Flohnmobil – im Alltag unterwegs

Reiseberichte und Anekdoten. Alltagskram im Lande Balkonien.

Verfolgungswahn

Ich gehöre ja zu diesen – wie sagt man schon wieder? – digitalen Immigranten. Als Folge dessen stehe ich der neuen Technik nicht bedingungslos begeistert gegenüber. Ich nutze sie, zumindest sofern es mir sinnvoll und nützlich erscheint. Ich stehe ihr kritisch, mitunter auch ahnungslos staunend gegenüber.  Und ich bin bestimmt schon in das eine oder andere digitale Fettnäpfchen getreten.

Alles, was ich über die Anwendung von PCs und Smartphones weiss, habe ich mir mehr oder weniger selber erarbeitet. Ich habe keinen Nachwuchs, der mir laufend das Handy à-jour halten würde oder meine digitalen Böcke abschiesst. Deshalb bin ich sehr vorsichtig in dem, was ich mit diesen Computern und Compüterchen anfange.

Es haben schon mehrere Leute versucht, mich für Dienste wie WattsApp oder Viber zu begeistern. Ich mag aber nicht ständig online und auch nicht rund um die Uhr erreichbar sein. Und noch viel weniger mag ich es, wenn jemand, der mir eine Mitteilung schickt, weiss, wann ich sie gelesen habe. Es mag Leute geben, denen das nichts ausmacht, aber ich leide diesbezüglich wohl etwas unter digitalem Verfolgungswahn.

Deshalb habe ich auch kein Facebook Konto. Ich gebe über diesen Blog schon genügend Persönliches preis. Und was nützt mir ein gebanntes Arsenal an Facebook-Freunden? Viel lieber sind mir persönliche Kontakte. Es gibt Leute, die ich mag. Manche sogar sehr. Aber liken werde ich garantiert nie jemanden.

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21 Antworten zu “Verfolgungswahn

  1. Spottdrossel 29. Dezember 2015 um 19:20

    Ich bezeichne mich eher als digitale Amöbe 🙂 . Den Vorteil von WhatsAp haben meine Freundin und ich immer noch nicht verstanden – wo ist der Unterschied, ob man jetzt „altertümlich“ eine Mail/SMS schreibt, oder so ein WhatsApp-Dings? Außer, daß man sich per Mail oder SMS nicht so schnell irgendwelche digitalen Seuchen einfängt. Die Kostenersparnis kann ich dank der Erfindung der Flatrate nicht gelten lassen. Meine Freundin bekam aber schon mehrfach zu hören „ich würde mich ja melden, aber Du hast ja kein Whats Ap!“ Unglaublich. Wo ein Wille, da ein Weg zum Kontakt halten.
    Bei Facebook ist´s halt „es kommt drauf an, was man draus macht“. So, wie man beim Bloggen nette Leute kennenlernen kann, geht das auch über Facebook. Aber anscheinend nur, wenn man sich in Gruppen rumtreibt, die Enten oder Sittiche halten 😀 . Und wenn mir jemand eine „Freundschaftsanfrage“ schickt, von dem ich entweder noch nie was gelesen habe oder der schon „Freunde“ im vierstelligen Bereich hat, da verzichte ich auch dankend.

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  2. Jürg 29. Dezember 2015 um 19:53

    Hoi Bea

    Mit diesen steinernen Gesellen kannst du dich aber auch nicht unterhalten. Lg Jürg

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  3. Werner Ammann 29. Dezember 2015 um 20:46

    Du sprichst mir da so ziemlich aus dem Herzen mit deiner Einstellung!
    Am Computer mag ich ja noch recht gut mit, aber die Smartphone-Entwicklung hat mich so ziemlich überrollt. Seit ein paar Tagen bin aber auch ich ein (stolzer?) Besitzer von so einem Teil. Die SIM-Karte ist noch nicht drin, erste Gehversuche beginnen nun mit dem WLAN. Mal sehen, was da so alles Überraschendes passiert in nächster Zeit. Vom Gerät und von mir 🙂
    Gruess vom Werner

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  4. anneinsideoffice 29. Dezember 2015 um 22:24

    Gleich für mich! Iphone S6 bekommen auf Weihnachten, liegt noch in der Schachtel weil ich dazu noch ne Microsim besorgen muss und mei altes Iphone hätte gut noch ein Jahr gelebt drum nicht begeistert und bezahlt hab ich es eh selber (kommt davon wenn der Partner eine Partnerkreditkarte auf mein Lohnkonto hat, grrrr ) Doppelmist 😢

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  5. runningtom 30. Dezember 2015 um 00:38

    WhatsUp kommt mir auch nicht auf mein Handy… dem traue ich nicht.

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  6. Seifenfrau 30. Dezember 2015 um 11:04

    WhatsApp unterwegs zu haben, wenn alle Familienmitglieder das auch haben, kann sehr hilfreich und schön sein. Es ist schneller, und echte Unterhaltungen sind möglich. Ich möchte es nicht mehr missen.

    Deine Zweifel verstehe ich schon auch.

    Man kann das Handy übrigens auch ausschalten: Dann „stört“ kein WhatsApp mehr.

    Liebe Grüße!

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  7. Das Smamap 30. Dezember 2015 um 12:44

    Meist ist ein gesunder Mittelweg das Passende. Letztens hab ich den Sinn von WhatsApp mal wieder verstanden, wie ich ein Bild schickte, verbunden mit der Frage, ob DAS da die Marmelade ist, die ich kaufen soll.
    Man kann all das zu seinem Vorteil nutzen, und dennoch weiterhin selber bestimmen, wann man sein Smartphone in die Hand nimmt: Selbstbestimmung ist das Mittel der Wahl.

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  8. bobsmileBobsmile 30. Dezember 2015 um 15:12

    Ich vergleiche das gerne mit eine Geschirrspühlmaschine. Hat man sie erstmal in der Küche, möchte man sie nie mehr missen, sagen die Leute. Aber sie ist definitiv keine Notwendigkeit, geht tip top auch ohne, und ein zusätzlicher sozialer Aspekt ergibt sich aus dem gemeinsamen Abwasch nach dem Essen. 😉

    Wir haben WhatsApp auf dem smartphone, aber keine Geschirrspühlmaschine.
    Der Familien-Gruppenchat ist für kurzfristige Terminplanung unsere erste Wahl. Und wenn die NSA wissen möchte, wann wir uns zum Abendessen treffen, so what.

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  9. schreibschaukel 31. Dezember 2015 um 10:18

    Ein anderer Vorteil: Man kann gratis telefonieren, überall hin. Vorausgesetzt, man ist mit dem Internet verbunden natürlich.

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