Flohnmobil – im Alltag unterwegs

Reiseberichte und Anekdoten. Alltagskram im Lande Balkonien.

Auf zu neuen Galaxien! (1)

Angefangen hatte alles mit einem verpixelten TV-Bildschirm. Mal waren es nur ein paar Chlötzli, immer häufiger aber war nicht nur das Bild nicht mehr zu erkennen, sondern auch der Ton kam abhanden. Abhilfe schaffen sollte – wie übrigens nicht zum ersten Mal im Zusammenhang mit diesem Produkt – die Helpline von Sunrise.

“Willkommen bei Sunrise. Für Deutsch drücken Sie eins.  …  Für Fragen zu Ihrer Rechnung drücken Sie   … Für alle übrigen Fragen…… Für Qualitätszwecke kann dieses Gespräch aufgezeichnet …” Man kennt das mittlerweile. Es nervt trotzdem.

Der nette Herr am anderen Ende des Telefons (eine wahrhaftige Stimme, ehrlich, und erst noch mit einem Namen, den man mit etwas sprachlichem Flair auf Anhieb versteht) versuchte, mit mir zusammen das Problem am Produkt “Digital-TV” zu lösen. Leider war die Linderung nicht von langer Dauer und ich wählte alsbald wieder die einschlägige Support-Nummer an. Diesmal meldete sich eine weibliche Stimme mit einem unaussprechlichen Namen. Ich verlangte, den netten Herrn mit dem einfachen Namen zu sprechen. “Wer soll das denn sein?” schnarrte es in Hochdeutsch vom anderen Ende der Leitung. Ich holte zu Erklärungen aus. Verständnisvolle Laute tönten aus dem Hörer. Diesen Herrn gab es wahrhaftig. Und er arbeitete in Zürich-Oerlikon. Ich erlaubte mir zwischendurch mal die Frage, wo die Dame, mit der ich gerade sprach, sich denn aufhielte. Bei der Antwort “Istanbul” wäre ich beinahe vom Stuhl gekippt. “Sie könnten aber ebenso gut im Kosovo oder in Berlin gelandet sein”, vervollständigte sie zu meiner immer grösser werdenden Verwirrung.

An dieser Stelle muss ich das Gespräch aus Gründen der Lesbarkeit dieses Blog etwas abkürzen. Nur noch so viel: Sie schickte dem netten Herrn in Oerlikon ein Mail, er möge sich bei mir melden. Das tat er auch noch gleichentags. Soviel zum Kundendienst von Sunrise. Ich bin mir zwar fast sicher, dass auch die Dame aus Istanbul mein Anliegen hätte entgegennehmen können. Schliesslich hatte ich Eins für Deutsch gedrückt. So nett der nette Herr aus Oerlikon auch war, er hatte mittlerweile seine technischen Möglichkeiten ausgeschöpft und sagte mir, er müsse das Problem weiterleiten. Die Firma Cablex werde sich mit mir in 24 bis 48 Stunden in Verbindung setzen.

Das tat sie schliesslich und wir vereinbarten für gestern einen Termin, an dem uns ein Techniker heimsuchen sollte. Zwischen 14.30 und 17.00 lautete die Vereinbarung. Kurz vor 17.00 erlaubte ich mir eine telefonische Rückfrage, ob mit dem Menschen noch zu rechnen sei. Doch, doch, beschied man mir am Telefon. Der Techniker sei noch bei einem anderen Kunden und werde dann als nächstes zu uns kommen. Mein innig geliebter Mitbewohner, seines Zeichens seit eh und je von kritischer Natur, wenn es um solche Aussagen geht, entspannte sich etwas. Kurz nach halb Sechs läutete es an der Türe. Ob unsere Rettung tatsächlich nahte…?

Fortsetzung folgt. HIER

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15 Antworten zu “Auf zu neuen Galaxien! (1)

  1. runningtom 28. Februar 2017 um 14:03

    Bin sehr gespannt auf die Fortsetzung 🙂

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  2. Nacho 28. Februar 2017 um 14:05

    Bis jetzt läuft es doch gut! Und?
    Liebe Grüße, Achim

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  3. R + B 28. Februar 2017 um 15:43

    Konnte mir ein Schmunzeln nicht verkneifen. Das läuft ja ab wie bei einem Krimi. Freue mich auf die Fortsetzung!!!
    Es Grüessli

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  4. kat+susann 28. Februar 2017 um 16:42

    Nein.. ich glaube das ist wer anders an der Tür.
    Erinnert mich sehr an O2 und cabelcom hier.. da hab ich jetzt herausgefunden, dass sie Neukunden auf jeden Fall besser behandeln als langjährige Kunden.. S… mein Freund ist seit mehr als 15 Jahren bei denen und deren Vorbesitzern.. wörx
    S.

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  5. Werner Ammann 28. Februar 2017 um 20:31

    Die Globalisierung scheint auch beim Kundendienst zu funktionieren 🙂
    Bei meinem TV-Anbieter habe ich noch nie angerufen bei Problemen, ich bin immer grad direkt hingegangen. Bei so einem lokalen Anbieter ist das noch möglich.
    Deine Geschichte tönt jedenfalls sehr spannend, die Fortsetzung nimmt mich wunder. Ob da wohl ein Techniker aus Kalkutta an der Türe war? 🙂
    Gruss vom Werner

    Gefällt 1 Person

    • Flohnmobil 1. März 2017 um 12:44

      So wie du das schilderst, stelle ich mir vor, wie du deinen Fernseher auf den Velo-Anhänger packst und hin radelst.
      Kalkutta! Ich gröl mich kaputt. Das müsste man direkt Sunrise bzw. Cablex melden.
      Grüessli
      Bea

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  6. Hausfrau Hanna 1. März 2017 um 09:38

    Lese ich das hier bei dir,
    liebe Frau Flohnmobil,
    amüsiere ich mich und lach mich schlapp…
    Passiert mir so etwas jedoch am eigenen Leibe –
    werd ich ‚verrückt’… 😉
    Na dann!
    Ich bin gespannt, wie es weitergeht 🙂

    Und grüsse ganz herzlich
    Hausfrau Hanna

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    • Flohnmobil 1. März 2017 um 12:45

      Du darfst dich gerne auf unsere Kosten amüsieren. Schliesslich lachen wir auch oft und gerne über uns. Selbst wenn es um so ein ernsthaftes Problem wie Fernsehluege geht.
      Grüessli
      Bea

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  7. Jürg 1. März 2017 um 15:20

    dieses Theate kenne ich nur zu gut – nach stundenlangem hin und Her damals wegen einem Fernsehproblem half mir ein Nachbar welcher ein Computerfreak ist. Gruss Jürg

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