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Reiseberichte und Anekdoten. Alltagskram im Lande Balkonien.

Mutter Natur auf Abwegen (8)

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Solche Kartoffeln wie auf dem Bild gelangen in der Schweiz nicht in den Verkauf. Bei uns werden die Kartoffeln normiert verkauft. Strikte nach Grösse sortiert. Ohne Fehl und Tadel.

In Frankreich dagegen, wo diese Pommes de terres herkommen, ist es gang und gäbe, solche Missbildungen in einem 2-Kilo-Sack aus dem Supermarkt an den Tag zu fördern. Und da finde ich überhaupt nichts Negatives dabei.

In der Zeitung stand kürzlich zu lesen, dass bei uns nur gerade die Hälfte der einheimischen Kartoffelernte ihren Weg vom Feld auf den Teller finde. Und der Rest? Eine Studie – immerhin von Agroscope und ETH Zürich, also durchaus glaubwürdig – hat herausgefunden, dass bis zu ein Viertel der Ernte bereits bei den Produzenten auf der Strecke bleibt. 12 bis 24 Prozent der Kartoffeln werden bei den Grosshändlern aussortiert. 1 bis 3 Prozent fallen im Detailhandel unter den Tisch. Bleibt ein Rest von 15 Prozent, der in den Haushalten liquidiert wird. Dieser Verlust wiegt besonders schwer, denn anders als die Kartoffeln, die auf dem Weg zum Konsumenten im Netz hängen bleiben, landen diese Kartoffeln nicht im Tierfutter.

Wenn ich solche Zahlen höre, beschleicht mich der Eindruck, dass es – entgegen dem Titel dieses Blogs – nicht die Natur ist, die vom Weg abgekommen ist.

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9 Antworten zu “Mutter Natur auf Abwegen (8)

  1. Werner Ammann 22. November 2015 um 20:31

    Das einzig Negative sähe ich bei mir beim Schälen, ist etwas schwieriger. Aber vom Geschmack her sicher sind die sicher okay.
    Seit du mir den Tipp mit den unförmigen Tomaten gegeben hast, habe ich öfters solche gekauft auf dem Markt. Und sie waren durchwegs besser als der Durchschnitt aus den ’normalen‘ Gemüseregalen.
    Gruess vom Werner

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    • Flohnmobil 23. November 2015 um 16:41

      Freut mich, dass ich dir so einen „nachhaltigen“ kulinarischen Tipp geben konnte mit den Tomaten. Und was die Härdöpfel betrifft, so schmecken die krummen wirklich genauso wie ihre normierten Kameraden. Nur hast du länger Freude an ihnen beim schälen. 😉
      Grüessli
      Bea

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  2. notiznagel 22. November 2015 um 21:19

    Traurig aber war. Wir sind auf dem Weg des Überflusses.

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  3. Seifenfrau 23. November 2015 um 07:38

    …was dich da beschleicht, sehe ich ganz genauso.
    angewinterte Grüße!

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  4. merlanne 23. November 2015 um 08:26

    Stimmt, solche Zahlen stimmen immer nachdenklich und man fragt sich, was der Unsinn eigentlich soll. Gottseidank finde ich in meinen Kartoffeltüten (Bio) sowohl große, kleine als auch ganz ungewöhnliche Knollen (obwohl, was heisst da „ungewöhnlich“).
    Liebe Grüsse und eine gute Woche!
    Claudine

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