Flohnmobil – im Alltag unterwegs

Reiseberichte und Anekdoten. Alltagskram im Lande Balkonien.

Der Grössen-Wahn

Mit der eigenen Wahrnehmung ist das ja so eine Sache. Als Kind fand ich mich immer dick und war wohl auch zumindest etwas pummelig. Ein elfenmässiges Dasein lag nie in meinen Genen. Dafür bin ich zu robust verarbeitet.

Mittlerweile darf ich mich aber getrost als schlank bezeichnen. Das hat einerseits damit zu tun, dass ich mich über fast zwei Jahrzehnte hinweg drei Konfektionsgrössen runter gearbeitet habe. Seit geraumer Zeit werde ich weder in der Länge noch in der Breite mehr. Es hat aber auch mit meinen Mitmenschen zu tun. Diese, so meine Beobachtung, werden immer dicker. Kleider in Grösse XXXL sind keine Seltenheit mehr.  Mir dagegen schlottert manchmal schon Grösse 38, obschon ich wie erwähnt seit Jahren gleich viel Kilos auf die Waage bringe. Da ist doch etwas faul im Staate Dänemark! Die Schneider sind meiner Meinung nach am Schummeln. Natürlich ist es neckisch, sagen zu können, man passe seit Jahren in die gleiche Grösse rein, obschon man insgeheim weiss, dass man nicht mehr mit gleich wenig Stoff wie früher auskommt.

Wo führt das noch hin? Werde ich meine Kleider in absehbarer Zeit in der Kinderabteilung kaufen müssen? So ganz ohne Enkel im Schlepptau dürfte das etwas komisch wirken.

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9 Antworten zu “Der Grössen-Wahn

  1. Silberdistel 3. Juli 2014 um 16:29

    In der Kinderabteilung gibt es auch so manches nette Kleidungsstück. Ich habe das schon hin und wieder getestet 😉 Also, nur nicht verzagen 😀

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  2. Spottdrossel 3. Juli 2014 um 17:55

    Bei den Amis habe ich mal gehört, daß die Kleidergrößen mitwachsen, damit Madame auch im reiferen Alter noch ihre College-Größe tragen kann.
    Ich habe hier eher den umgekehrten Eindruck, bei Markenlabels entspricht XXL der Größe 44 ( und 42 ist meines Wissens deutscher Durchschnitt) und meine Freundin, die früher ewig suchen mußte, um Stiefel zu finden, deren Schäfte nicht um ihre „Spatzenbeinchen“ schlabbern, paßt inzwischen in manche Hosenbeine nicht mehr rein – weil anscheinend für die Generation Rücksitz so was seltsames wie „Muskeln“ beim Schnitt nicht einkalkuliert wurde.
    Nur wer Aszendent Arachnide ist, darf Markenjeans kaufen.

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    • Flohnmobil 3. Juli 2014 um 22:01

      Arachnide – huch – das musste ich zuerst googeln. Zum Glück habe ich weder Spinnenbeine noch Ambitionen, in Markenjeans durch die Geografie zu wandeln. Ich hab einigermassen einen Durchschnittspo, auch wenn ich offenbar untermassig bin. 😉

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  3. notiznagel 3. Juli 2014 um 20:28

    Alles Marketing, bei den Kleidern wie bei der Ernährung.

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  4. Elli 6. Juli 2014 um 16:42

    Klamotten sind sowieso nur ein lästiges Übel.
    (… nagut, ab einem gewissen Alter wohl eher nicht) 🙂
    Mittlerweile gibt es sogar Kleidergröße Size 000. Keine Ahnung welche Frau da reinpasst. Ich vermute mal, dass sind Frauen, die glauben dem gesellschaftlichen Ideal der Werbung entsprechen zu müssen. Ziemlich blöd sowas.

    Grüßchen
    Elli, die seit etwa 30 Jahren in derselben Grösse rumläuft

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