Flohnmobil – im Alltag unterwegs

Reiseberichte und Anekdoten. Alltagskram im Lande Balkonien.

Die Sensibelchen unter uns

Sie wisse schon, es liege an ihr, seufzte eine Freundin von mir. Aber es störe sie einfach, wenn die Bettdecke nicht schön gerade auf dem ehelichen Bett liege und das Muster auch nur ein bisschen entrückt sei. Aber wenn sie etwas sage, sei ihr Mann eingeschnappt und mache nie mehr die Betten.

Kommt mir irgendwie bekannt vor. Nicht auf dem Bett sondern in dem Schrank, wo ich die Geschirrtücher aufbewahre, hat es so auszusehen, wie ich will. Und ich weiss genau, wenn mein innig geliebter Mitbewohner ein Geschirrtuch versorgt hat. Dann liegt nicht nur das neuste Tuch zuoberst, sondern zu allem Übel auch noch mit offenem Falz nach vorne. In solchen Fällen nehme ich stillschweigend das Tuch ab der Beige, falte es so, wie ich es haben will und lege es zuunterst hin. Nur so ist gewährleistet, dass alle Geschirrtücher im Umlauf sind. Und die Textilie, auch wenn ich sie aus Überzeugung nicht bügle, einigermassen platt ist, wenn sie Wochen später ihren Dienst antritt.

Eine Bekannte hatte mir erzählt, sie schätze es ja schon, dass ihr Mann ihr beim Kochen ab und zu helfe. Insbesondere für Kartoffelstock sei er zuständig, und den mache er auch wirklich gut. Unbestritten. Wenn er bloss nicht immer so früh mit Kartoffeln schälen anfangen würde!

Was sind wir Frauen doch für rücksichtsvolle Wesen. Packen unsere Männer in Watte. Nicht nur, um sie bei guter Laune zu halten, sondern auch, damit wir uns ihre mitunter unpraktischen Dienste sichern. Würden wir Frauen doch nur halbwegs so sanft angefasst. Seufz.

Bild 189

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13 Antworten zu “Die Sensibelchen unter uns

  1. anneinsideoffice 8. November 2015 um 10:09

    Sowas gibts bei uns nicht. Wir haben ab und an Friktionen wenn einer findet der andere mache zuwenig im Haushalt aber ansonsten Arbeiten wir solidarisch Schulter an Schulter und erledigen was zu tun ist.

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  2. Hausfrau Hanna 8. November 2015 um 10:10

    Hihi,
    liebe Frau Flohnmobil,
    jetzt musste ich kichern…
    Ich führe nämlich k o n s e q u e n t zwei Tüchleinbeigen in der Schublade (selbstverständlich mit Abrundungsfalz nach vorn): Links die Blitzblanktücher für Gläser etc. .
    Rechts die Tücher zum Händeabtrocknen.
    Für mich ist die Sache absolut klar.
    Hausmänneraugen jedoch sehen anders…
    Und immer falsch 😉

    Herzlichen Gruss in den Spätsommertag
    Hausfrau Hanna

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  3. Das Smamap 8. November 2015 um 13:32

    Auch wenn es als Kommentar auf deinen Beitrag nicht passt, so möchte ich dich doch zum „Mitmachen“ einladen (s. https://wasfreudemacht.wordpress.com/2015/11/07/danke-fuer-die-einladung/)

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  4. Das Smamap 8. November 2015 um 14:03

    Zum Beitrag: Das fällt wohl unter die Rubrick „darüber hinwegsehen“ oder „dem Partner auch seinen Verwirklichungsspielraum lassen“.
    Na ja, ich tu mich da leicht, weil als Single kann man das so tun und lassen, wie man möchte.

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  5. notiznagel 9. November 2015 um 20:21

    Ich kenne ein Sensibelchen das kan partout nich einschlafen wenn der Reissverschluss oder die Knöpfe des Bettdeckenüberzuges an seinem Kinn kratzen.

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  6. Bruno Forster 11. November 2015 um 14:38

    Du sprichst mir aus dem Herzen, das mit den Küchentüchern!!!

    Rosmarie und Abwesender

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