Flohnmobil – im Alltag unterwegs

Reiseberichte und Anekdoten. Alltagskram im Lande Balkonien.

Sonnenschein im Portemonnaie

Sonne Silvaplana. Dieser Begriff hat für meinen innig geliebten Mitbewohner und mich eine besondere Bedeutung. Im Hotel Sonne in Silvaplana verbrachten wir unser erstes gemeinsames Wochenende. Das war vor über 20 Jahren. Seither waren wir nie mehr dort. Das könnten wir auch nicht mehr, denn dort, wo damals das Hotel stand, klaffte vor vier Jahren nur noch ein grosses Loch. Eine riesige Baugrube.

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Das hat sich gründlich geändert und es wurden mehrere Wohnhäuser aus dem geschichtsträchtigen Boden gestampft. Ungeachtet der Zweitwohnungsinitiative übrigens. Und ebenso ungeachtet der Tatsache, dass Silvaplana bereits einen Zweitwohnungsanteil von über 60 Prozent hat.

Jetzt im März sind schon wieder die meisten Fensterläden im touristischen Dorf geschlossen, die Häuser und Wohnungen leer. Ein charakteristisches Bild fürs ganze Oberengadin.

In der neuen Überbauung Sonne sind rund fünfzig Wohnungen entstanden, von denen der Grossteil noch keinen Käufer gefunden hat. Ob sich das in absehbarer Zeit ändern wird? Allzu gediegen ist die Wohnlage nicht und teilweise haben die Wohnungen null Aussicht. Dennoch werden Verkaufspreise herumgereicht, die im Bereich von 2,5 Millionen Franken für eine 2 1/2-Zimmer-Wohnung sind.

Nein, ich habe mich nicht um eine Kommastelle verschrieben. Hüstel.

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Interesse geweckt? Portemonnaie dick genug? Hier gibt’s mehr Informationen.

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4 Antworten zu “Sonnenschein im Portemonnaie

  1. Werner Ammann 27. März 2015 um 21:17

    Es ist schon ein Privileg, schon ‚bereits zu Lebzeiten im Paradies leben‘ zu dürfen. Da darf man doch mit seinen Milliönchen nicht so knausrig sein 😉
    Ähnliche Gedanken wie deine beschäftigen mich jeweils auch, wenn ich in der Nebensaison in von Crans-Montana zur Bisse du Rho wandere… 20% ist da SEHR weit entfernt!
    Gruess vom Werner

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  2. Anita 29. März 2015 um 15:33

    Der Baustil der Häuser gefällt mir eigentlich, aber ewig geschlossene Fensterläden sind grässlich. Wirklich tragisch finde ich die Situation für die Menschen, die das ganze Jahr im Engadin leben und arbeiten. Für sie muss es extrem schwierig sein, bezahlbaren Wohnraum zu finden.
    LG Anita

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    • Flohnmobil 29. März 2015 um 15:42

      Das ist leider so. Aus Profitgründen werden ältere Häuser häufig dem Boden gleich gemacht. Was dort dann gebaut wird, ist wie im geschilderten Fall jenseits von gut und böse.
      Grüessli
      Bea

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