Flohnmobil – im Alltag unterwegs

Reiseberichte und Anekdoten. Alltagskram im Lande Balkonien.

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Reisevorschläge

Unter anderen Umständen würde ich es ja vielleicht nett finden, dass Booking.com mir Reisevorschläge macht…

… aber selbst dann müsste es nicht unbedingt Schlieren sein.

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Zur Erklärung: Schlieren ist ein Industrie-Vorort von Zürich mit hohem Ausländer-Anteil. Kein Mensch verbringt dort freiwillig seinen Urlaub!!!

Kein Saus ohne Braus

Etwas blauäugig war es schon, ausgerechnet an einem Silvester-Abend in den Bus einzusteigen und aufs Geratewohl loszufahren. Geplant hatten wir vieles. Eine mehrtägige Skitour mit der entsprechend umfangreichen Ausrüstung. Aber keine Übernachtung am Ausgangsort. Das Schicksal nahm seinen Lauf.

Als wir in Adelboden den Bus verliessen, war es bereits dunkel. Die Tourenskischuhe an den Füssen, einen schweren Rucksack am Rücken und die Skis geschultert machten wir uns auf, im Touristendorf ein Hotelzimmer zu finden. Wo immer wir auch anklopften, alles war besetzt bzw. man wollte uns nicht für eine einzelne Nacht beherbergen. Ich weiss nicht mehr, wie viele Hotels wir abklapperten. Aber wie das in solchen Situationen so ist, schraubten wir unsere Ansprühe laufend runter. Am Schluss hätten wir wohl sogar auf einer Kirchenbank übernachtet. Doch soweit sollte es nicht kommen, denn mein damaliger Freund und ich beschlossen, dass wohl aus der geplanten Skitour nichts werden würde.

Missmutig, enttäuscht und voller Zweifel setzten wir uns in den letzten Autobus und fuhren von Adelboden zurück nach Frutigen und mit dem Zug nach Spiez. Dort hatten wir unser Auto stehen. Das grosse Loch in unseren Mägen ignorierten wir geflissentlich und machten uns zuerst daran, noch eine Bleibe zu finden.

Es wirkte reichlich schäbig, das Hotel, das wir schliesslich gleich neben dem Bahnhof fanden. Aber wie war das mit dem Teufel, der Not und den Fliegen? Auf ein opulentes Silvestermenü mussten wir ebenso verzichten wie auf ein anständiges Bett. Die Küche war nämlich nach 22.00 Uhr geschlossen. Alles, was der Wirt uns noch anbieten konnte, war ein Teller voll Kartoffeln und Käse. Auch unter dem Namen “Raclette” bekannt. Und was die Betten betrifft, da waren wir wohl so ziemlich die letzten Gäste, bevor das Hotel Bahnhof Terminus abgebrochen wurde.

Am Neujahrstag gab es dann doch noch eine Skitour, wenn auch nicht die vorhergesehene mehrtägige.

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Um mein leibliches Wohl muss ich mir heute Abend keine Sorgen machen. Auch mein Bett steht, wann immer ich auch rein sinken werde, bereit. Ich hoffe, dass es euch auch so ergeht.

Hebed en guete Rutsch!