Flohnmobil – im Alltag unterwegs

Reiseberichte und Anekdoten. Alltagskram im Lande Balkonien.

Schräges Gebäck in ordentlichen Streifen

Esswaren haben mitunter schräge, nicht nachvollziehbare Namen. Häufig denkt man sich nicht viel dabei, dass nun halt ein Mailänderli ein Mailänderli ist. Oder den politisch unkorrekten Mohrenkopf findet man trotz allem gut. Auch das Ochsenäugli löst keinen Brechreiz aus. Selbst Wespennester und Bienenstiche, so sie denn kulinarischer Natur sind, werden anstandslos toleriert.

Man denkt sich nicht viel dabei…
… bis man bei besonderen Anlässen besondere Präsente überreicht erhält (siehe diesen Blog-Beitrag).

Und inspiriert von jener Erfahrung hat sich Frau Flohnmobil heute mal wieder mit dem Mixer bewaffnet und gebacken. Herausgekommen ist:

DSC02363

Das Rezept:

125 g Butter
250 g Zucker
1 Päckli Vanillezucker
4 Eier
500 g Mehl
200 g ganze Haselnüsse

Butter, Zucker und Eier schaumig rühren, mit den restlichen Zutaten zu einem festen Teig kneten und kühl stellen. Auf Mehl 1 cm auswallen und Stengeli schneiden. Mit Eigelb bestreichen. Backen bei 180° während 15 bis 20 Minuten.

So habe ich also die Flucht nach vorne ergriffen und selber Totenbeinli gebacken. Einerseits, weil ich das knusprige Gebäck mag, andererseits, weil sie mir heute Abend so vorzüglich als Mitbringsel dienen werden.

Denn: ICH darf das.

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16 Antworten zu “Schräges Gebäck in ordentlichen Streifen

  1. anneinsideoffice 23. Juli 2017 um 16:17

    Genau, selber darf man makaber sein.
    Und schön, dass du so ein selbst gebackenes Mitbringsel hast!

    Gefällt 2 Personen

  2. schreibschaukel 23. Juli 2017 um 17:15

    Ich mag deinen Trotzallem-Humor – und ich hör‘ da oben grad wen kichern.

    Gefällt 2 Personen

  3. R + B 23. Juli 2017 um 19:04

    Liebe Bea, deine Ueberraschung ist Dir perfekt gelungen. Herzlichen dank für das grosse Probiererli. Hat wunderbar gemundet zu einer Tasse Tee.
    Es Grüessli

    Gefällt 2 Personen

  4. Jürg 23. Juli 2017 um 20:04

    Liebe Bea dein Schmerz und Leid kann keiner von uns nachvollziehen, und doch zieh ich meinen Hut (hab zwar grad keinen auf) ob deiner Stärke – auch wenn diese nur vordergründig so erscheint. Hier habe ich noch ein Gedicht für dich:

    Keiner wird gefragt
    wann es ihm recht ist
    Abschied zu nehmen
    von Menschen
    Gewohnheiten
    sich selbst
    irgendwann
    plötzlich
    heisst es
    damit umgehen
    ihn aushalten
    annehmen
    diesen Abschied
    diesen Schmerz des Sterbens
    dieses Zusammenbrechen
    um neu aufzubrechen
    Margot Bickel

    Liebe Grüsse
    Jürg

    Gefällt 1 Person

  5. Silberdistel 24. Juli 2017 um 09:52

    Auch wenn sie einen recht makabren Namen haben, ich Verlass mich auf Deinen kulinarischen Geschmackssinn und werde sie mal nachbacken.
    Schön, dass Du Deinen Humor trotz all des Kummers nicht verloren hast. Falls er dennoch abhandengekommen war, blitzt er zumindest nun wieder durch und das ist gut so.
    Liebe Grüße schickt Dir die Silberdistel

    Gefällt 1 Person

  6. modepraline 24. Juli 2017 um 21:09

    Und WIE Du das darfst – ich staune über Deine Kraft … WOW … einfach nur WOW! 🙂

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  7. Roswitha 1. August 2017 um 21:17

    Die sehen köstlich aus und ich finde, das sie nicht wie Totenbeinli ausschauen, sondern eher zum reinbeißen. 🙂

    Gefällt 1 Person

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