Flohnmobil – im Alltag unterwegs

Reiseberichte und Anekdoten. Alltagskram im Lande Balkonien.

Pleiten, Pech und Pfannen

Ich kann nur vermuten, dass in der Pfanne ein sanftes „Plopp“ zu hören gewesen sein muss. Als ich den Deckel abnahm, hatte die Katastrophe ihren Zenit bereits überschritten. Dort, wo einmal eine Blut- und eine Leberwurst geschwommen waren, befand sich neben der völlig intakten Blutwurst nur noch ein guter Liter fettiges Wasser.

Man mag von diesen Würsten halten, was man will, sofern sie intakt sind, mögen wir sie. Für Herzinfarkt- und Cholesterin-Patienten dürfte diese Art der Ernährung zwar wenig geeignet sein, besteht doch eine gesunde und ausgewogene Ernährung nicht aus Blut- und Leberwurst, Rösti und Öpfelschnitzli. Da mein innig geliebter Mitbewohner und ich uns einer robusten Gesundheit inklusive der dazugehörigen Mägen erfreuen, weichen wir zwei-, dreimal im Jahr vom Pfad der Tugend ab und ernähren uns saumässig ungesund. Ich stehe auf Leberwürste, während der Mitbewohner lieber eine Blutwurst auf dem Teller hat. Da sind wir uns völlig einig und machen uns somit auch das Nachtessen nicht streitig.

Nur in Eile sollte man nicht sein, wenn man die zwei schlabbrigen Würste ins Wasser wirft. Sonst passiert das, was ich eingangs beschrieben habe. Abhilfe schafft ein Dampfgarer, mit dem man eine unbeleidigte Leberwurst sanft bei 90 Grad erwärmen kann. Seit ich ein solches Gerät mein eigen nenne, muss ich dem Mitbewohner nie mehr beim Blutwurst essen zuschauen.

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11 Antworten zu “Pleiten, Pech und Pfannen

  1. Urs 5. Oktober 2012 um 16:38

    Hallo Bea!
    Dies ist mir gottseidank noch nie passiert, aber ich kann mir die Sauerei gut vorstellen. Aber die Idee, die Blut- und Leberwürste im Steamer zuzubereiten, ist bestechend – wie lange lässt Du sie bei 90° garen?
    Liebe Grüsse
    Urs

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  2. runningtom 5. Oktober 2012 um 20:05

    Na immerhin ist das Malheur in der Pfanne bei geschlossenem Deckel passiert und nicht zu Tische beim Anschneiden 😉

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  3. schreibschaukel 5. Oktober 2012 um 22:05

    Ach du Schreck:
    -Ich mag Kaugummis.
    -Ich verabscheue Blut- und Leberwürste.
    Aber:
    -Ich mag dich (sehr).
    Was schliesst man daraus?
    –> Zum Teufel mit der Logik!

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  4. Sivia Stauffer 6. Oktober 2012 um 10:03

    man stelle sich das ganze in der mikrowelle vor ( es gibt ja bekanntlich menschen die machen alles in der mikro )

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    • Flohnmobil 6. Oktober 2012 um 18:17

      Wenn ich schon an die beiden metallenen Dingern am Anfang und dem Ende der Wurst denke, funkt es vor meinem geistigen Auge. Aber wenn man die Wurst aus dem Darm drückt, könnte es sogar gehen. Ich kann es leider nicht für euch ausprobieren, denn ich hab mich vor Jahren vor der Mikro verabschiedet.

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