Flohnmobil – im Alltag unterwegs

Reiseberichte und Anekdoten. Alltagskram im Lande Balkonien.

Der Ärger mit dem Schwarzen Loch

Wenn man sich im Winter in den Alpen bewegt und von einem Tal ins andere fahren will, gibt es grundsätzlich verschiedene Möglichkeiten. Passstrassen, Strassentunnels, Eisenbahnverlad oder aussen rum. Während Passstrassen im Winter häufig geschlossen oder nur mit entsprechender Ausrüstung zu befahren sind, sind Tunnels ganzjährig zugänglich. Die Variante „aussen rum“ artet häufig in einem mehr oder weniger grossen Umweg aus, ist entsprechend nur selten praktikabel.

Also Tunnel. Der gesamte Alpenbogen ist durchlöchert von Strassen- und Eisenbahntunnels. Mont-Blanc, Col de Tende, Grosser-St.-Bernhard, Simplon, Felbertauern, Karawankentunnel etc. gehören allesamt in den hehren Club der Schwarzen Löcher. Dieser Club hat verschiedene Kategorien von Mitgliedern. Die einen sind nur mit der Eisenbahn zugänglich, andere sind einspurig, einige sind kostenlos, bei anderen wird der Autofahrer gemolken.

Als ich heute für die einfache Fahrt durch den Arlberg-Strassentunnel Zähne knirschend 9 Euro hingeblättert habe, habe ich mich einmal mehr gefragt, wieso, wieso, wieso bei uns Kreti und Pleti ohne einen Rappen bezahlen zu müssen durch den Gotthard- und den San-Bernardino-Strassentunnel fahren kann. Wieso bringen wir es nicht auch fertig, Zahlhäuschen aufzustellen und jedem, der die Strassentunnels befahren will, Geld abzuknöpfen? Sonst sind wir Schweizer doch auch nicht so zimperlich, wenn es darum geht, Gebühren zu erheben.

Kurzer Fotohalt im längsten Strassentunnel der Welt, dem 24,5 km langen Laerdaltunnelen in Norwegen. Nach je einem Viertel der Strecke sind Nischen mit speziellem Licht errichtet, wo man die Fahrt unterbrechen kann. Wohl eher für Notfälle welcher Art auch immer gedacht. Etwas gewöhnungsbedürftig ist die Tatsache, dass man in norwegischen Tunnels grundsätzlich überholen darf. Kosten pro Durchfahrt: NIX.

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2 Antworten zu “Der Ärger mit dem Schwarzen Loch

  1. notiznagel 8. Dezember 2013 um 22:05

    Oder gleich die Vignette für CHF 200.- verkaufen. Dies wäre immer noch ein Schnäppchen.

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