Flohnmobil – im Alltag unterwegs

Reiseberichte und Anekdoten. Alltagskram im Lande Balkonien.

Es war einmal ein Ei

Die Idee war bestechend. Man kocht ein Ei, lässt es abkühlen, schält es, quetscht es in eine Form, legt diese zehn Minuten ins kalte Wasser und – schwupps – hat das Ei die Form angenommen. Soweit die Theorie.

Hinter dem durchaus originellen Namen Eggspress verbirgt sich ein zusammenklappbares Plastikförmchen, in das man ein hartgekochtes Ei legt, welches dank oben beschriebenem Prozedere letztlich eine andere Form annimmt. Auf der Verpackung sieht das Ergebnis toll aus. Schön gleichmässig mit artig zentriertem Dotter. Eine Augenweide!

Ich war leicht skeptisch und das erging offenbar der Person, die mir dieses Küchen-Spielzeug zum Geburtstag schenkte, genauso. Sie bedachte mich nämlich mit der Aufforderung, sie doch bitte schonungslos darüber zu informieren, ob das Spielzeug praxistauglich sei.

Problem Nummer eins: Es ist nur für kleine bis mittelgrosse Eier geeignet. Im Laden werden eher nur mittlere bis grosse oder sehr grosse Eier angeboten. Ich suchte mir das kleinste unter meinen helvetischen Durchschnittseiern heraus, kochte es und quetschte es in die Form, die kein Bisschen zu gross schien. Nach zehn Minuten – die Spannung war unerträglich – schälte ich folgendes Gebilde aus der Form:

DSC00864

Problem Nummer zwei offenbarte sich erst nach einem gezielten Schnitt:
Wie bringe ich einem Huhn bei, dass es nur Eier legen soll, die das Dotter exakt in der Mitte haben?

DSC00867

Meine Begeisterung für das rote Förmchen hält sich in Grenzen. Ich werde wohl weiterhin ovale hartgekochte Eier essen.

Meine liebe Freundin, wie du siehst, ist das Gschänkli ein Flop. Was eigentlich nicht weiter verwunderlich ist, denn wie wir beide wissen, lassen sich Herzensangelegenheiten beim besten Willen nicht in ein Schema pressen.

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11 Antworten zu “Es war einmal ein Ei

  1. Anhora 2. März 2016 um 18:55

    Als dekorative Beigabe für das Party-Buffet ist es sicher eine nette Idee. Da ich aber gar keine Partys mache, bräuchte ich die Eierpresse allerdings nicht. 😉

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  2. Fleischjunkie 2. März 2016 um 19:34

    Das ist so ein Gadget wo ich sagen würde…das braucht man nicht.
    Aber schon sehr interessant was es alles so gibt.

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  3. Brizanne 3. März 2016 um 07:23

    Guätä Morgä
    Meine Tschiggs legen genau die Eigrösse für dieses Teil!
    Mein Gottenmeitli fand unsere Eier, die ich für normal hielt, herzig…. ohne dass sie durch die Form gewandert sind!
    Wünsche dir einen nen vergnügten Tag
    Brigitte

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    • Flohnmobil 3. März 2016 um 14:10

      Nun ja, immerhin hat die Verformung geklappt. Den Hühnern beibringen, dass sie herzförmige Eier legen müssen, dürfte erheblich aufwendiger sein. 😉
      Liebe Schneegestöbergrüsse zu dir
      Bea

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  4. merlanne 3. März 2016 um 08:54

    Meine Erfahrung: solche Gadgets sind meistens frustrierend, was das Resultat angeht. Und doch, dein Herzei ist gar nicht so übel geworden, finde ich. Am schönsten finde ich jedoch dein Fazit zum heutigen Post.
    Ganz liebe Grüsse,
    Claudine

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  5. schreibschaukel 5. März 2016 um 17:26

    Also weisst du, so übel sieht es jetzt gar nicht aus und hey – in Herzensangelegenheiten muss man nun mal investieren, oder nicht?! Im Laufe der Jahre wirst du das bestimmt noch perfektionieren. 😉

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