Flohnmobil – im Alltag unterwegs

Reiseberichte und Anekdoten. Alltagskram im Lande Balkonien.

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Schatten auf der Seele

Ich danke euch für all die aufmunternden, mitfühlenden Kommentare zu meinen letzten beiden Beiträgen mit vielen guten oder zumindest gut gemeinten Ratschlägen. Ausnahmsweise beantworte ich sie nicht einzeln, da mir dazu die Energie fehlt.

Eines ist mir klar geworden: Diesen Blog werde ich nicht aufgeben, aber wohl eher über über andere Themen schreiben. Das Flohnmobil ist mir in den vergangenen Jahren nicht nur wichtig geworden, sondern ist teilweise, wenn für Aussenstehende manchmal auch etwas kryptisch, ein Spiegel meiner Seele. Ein Rückblick auf glücklichere Zeiten. Und gerade Letztere werde ich nicht einfach mit einem Mausklick auslöschen.

Der Austausch mit euch liegt mir am Herzen. Der Tag wird kommen, wo ich wieder bei anderen Blogs vorbeischaue und meinen Senf dazu schreibe. Die Vergangenheit hat schon mehrfach bewiesen, dass der Schritt von der virtuellen in die reale Welt durchaus vollzogen werden kann und in der Regel sehr bereichernd ist.

Dieses Lied von Adel Tawil, das derzeit mehrmals täglich am Radio läuft, bewegt mich jedes Mal und rührt mich zu Tränen. Schatten auf meiner Seele…

 

Schreib doch mal wieder!

Nach einigen Tagen war es selbst meinem innig geliebten Mitbewohner aufgefallen. “Du hast schon lange nicht mehr gebloggt.” Diese Einsicht ist umso erstaunlicher, als der Mitbewohner relativ wenig von meinen bloggenden Aktivitäten hält.

Aus diversen Gründen ist mir etwas die Lust am Blog schreiben abhanden gekommen. Der Mitbewohner – seit jeher praktisch veranlagt – hielt auch hierzu eine Lösung parat. “Schreib halt nicht immer über mich. Schreib halt mal über den Frühling.”

Das finde ich grundsätzlich eine gute Idee. Deshalb:

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Gewinnbringende Blog-Pause

Sorry, die nächsten 24 Tage gibt es hier keine neuen Blog-Beiträge mehr zu lesen.

Das findet ihr schade? Ich auch! Aber ich kann zumindest mit einer plausiblen Erklärung aufwarten. 

Ich bin nämlich schwer beschäftigt, richtiggehend unabkömmlich. Ich muss an derart vielen digitalen Advents-Kalendern jeden Tag ein Türchen öffnen, dass zum Bloggen beim allerbesten Willen keine Zeit bleibt. 

Schliesslich will ich mir all die in Aussicht gestellten Gewinne nicht entgegen lassen. Das versteht ihr doch sicher, oder?

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Die Mitte fehlt

Bloggen mit WordPress erschliesst mir die Welt. Da sitze ich ganz still und einsam in meinem Kämmerchen (aktuell zwar am Esstisch, aber das tönt zu wenig poetisch), aber die ganze Welt kann meine Blogs mitlesen.

Zumindest in der Theorie. In der Praxis hätte das Flohnmobil natürlich wesentlich bessere Chancen, gelesen zu werden, wenn es auf Englisch wäre. Trotzdem haben sich schon Leserinnen und Leser aus 89 verschiedenen Ländern hier eingefunden, wie der folgende Screenshot meiner Statistik manifestiert. Je dunkler rot das Land, desto mehr Klicks. Dass die Schweiz, Deutschland und Österreich die Statistik anführen, liegt auf der Hand.


Erst kürzlich ist mir aufgefallen, dass das bevölkerungsreichste Land fehlt. China, das Reich der Mitte. Nicht ein Klick.

Hey ihr Chinesen, bin ich euch zu wenig gut?
Interessiert es euch nicht, was ausserhalb eures Landes geschieht?
Soll ich wieder mal etwas über Reis veröffentlichen?
Oder dürft ihr nicht?

Liest hier jemand mit, der schon mal Besuch aus China auf seinem Blog hatte?

Jubilierend

Wie war das schon wieder vor vier Jahren? Mit zittrigen Fingern sass jemand am PC und kratzte allen Mut zusammen, um den OK-Knopf zu drücken. PAFF. Da war es also geschehen. Der erste Blog-Beitrag in die Welt gesetzt.

Die Frage, die bis heute nur zum kleinsten Teil beantwortet ist: Wer würde so etwas lesen? Wer interessierte sich für die Banalitäten einer Durchschnitts-Bürgerin?

Die Antwort darauf: Einige. Und einige davon seit dem ersten Tag. Dieser handvoll Leserinnen und Lesern und allen anderen, die in der Zwischenzeit dazugekommen sind (die Abtrünnigen kann ich auf diesem Weg leider nicht erreichen und deshalb wissen sie auch nicht, was sie verpasst haben), danke ich für ihre Treue.

Das Flohnmobil wird heute vier Jahre alt. Ganz schön alt für diese schnelllebige Zeit. Eine Zeit, in der ich schon viele Blogs habe aufgehen sehen, die aber über kurz oder lang wieder verschwunden sind bzw. vernachlässigt wurden. Einen Blog zu betreiben – auch wenn man nur jede Woche oder noch weniger schreibt – ist trotz allem ein Stück Arbeit. Kein hartes, denn es geschieht ja freiwillig, aber von nichts kommt auch in diesem Fall nichts.

Deshalb bin ich trotz allem etwas stolz, dass mein Blog heute den vierten Geburtstag feiert. Und dass dies der 1000. Beitrag ist, macht die Sache noch runder.

Wer’s nicht glaubt, soll nachzählen…

Was habe ich da wieder angerichtet!

Kochen und bloggen haben eines gemeinsam: Das Zubereiten dauert in aller Regel wesentlich länger als das Konsumieren.

Während die Einen ausschliesslich konsumieren, macht es den Anderen mehr Spass, produktiv zu sein. Als Köchin wie als Bloggerin komme ich durchaus in den Genuss fremder Kreationen. Heute allerdings ist die Reihe zum Kochen an mir. Und heute dauert das Zubereiten des Gästemenüs auf jeden Fall viel länger, als es brauchen wird, selbiges zu verspeisen. Auch wenn die erwarteten Gäste bekannter weise über ein sehr solides Sitzpolster verfügen.

Dem Bloggen wie dem Kochen geht immer eine gewisse Vorbereitungsphase voraus. Selten setze ich mich an den PC ohne nicht schon gewisse Vorstellungen des zu schreibenden Blogbeitrags zu haben. Selten allerdings auch die Fälle, wo ich nur schreibe, nicht aber auch in anderen Blogs lese.

Wie beim Kochen weiss ich auch beim Bloggen nicht immer so genau, was dabei herauskommt, wie euch mein Menü schmeckt. Beiträge, die ich selber als besonders gelungen einstufe, lösen kein Echo aus, während unter Umständen ein einziges Bild mehrere Kommentare hervorbringt.

Bei aller Liebe zum Kochen, wenn ich nur für meinen innig geliebten Mitbewohner und mich koche, veranstalte ich nicht so einen grossen Aufwand (es „Gköch“, wie das bei uns heisst). Da gibt es meist keine Vorspeise, und wenn, so besteht sie nicht aus drei verschiedenen Panna Cottas.

Und einen gewichtigen Vorteil hat bloggen gegenüber kochen auf jeden Fall: Bloggen hat keine Kalorien.

Dieser Blog ist im Verlauf des Samstag Nachmittags entstanden. Zur Veröffentlichung geplant habe ich ihn erst Stunden später. Feind liest mit! Welche Köchin gibt den Gästen schon im Voraus preis, was auf den Teller kommt. Ich jedenfalls nicht!

Heute könnt ihr mich alle gern haben

Da hat sich einiges verändert in den vergangenen drei Jahren. In diesem Blog und überhaupt so. Auch die Macher bei WordPress lassen sich immer wieder Neues einfallen. Nicht alle Features kann ich gebrauchen, setze ich ein. Manches ist mir zu technisch. Gewisse Sachen kann ich nicht nützen, weil ich kein Smartphone habe. Andere Möglichkeiten gehen an mir vorbei, weil ich mich standhaft weigere, ein Facebook-Account zu eröffnen oder durch die Gegend zu zwitschern.

Und da gibt es diesen „gefällt mir“ Knopf. Auch ohne, dass ich ihn aktiviert hätte, verpassen mir einige bloggende Leserinnen und Leser mit einer gewissen Beharrlichkeit solche „Likes“, die ich mit ebensolcher Sturheit ignoriert und nie erwidert habe. Ich will mich nun – zumindest vorläufig – nicht mehr länger gegen diese digitalen Streicheleinheiten sträuben und schenke meinem Blog zu seinem dritten Geburtstag diese Funktion.

Ihr dürft mich das Flohnmobil ab sofort gern haben!

Der Schlechtwetter-Blog

Da ist es wieder, dieses Phänomen, das ich schon früher beobachtet habe: Mit den steigenden Temperaturen saust die Besucher-Statistik in den Keller. Dies tut sie vermutlich kaum, weil es ihr zu heiss geworden ist. Der Grund dürfte eher daran liegen, dass man bei schönem Wetter Sinnvolleres mit seiner Zeit anstellen kann, als sich an den PC setzen und sich durch Blogs zu lesen.

Ich stelle auch bei mir eine gewisse Unlust fest, meine Zeit am PC zu verbringen. Natürlich könnte ich im Freien Bloggen. Notebook und WiFi machen’s möglich und ab und zu mache ich davon Gebrauch. Aber ich mag es nicht sonderlich, wenn ich im grellen Licht im Bildschirm nur die Hälfte sehe oder sich mein helles T-Shirt spiegelt. Vermutlich gäbe es bessere Monitore und dunklere Sonnenmarkisen, mit Sicherheit schwärzere T-Shirts…

Seit es praktisch über Nacht Sommer geworden ist, wird mein Blog deutlich seltener besucht. Stellt ihr das bei euren Blogs auch fest, oder ist nur das Flohnmobil zur lahmen Ente geworden?

Übrigens, bei uns hat es zurzeit noch dunkle Wolken am Himmel. Aber sobald diese sich verzogen haben, werde ich nach draussen gehen und ein lange gehegtes Vorhaben umsetzen: Holunderblüten sammeln für ein paar Gläser Holunderblüten/Apfelsaft-Gelee.

Im Gänsemarsch durch die Blog-Welt

Es geht wieder um. Das Schreckgespenst. Einst waren es Blog-Awards, die weitergereicht wurden – und ich fresse einen Besen samt Putzfrau, dass wieder mal so eine Welle kommen wird – nun ist es ein Frage-Antwort-Spiel. Eigentlich nur eine digitale Version des vermaledeiten Kettenbriefs. Ich habe mir gut überlegt, ob ich das Stöckchen, das mir die Seifenfrau aus dem Frankenland zugeworfen hat, artig auffangen oder ob ich aus ihm Kleinholz machen soll. Nun, ich habe mich für die 1. Variante entschieden. Schliesslich schadet es nichts, wenn man mal wieder über sein Tun und Lassen etwas gründlicher nachdenkt.

Drum nun also meine Antworten auf die Fragen, die offenbar die Blogger-Welt so brennend interessieren.

Bloggerinnen-Typ
Mit Herz und Seele dabei. Bei jeder Gelegenheit im Geiste neue Texte ausheckend. Mitunter fast zwangshaft. Kaum vom PC wegzubringen, bis ein Blog im Kasten ist. Latent schlechte Laune, wenn die Zeit zum Bloggen nicht reicht.

Gerätschaften digital
Ein Notebook, ein Desktop-Computer, beide unter der Fenster-Flagge segelnd.
Europaweit gültiger Surfstick mit vernünftigem Tarif, damit ich auch ganz sicher immer und überall ins Netz komme.
Ein Handy, das wenig mehr ausser telefonieren kann.
Eine Digicam, die mich auf fast jedem Ausflug begleitet.

Gerätschaften analog
Kugelschreiber, Fresszettel, Duden Band 1 bis 12.

Arbeitsweise
Nach Lust und Laune. Zu keiner vorgegebenen Tageszeit. Am liebsten und ergiebigsten, wenn ich alleine zu Hause bin. Mitunter etwas chaotisch. Der Beitrag, den ich schreibe, kann sich im Verlauf des Textes um 100 % wenden, die Pointe entsteht häufig erst gegen Ende oder wenn ich in meinem Bildarchiv ein Foto am Suchen bin.

Wie sammelst du deine Blog-Ideen?
Überall und ständig. Manchmal reicht eine Bemerkung meines innig geliebten Mitbewohners oder ein aufgeschnappter Satz im Zug, manchmal der Blick in ein altes Reisetagebuch oder Fotoalbum. Wenn ich ein Thema nicht sofort verbloggen kann oder finde, der Augenblick für eine Veröffentlichung sei unpassend, mache ich mir Notizen auf einem Fresszettel oder in einem kleinen Notizbuch.

Was ist dein bester Zeitspar-Trick/Shortcut fürs Bloggen/Internet?
Wenn die Zeit zu einem gediegenen Blog-Beitrag nicht reicht, stelle ich manchmal ein witziges Bild ein. Ich versuche, mir keine grauen Haare wachsen zu lassen, wenn das Flohnmobil mal ein, zwei Tage ohne mich unterwegs ist.

Benutzt du eine To-Do-List-App?
Ja was ist das denn für eine Frage? Sehe ich denn so aus, als ob ich mein Leben von Apps bestimmen lassen würde!

Gibt es neben Telefon und Computer ein Gerät, ohne das du nicht leben kannst?
Nicht leben kannst oder nicht leben willst? Aus meiner Optik als Frau und Köchin finde ich es schon ganz nett, nicht täglich anschüren zu müssen, bevor ich einen Kaffee trinken kann. Auch die Vorzüge eines Kühlschranks möchte ich nicht missen, genauso wenig die der Waschmaschine oder des Staubsaugers. Und ein eigenes Auto vor der Haustüre ist auch ganz nett.

Gibt es etwas, das du besser kannst als andere?
Ja sicher gibt es das. Doch da kommen dann wieder andere daher, die es noch besser können.

Was begleitet dich musikalisch beim Bloggen?
Meist gar nichts. Vielleicht plärrt der Radio. Aber ich brauche eigentlich keine Dauer-Beschallung.

Wie ist dein Schlafrhythmus?
Wenn diese Frage darauf hinauslaufen soll, ob ich meine Blogs frühmorgens oder erst nach Sonnenuntergang schreibe, muss ich stinklangweilig einräumen: Die Blogs werden meist bei Tageslicht verfasst. Im Vergleich zu den „Anderen“ bin ich sicher keine Frühaufsteherin.

Eher extrovertiert oder introvertiert?
Im Freundeskreis durchaus extrovertiert, kann ich in grösseren, mir wenig bekannten Menschenansammlungen zur reinen Zuhörerin mutieren.

Wer sollte diese Fragen noch beantworten?
Eigentlich hätte ich ja gerne einen Blick in den Elfenbeinturm der Druckstelle geworfen. Doch da ist mir jemand zuvorgekommen.
Drum werfe ich den Ball an Flugkapitän nff. Wenn er wirklich so buchstabensüchtig ist, wie er auf seinem Flugschreiber behauptet, wird er eine Menge zu berichten haben.
Und meine neuste Leserin aus England hat bestimmt auch einiges zu berichten, dass uns hier auf dem Kontinent interessiert.

Der beste Rat, den du je bekommen hast?
Solche Fragen regen mich grundsätzlich auf. Ich weiss auch nicht, was das Beste war, das ich je gegessen habe, der schönste Strand, den ich je gesehen habe und das beste Buch, das ich je gelesen habe.

Noch irgendwas Wichtiges?
… ähm… Habt ihr mein Buch schon gelesen?