Flohnmobil – im Alltag unterwegs

Reiseberichte und Anekdoten. Alltagskram im Lande Balkonien.

Unkenrufe

Als ich auf unserem Spaziergang wenige Meter neben dem Weg die grüne Tafel entdeckte, packte mich die Neugierde. So eine grüne Tafel steht nämlich hierzulande für „Naturschutzgebiet“ und verheisst ein Stück Natur, das es nicht mehr so häufig gibt in unserer zivilisierten Welt.

Je näher mein innig geliebter Mitbewohner und ich dem Tümpel kamen, desto deutlicher konnten wir die Laute der Kröten hören. Allerdings auch ein Geräusch, das unmissverständlich darauf hinwies, dass die Amphibien, welcher Gattung auch immer sie sein mochten, am Abtauchen waren. Wir schlichen uns heran und waren erstaunt zu sehen, dass sich im flachen Wässerchen nicht nur ganz, ganz viele Kröten tummelten, sondern auch schon sehr viel Laich an der Oberfläche schwamm. Und das immerhin auf 800 m über Meer. Dem Mitbewohner und mir ging die Fantasie durch. Hatten wir auf unserem Spaziergang eine heisse Quelle entdeckt? Es musste doch einen Grund geben, weshalb die Kröten hier schon so vermehrungsfreudig am Werk gewesen waren.

Unsere Theorie wurde am anderen Tag erhärtet, als wir feststellten, dass sich im Weiher in unserer Nähe, der dem Meeresspiegel 250 Meter näher liegt, noch nichts regte.

Ist eigentlich schon mal jemand auf die Idee gekommen, solchen Laich zu essen? So viel anders als Froschschenkel dürfte das ja kaum schmecken. Und um Fischeier reissen sich Feinschmecker schliesslich auch.

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6 Antworten zu “Unkenrufe

  1. Silberdistel 10. März 2014 um 19:43

    Das sieht ja wirklich aus wie die reinste Sagosuppe. Aber … ob ich das würde essen wollen 🙄 Nein, bei dieser Vorstellung wird’s mir dann jetzt doch übel …

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  2. runningtom 10. März 2014 um 20:33

    Ich glaube, das wäre auch gar nicht erlaubt. Du schreibst ja selber… Naturschutz, grüne Tafel…

    Früher in der Schule haben wir noch Froschlaich eingesammelt und im Aquarium auf dem Balkon mitverfolgt wie die Kaulquappen immer grösser wurden und schliesslich die Frösche geschlüpft sind. Aber heute glaube ich dass die Viecher in der freien Natur wohl besser aufgehoben sind.

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