Flohnmobil – im Alltag unterwegs

Reiseberichte und Anekdoten. Alltagskram im Lande Balkonien.

Zig-zag-Ziger

Manchmal übertreffe ich mich selber. Ehrlich. Weil das selten jemand einsieht, muss es einfach mal gesagt werden. Hier und jetzt. Damit ihr auch wisst warum, hier und jetzt die Geschichte dazu:

Da dümpelte in meinem Kühlschrank ein angebrochenes Schabzigerstöckli herum. Und das Erscheinen unserer nächsten Gäste rückte bedrohlich näher. Meine ursprüngliche Menüplanung sah vor, zum obligaten Apéro ein paar marinierte Oliven aufzustellen. Nullachtfünfzehn zwar, aber allseits beliebt.

Die Idee, aus Schabziger etwas Gebackenes zu fabrizieren, verfolgte ich anfänglich nur halbherzig. Mir schwebte vor, eine Art Crackers zu backen. Und ich wusste sehr wohl, selbst wenn diese total missraten würden, würden unsere Gäste nicht gleich wieder davonlaufen. Wer bei uns zum Essen eingeladen wird, der weiss, auf was er sich einlässt.

Und dann entdeckte ich, nachdem ich zuerst sämtliche meiner Kochbücher nach Gebäcken durchforstet hatte, im Internet ein Rezept für Schabziger-Sablés. Welches ich mit Begeisterung buk. Zwar stank die ganze Bude ziemlich anhaltend nach Ziger, aber ich war frohen Mutes, dass mir etwas Ausgefallenes gelungen war. Und wie das bei mir häufig der Fall ist, sind die Last-Minute-Ideen die Besten. Diese Idee bestand darin, meinen eigenen Feigen-Senf zu dem Gebäck zu reichen.

„Wahnsinns guet“, waren wir uns alle Vier schon nach dem ersten Bissen einig.


Bildquelle: swissmilk.ch

Das Rezept? Gibt’s hier.

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5 Antworten zu “Zig-zag-Ziger

  1. Zimi 4. Mai 2014 um 12:55

    Super, bravo !

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  2. Anita 7. Mai 2014 um 02:51

    Vielen Dank für den Link, Frau Flohnmobil. Da habe ich doch gleich noch viele andere Rezepte gefunden. Super! In meinem Kühler steckt auch noch ein letztes Zigerstöckli. Die waren hier in getrockneter Form erhältlich. Waren… leider, denn wir können sie nicht mehr bekommen. Aber nun weiss ich, was ich mit dieser letzten Herrlichkeit produziere. Natürlich muss ich den Sbrinz auch ersetzen. Zur Auswahl stehen Appenzeller oder Gruyere. Wir sind hier in Nordontario ziemlich flexibel, was Schweizer Rezepte betrifft.
    Schönen Gruss in den Schweizer Frühling

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    • Flohnmobil 7. Mai 2014 um 14:51

      Swissmilk hat wirklich eine gute Rezeptdatenbank, auf die ich immer wieder gerne zurückgreife, ob für ein Dessert, Fleischgericht oder Gebäck. Milchprodukte hat es ja fast überall drin.
      Auf unserer Reise durch Nordamerika 1999 trafen wir mal in einem Supermarket auf Zigerstöckli. Obschon ich beim Anblick dieses Stückchens Heimat total entzückt war, fragte ich mich ernsthaft, was ein Amerikaner damit anstellt.

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