Flohnmobil – im Alltag unterwegs

Reiseberichte und Anekdoten. Alltagskram im Lande Balkonien.

Die Bestandesaufnahme

“War das jetzt ein Frühlings-, Jahres- oder Zehnjahresputz?” Die Frage meines innig geliebten Mitbewohners, so zynisch sie auch gestellt war, hatte durchaus ihre Berechtigung. Es war bitternötig gewesen, meine Küche wieder mal gründlich zu reinigen. Nicht nur von aussen, sondern insbesondere auch in den Schränken.

Das Reinigungsprozedere liess sich ideal mit einer Bestandsaufnahmen kombinieren. Und da kam einiges zum Vorschein, von dem Köchin Flohnmobil nichts mehr gewusst hatte! Es regte auch zum Nachdenken an. Als ich meine Auslegeordnung an Pfannen aller Art betrachtete, kam ich nicht umhin, mich zu fragen, ob der Mensch wirklich so viele Pfannen braucht. Dabei sind auf dem Bild noch nicht mal alle Pfannen, Töpfe und Kochbehältnisse abgebildet, die es in meinem Haushalt gibt.

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Ob weniger nicht mehr wäre? Es wäre sicherlich einfacher, weniger Pfannen in den beiden Schubladen unter dem Kochfeld zu verräumen. (Der Mitbewohner schimpft ohnehin jedes Mal, wenn er dort etwas verstauen muss.)

Aber jede Pfanne hat ihre Bestimmung. Klar könnte ich auch in der Gusseisenpfanne Polenta kochen. Meine Urgrossmutter würde dazu vielleicht impulsiv nach der orangen Pfanne greifen, weil sie mit dem neumödischen Zeugs nichts anzufangen wüsste. Und müssen es wirklich fünf verschiedene Bratpfannen sein?

Ja, müssen es. Und wer nun ungläubig staunt, findet die Gründe hier. Und ob ihr es glaubt oder nicht, ich hänge an meinen Töpfen. Manche begleiten mich schon durch mein ganzes Köchinnen-Leben. Und das sind immerhin schon mehr als drei Jahrzehnte.

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10 Antworten zu “Die Bestandesaufnahme

  1. Anita 24. August 2015 um 19:34

    Deine Sammlung gefällt mir gut, sehr gut sogar. Und ich bin auch der Meinung, dass es für jedes Gericht die passende Pfanne braucht. So eine Orangene haben wir auch (gerettet vor dem Schrottplatz), und eine schwarze und eine ovale rote und von den anderen Pfannen auch jegliche Versionen – und Nein, es wundert dich sicher nicht, gäll?…

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  2. anneinsideoffice 24. August 2015 um 21:56

    Hm, bei mir wären es wohl auch so viel, wenn ich alle aufbauen würde. Wobei den Wok und die Crèpepfanne sind ausserhalb der Küche, aber Griffbereit verstaut.
    In der Ferienwohnung habe ich gestern die Besteck-/ Messer etc Krimskrams Schublade ganz ausgeräumt und geputzt…
    Da habe ich danach klar gesagt: Bevor da was Neues hinzukommt, muss was rausfliegen, da hat es echt einfach zu viel von allem…aber alles gute, praktische Dinge 😉

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  3. Seifenfrau 25. August 2015 um 07:46

    Haha, genauso hätte die Frage auch von meinem Ehegatten kommen können…
    Herzlichen Glückwunsch zum Küchenputz- und Sortiertag!
    Wenn ich nur wüsste, wann der bei mir ist?
    😉
    Liebe Grüße!

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  4. smamap 25. August 2015 um 10:25

    Tja, das sieht einer, der alleine lebt und eine kleine Küche hat, naturgemäß ganz anders. Ich hab 2 Pfannen und 3 Töpfe und komme wunderbar damit klar. Abgesehen davon, dass sich damit jede Spülmaschine erübrigt, ist es i-wie ein schönes Gefühl nicht mehr Unmengen an Zeug zu haben, das natürlich untergebracht, saubergehalten und dergleichen mehr sein will.
    Ich hab das seinerzeit mal überarbeitet nach der 12 Wochen-Regel: Was ich 12 Wochen lang nicht wirklich gebraucht habe, das kam weg. Frei nach dem Motto „Weniger ist Mehr“.
    Und wenn man genau überlegt, dann ist es überraschend, wieviele Dinge man in ein und demselben Topf machen kann oder auch in ein und derselben Pfanne.
    Alles nur eine Frage des Überlegens.
    Und was man dann Zeit spart und für andere Dinge zur Verfügung hat, wenn man nicht mehr 5 Pfannen und 7 Töpfe hat, das ist erstaunlich (und das lässt sich natürlich auf alle Lebensbereiche anwenden).

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    • Flohnmobil 25. August 2015 um 20:08

      Ich weiss genau, was du meinst. Auf unseren Reisen, die bis zu 2 1/2 Jahren dauerten, hatte ich auch nur 3 Töpfe und eine Bratpfanne. Dazu ein sehr überschaubares Sortiment an Küchenhelfern und sonstigen Haushalts-Gegendständen. Und es ging!
      Allerdings gehöre ich zu denen, die nicht nur gerne essen, sondern insbesondere auch kochen. Daraus ergibt sich zwangsläufig ein etwas üppigeres Sortiment in den Küchenschränken. Und ein Hobby darf schliesslich auch etwas kosten.

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