Flohnmobil – im Alltag unterwegs

Reiseberichte und Anekdoten. Alltagskram im Lande Balkonien.

Öfters mal Panne (27)

… oder: Ungebetene Gäste

Wenn die Natur auf Besuch kommt, kann man nicht immer die Flucht ergreifen, selbst wenn man das in einem ersten Anflug von Panik am liebsten tun würde. Auf einem Campingplatz in Sardinien hatten wir uns – seinerzeit mit dem VW-Bus unterwegs – eingerichtet und wollten einige geruhsame Tage verbringen.

Natürlich hatten wir sie entdeckt, die paar klitzekleinen Ameischen und klar hatten wir von unseren Nachbarn erfahren, dass einige der Krabbler auf ihrer Kühlbox über Nacht  jämmerlich festgefroren waren. Aber uns konnte doch nichts passieren, schliesslich hatte ein Arbeiter des Platzes um alle vier Räder des Campers ein helles Pulver gestreut, das die Tierlein fernhalten sollte. Wir wurden auch nicht misstrauisch, als wir sahen, dass ein nicht unwesentlicher Teil des Sortiments im Campingplatz eigenen Laden aus Schädlingsbekämpfungsmitteln bestand.

Die Überraschung folgte erst am nächsten Morgen, als sich herausstellte, dass ein ganzes Ameisenvolk ein gemeinsames Ziel verfolgte: unser Konfitürenglas. Mein innig geliebter Mitreisender hatte mir den Anblick erspart und das Glas entsorgt, während ich noch Morgentoilette machte. Als ich frisch geduscht unter der VW-Türe stand, war er bereits mit der Einzelabreibung beschäftigt.

Hereinspaziert waren die ungebetenen Gäste ganz einfach über unser Stromkabel. Da halfen nur radikale Massnahmen in Form von viel Chemie. Noch Tage später klaubten wir mit spitzen Fingern Leichen aus den Fugen und Ritzen unseres VW-Busses. Seither sind wir überaus sensibilisiert, wenn wir Ameisen orten. Und eine Dose Baygon ist zum ständigen Reisebegleiter geworden.

Unsere fahrende Ameisenburg am Tatort in Sardinien.

Noch mehr Lust auf ungebetene Gäste? Dann wendet euch bitte vertrauensvoll diesem Flohnmobil-Post zu.

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7 Antworten zu “Öfters mal Panne (27)

  1. pixelspielerei 23. Juni 2013 um 15:48

    Zimt funktioniert zur Abwehr auch sehr gut! Wenn Du ihn als Barriere auf deren Straße verstreust, siehst Du richtig, wie sie die Augen verdrehen und abhauen! 😉 Toi, toi, toi, dass Euch solche Überraschungen in Zukunft erspart bleiben!

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  2. Silberdistel 23. Juni 2013 um 17:34

    Ah ja, dann solltest Du natürlich gleich ausreichend Holunderblütengelee kochen, damit es auch immer für die Ameisen reicht 😉

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  3. menzeline 24. Juni 2013 um 10:45

    Ein gutes Mittel ist auch Backpulver, damit habe ich Erfahrung gemacht, als diese Krabbeltiere mal meinen Balkon geentert hatten.
    Ist zwar etwas grausam, aber hilfreich, wenn man sie vernichten will.

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