Flohnmobil – im Alltag unterwegs

Reiseberichte und Anekdoten. Alltagskram im Lande Balkonien.

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Käfele

Eine Einladung zum Kaffee ist der Inbegriff der Gemütlichkeit. Doch damit nicht genug. Eine Einladung zum Kaffee trinken, oder eben “käfele”, hat beinahe etwas Institutionelles.

Denn eine Einladung zum Kaffee ist befristet, endlich. Man weiss genau, dass die Gäste in absehbarer Zeit wieder gehen werden, ohne dass man sich verlegen im Stuhl räuspern, gähnen oder weitere Zeichen allfälliger Überdrüssigkeit von sich geben muss. Wenn man zum Kaffee einlädt oder zum Kaffee eingeladen ist, geschieht das in der Regel zwischen den Hauptmahlzeiten. Treffe ich jemanden am Vormittag zum Kaffee, so wissen wir beide im voraus, dass jeder an seinen eigenen Herd zurückkehren wird noch bevor die Uhr Zwölf schlägt. Selbiges gilt für den Nachmittags-Kaffee. Nur in den seltensten Fällen folgt darauf ein gemeinsames Nachtessen.

Käfele ist allein schon deshalb schön, weil man so Leute treffen kann, ohne dass man sich gleich stundenlang in die Küche stürzen oder – hebt man die Tasse auswärts – tief in den Sack langen muss.

Ein Treffen zum Kaffee ist auch etwas Niederschwelliges. Man macht mit jemandem, den man zum ersten Mal trifft, zum Kaffee ab. Das ist ziemlich unverbindlich, notfalls kann man nach dem ersten Schluck schon wieder das Weite suchen. Okay, das männliche Geschlecht würde sich in dieser Situation vielleicht eher auf ein Bier treffen. Ich kenne allerdings diverse Männer, die mir eine Einladung zum Kaffee nicht abschlagen können. Über die Jahre haben sie erfahren, dass es im Hause Flohnmobil nicht nur guten Kaffee gibt (das soll zwar weitgehend Geschmackssache sein), sondern auch immer etwas Selbstgebackenes dazu.

Es bleibt deshalb selten beim blossen Kaffee trinken. Vielmehr kommt etwas fürs Hüngerli dazu. Und wenn es dann so daherkommt wie auf dem Bild, steht die Tür zum Schlaraffenland bereits ziemlich weit offen.

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Makaber (2)

Makaber ist…

… wenn man mir zwei Tage nach der Beerdigung meines Mannes

Totenbeinli schenkt.

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Ich weiss, dass da keine böse Absicht dahintersteckte.

Dennoch…

Verwechslung ungünstig

Ich backe viel und gerne. Nicht nur Kuchen, sondern auch Brot und anderes Gebäck. Da ein Backofen ganz schön viel Energie verbraucht, versuche ich immer, seinen Kapazität so gut wie möglich auszunützen. Mein Backofen läuft nie wegen zwei einsamen Frischback-Brötli. Aber gar nie!

Natürlich kann auch ich ich mein hehres Ziel nicht immer erreichen, den Backofen doppelt zu bestücken. Aber ich bemühe mich zumindest. So brutzelt beispielsweise über drei Laiben Brot das Nachtessen in Form eines Poulets im Bratbeutel. Oder die Aubergines, die ich am nächsten Tag für die Vorspeise brauche, garen zeitgleich mit einem Cake.

Durch geschickte Planung lässt sich so Energie sparen, ohne dass die kulinarischen Wünsche zu kurz kommen. Am Schluss braucht es einfach noch den Durchblick, was da eigentlich alles im Backofen schmurgelt, was wann fertig ist und welcher Nachbehandlung es bedarf. Im vorliegenden Fall wäre den Auberginen eine Zitronen-Marinade sicher wesentlich besser bekommen, als wenn der Zitronencake mit Kräutern, Olivenöl und Knoblauch bestrichen worden wäre.

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