Flohnmobil – im Alltag unterwegs

Reiseberichte und Anekdoten. Alltagskram im Lande Balkonien.

Schlammschlacht

Ich hatte zwar bereits in den Nachrichten Bilder davon gesehen, aber das Bild im heutigen Tages-Anzeiger hat meine Gedanken erneut in Wallung versetzt.

Für solche Schlamm-Packungen zahlt man ja unter dem Begriff „Wellness“ unter anderen Umständen gehörig viel Geld. Die Beteiligten am Open Air St. Gallen scheinen ihren Spass gehabt zu haben.

Aber was, wenn sie das Festival-Gelände verlassen? Wie kommen sie nach Hause? Im eigenen Auto? Als derartige Drecksäue! Im Zug? Um Himmels Willen, da würde ich als SBB die ältesten Güterwagen auffahren lassen! Mit dem Velo? Das ist vielleicht noch die beste Lösung, besteht doch eine gewisse Möglichkeit, dass ein Teil des angekrusteten Schlamms von alleine absplittert.

Wenn ich mir dann weiter vorstelle, dass meine (fiktive) Tochter als grosse Schwester von ET unter der Türe steht und Einlass begehrt, ich kriegte wohl einen Schreikrampf. Ich würde sie vermutlich in die nächste Autowaschanlage – na was eigentlich? Fahren? Ausgeschlossen, da würde ja mein Auto dreckig. Aber irgendwie müsste der Dreck ja weg.

Kennt jemand von euch jemanden, der am Open Air war? Oder hat es gar Flohnmobil-Leserinnen oder Leser, die übers vergangene Wochenende höchstselbst im St. Galler Schlamm suhlten? Mich würde wirklich brennend interessieren, wie die Betroffenen wieder trocken hinter den Ohren sauber wurden.

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4 Antworten zu “Schlammschlacht

  1. Severin 1. Juli 2013 um 22:09

    War höchstpersönlich am Openair als Helfer und habe sogar die Revolutionären-Cashless-Bändel aufgeladen. Für den Spass im Schlamm genügten Zivilschutz(Militär)stiefel, Regenhose(alt) Regenjacke(alt) und ein Hüetli. Viel mühsamer als der Regen war aber die Kälte. Da half nur die lange Unterhose und 3-Tshirts und ein warmer Pullover unter der Winterjacke. Die Nacht im Zelt war angenehm und hin und wieder gabs sogar Regenfreie Momente, gegrillt haben wir natürlich trotzdem, wär ja gelacht. Für etwas baut man sich ja Pavillons auf!

    Einmal hats mir ausgehängt, das war am Konzert von Kings of Leon. Die waren mässig gut und gegossen hat es einfach wie aus Kübeln und das gut und gerne 2-3h. Als die Jacke dann so durchnässt war das die Ellbogen meines Pullovers feucht wurden flüchtete ich ins Helferzelt für einen warmen Tee. Danach gings aber weiter bis 3 oder vier Uhr Nachts. Wir lassen uns von Petrus doch nicht die Party verderben.

    Die Ärzte habens am Sonntag dann richtig gesagt (strahlender Sonnenschein): „wir haben einfach zu den richtigen Göttern gebetet, nicht so wie Kings of Leon“
    War schon das 7. oder 8. Mal am OASG aber die Party und Stimmung war selten so gut wie dieses Jahr und man muss sagen, dass das durch den Schlamm waten einfach auch Spass macht (Solange die Schuhe dicht halten – Fetten!!!). Einzig beim Tanzen waren wir etwas eingeschränkt, dafür wars dann doch zu chläbig, was die Ärzte auch sehr bedauert haben.

    Nach Hause kam ich tatsächlich im Auto von Mama, Schuhe in den Abfallsack, Wolldecke auf den Sitz und ab die Post. Als ich dann später von Wil nach Basel fuhr im Zug (Prüfung am Donnerstag, muss ja noch lernen) traf ich auf Hinz und Kunz vom Openair alle so verschlammt wie sie waren, sehr zum Leid vom ICN. Immerhin wusste so die ganze Schweiz dass in St.Gallen Openair war 😉 Der Schlamm in Zürich auf dem Bahnhof und in Basel und wahrscheinlich auch in Bern und Fribourg etc. waren ein deutliche Zeichen. Die Busse von VBSG möchte ich allerdings nicht putzen, da hilft nur noch der Hochdruckreiniger und viel viel Zeit

    Und wenn ich die Prüfung am Donnerstag bestehe heissts auch nächstes Jahr: OPENAIR IM SITTERTOBEL!

    Gruss, Severin

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    • Flohnmobil 2. Juli 2013 um 17:40

      Hallo Severin, vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar und die ansehnliche Schilderung der Situation vor Ort inkl. Heimtransport.

      Ich drück dir die Daumen, dass du eine Prüfung schaffst und wünsche dir schon jetzt für das nächste OASG warmes Wetter. Trocken muss es ja allem Anschein an nicht zwingend sein. 😉

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  2. Brigitte 1. Juli 2013 um 22:49

    Also eine meiner Nichten war dort und fand es einfach mega! Weitere Details habe ich noch nicht erfahren….
    Wûnsche dir eine angenehme Nachtruhe
    ♥lich Brigitte

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