Flohnmobil – im Alltag unterwegs

Reiseberichte und Anekdoten. Alltagskram im Lande Balkonien.

Wunschzettel

Liebes Christkind

Eigentlich habe ich ja alles, was ich brauche. Ich bin gesund, habe einen lieben Mann, ein schönes Daheim und diverse weitere Privilegien, die mich zu einem glücklichen Menschen machen. Nichts desto trotz habe auch ich meine Wünsche und Träume. Einer meiner Wünsche ist einfach und bescheiden: Normale Nachbarn.

Da das Wörtchen „normal“ für derart vieles hinhalten muss, will ich dir die Arbeit etwas erleichtern und dir aufzeigen, was ich mir darunter vorstelle.

  • Wir schätzen es, wenn unsere Nachbarn uns freundlich grüssen, wenn wir einander im Treppenhaus begegnen.
  • Weniger schätzen wir es, wenn uns die Türe vor der Nase zugeschlagen wird.
  • Unsere Nachbarn sollten kein Musikinstrument spielen, schon gar keine Posaune oder sonst eine Guge, die mich mehrmals in der Woche am Abend nervt.
  • Wir hätten nichts dagegen, wenn sie sich vorstellen würden, wenn sie frisch eingezogen sind.
  • Es stört uns auch nicht, wenn sie ihre kulinarischen Eigenheiten ausleben, solange sie das Küchenfenster zu lassen.
  • Sie sollten ihre Dreizimmer-Wohnung nicht mit vier Stubentigern anreichern.
  • Sie können die Spinnen, die vor ihrer Wohnungstüre das Zeitliche segnet, ruhig selber entsorgen und sie nicht zu uns rüber wischen.
  • Sie sollten für ihre leckere Konfitüre Etiketten verwenden, die nicht so hartnäckig auf dem Glas kleben bleiben.
  • Es stört uns nicht, wenn sie mit dem Auto wegfahren, das sie zuerst von Schnee und Eis befreien müssen, obschon sie noch zwei weitere Fahrzeuge in der Garage stehen haben.
  • Sie dürfen gerne liebliche Duftwolken anstelle von üppigem Mief verbreiten.
  • Sie sollten nicht grad jeden Tag mit dem Wäschekorb unterwegs sein.

Liebes Christkind,
mit diesen paar Tipps dürfte es nicht mehr schwierig sein, uns normale Nachbarn zu bescheren, oder?

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4 Antworten zu “Wunschzettel

  1. Hausfrau Hanna 22. Dezember 2013 um 16:26

    Heiliger Bimbam,
    liebe Frau Flohnmobil,
    das ist aber ein ellenlanger Wunschzettel! Wollt ihr es nicht gleich mit einer neuen Wohnung in anderer nachbarschaftlicher Umgebung versuchen *räusperundichfragejabloss* …

    Herzlich in den 4.Adventsabend, an dem hoffentlich niemand trötet 😉
    Hausfrau Hanna

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    • Flohnmobil 23. Dezember 2013 um 16:24

      Auf unseren Reisen haben wir gelernt, dass man immer, IMMER Nachbarn hat, egal, ob auf dem gleichen Stockwerk, am Ende der Strasse oder 40 km entfernt.
      Wir sind geflüchtet und haben uns kein 4.-Advents-Getröte anhören müssen. Aber dem Vernehmen gibt es auch in Brigels kurlige Nachbarn.
      Herzliche Grüsse
      Bea

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  2. notiznagel 22. Dezember 2013 um 18:14

    Aber wir geben uns doch solche Mühe …… Frau Flohnmobil.

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