Flohnmobil – im Alltag unterwegs

Reiseberichte und Anekdoten. Alltagskram im Lande Balkonien.

Und dann waren‘s nur noch…

Am Anfang unserer Housesitting-Zeit hier in Schweden gingen wir gewissenhaft jeden Abend die Hühner zählen, bevor wir zusperrten. Uns wurde gesagt, die Gackertanten würden am Abend von selbst in den Stall zurückgehen. So wurden wir etwas nachlässig und verliessen uns darauf, dass die acht Hühner samt ihren Küken und der Hahn sich auch tatsächlich dort einfanden.

Das ging solange gut, bis uns eines Morgens, noch bevor wir das Hühnergehege öffneten, ein Huhn quietschfidel über die Wiese entgegenkam. Trotz geschärften Sinnen unsererseits ging uns dieselbe Henne am Abend wieder durch die Latten. Fortan wurde gewissenhaft gezählt, bevor im Hause Huhn zugesperrt wurde. Die aufmüpfige Henne blieb aufmüpfig und brauchte jeden Abend eine Spezialeinladung, die mein innig geliebter Mithüter in Form einiger unmissverständlicher Gesten aussprach.

Das ist der lustige Teil der Geschichte aus dem Hühnerhof. Der traurige Teil ist, dass wir tatsächlich ein Huhn weniger haben. Seit gestern fehlt von einer Junghenne, die sonst immer im Schlepptau ihrer Mutter und jüngeren Schwester unterwegs war, jede Spur. Bemerkt haben wir das beim abendlichen Hühnerinventar. Die halbwüchsige Gackertante kuschelte sich normalerweise in einer Box zusammen mit ihrer Schwester an die Mutter.

Wir suchten das Gelände ab, so gut das bei dieser Wildnis überhaupt möglich ist. Weit und breit kein Huhn, noch nicht mal eine Feder davon. Wir müssen davon ausgehen, dass die Junghenne vorzeitig ihre Reise in den Hühnerhimmel angetreten hat.

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9 Antworten zu “Und dann waren‘s nur noch…

  1. Brigitte 29. Juli 2013 um 21:14

    Die Sünde könnte auch von einen Raubvogel durchgefûhrt worden sein … und dies am helllichten Tag!!
    Wir haben auch ein Huhn, dass gerne auf dem Apfelbaum schlafen würde… der Gruppendruck lässt es jedoch immer wieder zur Besinnung kommen…
    Viel Glück für die weiteren Tschiggensitterei
    Brigitte

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    • Flohnmobil 29. Juli 2013 um 22:03

      Das Glück, so scheint mir, können wir für die Hüenerbääbelerei je länger denn mehr gebrauchen.
      Schlafen auf einem Apfelbaum, fehlte grad noch! Vielleicht hat sich unser Junghuhn auf die 20 Meter hohe Eiche direkt neben dem Hühnerstall verirrt und traut sich nicht mehr runter. 😳

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  2. notiznagel 30. Juli 2013 um 20:29

    Hoffentlich habt ihr eine Klausel in eurer Haftpflicht-Versicherung die solche Ausfälle deckt.

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  3. Hausfrau Hanna 31. Juli 2013 um 08:46

    Herregud!
    Nur Flöhe hüten
    liebe Frau Flohnmobil,
    ist noch schwieriger…

    Mit einem herzlichen Gruss in den Norden
    Hausfrau Hanna

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  4. Pingback: Das Hühnerdesaster | Flohnmobil - im Alltag unterwegs

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