Flohnmobil – im Alltag unterwegs

Reiseberichte und Anekdoten. Alltagskram im Lande Balkonien.

Öfters mal Panne (22)

… oder: Weder vor- noch rückwärts

Innenstädte, das weiss jeder Womi-Fahrer, sind nur bedingt wohnmobiltauglich. Wenn er es nicht weiss, so erfährt er es früher oder später. So wie wir in der nachfolgenden Episode.

Wir waren stets drauf bedacht, dass unsere Fahrzeuge nicht zu gross sind. Der Knaus, mit dem wir unterwegs waren, war keine sechs Meter lang. Doch auch die waren noch zu viel. Als wir in der Innenstadt von Trogir/Kroatien nach einem Parkplatz suchten, führte die Strasse durch eine Häuserzeile, machte eine Rechtskurve und wäre alsdann an der Wasserfront gewesen, wo viel Platz und sogar ein freier Parkplatz waren. Bloss… da hatte ein ganz gefitzter Kroate in der Kurve der Einbahnstrasse sein Fahrzeug abgestellt. Ein PW wäre noch vorbei gekommen, wir mit 2,3 Metern Breite hatten keine Chance.

Tja. Was macht man da? Der Mitreisende entschied sich für hupen. Hätte ja sein können, dass der Fahrer nur gerade unter der nächsten Türe am Palavern ist. War er offenbar nicht, denn es geschah nichts, ausser dass sich hinter uns bereits Fahrzeuge stauten. Nochmals hupen. Wurde prompt quittiert mit hupen von hinten. War zwar ein nettgemeinter Gruss, nützte aber nichts. Ich stieg aus, öffnete die Haustüre und läutete an der ersten Wohnungstüre. Nichts geschah. Dann halt ein Stockwerk höher. Dort öffnete man, verstand aber weder deutsch noch englisch noch französisch, spanisch oder italienisch. Mit Händen und Füssen gelang es mir dennoch, mich verständlich zu machen. Das Hupkonzert von draussen drang wohl laut genug bis ins Treppenhaus hinein.

Mittlerweile hatte sich um unser Womi eine ganze Anzahl wild gestikulierender, diskutierender Kroaten versammelt, die trotz aller Verärgerung diesem ausländischen Verkehrshindernis gegenüber einsehen mussten, dass wir nicht Schuld dran waren, dass es nicht mehr vorwärts ging. Zurück fahren war schon längst keine Option mehr, denn da stauten sich Dutzende von Autos hinter uns. Wir konnten nur beten (aber wie bezirzt man die kroatischen Götter?), dass der Automobilist schleunigst auftauchen würde.

Nach einer gefühlten Ewigkeit, und ich kann beim besten Willen nicht mehr sagen, ob es zehn oder zwanzig Minuten dauerte, erschien einer ganz lässig jedoch etwas verschlafen, steckte den Schlüssel ins Zündschloss und machte sich aus dem Staub. Das taten wir dann schleunigst auch, denn an diesem temporären Gratisparkplatz hatten wir jegliches Interesse verloren.

Die umgebungsgerechte Müllabfuhr unterwegs in den engen Gassen von Spilt/Kroatien

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