Flohnmobil – im Alltag unterwegs

Reiseberichte und Anekdoten. Alltagskram im Lande Balkonien.

Schlagwort-Archiv: Hund

Eines Montag Morgens

… könnte sogar heute sein…

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Unschwer zu erkennen, dass dieser Spruch nicht von mir ist.

Aber welcher Wortmechaniker auch immer dahintersteckt, sein Werk ist genial!

Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Woche.

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Ich habe jetzt auch ein Haustier!

Nein, ich habe nicht ein Haustier. Ich habe sogar zwei.

Zwei niedliche kleine, weisse Pudeli. Sie sind noch etwas scheu, deshalb hier nur ein Bild ihres werten Hinterteils.

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Dennoch sind sie wahnsinnig anhänglich. Begleiten mich auf Schritt und Tritt.

Zugegeben, es war kein von langer Hand geplanter Entschluss, mir so ein Pärchen anzuschaffen. Aber ich konnte nicht lange zögern, sonst hätte ihnen vielleicht ein anderer Tierfreund ein neues zu Hause geboten.

Und ehrlich, weiss hätten die Pudeli nicht unbedingt sein müssen. Ein etwas dezenteres, pflegeleichteres Fell wäre mir eigentlich lieber gewesen.

Aber nur so kann ich mir sicher sein, dass ich auf meinen Spaziergängen mit den Pudeli die gebührende Aufmerksamkeit auf mich lenke, dass sich jeder nach uns umdreht.

Nun kann ich es kaum erwarten, bis vor der Haustüre endlich tiefer Schnee liegt. Nicht nur, dass meine Pudeli mir dann zu Füssen liegen und wunderbar warm geben werden, sie werden sich perfekt tarnen können und sämtliche doofen Sprüche über ihr Aussehen werden an ihnen abperlen wie Wassertropfen auf frisch imprägniertem Leder.

Na, wie findet ihr die Zwei? Es werden übrigens noch passende Namen gesucht.

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Abschied für immer?

“Meinst du, du wirst Conrad jemals wiedersehen”, fragte mich meine Freundin, als wir ein letztes Mal auf dem Kiesweg von der Luxusresidenz des Goldschätzchens weg fuhren.

Mit dieser banalen Frage erwischte sie mich auf dem falschen Fuss. Darüber hatte ich mir noch keine Gedanken gemacht. Hätte ich sollen? Hätte ich diese Reise in die Provence als eine Art Abschied, Teil meiner Trauerbewältigung und gleichzeitig Zeichen für einen Neuanfang abbuchen sollen?

Ich weiss es nicht. Weiss nicht, was aus mir in den kommenden Wochen, Monaten werden soll. Im Zusammenhang mit der Luxushütte und dem Goldschätzchen weiss ich nur eines: Ich habe wunderbare Erinnerungen daran, habe ich doch dort mit meinem Mann in drei Mal mehr als drei Monate verbracht. Diese Erinnerungen sind kostbar, unvergesslich und leider auch unwiederbringlich.

Dennoch bin ich leichten Herzens weiter gefahren. Weiter in mein neues Leben. Weiter zusammen mit meiner Freundin, die momentan das Steuer für mich übernommen hat.

Das Frauchen des Goldschätzchens hat mir beim Abschied versichert, ich sei hier jederzeit willkommen. Und ich bin mir sicher, dass auch das Goldschätzchen nichts dagegen hätte, würde ich nochmals bei ihm aufkreuzen. Es wird wissen, dass von diesen übel riechenden Dingern noch einige übrig sind. Und ich bräuchte nicht mit leeren Händen an der schweren Eichentüre zu klopfen.

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Veränderliches

In Zeiten, wo sich so vieles verändert, ist es tröstlich, wenn man auf Altbewährtes zurückgreifen kann.

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Zwei Tröpfchen Öl

Nach dem letzten Beitrag kommt es gleich nochmals etwas fischig daher. Allerdings in etwas anderer Form.

Langjährige Leser dieses Blogs wissen, dass mein innig geliebter Mitbewohner und ich in den letzten Jahren mehrmals und an verschiedenen Orten Housesitting gemacht haben. Diese Leser können sich vielleicht auch an das Goldschätzchen erinnern. Allen anderen sei gesagt: Das Goldschätzchen ist einer der Hunde, den wir seinerzeit gehütet haben. Da wir dieses Jahr aus verschiedenen Gründen keine Gelegenheit hatten, irgendwo als Housesitter zu amten, sei hier eine Anekdote aufgewärmt.

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Als wir das erste Mal im gediegenen Anwesen des Goldschätzchens waren, wurde ich in einem 45-minütigen Telefongespräch mit dessen Frauchen über Goldschätzchens Gepflogenheiten und kulinarischen Vorlieben aufgeklärt. Das war seinerzeit nötig, weil wir Frauchen nie zu Gesicht bekamen. Unter anderem erklärte uns Frauchen folgendes: Sollten wir einmal eine Büchse Ölsardinen öffnen, darf das Goldschätzchen zwei Tropfen des Öls haben. Diese zwei kostbaren Tröpfchen in Goldschätzchens Napf würde es besonders schätzen.

Ich nahm das seinerzeit zur Kenntnis und erzählte es nach Beendigung des Telefonats dem Mitbewohner. Dieser begann schallend zu lachen. “Ich bin mir ganz sicher, der Hund würde auch den Rest der Büchse, nicht nur die zwei Tröpfchen, fressen!” Die zwei Tröpfchen Öl sind für uns längst zum Running Gag geworden.

Als wir das letzte Mal beim Goldschätzchen waren, kauften wir eine Büchse Sardinen, um es damit zu gegebener Zeit mal zu belohnen. Auch so ein Hund schätzt schliesslich ab und zu mal eine Delikatesse. Irgendwie kam es nicht mehr dazu. Viel schlimmer noch: Wir nahmen das Büchsli mit heim. Und drum dümpelt bei uns seit bald 18 Monaten eine Büchse Ölsardinen rum, für die wir eigentlich so gar keine Verwendung haben. Denn, wie hier jeder weiss, Fische kommen im Hause Flohnmobil aus dem See, nicht aus der Dose.

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Die gefährlichste Stelle unserer gestrigen Wanderung:

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Das ist übrigens Momos Territorium. Der Wanderweg verläuft rechts von den Gebäuden. Selbstverständlich hatten auch wir uns mit einer geladenen Wasserpistole bewaffnet. Aber von Momo keine Spur! Entweder war er/sie gestern am Mittagsschläfchen, in den Ferien oder sonstwie nicht auf Wanderer eingestellt.

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Dies ist nicht irgend ein Schild.

Ooooh nein!

Es ist ein Schild, das das Flohnmobil von einem befreundeten Blog zum Geburtstag geschenkt erhalten hat.

Herzlichen Dank, liebe Hausfrau Hanna! Über solche Geschenke freut sich nicht nur das Flohnmobil, sondern auch die Bloggerin dahinter.

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Fussnote von Hausfrau Hanna (im O-Ton):

Ich muss beifügen, der Hund hat das Maul etwas sehr voll genommen – lag er doch die ganze Zeit faul am Boden. Wenn man genau hinschaut, ist er knapp erkennbar durch das Maschengitter, schräg links vor der Scheiterbeige…

Chasperli-Theater

Ein Chasperli-Theater ist eigentlich eine Aufführung für kleine Kinder. Nichts desto trotz fand letzthin auch bei uns ein Chasperli-Theater statt, allerdings zu einer Zeit, in der die lieben Kleinen schon im Bett sind.

Das waren auch wir an jenem Abend, es war nach 22.00 Uhr. Unseren verzogenen Chasperli hatten wir unten in der Küche zur Nachtruhe gebettet. Kaum hatten wir die Türe hinter uns zuzogen, begann er daran zu kratzen, was wir geflissentlich ignorierten.

Offenbar stand ihm der Sinn nicht im Geringsten nach schlafen, und wenn, dann nicht alleine. Darum begann er, mit dem Kopf gegen die Türe zu hämmern. Wir ignorierten ihn immer noch, waren aber natürlich hellwach. Nach einer halben Stunde wurde es meinem innig geliebten Mitbewohner zu bunt. Er ging runter und wurde von Chasperli Freude strahlend und Schwanz wedelnd empfangen. Der Mitbewohner wies ihn an, auf sein Bett zu liegen und kam wieder hoch. Und Ruhe ward, so dösten wir endlich weg.

Es muss wohl eine Stunde später gewesen sein, als das Gerumpel wieder los ging. Chasperli war in voller Fahrt. Der Mitbewohner allerdings auch, als er ihn erneut, diesmal in wesentlich schärferem Ton, in die Schranken wies. Es kehrte Ruhe ein. Die Housesitter versanken im Lande der Träume.

Unser Glück währte diesmal fast zwei Stunden, wurde dafür aber umso abrupter beendet. Chasperli war noch immer davon überzeugt, dass ihm weit mehr als die schnöde Decke in der Küche zustehe. Zum Glück jedoch schien er sich nicht daran zu erinnern, dass er ein Hund ist und bellen kann, sondern kratzte nur an der wehrlosen, unschuldigen Türe. Die Türfalle vermochte er nicht zu öffnen, denn sobald er sich gegen die Türe lehnte, blockierte das Schloss noch mehr. Im Bett der Housesitter kam es währenddessen zu kleineren Misstönen.

Da gutes Zureden bis anhin nicht geholfen hatte, versuchte nun ich mein Glück mit der Variante “Stuhl vor die Türe”. Das wäre insofern beinahe gelungen, als es zur Türe einen kleinen Absatz nach unten gibt, in den man den Stuhl schräg hineinlegen kann. Zufrieden mit meinem Werk ging ich wieder nach oben. Mittlerweile zeigte die Uhr 2.30 Uhr an. Ich hatte wohl noch nicht viel mehr gemacht, als dem Mitbewohner erzählt, welche Barriere ich angebracht hatte, da rumpelte es bereits wieder. Dieses sture, uneinsichtige Biest!

Erneut schwang ich die Decke zurück. Unten war Chasperli damit beschäftigt, den Stuhl hin und her zu schieben, um besser an die Türe zu kommen. Mit einem siegesgewissen Ausdruck kam er auf mich zu, als ich die Leine vom Haken nahm. Dass wir um diese Zeit nicht spazieren gingen, sickerte wohl erst in sein Hundehirn ein, als er sich am Tisch angebunden sah. Mit genügend Auslauf übrigens zu seiner Decke und dem Wassernapf, aber mit gebührendem Abstand von der Türe.

Nun war es an mir, den siegesgewissen Ausdruck aufzusetzen, denn fortan war es geradezu gespenstisch ruhig in der Küche. Da Chasperli bis anhin nie Tendenzen gezeigt hatte, an unseren Schuhen zu nagen oder etwas vom Tisch zu holen, konnten wir uns einigermassen sicher sein, dass von der Einrichtung noch etwas übrig sein würde.

Am anderen Morgen war Chasperli sichtlich reserviert. Er verweigerte sogar das Fressen. Eine grössere Diva als diesen Hund kann man sich nicht vorstellen! Selbst ein Happen Fressen mitten auf der Pfote ignorierte er tapfer.

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Es gibt noch andere Hunde in Frankreich

Regelmässige, um nicht zu sagen langjährige Leser des Flohnmobils, werden die Begriffe Housesitting, Frankreich und Hund unweigerlich mit dem Goldschätzchen in Verbindung bringen. Indes, es gibt noch mehr Hunde in Frankreich…

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… die eine Ferienvertretung suchen. Ganz abgesehen davon, ist das one and only Goldschätzchen momentan nicht auf Besuch eingestellt.

Diesmal sind wir auf einem alten Bauernhof nordöstlich von Toulouse im Département Tarn. Unsere Behausung wird in den Sommermonaten vermietet, die Besitzer – ein englisches Paar – bewohnt die andere Hälfte des 250-jährigen Steinhauses. So haben wir also eine Loge mit einer geräumigen Küche, einem Tanzsaal von einem Schlafzimmer und einem Bad, das so gross ist, dass sich mein innig geliebter Mitbewohner und ich für einmal nicht auf den Füssen rumtreten. Soweit zu den Sonnenseiten. Über die schattigen Plätze werde ich mich ein anderes Mal auslassen.

Nur noch eins: Die Internet-Verbindung ist etwas launisch. Drum bin ich schon froh, wenn ich einen eigenen Blog-Beitrag auf die Reihe kriege. Befreundete Blogs abzuklappern, deren Seitenaufbau länger dauert, als den Inhalt zu lesen, hält mein Nervenkostüm nur bedingt aus. Um Verständnis wird gebeten.

Kein Gassi mehr

Es sind weit mehr als 700 Kilometer, die uns von der Provence trennen. Es sind Welten. In vielerlei Hinsicht. Wir haben sie genossen, diese Wochen der Beschaulichkeit in dem grossen Landhaus am Waldrand. Wir haben den Pool genossen, die Stille, die quirligen Märkte, den Sternenhimmel, die Velotouren ohne Winterwäsche, das gute Essen, die Wärme. Und natürlich das Goldschätzchen, das uns – trotz seiner mannigfaltigen Marotten – sehr ans Herz gewachsen ist.

Wir  hätten es durchaus noch länger ausgehalten. Aber zu Hause ist es ja irgendwie auch schön. Einfach anders. Mit ganz anderem Aufgaben und Möglichkeiten, anderem Tagesablauf und Prioritäten. Der Hund zum ausführen fehlt. Und damit die Motivation, sich nach dem Abendessen nochmals aus dem Haus zu begeben. Dabei haben diese Gassi-Runden nicht nur dem Goldschätzchen gefallen.

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