Flohnmobil – im Alltag unterwegs

Reiseberichte und Anekdoten. Alltagskram im Lande Balkonien.

Ladehemmungen

Wenn es darum geht, Sachen einzumachen, bin ich mitunter nicht zu bremsen. Konfitüre kochen, Essig ansetzen, Pilze trocknen, nichts ist vor mir sicher. Manchmal bin ich in meiner Euphorie nicht zu bremsen. Da drücken meine Eichhörnchen-Gene voll durch.

Und dann? Dann lagert das Zeugs. In Flaschen, Gläsern, Plastikbeuteln steht, liegt oder lümmelt es im Keller oder Gefrierschrank. Soweit noch alles im grünen Bereich. Doch wenn es darum geht, die Lebensmittel aufzubrauchen, habe ich regelrechte Ladehemmungen. Es kann ja nicht sein, dass ich die Aprikosen-Konfitüre, die ich vor einer Woche erst eingemacht habe, heute schon brauche, oder? Und die eingelegten Pfirsiche sind im Winter sicher viel begehrter als im August. So meine Denkensweise. Dass die diversen Vorräte durchs Lagern nicht besser werden, ist mir durchaus bewusst.

Und so tauchen im Hause Flohnmobil plötzlich zur Unzeit Sachen auf, die aufgebraucht werden sollten. Meinem  innig geliebten Mitbewohner entgeht so etwas nicht. Dass die Steinpilze, die es gestern in einer beinahe verzweifelten Tat zum Nachtessen gab, nicht direkt aus dem Wald in den Teller gekommen sein können, war seinem Scharfsinn nicht entgangen. Geschmeckt haben die Pilzli übrigens trotzdem. Und wenn mich nicht alles täuscht, kann ich schon bald wieder neue einfrieren, trocknen, einlegen, pulverisieren.

steipilz

Durch meine Denkensweisen werden meine kostbaren Vorräte beinahe zu Denkenswaisen. Habt ihr auch so ein Leiden?

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15 Antworten zu “Ladehemmungen

  1. Anhora 9. Juli 2015 um 09:13

    Solche Aktivitäten sind mir gänzlich unbekannt, im Gegenteil. Wenn es (sehr selten) mal vorkommt, dass ich ein Marmelade oder Rhabarberkompott einmache, gebe ich einen Teil nicht in Gläser, sondern in ein Schüsselchen, weil wir es ja gleich essen. Lagerhaltung macht mich nerövs, meine Schränke sind relativ leer. Wenn man weiterzieht, muss man ja alles mitschleppen bzw. muss es zurücklassen. Weiß nicht was das für ein Gen ist.

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    • Flohnmobil 10. Juli 2015 um 21:41

      Du wirst nervös, wenn deine Schränke zu Lagerhaltung tendieren, ich bin genau das Gegenteil. Wir könnten wochenlang überleben mit dem, was Eichhörnchen Bea so alles anschleppt. 😉
      Übrigens, schüchterne Frage, wie sieht es aus in Sachen Zigaretten?

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      • Anhora 10. Juli 2015 um 22:40

        1.) Wenn also mal eine Notzeit anbricht, darf ich dann zu dir kommen? Hättest dann ein Süppchen für mich?
        2.) Sechs Wochen problemlos rauchfrei geblieben, auf den Tag genau. Dann starb meine Mutter. Bevor ich in ihr Zimmer ging, bat ich eine Pflegerin um eine Zigarette. Seither … Aber ab nächste Woche hör ich wieder auf. Es ist einfach totaler Schwachsinn und tut mir auch nicht gut. Chakaa.

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        • Flohnmobil 10. Juli 2015 um 22:52

          1) Du kriegst bei mir auch etwas „Dickeres“ als ein Süppchen.
          2) So etwas ähnliches hatte ich mir gedacht. Eine derartige emotionale Belastung ist denkbar ungeeignet, um sich vom Glimmstängel zu verabschieden.

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          • Anhora 10. Juli 2015 um 23:55

            Ich geb jedenfalls nicht auf. Ich habs schon so oft geschafft, ich schaffs auch noch einmal. Und dann gilts! 🙂
            (Die Hoffnung stirbt zuletzt)

            Danke für deine Einladung in Notzeiten, nun brauch ich mir keine Sorgen mehr machen. 😉

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  2. Hausfrau Hanna 9. Juli 2015 um 11:24

    Ein Eichhörchengen kenne ich nicht ,
    liebe Frau Flohnmobil,
    ich esse Gutes lieber gestern schon auf, als es bis heute aufzubewahren… 😉

    Herzlich in den wunderbaren Sommertag
    Hausfrau Hanna

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    • Flohnmobil 10. Juli 2015 um 21:43

      Aber wenn dann, um ein realistisches Beispiel zu erwähnen, grad so zwei Kilo Steinpilze im Wald rumstehen, kann man die beim besten Willen nicht alle aufs Mal verdrücken (und stehen lassen schon gar nicht). Da drängt es richtiggehend nach aufbewahren.
      Herzliche Grüsse
      Bea

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  3. Erika Laufer 9. Juli 2015 um 12:10

    Nein, keine Leiden in der Küche oder Vorratskammer. Aber die Steinpilze, die sind ein Traum….es sollte schon welche geben….

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  4. Anita 10. Juli 2015 um 16:45

    Oh, das Eichhörnli-Gen habe ich in allen Bereichen. Deshalb haben wir ja auch so viel Platz und der wird voll ausgenutzt. Mir graust aber jetzt schon vor dem Down-sizen… (einfach wegdenkend)

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    • Flohnmobil 10. Juli 2015 um 21:48

      Bei euch ist es ja auch noch etwas anders, der nächste Safeway nicht gleich um die Ecke.
      Ich schalte zwischendurch regelrechte Vorrats-Wochen, in denen ich nur Salat und dergleichen kaufe, und das Zeugs aus der Gefriere dran glauben muss.

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