Flohnmobil – im Alltag unterwegs

Reiseberichte und Anekdoten. Alltagskram im Lande Balkonien.

Die Stinkbombe

In unserer Nachbarschaft haben wir ein duftendes Problem. Man könnte das Problem auch als Stinkwolke bezeichnen, was der Realität ziemlich nahe käme. Die Wolke kommt – wie schon mal hier beschrieben – aus der Nachbarwohnung. Jedes Mal, wenn dort ein Fenster oder die Balkontüre aufgeht, meldet meine Nase höchste Alarmstufe. Es stinkt zum Himmel; jeder Gülletrog ist ein Veilchenmeer dagegen. Und die Freiluftsaison trübt so ein geöffnetes Nachbarfenster ganz empfindlich.

Als wir kürzlich draussen beim Frühstück sassen und wieder eine dieser üblen Stinkwolken daher kam, hatte mein innig geliebter Mitbewohner DIE IDEE: Wir konstruieren uns eine Duftschleuder. Jedes Mal, wenn bei den besagten Nachbarn ein Fenster aufgeht, setzt ein Automatismus eine Gegenduftschleuder von 4711 frei. Zielgenau und in der richtigen Konzentration angewendet, würden sich unsere Aussichten auf einen ungetrübten Sommer schlagartig vervielfachen. Dumm nur, dass es hierzulande für ein Konstrukt, wie es dem Mitbewohner vorschwebt, nicht ohne Baubewilligung geht.

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17 Antworten zu “Die Stinkbombe

  1. Seifenfrau 8. Juni 2015 um 10:14

    …ich hab immer noch nicht verstanden, wonach es da stinkt…Überfahrener Igel?

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    • Flohnmobil 9. Juni 2015 um 14:14

      Das willst du nicht wirklich wissen, Gine, und ich kann es auch nicht richtig beschreiben. 🙄
      Es ist so eine Mischung aus Verwesung, abgestandener Luft, 20-jährigem Frittieröl und Miststock. Unsagbar widerlich! Allerdings auch ziemlich unverkennbar.

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  2. Anita 8. Juni 2015 um 12:30

    Nachbarn…. was ist das? (sorry, das musste ich schreiben 🙂 ) – in dieser Beziehung hat die Lage bei uns einen Vorteil: Keine stinkenden Nachbarn, eigentlich gar keine Nachbarn! Von den Campern abgesehen, wohnen die nächsten mindestens 500 m entfernt.
    Ich wünsche dir viele geschlossene Nachbarfenster und -türen!
    LG Anita

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    • Flohnmobil 9. Juni 2015 um 14:17

      Die Lage ist grad aktuell ein klitzekleines Bisschen entschärft, weil heute kein Outdoor Wetter ist. Aber mir reicht es eigentlich schon, wenn ich heim komme, und vis-à-vis kurz die Türe offen war. Da muss ich regelmässig die Luft anhalten, bis ich in der Wohnung bin und unsere Türe so schnell als möglich schliessen.

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  3. anneinsideoffice 8. Juni 2015 um 19:02

    Hallo du Arme!
    Das wäre für mich Trüffelschwein ein Graus!!

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  4. Spottdrossel 8. Juni 2015 um 20:18

    Das erinnert mich an einen Kollegen, als ich noch beim Amt war. Der kam auf die glorreiche Idee, seine Topfpflanzen mit Rindermist zu düngen… Danach versuchte er, die Sache mit Duftöl (Zimt) zu übertünchen.
    Die ganze Aktion war eigentlich unnötig, weil er längst ein Einzelbüro hatte 😉 .
    Ich frage mich wirklich, was eure Nachbarn da verzapft haben – vor allem, wenn es kontinuierlich müffelt. Wobei, der Schornsteinfeger erzählte mal, er hätte es schon erlebt, daß in Wohnungen bergeweise Hundekacke lag. Nichts ist unmöglich 😦 .

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    • Flohnmobil 9. Juni 2015 um 14:20

      Ich will’s eigentlich gar nicht so genau wissen. Tatsache ist, dass sie sehr viele Pflanzen in der Wohnung haben, praktisch nie lüften und die Holzfenster von innen her regelrecht vergammelt waren. Haustiere haben sie offiziell keine, aber bei dem Mief dürften sich Küchenschaben & Co. sicherlich sauwohl fühlen. Igitt!

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  5. notiznagel 8. Juni 2015 um 20:34

    Ich kann eueren Ärger gut verstehen. Wird die Balkon- oder Wohnungstüre unter unserer Wohnung geöffnet, flüchten wir in die eigenen vier Wände.
    Aber mögt ihr den Duft von 4711 wirklich? Ginster-Öl aus der Provence riecht doch viel besser.

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  6. Spottdrossel 8. Juni 2015 um 20:50

    Mir fällt gerade ein, statt 4711: auf der Suche nach eine Mittel für eine geerbte Couch, die eigentlich perfekt ist, aber leider aus einem Raucherhaushalt stammt, bin ich auf eine Firma gestoßen, die außer Mittelchen gegen Zigarettenqualm oder Katzenpipi auch eine Brühe mit nützlichen Bakterien produziert, die man z.B. über die Müllcontainer von Großküchen sprüht. Das müßte doch eine Größenordnung sein, die mit einer miefenden Wohnung fertig wird 🙂 .

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    • Flohnmobil 9. Juni 2015 um 14:24

      Solange sich die Betroffenen in ihrem Mief wohlfühlen, haben die Bakterien – so effektiv sie sein mögen – keine Daseinsberechtigung. Und da die Wohnung den Miefern gehört, kann ihnen auch niemand vorschreiben, wie es dort drin zu duften hat. 😦

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  7. HoetusPoetus 9. Juni 2015 um 19:36

    …..ohhhhh … ich kann dich ja so gut verstehen!!!
    Wir haben auch einen solchen Stinker genau unter uns!!!
    Manschmal ist es kaum auszuhalten…. und an anderen Tagen echt noch viel schlimmer…
    Als würdest du mit dem Güllewagen ein Stinktier vor einer Mülldeponie überfahren!!!
    Da hilft auch alles schimpfen nicht … DAS hören die nicht…. weil sich das Frittenfett auch bereits schon in den Ohren festgesetzt hat.

    in diesem Sinne „dufte“ Grüße … Katja

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