Flohnmobil – im Alltag unterwegs

Reiseberichte und Anekdoten. Alltagskram im Lande Balkonien.

Schlagwort-Archiv: Unterhaltung

50 garantierte Lacher

Eigentlich haben sie ja Werbung nicht mehr nötig, der lange Besserwisser im Anzug und der kurze Doofe im orangen Arbeitsmänteli, die gemeinsam als Duo Lapsus auftreten.

Aber ich habe mich gestern so gut amüsiert, dass ich für einmal auch über die umständlichen AGB hinweg gesehen und mich bedingungslos dem Vergnügen hingegeben habe (Vorsicht, Insider-Witz!). Die AGB sahen übrigens 50 garantierte Lacher vor. Ich behaupte, ich habe gestern zumindest 150 Mal herzhaft gelacht ab den Wortspielen, akrobatischen Einlagen und dem tiefsinnigem Humor des erfolgreichen Komiker-Duos. Ein Grossangriff auf die Lachmuskeln! Und das alles bei uns im Dorf (gemäss Lapsus “in der Pampa”) in toller, beinahe familiärer Atmosphäre.

Hier eine kleine Kostprobe aus einem früheren Programm.

Wer den Grossangriff auf seine Lachmuskeln nicht fürchtet, dem sei ein Besuch im Theater am Hechtplatz in Zürich in den kommenden drei Wochen allerwärmstens an den Bauchnabel gelegt.

Und wer noch nicht genug hat oder eben erst auf den Geschmack gekommen ist, findet unter DIESEM LINK weitere Lachnummern von Lapsus.

 

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Gewürzstreuer mit Langzeitwirkung

Es gibt Moment im Leben, da wird man mit einem Mal in die eigene Vergangenheit zurück katapultiert und mit früheren Schand- und anderen Taten konfrontiert. Mir ging es vor kurzem so, als ich den Newsletter von Hubi erhielt. Vor Jahren schrieb ich für die Zeitung mal über Hubi sein Traumgewürz. Seither bin ich nicht nur Kundin bei Hubi, sondern erhalte mit strammer Regelmässigkeit seinen Newsletter. Darin preist er meist seine Geschenkspackungen, die Teilnahme an einer Messe oder ein neues Produkt in seiner Linie an.

Nicht so beim letzten Newsletter. Da verloste er unter seinen Kunden Tickets zur neusten Show von Comedy-Singer Walti Dux mit dem vielsagenden Titel UMPF. Und weil Fortuna in letzter Zeit ab und zu mal auf meiner Seite stand (der 23-Millionen-Jackpot im Schweizer Zahlenlotto wartet offenbar nur noch darauf, noch etwas anzuwachsen, bevor ich ihn knacken darf), gewann ich zwei Tickets für eine Aufführung vor ein paar Tagen.

Nun, der Rest ist schnell erzählt. Mein innig geliebter Mitbewohner und ich besuchten die Vorstellung und waren total von den Socken. Solltet ihr auch mal die Gelegenheit haben, Walti Dux live zu erleben, lasst euch die Gelegenheit nicht entgehen! Aber bitte nur, wenn ihr nicht gerade Muskelkater in den Bauchmuskeln habt, sonst wird’s echt schmerzhaft.

Hier ein kleines Müsterchen von Dux’ Version des Kinderlieds “Deet äne am Bergli”. Hervorragend übrigens geeignet, um Schweizerdeutsch zu lernen bzw. aufzufrischen.

Internationales Eierkochen

„Wie lange muss man denn hier die Frühstückseier kochen?“ fragte mich meine Freundin Gabi vor einigen Tagen. Die Frage mag seltsam anmuten, ist aber nicht ganz unbegründet, erreicht doch Wasser in der Höhe den Siedepunkt bereits vor 100 Grad. Mit „hier“ war Silvaplana gemeint, das auf 1’800 m über Meeresspiegel liegt und wo wir zu viert in den Skiferien waren. Gabi kocht ihre Frühstückseier in der Regel 1’500 m tiefer, in Nürnberg, wo es nach unserem Verständnis – trotz anderslautender Ortsbezeichnung – weit und breit keine Berge gibt.

„Drei oder vier Minuten, je nachdem wie weich du sie magst und wie gross die Eier sind“, war meine Antwort, die prompt mit einem „das langt nett“ quittiert wurde. Ihr Mann und sie mochten keine schlabbrigen Eier zum Frühstück. Sie werde es mal mit fünf Minuten versuchen. „Fünf Minuten, dann sind sie ja schon fast hartgekocht“, gab ich zu bedenken, „Ostern ist doch erst in sechs Wochen.“ Wie schwere Eier sie denn gekauft habe, war nun meine nächste Frage. „Keine Ahnung, woher soll ich denn das wissen!“ „Steht doch auf jeder Schachtel.“ „Sowas steht bei uns in Deutschland nicht auf der Schachtel. Da steht bloss M oder L.“ Mir dämmerte allmählich, dass das mit dem Eierkochen ein gröberes Problem werden könnte.

Am nächsten Morgen verkündete Gabi, ihre Frühstückseier seien nach fünf Minuten kochen noch zu weich gewesen. Zum Glück hatte sie einen Sechserkarton gekauft, so boten sich ihr noch zwei weitere Chancen, perfekte Frühstückseier zu kochen.

Damit ich nicht aus dem hohlen Bauch heraus sprach, kaufte ich auch Eier, 63+ (das ist, für alle Unwissenden, nicht das Alter der Eier, sondern deren Gewichtsklasse), kochte sie viereinhalb Minuten lang und sie waren … PERFEKT.

Gabi jedoch liess ihre Eier am folgenden Morgen sechs Minuten im kochenden Wasser und war – zu unser aller Erleichterung – glücklich. Für Verwirrung sorgte nur noch, dass sie ihre Eier grundsätzlich ins kochende Wasser gibt, während ich sie seit eh und je kalt aufgesetzt habe. Dass etwas so Banales wie Eier kochen derart kompliziert sein kann! Die Frühstückseier haben für viel Gesprächsstoff aber auch viel Gelächter gesorgt. Fast wie bei Loriot, denn Gabi beteuerte, sie koche ihre Eier in erster Linie nach der Fernseh-Uhr und in zweiter Linie nach Gefühl.

Wer fundierte wissenschaftliche Fakten zum Eierkochen in der Höhe nachlesen will, bitte HIER entlang.

Und wer jetzt immer noch nicht weiss, wie lange er seine Eier kochen muss, findet beim WEICHEI RECHNER Hilfe.

Eine offensichtliche Charmoffensive

Ich muss nächste Woche nochmals zu Optiker.

Hm.

Und der Coiffeur ist auch überfällig, schau mich nur an!

Hm. (Blickt von der Zeitung auf, putzt sich die Nase.)
Vielleicht sollten wir mal darüber nachdenken, ob es nicht billiger käme, gleich den Kopf zu ersetzten. Das könnten wir dann bei Obi erledigen.

Ich wollte ihn schon immer mögen … ehrlich!

Nachholbedarf

Ich würde ja zu gerne wissen, zu welchen literarischen Höhenflügen die Schreibschaukel in den letzten zwei Monaten angesetzt hat. Oder mit welchen Spitzfindigkeiten Miss Chatterbox die Welt erheitert hat. Natürlich nimmt mich auch wunder, was der Muger wieder alles angestellt hat und wo der Widmer unterwegs war. Nicht weniger interessant wäre es, herauszufinden was in der Zwischenzeit bei Lisette in Paris alles gelaufen ist oder bei Gabi in Wien. Und was hat wohl die Sonnenblume zum blühen gebracht? Welche Computer-Gadgets hat Thomas ausgegraben und was beschäftigt Hausfrau Hanna? Welche linguistischen Frechheiten hat Frau Müller veröffentlicht und wie geht es eigentlich der kleinen Wanderdüne? Ich muss auch mal wieder nachschauen, was Andi aus der Hauptstadt alles von sich geblökt hat und dann will ich herausfinden, wer Vallartina, meine neuste Abonnentin aus Mexico, ist. Und schliesslich gibt es da noch diesen neuen, kecken Blog von Fieldo the Cat, der das Potential hat, weit über die Landesgrenzen hinaus Berühmtheit zu erlangen.

Meine angeborene Neugierde ist grenzenlos, aber auch ich kann das Rad der Zeit nicht zurück drehen. Alle angesammelten Blog-Beiträge der vergangenen zwei Monate in den Blogs zu lesen, wo ich im Normalfall regelmässig reinschaue, so viel Zeit habe nicht mal ich. Aber hier wird es wieder regelmässig etwas Neues zu lesen geben und all meinen Blog-Freunden werde ich bei passender Gelegenheit wieder meine Kommentare unterjubeln. Das ist kein Versprechen, sondern eine Warnung!

Und nun muss ich hier abklemmen, denn ich muss mich chic machen. Das Flohnmobil hat mich nämlich zu seinem Geburtstagsfest eingeladen.

Vollends unvollendet

Es gibt Leute, die können keinen Satz zu Ende
Sie setzen zu einer Erklärung an und bleiben einfach irgendwo
Wenn sie nicht mehr weiter wissen, lassen sie dem unvollendeten Satz etwas so Unverbindliches wie „oder“, „gäll“, „ich meine“
Ich frage mich oft, ob solche Leute das überhaupt selber

Wie auch immer – mich nervt das kolossal.
Ob das ein Zeichen mangelnder Intelligenz…?
Erstaunlicherweise kann man aber trotz unvollständiger Sätze verstehen, was gemeint ist, oder
Zumindest kann der gepeinigte Zuhörer halbwegs
Und falls er mal den Durchblick nicht ganz hat, kann er ja immer noch

Es gibt Leute, die bringen es fertig, mit unvollendeten Sätzen Geld zu
Zum Beispiel der deutsche Komiker Piet Klocke. Er kitzelt diese Unsitte auf der Bühne gnadenlos aus.

Ich dagegen kann mich lediglich im Blog – wenn überhaupt