Flohnmobil – im Alltag unterwegs

Reiseberichte und Anekdoten. Alltagskram im Lande Balkonien.

Ab durchs Loch

Dauerrrrrrrregen im Norden, Sonne im Süden. Nichts wie ab durchs längste Eisenbahntunnel der Welt (für mich die Premiere notabene). Der Einstieg gestaltete sich allerdings etwas harzig, forderte uns doch der Zugsbegleiter während der Fahrt auf, den Waggon zu wechseln. Grund dafür war, dass die Lautsprecherdurchsagen nicht funktionierten und sich deshalb aus Sicherheitsgründen im 57 km langen Tunnel niemand aufhalten durfte. Murrend und schnödend stiegen wir in Arth Goldau in die vordere Zugskomposition um. Und machten uns gänzlich ungeniert in der 1. Klasse breit. Dass wir während der ganzen nachfolgenden Fahrt bis Lugano nicht einen Pieps aus den Lautsprechern hörten, ist eine andere Geschichte.

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Die Wanderung startete in Arzo, wir überquerten nach wenigen Metern den Zoll, mussten uns mehrere Male vor den flott fahrenden Italos an den Strassenrand retten und folgten dem vorauseilenden Beat, der eine möglichst verkehrsarmte Route durch Saltrio und Viggiù herausgesucht hatte.

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Am Ortsrand kamen wir an prächtigen und prächtig verlotterten Anwesen vorbei.

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Und endlich der erlösende Wegweiser, der uns auf den Wanderweg lotste.

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Die wahre Wanderung konnte beginnen!

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Irgendwo dort hinten muss wohl Milano sein.

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Grundsätzlich ist die Strasse auf den Monte Orsa befahrbar, weil dort oben zwei riesige Sendetürme stehen. Aber unser Weg führte uns glücklicherweise nicht die ganze Zeit über Asphalt.

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Boah, Panorama!!!! 360-Grad-Rundsicht vom 998 m hohen Monte Orsa

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Das Tor zur Vergangenheit. Die Schützengräben und Kavernen aus dem 1. Weltkrieg.

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Wir laufen – mehr oder auch weniger beeindruckt – durch die alten Stellungen, vorbei am Labyrinth aus Gräben, Beobachtungsposten und Schiessscharten.

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Wieder zurück daheim. Altvertraute Wegweiser.

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Allgemeines Schmetterlings-Fotografieren.

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Und selbst ein Blümchen fand sich noch im trockenen Herbstwald. Eine winzige Zyklame.

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“Prähistorische” Felszeichnungen im alten Steinbruch oberhalb Arzo.

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Witzige Wandmalereien in Besazio mit täuschend echter Dreidimensionalität.

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Zurück am Bahnhof von Mendrisio blieb keine Zeit zur Einkehr. Aber so kurz vor dem Wintereinbruch mussten die Glacés am Kiosk offenbar weg. Wir haben tatkräftige Unterstützung geboten, die alten Bestände abzubauen.

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Einmal mehr eine ganz tolle Wanderung. Und noch immer ohne Handschuhe und Mütze. Beat hat für uns das bestmögliche aus diesem Tag herausgeholt. Vielen Dank für die nimmermüde Wanderleitung und die tolle Begleitung. Ich fand es eine sehr sypmathische Wanderung. Nicht zuletzt, weil meine Schuhe total sauber geblieben sind.

Mehr Informationen und Bilder gibt es HIER.

Karte

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14 Antworten zu “Ab durchs Loch

  1. sweetkoffie 12. November 2017 um 10:31

    Wunderbare Wanderung, wunderbare Fotos. Bei mir kommt Wehmut auf, denn voriges Jahr um diese Zeit war ich auch dort. LG sk

    Gefällt 1 Person

  2. Hedwig Mundorf 12. November 2017 um 12:01

    Ein toller Bericht mit noch tolleren Fotos. Vielen lieben Dank dafür

    Gefällt 1 Person

  3. Jürg 12. November 2017 um 12:41

    Trotz abenteuerlicher Hinfahrt habt ihr da wieder eine herrliche Tour gemacht. Gruess Jürg

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    • Flohnmobil 13. November 2017 um 16:15

      Da gingen die tollsten Gerüchte um, wir würden vielleicht im vorderen Teil des Zuges gar keinen Platz finden und müssten zurückbleiben, weil ein Waggon nur zu 140 % besetzt sein darf, wenn’s durchs grosse Loch geht. Ist glücklicherweise alles nicht eingetroffen und es wurde eine tolle Wanderung.
      Grüessli
      Bea

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  4. Werner Ammann 12. November 2017 um 21:48

    Eine schöne Wanderung in einer mir noch nicht so bekannten Gegend. Da werde ich mich dran erinnern, wenn wir das nächste Mal in Lugano in den Ferien sind!
    Gruss vom Werner und Timi

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  5. canadaeinfach 13. November 2017 um 10:05

    Und so etwas im November, das ist schon fast nicht vorstellbar. Finde ich toll.
    Herzliche Grüsse
    Anita

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  6. Roswitha 15. November 2017 um 00:44

    Da ich jetzt von oben nach unten deine Beiträge lese, sind dies wohl meine ersten Eindrücke von deinen Wanderungen, denen ich nun wieder folgen werde. Und wenn mich nicht alles täuscht, mit einer neuen Wandergruppe. Schön diese Tour, die ich durch deine Bilder wieder miterleben konnte. Danke

    Gefällt 1 Person

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