Flohnmobil – im Alltag unterwegs

Reiseberichte und Anekdoten. Alltagskram im Lande Balkonien.

Zurück auf Feld eins

Während ich in ebenso lieber wie rarer Gesellschaft eines der besten Glacés Zürichs schleckte, braute sich das Unheil zusammen. Aus nicht mehr ganz so heiterem Himmel windete es unvermittelt wie blöd, die Sturmwarnung im Seebecken begann zu blinken und wir flüchteten vor dem drohenden Regen.

Es dauerte fast eine Stunde, bis ich merkte, dass jemand auf mein Handy angerufen hatte. Mehrmals. In der Zwischenzeit war selbst ein SMS eingegangen. Ich noch immer völlig ahnungslos. Es war mein innig geliebter Mitbewohner, der mir mit wenig schonungsvollen Worten beibringen wollte, dass es daheim gehagelt hatte und von meinen Blumen nicht mehr viel übrig war. Immerhin weiss ich nun, dass der Mitbewohner – wenn er wirklich will – sogar SMS verschicken kann. Denn dieses Bild erreichte mich:

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Der weitere Verlauf des Abends, der so schön begonnen hatte, war etwas getrübt. Als ich wieder daheim war, konnte ich es mir nicht verkneifen, noch kurz nachzuschauen. Die Hagelkörner lagen noch immer mehrere Zentimeter hoch. Auf dem Sitzplatz sah es aus, wie wenn jemand auf dem Mixerglas den Deckel vergessen hätte aufzusetzen.

Ich redete mir ein, dass ich gegen den Hagel ohnehin nicht viel hätte ausrichten können. Bestenfalls einige Töpfe noch unters Dach retten. Dann hätten vielleicht meine beiden Basilikum-Pflanzen nicht so ausgesehen.

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Sie waren nicht nur geschreddert worden, sondern durch die Hagelkörner, die noch stundenlang auf dem Kraut lagen, auch verfroren. Die anderen Pflanzen – Kräuter, Blumen und einige Erdbeeren – waren alle mehr oder weniger versehrt. Da alles voll im Wachstum ist, wird es sich recht gut erholen. Immerhin muss ich nicht von dem leben, was mein Gärtchen abwirft. Was sind schon zwei total verwüstete Basilikum-Pflanzen? Etwas Herzblut, mehr nicht.

Meine beiden Kräuter habe ich bereits ersetzt. Denn ein Sommer ohne Basilikum, das geht absolut gar nicht.

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12 Antworten zu “Zurück auf Feld eins

  1. Erika 28. Mai 2016 um 18:12

    Sieht übel aus!
    Aber immerhin ein schlagkräftiges Argument um unbedingt zu Meier fahren zu müssen.

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  2. anneinsideoffice 28. Mai 2016 um 20:45

    Hm heute? Bei uns nicht so weit weg von dir seit 13.00 kein Regen. Wir haben heute Nachmittag auch Blumen, Basilikum und Petersilie gepflanzt und vorher gejätet etc.

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  3. R + B 28. Mai 2016 um 22:25

    Das sieht ja übel aus! Da sind wir ein Dorf weiter mit starkem Regen noch gut davongekommen. Unser Garten ist ja auch ein wenig grösser als deiner, hätte etwas mehr zum aufräumen gegeben.
    En Gruess und schöne Sunntig

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  4. Seifenfrau 29. Mai 2016 um 07:50

    Oh, das war ja bitter….
    😦

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    • Flohnmobil 29. Mai 2016 um 16:06

      Ja, da hat die Natur mal wieder ihr ganzes zerstörerisches Potential entladen. Wenn ich aber daran denke, was noch alles hätte passieren können (mein Mann war in der Zeit mit einem Ruderboot auf dem See am Angeln), sind zwei Basilikum-Pflanzen absolut zu verschmerzen.

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  5. Pingback: Kräutergarten für Anfänger und Grossverdiener | Flohnmobil - im Alltag unterwegs

  6. canadaeinfach 29. Mai 2016 um 21:46

    Oh, oh, das sieht ja wirklich gehackt aus. Hättest ja direkt Basilikum-Glacé machen können 🙂
    LG Anita

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