Dazu gehört auch das Blog schreiben und bei befreundeten Blogs vorbeischauen.

Ich frage mich ernsthaft, ob ich diesen Blog weiterführen soll. Wo er doch in einem Leben entstanden ist, das es so für mich nicht mehr geben wird. In der digitalen Welt braucht es nur wenige Mausklicks, und schon ist das Werk von bald sieben Jahren mehr oder weniger gefreuter und gelungener Schreibarbeit vernichtet.

Das wahre Leben geht da etwas umständlicher ans Werk. Aber nicht weniger zimperlich.

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