Flohnmobil – im Alltag unterwegs

Reiseberichte und Anekdoten. Alltagskram im Lande Balkonien.

Ovronnaz im Rückblick

Ich muss noch ein paar Worte verlieren zu Ovronnaz, diesem Ort im Unterwallis, in dem wir 10 Tage Ferien verbracht haben. Selbst mit den modernen Mitteln wie Google Earth, Websites, Webcams und dergleichen kann man sich im voraus kein schlüssiges Bild über die auserwählte Destination machen. So stand auch uns die eine oder andere Überraschung bevor.

Ovronnaz liegt auf einer Höhe von 1’200 bis 1’360 m, hoch über dem unteren Rhonetal. Im Bild hier im Vordergrund zu sehen. Das Dorf, das zur Gemeinde Leytron gehört, verteilt sich über einen ganzen Hang. Entsprechend geht es im Ort nur bergauf oder bergab. Das hat unter anderem Einfluss auf die Bauten, die häufig nicht auf annähernd ebener Fläche stehen und vielfach über kriminell steile Zufahrten verfügen. Im Winter möchte ich hier nicht wohnen, auch nicht als Tourist!

DSC01587

Die Zufahrtstrasse aus dem Tal ist von unterschiedlicher Güte. Gezählt habe ich sie nicht, aber es dürften über 20 Spitzkehren sein, auf denen man sich – anfänglich noch in den Rebhängen – hocharbeitet. Einen alten Ortskern sucht man vergebens. Die paar Läden, die Post das Tourismusbüro und einige Restaurants stehen dennoch relativ nahe beisammen.

Es hat zwar einige Lifte für den Skibetrieb im Winter, die Hauptattraktion von Ovronnaz aber ist das  Thermalbad. Darüber habe ich bereits im letzten Beitrag einige Worte verloren.

Wandern ist insbesondere dann interessant, wenn man sich für vergleichsweise günstige 45 Franken einen 6-Tages-Pass kauft und die Wanderungen bei der Bergstation startet.

Bergbauern sucht man in Ovronnaz vergebens. Die meisten Alpen werden nicht mehr bestossen. Teilweise liegt es daran, weil aufgrund der Trinkwasserfassungen keine Viehwirtschaft mehr erlaubt ist. Der wesentlichere Grund aber dürfte sein, dass mit Touristen schlicht und ergreifend mehr Geld zu verdienen ist als mit Kühen und Schafen.

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4 Antworten zu “Ovronnaz im Rückblick

  1. Hausfrau Hanna 25. August 2016 um 08:59

    Ja,
    liebe Frau Flohnmobil,
    da sprichst du etwas an…
    „Viele Kühe machen Mühe. Touristen aus der ganzen Welt bringen…
    Geld!“

    Im SF kam übrigens gestern ein Film, den ich mir gern angeschaut hätte:
    ‚Sechs Länder in zehn Tagen. Wie chinesische Touristen durch Europa rasen.‘
    Aber 23.00 war mir einfach zu spät…

    Herzlichen Gruss in den Alltag
    Hausfrau Hanna

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    • Flohnmobil 26. August 2016 um 16:04

      Einen positiven Aspekt kann man der landwirtschaftsfreien Zone in Ovronnaz abringen: Im Gegensatz zu einem Bergdorf wie beispielsweise Brigels, wo es noch zahlreiche Bauernbetriebe gibt, hat es in Ovronnaz so gut wie keine lästigen …
      … Fliegen!!!
      Grüessli
      Bea

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  2. Werner Ammann 25. August 2016 um 22:13

    Solche Orte mit viel bergauf und bergab gibt es noch viele im Wallis. Spontan kommen mir da Nendaz, Veysonnaz und Vercorin in den Sinn. Dieses Ovronnaz werden wir sicher auch irgendwann mal besuchen.
    Grüessli von den Walliserfans Werner und Timi

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