Flohnmobil – im Alltag unterwegs

Reiseberichte und Anekdoten. Alltagskram im Lande Balkonien.

Schnäder – was?

Essen ist etwas Schönes, nicht? Ich esse fürs Leben gern. Ich geniesse das Essen, das ich esse. Und ich habe auch Freude daran, das, was ich esse, selber zuzubereiten.

Ich weiss, dass gerade letzteres Attribut nicht für alle zutrifft. Muss auch nicht sein, schliesslich gibt es genügend Restaurants, die einem für überteuertes Geld gerne das vorsetzen, was einem schmeckt. Oder zumindest meint man, man erhalte etwas auf dem Teller serviert, das einem schmeckt. Wenn es dann nicht den Vorstellungen entspricht, ist man zumindest enttäuscht. Eine gewisse Toleranz muss man in solchen Fällen sicher walten lassen, denn Kalbsgeschnetzeltes schmeckt nun mal nicht überall gleich gut. Zum Glück, sonst würden vielleicht alle Wirte dieselben Fertigprodukte verwenden.

Ich bezeichne mich nicht als heikle, sondern als kritische Esserin. Mit wenigen Ausnahmen (Muscheln, Kümmel) esse ich fast alles, probiere es zumindest. Ich weiss, was wie gut schmeckt. Schmecken kann. Aber es gibt viele Leute, die haben Vieles einfach nicht gern. Spinat, Rosmarin nur wenn unsichtbar, Rosinen, gekochte Früchte, Reis, süss/saure Gerichte, Schweinefleisch, Oliven, Estragon, Käse, Fisch, Rüebli nur gekocht, Knoblauch.

Für solche Leute zu kochen ist nicht einfach. Sie sind – in unserem Dialekt ausgedrückt – schnäderfrässig.

Wie heisst das in eurem Dialekt?

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14 Antworten zu “Schnäder – was?

  1. Hausfrau Hanna 6. Juni 2013 um 09:51

    Ich bin nicht ‚verschläckt‘,
    liebe Frau Flohnmobil,
    sondern esse alles. Fast alles. Nur bei Blut- und Leberwürsten verschlägt es mir den Appetit. Und bei schwedischem ’surströmming‘ (eingelegter Fisch, der faul stinkt) ) ekle ich mich 😦

    Damit oute ich mich als äusserst dankbaren Gast 🙂

    Herzlich Hausfrau Hanna

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    • Flohnmobil 6. Juni 2013 um 09:56

      Liebe unverschläckte Hausfrau Hanna
      Wenn die kommende Steinpilz-Ernte wieder so üppig ausfällt, müssten ich mal persönlich herausfinden, ob du wirklich so ein dankbarer Gast bist, wie du vorgibst.
      Liebe Grüsse
      Bea

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  2. menzeline 6. Juni 2013 um 11:10

    Ich bin nicht verschnuckt, esse eigentlich fast alles, es gibt da nur ein paar Ausnahmen, die da wären: Bismarkhering, Dicke Saubohnen, Stollen, Dominosteine und gefüllte Bonbons.

    Sehr geehrte Frau Hanna, ich kann gar nicht verstehen, das es Ihnen bei Blut- und Leberwürsten den Appetit verschlägt, ich finde sie schmecken verdammt gut, ins besondere, wenn sie auf einer Schlachteplatte mit Wellfleisch, Sauerkraut und Kartoffelpürree serviert werden.

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  3. der Muger 6. Juni 2013 um 12:13

    „schnäderfrässig“ – wir sagen dazu auch „allwär“. Das bedeutet aber eher „heikel“, was aber eigentlich das selbe ist. Odr so.

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  4. Michael 6. Juni 2013 um 13:32

    Wir Schwaben nennen solche Leute „schleckig“

    Kommt m.W. vom Bonbons schlecken -> nur Süßes wird gegessen/angenommen.

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  5. Wilde Henne 7. Juni 2013 um 13:34

    Ich sage ja auch «schnäderfräsig» – ein wunderbares Wort!

    In Franken, also zumindest in der Gegend um Nürnberg rum, sagt man dem «g’näschig». Gefällt mir auch.

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  6. Patty 7. Juni 2013 um 18:37

    Hoaklig bin i ned. Ich ess alles außer Couscous!

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