Flohnmobil – im Alltag unterwegs

Reiseberichte und Anekdoten. Alltagskram im Lande Balkonien.

Behaarlich

Wir haben es alle getan und es hat uns allen Spass gemacht. Mindestens bis zu dem Moment, wo die Mutter ins Zimmer gekommen ist und uns nach einem zünftigen Donnerwetter aufgeklärt hat, dass unsere Haare nur millimeterweise und die der Puppe überhaupt nicht nachwachsen.

Improvisationen an der eigenen Haarpracht unterliegen keiner Altersgrenze. Mal mutiert die Dauerwelle zur Schauerwelle. Mal läuft man statt mit dezentem Rotbraun mit einer flammenden Rüebli-Mähne durch die Gegend. Nach einem gründlich missratenen „do-it-yourself-Coiffeurlis“ wird oftmals doch ein Profi beigezogen. Der Coiffeur soll retten, was noch zu retten ist. Unsere Hoffnung klammert sich an das Können dieser zwei flinken Hände, die Strähne um Strähne bearbeiten, in aufopfernder Art und Weise den Schnittlauch-Locken eine Form verpassen und zu guter Letzt alles mit Gel und Haarlack festbetonieren.

Auf dem Coiffeurstuhl reden wir uns ein, dass das, was uns da im Spiegelbild entgegenblickt, modisch sein muss, da vom Profi modelliert. Und natürlich bejahen wir das obligate „Isch es rächt so?“. Aber zu Hause halten wir als Erstes den Kopf unter den Wasserhahn. Die Nachbarn sollen ja nicht glauben, wir hätten in der Waschanlage vergessen, das Verdeck des Cabrios zu schliessen.

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9 Antworten zu “Behaarlich

  1. Wilde Henne 24. April 2013 um 20:35

    Ich habe vor vier Wochen meinen Coiffeur verlassen. Nach 20 Jahren. Man stelle sich das mal vor. Das fühlt sich an wie eine Scheidung.
    Mein Ex-Frisör hatte letztes Jahr urplötzlich angefangen, sich auf meinem Haupt selbstzuverwirklichen. Verpasste der Lackel mir doch einen raspelkurzen Stufenschnitt – so was Bescheuertes. Ich bin heim und habe drei Monate jeden Tag vor dem Spiegel geheult. Dann waren die Haare so weit nachgewachsen, dass ich im Urlaub auf Usedom wieder einen normalen Schnitt reinmachen konnte.
    Seit vier Wochen habe ich nun eine türkische Coiffeuse, Frau Osmani heisst sie. Die ersetzt den Ex, macht, was ich will und das sehr gut! 😉 😉

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  2. notiznagel 24. April 2013 um 20:44

    Rüebli-Rot und die Aufmerksamkeit ist dir gewiss. Meine inzwischen endpubertisierte Rasselbande hat die Haarfarbe gerne zur Schau getragen. Speziell bei langweiligen Familienanlässen oder Abschlussfeiern.

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  3. runningtom 24. April 2013 um 22:20

    Ich hab seit gestern keine grauen Haare mehr. Ich würde sie aber nie färben lassen. Nein, ich habe sie einfach auf 12 mm (oben), bzw. 9 mm (an den Seiten) kürzen lassen. Schnell und billig 😉

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