Flohnmobil – im Alltag unterwegs

Reiseberichte und Anekdoten. Alltagskram im Lande Balkonien.

Warum ausgerechnet du?

Diese Frage beschäftigt mich seit der vernichtenden Krebs-Diagnose meines Mannes. Ich habe sie mir in den vergangenen Wochen und Monaten beinahe täglich gestellt.

Warum ausgerechnet du?
Wo du doch immer so sportlich warst. Kein Übergewicht. Wenig Alkohol, nie geraucht.

Warum ausgerechnet du?
Frage ich mich unter Tränen, die einer Mischung aus Wut, Verzweiflung und unendlicher Traurigkeit entspringen.

Warum ausgerechnet du?
Deinen körperlichen Zerfall mitzuerleben stürzt mich in ein Gefühl totaler Hilflosigkeit und Ohnmacht.

Warum ausgerechnet du?
Was hast du getan, dass du derart abgestraft wirst?

So oft ich mir die Frage auch stelle, eine Antwort darauf werde ich nie erhalten.

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14 Antworten zu “Warum ausgerechnet du?

  1. modepraline@gmx.ch 20. Mai 2017 um 12:11

    Leider, liebe Bea, gibt es darauf keine Antwort. Und ich denke auch nicht, dass Krebs eine Strafe für den Betroffenen ist. Krebs folgt keiner Logik … er schlägt zu, wo es ihm passt … sonst würde es wohl kaum selbst kleine Kinder treffen, die ihm Leben noch gar nichts hätten falsch machen können. Es ist einfach eine fiese Krankheit, die aus dem Nichts zuschlägt und dabei alles aus den Fugen geraten lässt. Und es gibt auch nichts, was einen in diesem Moment trösten könnte. Rein gar nichts! Die einzige Möglichkeit, dieses unendliche Leid auf dem Onkoplaneten aushalten zu können, ist auf Funktionsmodus zu schalten. Alles andere ist unmenschlich. Das Gedankenkarussell ist fies … ich kenne das! Ich drück Dich einmal ganz fest … und schicke Dir ein Hüüfeli Chraft! 🙂

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  2. Roswitha 20. Mai 2017 um 14:29

    Liebe Bea, wie meine Vorgängerin schon schrieb, darauf gibt es keine Antwort, soviel du auch fragst. Es kann jeden von uns treffen, der Krebs ist eine unberechenbare Krankheit, die jeden in die Verzweifelung treibt.
    Ich habe meine beiden Eltern am Krebs verloren. Meine Mutter starb mit 41 Jahren an Leberkrebs, obwohl sie nie Alkohol getrunken hat. Mein Bruder war damals 10 und ich 15 Jahre alt, wie der Krebs uns unsere Mutter beraubte. Mein Vater starb 16 Jahre später an Lymphdrüsenkrebs. 2005 verlor ich eine gute Bekannte an Krebs, letztes Jahr 2 Tage nach meinem Geburtstag im August meine Jugendfreundin und dieses Jahr eine weitere Bekannte aus unserem Freundeskreis. Meine direkte Nachbarin hat seit letztem Jahr Krebs, erst die Brust, nun Lungenkrebs. Eine liebe Internetfreundin hat Hautkrebs.
    Da frage ich mich, wo ist da ein Ende.
    Das Leid geht immer weiter und jetzt hat es auch noch euch getroffen, dass tut mir unendlich Leid für dich und deinen Mann. Ich kann für euch nur hoffen, dass dein Mann nicht leiden muss.
    Ich kann euch nur alle Kraft der Welt wünschen und nehme dich symbolisch in den Arm und drücke dich.
    Herzlichst, Roswitha

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  3. Klabauterfrau 20. Mai 2017 um 15:08

    ….Ich wünsche euch,besonders dir ganz viel Kraft und noch ganz viel schöne, besonders gemeinsame Zeit 😏

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  4. Anhora 20. Mai 2017 um 21:13

    Oh Bea, es tut mir so Leid!! Frag nicht nach dem Warum. Mein Sohn hat vor acht Jahren einen Autounfall kapp überlebt, ist niemehr ganz gesund geworden. Da frage ich seither auch nach dem Warum. Es gibt keine Antwort. Es ist einfach Schicksal, so hart es ist. Ich wünsche deinem Mann und dir viel Kraft. Die Sonne geht weiterhin für euch auf, auch wenn es sich nicht mehr so anfühlt. Alles Liebe und Gute an euch!

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  5. Ursula 21. Mai 2017 um 05:55

    ich bin tief betroffen, weitere Worte fehlen mir und ich wünsche dir ganz viel Kraft.

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  6. Seifenfrau 21. Mai 2017 um 08:31

    Liebe Bea,
    es ist einfach nur ungerecht und sinnlos.
    Ja, warum gerade dein Mann, von dem man in deinem Blog so einen sportlich-gesunden Eindruck erhaschen konnte. Völlig daneben. Solche Warum-Fragen kenne ich schon auch…aber man muss irgendwann aufhören, sich mit den Fragen im Kreis zu drehen. Was schwierig sein kann.

    Ich wünsche Euch, dass es ein Krebs ist, der erfolgreich bekämpft werden kann,
    und dass ihr den Kampf gewinnt! So was gibt es nämlich auch. Das weisst du.

    Und so wünsche ich Euch hier von Herzen Heilung und gute Besserung.

    Ganz liebe Grüße!
    Gine

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  7. Hausfrau Hanna 21. Mai 2017 um 09:18

    Dieses „Warum?“,
    liebe Bea,
    ist einerseits berechtigt und andererseits bringt es nichts:
    Weil es auf diese Frage keine Antwort(en) gibt!
    Weder in Büchern und Ratgebern, noch von gutmeinenden Menschen.
    Ich bin bei diesem Thema mit seiner abgrundtiefen Schwere, seiner Verletzlichkeit und Traurigkeit sehr dünnhäutig…

    In Gedanken jedoch bin ich bei dir und deinem Mann – immer wieder,
    deine Hausfrau Hanna

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  8. Andrea 21. Mai 2017 um 21:12

    Oh je, da wünsche ich dir aber ganz viel Kraft.

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  9. Werner Ammann 21. Mai 2017 um 23:53

    Mir fehlen die Worte … es bleibt mir nichts anderes, als euch das Allerbeste zu wünschen. Ein sehr guter Kollege von mir hatte Schilddrüsenkrebs und hat ihn erfolgreich besiegt, ist heute beschwerdefrei. Gib die Hoffnung nicht auf, ich denke an euch!
    Gruss vom Werner

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  10. Erika 22. Mai 2017 um 13:10

    Google mal bitte: plusminus Krebsbehandlung mit Methadon. Ein interessanter Beitrag und was gibt’s zu verlieren?
    Und wenn die Kraft weniger wird: höre Kunz “ Chlinii Händ“ ….Schritt für Schritt dr Bärg duruuf….

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  11. Yael Levy 31. Mai 2017 um 16:46

    Ich habe deinen Blog heute entdeckt und haette gerne weitere heitere Reisegeschichten gelesen.. Es tut mir sehr leid fuer deinen Mann und fuer dich und wuensche euch alles Gute. Hoffentlich kann sein Krebs behandelt und besiegt werden. Und stell dir nicht allzu viele Fragen: Krebs ist eine Zufallskrankheit, eine Fehlinformation bei der Zellteilung, sonst nichts. Alles Gute!

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    • Flohnmobil 1. Juni 2017 um 22:56

      Hallo Yael, willkommen im Flohnmobil!
      Niemand würde sich mehr wünschen als ich, dass es in diesem Blog weiterhin so unbeschwert zu und her gehen kann. Das wird leider nicht mehr so sein. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass du noch nicht ganz alle meine Reisegeschichten gelesen hast. Immerhin gibt es diesen Blog schon bald 7 Jahre.
      Wie ein kurzer Blick in deinen Blog gezeigt hat, musstest du dich auch mit dem Thema Krebs auseinandersetzen. Offenbar erging es dir dabei besser als meinem Mann.
      Alles Gute und herzliche Grüsse
      Bea

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  12. Spottdrossel 6. Juni 2017 um 23:28

    ich habe es jetzt erst gelesen 😦 . Als mein Vater gestorben ist, sagte unser altes Tantchen (wie das so ist bei Senioren, war sie natürlich der Meinung, daß sie zuerst an der Reihe wäre) „es ist bitter, aber wir können es nicht ändern.“
    Der Satz hat mir mehr geholfen als viele Selbsthilfetips und schlaue Ratschläge.
    Das Leben ist auch mal beschissen, unfair und ungerecht und nicht alles „hat einen Sinn“.
    Jede Partnerschaft ist anders, jeder Schicksalsschlag ist anders, ihr werdet euren eigenen Weg finden (müssen), um das durchzustehen, ihr werdet gute Tips und unerwünschte Ratschläge bekommen, das liegt in der Natur der Sache. Zumindest -denke ich mal so von außen- habt ihr nicht den Fehler gemacht, die angenehmen Seiten des Lebens und bewußt erlebte gemeinsame Zeit auf „später“ zu verschieben.

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