Flohnmobil – im Alltag unterwegs

Reiseberichte und Anekdoten. Alltagskram im Lande Balkonien.

Gopfer-Deckel!

Ich sah mich mit einem grossen runden Problem konfrontiert: In der Ferienwohnung gab es zwar eine tolle, gänzlich unverbeulte, unzerkratzte Bratpfanne, die fast alles übertraf, was ich je an Bratpfannen in Ferienwohnungen antraf. Aber es gab leider keinen Deckel dazu. Und ich war drauf und dran, einen Hackbraten schmoren zu wollen. Ein Deckel musste her.

Mein Blick glitt suchend durch unser temporäres Zuhause. Was passte auf die Pfanne?

  • Das Schneidebrett? Brauchte ich anderweitig.
  • Ein Teller? Etliche Zentimeter zu klein.
  • Der runde Gartentisch? Zu umständlich.
  • Der Klo-Deckel? Zu … ähm … kompliziert zum abmontieren.
  • Ein Stück Alufolie? Keins da.
  • Das Backofen-Blech? Schlimmstenfalls ja.

Da Not erfinderisch macht, schaute ich nochmals in allen Schubladen nach und fand schliesslich etwas Passendes, das man als beinahe perfekt bezeichnen könnte. Unser Nachtessen war gerettet.

DSC08839

Gopferdeckel ist übrigens ein beliebter, harmloser Kraftausdruck hierzulande. Mir rutscht er über die Lippen, wenn etwas nicht so geht, wie ich will. Ob ich über Gebühren lange warten muss, bis der Computer hochgefahren ist, oder mir im dümmsten Moment der Zucker ausgeht: Gopferdeckel!

Welches Fluchwort braucht ihr in so einem Fall?

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12 Antworten zu “Gopfer-Deckel!

  1. Werner Ammann 22. Januar 2015 um 22:06

    Der ‚Deckel‘ passt ja perfekt!
    Zu den Fluchworten: Ich hab ein ziemlich umfangreiches Vokabular, beginne hier jetzt aber nicht mit dessen Aufzählung 😉
    Gruess vom Werner

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  2. Spottdrossel 22. Januar 2015 um 23:33

    Meine Auswahl ist groß und wenig druckreif :D.
    Aber Deine Lösung hatte ich so ähnlich im Original, bei WMF-Werksverkauf für den Wohnwagen ergeiert: ein kleiner Topf, und die Pfanne dazu war gleichzeitig der Deckel.
    Hab grad mal geschaut, offensichtlich sind Singlehaushalte keine Zielgruppe mehr… leider ist der Topf dazu verloren gegangen, aber das Pfännchen habe ich noch.

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  3. merlanne 23. Januar 2015 um 08:40

    Not macht erfinderisch 🙂 . Danke für die liebe Karte !
    Herzliche Grüsse,
    Claudine

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  4. Michael Tourenfahrer 23. Januar 2015 um 09:08

    Im Raum Stuttgart heisst es gerne mal „Sackzement“ 🙂

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  5. notiznagel 23. Januar 2015 um 18:42

    Massarbeit, der Deckel meine ich. Er erinnert mich am mein Camping-Kochgeschirr. Da dient auch die Bratpfanne als Deckel.
    Bezüglich Kraftworte kommt mir immer der über die Lippen: „Gopfrid-Stutz“.

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    • Flohnmobil 25. Januar 2015 um 10:49

      Unser letztes, stapelbares Campingkochgeschirr hatten wir nach 2 1/2 Jahren Dauereinsatz in Amerika gelassen. Die Böden wurden langsam „durchsichtig“, der Chrom begann sich abzulösen. Seither bevorzuge ich Pfannen mit angewachsenem Griff.

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  6. messerschaf 26. Januar 2015 um 10:23

    Man bzw. Frau muss sich nur zu helfen wissen. Wirklich eine gute Idee 🙂
    Wenn ich mich ärger kommt mir meist „Heidernei“ über die Lippen….

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