Flohnmobil – im Alltag unterwegs

Reiseberichte und Anekdoten. Alltagskram im Lande Balkonien.

Das Frustgebäck

Wer hier schon länger mitliest, weiss: Dieser Blog hat auch eine kulinarische Seite. Und wer hier schon länger mitliest, merkt spätestens seit dem letzten Satz: In diesem Blog wurde schon lange nicht mehr gekocht oder gebacken.

Das mit dem Kochen und Backen im Allgemeinen und mit dem Essen im Besonderen ist ein schwieriges Thema geworden im Hause Flohnmobil. Die kulinarischen Vorlieben meines Mannes erkenne ich in den letzten Monaten kaum wieder, ganz abgesehen davon, dass er nur noch Mini-Portiönchen “verzehrt”. Dennoch flackert in mir ab und zu die alte Leidenschaft auf, denn wie gerne würde ich wieder regelmässig fantasievolle, originelle und mitunter auch aufwändige Gerichte auf den Tisch bringen. Und schliesslich muss ich ja auch noch etwas essen.

Meine Küche ist nicht mehr besonders raffiniert. Noch einfältiger als die drei Hauptmahlzeiten kommt bei uns nur noch die Kategorie Süsses daher. Hatte ich früher in der Regel mindestens zwei Kuchen pro Woche gebacken, weiss ich schon bald nicht mehr, wie so etwas geht und kaufe mir stattdessen ab und zu etwas Süsses. Mein Bedarf an E-Stoffen und weiteren undefinierbaren Hilfsmitteln ist allerdings bereits wieder bis auf unbestimmte Zeit gedeckt.

Und drum habe ich heute aus lauter Frust wieder einmal gebacken. Aus Frust über den Verlust meines bisherigen Lebens. Aus Frust über unsere beschissene Situation, die uns zu Einsiedlern werden lässt. Aus Wut und Verzweiflung vor der Ungewissheit, die auf uns wartet.

Und letztlich auch, weil ich Hefegugelhopf mag. Da ich ihn ohnehin praktisch alleine essen muss, habe ich zwölf kleine Gugelhöpfli gemacht, von denen ich den grössten Teil einfrieren werde. Und da ich keine Mini-Gugelhopf-Formen habe, kamen meine Silikon-Förmli wieder mal zum Einsatz. Ob etwas draus geworden ist, oder ob ich mir mit der Frust-Backerei grad den nächsten Frust aufgeladen habe, weiss ich derzeit noch nicht.

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6 Antworten zu “Das Frustgebäck

  1. Anhora 2. Juli 2017 um 12:06

    Gelegentlich ein Inselchen der Normalität tut wahrscheinlich gut. Ich wünsche euch einen guten Appetit!

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  2. Tanja im Norden 2. Juli 2017 um 13:12

    Hübsch und verlockend aussehen tun sie jedenfalls. Ich wünsche Dir trotz allem einen guten Appetit und ein klitzekleines bisschen Freude am Backerfolg.

    Gefällt 1 Person

  3. Seifenfrau 3. Juli 2017 um 07:50

    Na, die sehen doch gut aus, die Minis!
    Ich komm hier grad gar nicht zum Backen!
    Liebe Grüße
    (und wenn du willst, fühl dich gedrückt. Zwanglos)

    Gefällt 1 Person

  4. modepraline 3. Juli 2017 um 10:50

    Waaaaas? Du kannst auch backen und kochen …. HILFE … ich kenne diese Wörter nur vom Hörensagen …. ich kann nur essen!!! 🙂

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  5. Roswitha 5. Juli 2017 um 11:38

    Sieht doch echt gelungen aus, die kleinen Gugelhöpfli.
    Und wie haben sie geschmeckt?
    Nehme mal an gut!

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