Flohnmobil – im Alltag unterwegs

Reiseberichte und Anekdoten. Alltagskram im Lande Balkonien.

Ob da noch was draus wird?

Das Projekt hat einen Namen: Amaryllis erneut zum Blühen bringen.

Das Projekt ist schon im letzten Jahr gescheitert. Ob dieses Jahr noch etwas draus wird?

Ich weiss nicht so recht. Die meisten Leute behandeln diese Knollen wohl als Wegwerf-Objekt. Nach dem Blühen – und das tut eine Amaryllis zweifellos in einer grandiosen Üppigkeit – hat sie ausgedient. Gezüchtet, damit sie an Weihnachten blüht, erleben die wenigsten Pflanzen den Frühling.

Ich wollte es versuchen. Vor zwei Jahren schon. Die Amaryllis blühte dermassen schön, dass ich beschloss, einen Versuch zu wagen. Im Sommer durfte das Gewächs, das mittlerweile aus ein paar nahezu einen Meter langen, schmalen Blättern bestand, im Freien stehen. Ich konvertierte den Knollen zum Hydro-Kultur-Gewächs und gab regelmässig Wasser. Im Herbst stellte ich die Wassergabe ein und wartete. Worauf? Dass sich gut sichtbar ein Blütenansatz entwickelt. Ab dann, so die Theorie, durfte, ja musste ich wieder Wasser geben.

Irgendwie verpasste ich den richtigen Moment; das, was dann mutmasslich eine Blüte geworden wäre, verdorrte kümmerlich. Dennoch, die Knolle war noch nicht zu Tode gepflegt. Im Gegenteil, sie entwickelte einmal mehr prächtiges Grünzeug.

Im vergangenen Herbst erhielt die Pflanze Ende September zum letzten Mal Wasser. Ihre Blätter verdorrten daraufhin wie vorgesehen. Und nun sieht das Ganze dergestalt aus:

DSC02275

Ich warte. Und warte. Und warte. Nicht mehr ganz so geduldig wie auch schon. Aber ich warte immer noch. Vielleicht wird ja doch mal noch etwas draus.

Hat jemand hier Erfahrung mit dem Wiederbeleben von Amaryllis?

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16 Antworten zu “Ob da noch was draus wird?

  1. Nacho 12. Februar 2017 um 11:50

    Wir haben es auch schon mal versucht. Leider war der Versuch nicht von Erfolg gekrönt. Aber ihr – ihr schafft es! 😉
    Liebe Grüße, Achim

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  2. Anhora 12. Februar 2017 um 12:23

    Ich hatte mal eine ganze Serie in meinem Blog mit derselben Themenstellung:
    https://anhora.wordpress.com/category/geschichten/amaryllis/

    Eigenwillige Gewächse sind das!

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  3. Frau Körb 12. Februar 2017 um 12:44

    In Ruhe lassen, im Sommer immer mal düngen, damit sich Nährstoffe in der Knolle sammeln können, unregelmäßig gießen und alle zwei bis drei Jahre gibt es zur Überraschung aller eine Blüte im Mai oder Juni! Ich beherberge derer zwei seit Jahren schon.

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  4. GOOD WORD for BAD WORLD 12. Februar 2017 um 14:32

    Hier, ich kann was beitragen! 🙂
    Weihnachten 2015 eine in einem wuchtigen Kübel aus Glas bekommen. Wohin jetzt mit dem Zentner Glasbaustein? Solche breiten Fensterbänke hab ich nicht. Das Grün wurde zudem auch immer länger. Gegen Sommeranfang wurde mir zu bunt, dass sich das Fenster nicht mehr öffnen ließ und ich hab die Wedel abgeschnitten. Das Gießen ist mir auch bald darauf entfallen. Kurz vor Weihanchten 2016 entdecke ich den Glastopf unter einem Tisch im dunklen Flur. Denk mir: „Du Armer“, kipp eine ordentliche Ladung Wasser dran und stell ihn auf die Treppe. In freudiger Erwartung, dass eines der Kinder drüber fällt.
    Und was tut das dankbare Pflänzchen?
    Eine Woche später spitzte zartes Grün aus dem vertrockneten Stumpf. Ich hocherfreut gleich noch eine Fuhre Wasser drangegossen. Noch eine Woche später: Das zarte Grün ist eine Blütenknospe!
    Jetzt steht der Topf auf dem Tisch und wird es immer gut bei mir haben!
    Der will hier bleiben! 🙂

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    • Flohnmobil 13. Februar 2017 um 17:29

      Nach deinen Erfahrungen habe ich nun folgende Strategie entwickelt: Ich werde dem zukünftigen Gestrüpp noch eine Frist setzten bis Ende Februar. Hat es bis dahin nicht freiwillig einen gut sichtbaren Blütenansatz entwickelt, wird Regenwetter simuliert.
      Jawohl!!!

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  5. Roswitha 12. Februar 2017 um 22:38

    So rechte Erfahrung habe ich auch nicht damit, aber ich sehe, deine Knolle ist in Hydrokultur. Steht da nicht die ganze Knolle total im Wasser?
    Ich kenne die Amaryllis nur in so speziellen Vasen, wo die Knolle oben trocken ist und nur die Wurzeln unten ins Wasser ragen, oder aber in Erde gepflanzte Knollen.
    Ich würde ihr auf jedenfall noch mal eine Chance geben, der Versuch ist es wert.
    Liebe Grüße von Roswitha

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    • Flohnmobil 13. Februar 2017 um 17:30

      Schau dir mal das Bild genauer an. Der Wasserstands-Anzeiger ist auf dem Tiefstpunkt. Und das schon seit Oktober. Trockener kann es nun wirklich nicht mehr sein!

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      • Roswitha 13. Februar 2017 um 21:09

        Ich habe das ja nur erwähnt, weil ich vor vielen Jahren auch mal meine Blumen in Hydrokultur hatte und daher habe ich die Erfahrung gemacht, das man sich auf den Wasserstandsanzeiger nicht verlassen kann, da er irgendwann verkalkt. Aber du weißt es sicherlich besser wann du die Knolle das letzte Mal gegossen hast.

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  6. schreibschaukel 13. Februar 2017 um 13:22

    Künstliche Beatmung? Ich hab im Nothelfer gelernt, dass man es am besten im Rhythmus von „Stayin‘ alive“ macht – dann könnte es klappen. 😉

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